Grane Gefahren.
A
Roman aus der Gegenwart von M. Gontard - Schuck.
\2) 'Jiflujbrud ocroo.cn.
Herr von Werkheim befand sich nickt zu Hause. Eine kleine Enttäuschung für Helen. Aber schließlich, was schadete es! Sie würde warten.
Der Diener sah sie verwundert an. als sie ihm kurz erk arte, hier bleiben zu wollen, bis der Herr Baron zurück- käme.
Er ließ sie eintreten und zog sich dann zurück, nicht ohne vorher noch einen mißtrauisch forschenden Blick auf den Ein- driua'ing zu werfen. —
Halb scheu, ha'b neugierig sah sich Helen im Zimmer nur. Der Teetisck war bereits gedeckt Wie nett und gemütlich das alles aussah! Gar nickt, wie sie es fick bei einem Junggesellen vorgestellt hatte. Ach, und die sckiöne Kamin- ecke. Gemütlick auch ohne die wärmenden Strahlen.
Sie trat einige Sckritte näher und besah neugierig das Bild, das auf dem Kaminsims stand.
„Wohl sein Vater." mume'te sie und vertiefte sich einen Augenblick in die Züge des Bildes.
Ob Alfred bald kam? Die erste Aufwallung ebbte ab. Ob er sie gar tadeln würde? Sie sah sich um. r Es war wirklich reizend hier.
Sie ließ sick in einem der großen Sessel nieder, die vor dem Kamin standen. Ihre zierliche, schlanke Gestalt schien ganz darin zn verschwinden.
Sie fing an zn träumen. Wenn sie hier als Hausfrau schalten wiirde. — Ach. Unsinn! Natürlich würden sie dann nicht hier in dieser kleinen Wobnnna bleiben. Sie würden ein großes, vornehmes Hans baben, so wie die Eltern. Aber so hübsch gemütlich wie Alfreds Junggefellenheim sollte es auch sein. —
Ans ihrem Sinnen wurde sie geweckt. Stimmen schlugen an ihr Ohr. Ah. A fred kam! ^ie würde sitzen bleiben, dann konnte er sie gar nicht gleich sehen und war sehr überrascht.
Sie kuschelte sich noch tiefer in die Polster.
— < Und" mm öffnete ffcjj bk Türe rrnö er stand auf der
Stelle. , i; ,
Aber was war das! 1 *.
Lähmender Schreck schnürte ihr die Kehle zu. Alfred kam nicht allein. Zwei Herren traten mit ihm ein.
In die Erde hätte sie sinken mögen.
Sie rührte sich nicht. Nur noch tiefer kroch sie in das schützende Polster.
Der Raum war mit dem ungewissen Licht der beginnenden Dämmerung erfüllt, und Werkheim griff nach dem Schalter und knipste das Licht an. —
Arme Helenk
Wie so ganz anders hatte sie sich dieses Willkommen ausgedacht. Mit einem Ausruf des Entzückens wollte sie sich ihm in die Arme werfen.
„Hier bin ich/ nimm mich, ich bin Dein!" wollte sie ihm znrufen. Und nun?
Wie eine arme Sünderin verkroch sie sich in die Tiefe des Sessels und wagte kaum die Angen zu heben.
Ueber Werkh^ims Gefickt flogen im schnellen Wechsel Verwunderung und starres Entsetzen.
He en hier! Was hatte das zu bedeuten?
Helen allein hier in seiner Wohnung und neben ihm diese fremden!
Mit Blitzesschnelle flogen die Gedanken durch fein Hirn. Im nächsten Augenblick sckVN hatte er sich gefaßt.
Als wäre es die alltäglichste Sache von der Welt, daß eine funge Dame der Londoner Adelskreise einen unverheirateten. jungen Militärattache besuchte, trat er auf die ganz verfchtickterte Helen zu.
„Helen, Du, Wecke Ueberrasckung! Du hast mir ganz sicher etwas recht Wichtiges zn lagen, das Tu keinem andern Menschen anvertranen wolltest!"
Bei seinen harmlosen Worten gewann Helen ihr Fas- MU verlegenem Lächeln trat sie einen Schritt auf
ihn zn.
Werkheim griff nach ihrer Hand und hielt sie fest in der seinen. 4
„Ja, Liebling, dann bilft alles nichts! Dann müssen wir unser Geheininis preisgeben."
snng.
Er wandte sich den beiden Herren zu, die verwundert den seltsamen Besuch betrachtet hatten.
..Gestatten Sie. meine Herren, daß ich Ihnen mexm Prant, Miß Helen Douglas, vorstelle. Sie sind die ersten, die von unserer Ber'obnng Kenntnis erhalten. Sir Edward Douglas wünschte die öffentliche Verlobung nicht vor dein Geburtstage meiner Braut bekannt zu geben. Ich hoffe von Ihrer Versckrwiegenheit, daß Sie nicht vor der Zeit von Ihrer Kenntnis Gebrauch machen.
Liebe Helen, gestatte: Graf Vrönd'av, dänischer Militärattache. Lord Donald Cardington, den Du vielleicht schon kennst."
Die Herren verbeugten sich und murmelten einige unverständliche Worte, die man ebensogut als Versick)erung, wie als G ückwunsch auffassen konnte.
„Und nun, meine Herren, entschuldigen Sie mick wohl. Ich werde meine Braut nach Hause bringen, bin aber in kurzer Zeit wieder da."
Tie beiden Herren wollten sich empfehlen, doch Werk- beim gab es nicht zn. Ihm lag daran, sie hier zu halten, bis er zurückkam.
„Auf keinen Fall lasse ick Sw fort, meine Herren. Ich bin in kürzester Zeit wieder hier und mein Diener wird inzwischen aufs beste für alles sorgen." —
©mge Minuten später saßen sich die beiden im Wagen gegenüber. Mit Mühe hatte Werkheim sein gleichgültiges Gefickt beibehalten. Was mochte da geschehen sein?
Unruhig sah er von einer Seite zur anderen. Dos Fenster auf der einen Seite war geöffnet, er schloß es. Dann beugte er sich zu He'en hinüber, die sich in eine Ecke gedrückt hatte und leise vor sich hin weinte.
„Helen, Liebling, erkläre mir! Sag mir rmi alles tn der Welt, was vorgefallen ist. Was hot Dich zu diesem um besonnenen Schritt getrieben?"
Nun kamen die Träne erst recht. Und nur nach und nach, unter Liebkosungen und Tränen, hörte er einen Teil der Wahrheit. Sie sei gekommen, um bei ibm zn bleiben. Er solle mit ihr nach Schottland fahren und sich dort mit ihr trauen lassen.
Inrf^tznng wlat.
Gott dem Allmächtigen hat es gefallen unseren lieben Vater- Bruder, Schwager und Onkel
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nach längerem Leiden im 75. Lebensjahre zu sich zu nehmen. Dorheim, den 8. Januar 1918.
Die trauernden Hinterbliebenen
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Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10. d. Mts., nachmittags 2 Uhr in Dorheim statt.
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