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Donncrslag. den 10. Jannar 1918
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. Missns Forderungen.
Cr VMjl mit George in dasselbe Horn. — Wütige Uerlnsie der Engländer und Franzosen.
Reiche TanchbooLärnte.
Zer deutsche Generalstad
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meldet
W. T. K. Trotzes HarrpSqnarriev, derr S. Januav. Amtlich.
Westlicher Kriegsschauplatz. r
Heeresgruppe Zt r o n p r , n z N u p p r e ch t.
Unter starkem Feuerschutz stieben englische Erkundungsabtei» ttmgen gegen den Südrand des Houthou'.ster-Waldes vor. Einige Kompagnien griffen an der Bahn Voesinghe-Staden an. An keiner Stelle konnte der Feind unsere Linien erreichen; in unserem Feuer hatte er schwere Verluste. Beiderseits von Lens lebhafte Artillerietätigkett Oestlich von Bullecourl fanden mehrfach Handgranatenlämpfe um kleine Grabenposten statt. Westlich von Flirey brachen die Franzosen am Nachmittag nach heftiger Feuerwirkung in vier Kilometer Breite zu starken Angriffen vcr. An einzelnen Steven drang der Feind in unsere Postenlinie. Ein Versuch, über ste hinaus Boden zu gewinnen, scheiterte. Unsere Gegenstöße warfen den Feind irn Laufe der Nacht überall ln seine Ausgangsstellungen zurück Oesilicher Kriegsschauplatz.
Nichts Neues.
Mazedonische Front und italienische Front.
Die Lage ist unverändert.
Der Erste Eeneralguartlermeister: Ludendorsf.
Adend^ericht.
Berlin, 9. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Bon den Kriegsschauplätzen nichts Neues.
| Zer österreichische Generalstab j]
Wie«, 9. Jan. (WTB. Nichamtlich.) Amtlich wird vcr-
larttbart:
Oestlicher Kriegsjchanplrrtz.
Waffenstillstand.
Italienischer Kriegsschauplatz.
Infolge ungünstiger Sichtverhältnisse blieb die Gesechis- kätigkeit auf einzelne Feuerüberfälle beschränkt.
Der Chef des Generalstabcs.
Nie Kriegslage.
Berlin, 9. Jan. (WTB.) Am 8. Januar versuchten an der Westfront die Engländer und Franzosen mit stärkeren Kräften sich Erkundungcergebu'sse zu verschaffen, die ihnen bei Patrouillengefechten am Vortage versagt blieben. Sie holten sich überall schwere blutige Schlappen. In Flandern, wo sich im Gefechtsgelände selbst die Zugangsweoe viele Kilometer weit hinter der englischen Front infolge des Winterwetters in völlig trostlosem Zustande befinden, versuchten hinter heftigen Feuerwellen starke englische Abteilungen sich durch den zähen Schlamm gegen den Südrand des Houthoulster Waldes vorzuarbeiten, während mehrere englische Kompagnien an der Bahn Voesinghe-Staden angriffcn. Die nur langsam durch das Trichterfeld vorkommenden dichten englischen Sturmwellen faßte unser vernichtendes Sperr- und Abwehrfeuer wnd ließ nur Teile von ihnen an der Bahn Doesinghe-Staden bis an unsere Linien herankommen, wo sie im Nahknmpf blutig abgewiesen wurden. Die Franzosen schritten ihrerseits westlich Flireh und aus dem dort gelegenen i Walds um 4.15 Uhr nachmittags nach einviertelstündiger stärk, j [teuer Feuervorbereitung mit starken Kräften zum Angriff gegen unsere Stellungen heraus. Der anfangs' eingedrungene Feind wurde in erbitterten bis spät in die Nacht andauernden Nah- ; kämpfen und in kräftigen Gegenstößen unter besonders hohen > Fcindverluston hinansgewsrfen. Sämtliche Gräben sind restlos in unserer Hand.
At'.ch im Sundgau, wo am frühen Morgen des 8. Januar starkes feindliches Mincnfeuer auf unsere Stellungen westlich von Mülhausen eingesetzt hatte, wurden vorsühlende feindliche Patrouillen vertrieben. Eigene Ausklärungstätigkeit brachte an vielen Stellen der Front das gewünschte Ergebnis, sowie zahlreiche Gefangene und Beute. Wahrend unsere Artillerie mit Erfolg feindliche Ansammlungen und den Verkehr hinter der Front, sowie Munittons- und Materialiendepots beschoß, belege ten unsere Bombengeschwader mehrfach feindliche Barackenlager sowie die Stadt Dünkirchen mit Bomben und konnten an Bränden und Ezplosionen die gute Wirkung feststellen.
Tmrchbooimeidmra.
Berlin, 8. Jan (MTV.) Im Atlantischen Ozean und im Aermelkanal sind kürzlich von unseren U-Booten fünf Dampfer und ein Segler versenkt worden. Mit Ausnahme eines waren sämtliche Dampfer bewaffnet und fuhren in Geleitzügen. Einem unserer U-Boote gelang es. durch zähes Festhalten und geschicktes Manöverieren aus ein und demselben Geleitzug drei schwer- beladene Dumpfer zu vernichten. Unter diesen befanden sich die englischen bewaffneten Dampfer „Bernard" (3682 T.). mit Kohlen nach Gibraltar, „Bristol City" (2511 T.) mit Stückgut, hauptsächlich Chemikalien, die nach New Bork bestimmt waren und nach Angabe der Besatzung einen Wert von etwa 40 Millionen Mark hatten. Der Segler war ein Vollschiff von annähernd 2600 Tonnen Große. *
Der Chef des Admiralsiabs -er Marine.
Nückkehr des Kommandanten der „Emden".
Rotterdam, 8. Jen. (WTB.) Der erste Transport der deutschen Austauschaefangenen aus England auf Grund des Abkom- c^ens vom 2. Juli 1917 trifft wahrscheinlicherweise End« dieser Woche in Holland ein. Darunter wird sich der Kommandant des deutschen Kreuzers „Emden". Fregattenkapitän Karl o. Müller, befinden.
Es gibt kein Mittel?
Der „Baseler Anzeiger" meldet aus Nom: Unter dem auf- sehenerregeuden Titel „Es gibt kein Mittel gegen den U Boot- krieg" veröffentlicht die „Italia" die Liste von achtzehn englischen Schiffen von über 1560 Tonnen, die während der letzten Woche von deutschen U-Booten versenkt wurden.
Zlerres deutsches KaperfckM?
Der „Zürcher Tage sandiger" meldet- Aus verschiedenen Presst Meldungen geht hervor, daß im Indischen Ozean wieder ein deutsches Kaperschiff tätig ist, das die Zulahrtstraßen zum Noten Meer und dem Suezkanal unsicher machte.
Wittons Fricdcu«tt cd-n>^rnneu.
Bafel, 9. Jan. Nach der Neuen Korrespondenz hielt Wilson im Kongreß eine Rede, in der er folgendes Friedens- programm entwickelte:
1. Die erste Bedingung ist der öffentliche Abschluß
gegenseitiger Friedensverträge, nach denen irgendwelche geheime internationale Abmachungen nicht mehr abgeschlossen werden dürfen: die Diplomatie muß zu allen Zeiten offen arbeiten. % '
2. Die zweite Bedingung ist die vollständige Freiheit der Seefahrt außerhalb der Hoheitsgelvässer sowohl zu Friedenszeit als im Kriege, ausgenommen der Fall, daß sie ganz oder teilweise durch internationale Unternehmungen für Anfrechterhaltung internationaler Abkommen geschlossen wird.
3. Soweit möglich, sollen alle wirtschaftlichen Hindernisse beseitigt werden und die Gleichheit der Haudelsbe- diugungen unter allen Nationen, die sich zur Aufrechter- Haltung des Friedens verpf ickten sollen, festgelegt werden.
4. Hinlängliche Sicherheit soll dafiir gegeben und erholten werden, daß die nationalen Rüstungen auf ein Minimum beschränkt werden können, das die Sicherung int Innern verlangt.
•\ Unparteilichkeit aller Forderungen, die auf der sink- • Durchführung des Prinzips basieren, daß die Interessen
Völker gerade so schwerwiegend wie die Ansprüche der o--'.errungen, die festgelegt werden sollen.
3. Räumung aller russischen Gebldte und eine solche Regelung aller Rußland betreffenden Fragen, daß das beste Zusammenwirken mit anderen Nationen gesichert wird. Rußland wird die freie und volle Gelegenheit gegeben werde;^, unabhängig seine eigene politische Entwicklung und nationale Politik zu bestimmen. Rußland soll aufrecht in der Gesellschaft der freien Völker unter Wahrung seiner Institutionen ausgenommen werden. Rußland soll in allem was es nötig hat und wiinscht, eine mehr als sympathische Unterstützung finden. Die Behandstmg, die Rußland von seinen Schwesternationen fn den nächsten Monaten erfahren wird, gibt den besten Beweis für deren guten Willen und ihr Verständnis für Rußlands Bedürfnisse und für ihre ein- miitige und selbst lote Sympathie.
7. Belgien muß, wie die ganze Welt es gntbeißen wird, geräumt und seine Souveränität wiederhergestellt werden. Keine Handlung wird, wie diese, dazu dienen, das Vertrauen der Nationen tu die Gesetze wiederherznstellen. dre sie für ihre gegenseitigen Beziehungen festgelegt haben, ohne diese bletbt das Völkerecht stets ein Stückwerk.
8. Alle französischen Gebiete müssen befreit und die eroberten Gebiete wiederhergestellt werden. Das Unrecht, das Frankreich im Jahre 1871 zuaefügt worden ist und das den Frieden der Welt vor 40 Jahren aus dem Gleichgewicht
' brachte, muß derart wieder in Ordnung gebracht iverden, daß der Friede im Interesse aller gesichert wird.
9. Eine Verbesserung der ita'ieniscben Grenzen sollte dnrchgefübrt werden entsprechend der klar erkennbaren Nationalitätsabarenzung.
10. Den Völkern Oesterreich-Ungarns, von dem wir wünschen, daß ihm der Platz in den Nationen erhalten kckeibt, soll zum ersten Male die Möglichkeit zu einer autonomen Entwicklung gegeben werden.
11. Rumänien, Serbien und Montenegro sollen wieder errichtet werden. Es sollen ihnen die besetzten Gebiets zurück- gegeben werden. Serbien soll einen freien Zugang zum Meere erhalten und die Beziehungen unter den verschiedenen Bastanstaaten sollen in freundtchaftchcher Weise geregelt wer- den, entsprechend den Beschlüssen der großen Mächte und der historischen Entwicklung. Diesen Staaten soll ihre politische wirtschaftliche und, territoriale Integrität durch die Mächte garantiert werden.
12. Den türkischen Teilen des gegenwärtigen Otto- manischen Reiches soll die Souveränität und Sicherheit garanttert werden, aber die anderen Nationalitäten, die gegenwärtig unter dein Regime des Ottomanischen Reiches leben, sollen auch ibrerseits eine gewisse Sicherheit für ihre Existenz verließen und die Möglichkeit haben, ihre Autonomie zu verwirk ichen. Die Dardanellen sollen dauernd geöffnet bleiben und eine freie Durchfahrt für die Handelsschiffe aller Nattonen unter internationaler Garantie darstellen.
13. Es soll ein polnischer Staat gebildet werden, der alte Gebiete umfaßt, die von unbestreitbar polnischen Nationalitäten bewohnt sind. Polen soll einen freien Zugang zum M""re haben, seine politische und wirtschaftliche - Unabhängigkeit er basten, und es soll seine territoriale Unantastbarkeit stchergestellt werden. Garantien hierfür fallen durch eine internationale Abmackuma geschaffen werden
14. Eine allaemeine Gesellschaft der Nationen soll nebst- det werden aus Grund besonderer Abmachungen, die die Politische und territoriale Unabhängigkeit aller dieser Großstaaten enthalten.
Wilson führte zum Schluß seiner Rede ans, daß Amerika zur Erreichung der bevorstehenden Abmachungen und Verträge bereit sei. zu kämpfen und durchguhalten, bis diese ■ Vorschläge verwirklicht worden seien.
Anschließend an diese Forderungen fubr Wilson fort: Wir werden bis zum Ende vereint bleiben nnd für diese Regelungen und Abkommen sind wir bereit, zu kämpfen und weiter zu kämpfen, bis sie erreicht worden sind. Aber dies geschieht nur j deshalb, weil wir wollen, daß das Recht siege, und weil wir , wünschen, daß ein gerechter und dauerhafter Friede kommt, wie dieser nur allein zustande gebracht werden kann, indem die hauptsächlichsten Anreize zum Krieg hinwegqeräumt würden. Und dieses Programm nimmt sie weg. Wir sind nicht eifersiich» tig auf die Größe Deutschlands, und nichts befindet sich in diesem Programm, das dieser Größe schadet. Wrr mißgönnen ihn» keinen Erfolg oder keine Auszeichnung auf dem Gebiete der Wisten- schaften oder dem des besonderen Unternehmungsgeistes, womit sich Deutschland so viel Ruhm erworben und fick so beneidenswert gemacht hat. Wir wünschen Deutschland weder aus irgend, welche Weise zu schaden oder seinen berechtigten Einfluß oder seine Macht zu mindern Wir wünschen es nicht mit den Waffen oder mit feindlichen Handelsmaßregeln zu bekämpfen, wenn es sich uns und den anderen friedensliebenden Nationen der Welt anschließn will zur Herbeiführung von Abkommen der Gerechtigkeit, des Rechtes nnd der ehrlichen Handlungsweise. Mir verlangen nur, daß es seinen Platz als Gleichstehender unter den Völkern der Welt, jener neuen Welt, in der wir jetzt leben» ein- nehme, statt einen Platz als Uedcrherrsiher.
Entkleidet man die Worte und die Forderungen Wilson» ihres Phrasenwulstes. so erkennen wir, daß die S l A Jahre Krieg und besten Ergebniste spurlos an dem Präsidenten der amerika^ Nischen Völkervampyre vorübergegangen sind. Das Deutsche Reich soll also nicht nur Elfaß^Lothringen, sondern auch noch


