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Dienstag, den 8 . Januar 1918

Unmmer 6

11 , Jalpgarg.

Die M i;sue v aresreitung" er>ch<^tt icöen Wei.m * ^regelmäßige BeilagenDer Flauer ans Hessen".Die Spinnssabe". Serugsprsis: Bei den Boitanstalten oter.cl*aiir 1 1 ct) Mt. 2.49 kiin u :ntt noch das Bestellgeld'. >'e, den '^enter ona'lick 85 P,g. ein chließlich Trägerlotzn. Anzeigen: vttund.ette 25 Psg., totale 20 Pixp, Anzeigen von auswans oeroen durch Bo tnachna me "l"',.. -^riullunasori Friedbera. HchriMeitnnq und Uertaa >rredbsra lHe'ien,. 'anauertrafle 12. vcetzer 48. Bi t, ,et-Ls no Itr. I nt <c<viwurt a. !

fit Munft brr iSiifra in KreWsH.

Die wntlchaftlichen Fragen im Hanplansschnst. Kebllaste ArtiUerietätiglreit im Westen.

36000 Tonnen versenkt.

Der deutsche GeneraMak

me'det:^=r=,

W. T. p> Hauptquartier, den

Januar. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Im Stellungsbogen östlich von Ppern und in einzelnen Abschnitten zwischen den von Arras und Peronne auf Cambrai führenden Straßen entwickelten sich am Nachmittag heuige Ar- tilleriel^mpfe. Auch zwischen der Miette und der Aisne. beider­seits von Ornes und auf dem Westufer der Mosel war das Ar­tillerie- und Minenfeuer gesteigert. Die Kampftätlgk'it dir Infanterie blieb auf Erkundungen im Vorfelde der Stellungen beschrankt.

Oestlicher Kriegsschauplatz

Nichts Neues.

Mazedonische Front und Italienische Front.

Die Lage ist unverändert.

Der Erste Generalgnartiermeister: Ludendorff.

Abcndi, reicht.

Berlin. 7. Jan., abends. (MTV. Amtlich.) Die erhöhte Feuertätigkeit im SteUungsbogen südöstlich von P p e r n dauert on.

Von den arideren Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der österreichische Generaista'b jjj -- meldet:

Wie«, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lautbari-

Oestticher Kriegsschauplatz.

Waffenstillstand.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Keiire besorlderen Ereignisse.

Der Chef des.Eeneralstabes.

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Der bulgarische Gcneralstab || == meidet:

Sofia. 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Eeneralstabsbericht.

Mazedonische Front: An der Tschervena Stena und auf der Straße Bitolia-Reffen war die Artillerietätigkeit lebhafter. Aus dem rechten Wardar Ufer versuchte eine feindliche Abtei­lung, sich unseren Hindernissen zu nähern, wurde aber durch Feuer vertrieben. An der übrigen Front schwaches Artillerie­feuer.

Dobrudfchafront: Waffenstillstand.

| Das türkische Hauptquartier ! «===== meldet: , S

Konstantinopel. 5. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Amtlichem Tagesbericht.

Palästinafront: Aus einem feindlichen Flugzeuggeschwader von 12 bis 14 Flugzeugen, das einen unserer Flughäfen an griff, wurden durch Luft- und Erdabwehr zwei feindliche Flieger zum Absturz gebracht. Drei Insassen waren tot. einer schwer verletzt. Aus dem angegriffenen Flugplatz wurde kein Schaden angerich­tet. Unsere Flieger bewarfen feindliche Anlagen mit 40 Bom­ben. Mehrere Treffer im Ziel wurden beobachtet. Trotz hef­tiger Ecgenwehr kehrten alle Flugzeuge zurück. An den übrigen Fronten keine Ereignisse.

36000 Tonnen verlenkt.

Berlin. 7. Jan. (MTB. Amtlich.)

1. Am 22. Dezember 1917 hat eines unserer Unterseeboote km Mittelmeer die Hochöfen und Schmelzwerke von Piombino wirkungsvoll beschoffen.

2. Schneidigen U-Dootangrifsen sind im westlichen Mittel­meer letzthin acht Dampfer und drei Segler, mit rund 36 000 Bruttoregistertonnen zum Opfer gefallen. Die Dampfer, die mit Ausnahme von einem beladen waren, fuhren sämtlich in

stark gesicherten Geleitzügen. Einer der Dampfer hatte Muni­tionsladung für Italien. Er ging fast augenblicklich nach dem Torvedotreffer unter. Auch die übrigen Schiffe waren überwie­gend Transporter nach Genua. Ihr Verlust bedeutet für Ita­lien einen empfindlichen Ausfall an Kriegsmaterial.

Mit welcher Umsicht und Geschicklichkeit dre Geleitzüge an­gegriffen werden, zeigt die Tatsache, daß in einem Falle aus einem Geleitzuge in 23 Minuten drei Dampfer herausgeschoffcn, in einem anderen ein aus zwei Dampfern bestehender Geleitzug vernichtet und aus einem weiteren Geleilzug von drei Schiffen im Doppelschuß zwei Dampfer versenkt wurden.

Unter den vernichteten Dampfern. die alle bewaffnet waren, befanden sich die italienischen Dampfer ..Attualita" (4791 Bruttoregistertonnen) und Monte Bianca" (6968 Bruttoregister- tonnen).

Zwei der vernichteten Segler, darunter der italienische Schooper ..Giuiio S." Hanen Schwefel, der dritte Kohlen ge­laden.

Während der Versenkung des einen Seglers wurde das U-Boot von einer Landbatterie bei Kap San Vito (Sizilien) beschossen, die Batterie jedoch durch das Boot zum Schweigen gebracht.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

Jnr Kriegslage.

Berlin, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Nach eingetretenem Tauwetter haben in zahlreichen Abschnitten der Westfront leb­hafte Artilleriekämpfe eingesetzt, die teilweise bis zum späten Abend und nachts über in planmäßiger Stärke anbielten. Auch die Fliegertätigkeit blieb fast überall trotz schlechten Wetters rege. Zahlreiche feindliche Erkundungsabteilungen mußten, ohne ihren Aufttag erfüllen zu können, in unserem Feuer zurück­flüchten und erlitten schwere Verluste.

Auch in Mazedonien lebte im Cernabogen. im Moglena- gebiet und zwischen Wardar- und Dotransee das feindliche Ar- tilleriefeuer zeitweilig auf. Ein feindliches Flugzeug warf wie­der einmal 25 Kilometer nordwestlich Monastir auf ein Feld­lazarett bei Morgan, das durch Genfer Flagge und ein großes, weithin sichtbares Notes Kreuz auf dem Erdboden deutlich be­zeichnet war. Bomben ab. 10 Lazarett-Insassen wurden' durch die neue völkerrechtswidrige Handlung unserer Feinde getötet bezw. verwundet.

rr dkiü!t!!f ''ki Wm'ii".

Berlin. 7. Jan. (WTB Nichtamtlich.) Der deutsche An­griff am 30. Dezember süd'ich Marcoing war eine völlige Ueber- raschung für dre Engländer, die die vorgehenden deutschen Truppen in ihren Schneohemden nicht rechtzeitig erkannten, da fast gleichzeitig mit dem weiter rückwärts verlegten Vorberei- tungsfeuer die deutschen Sturmtrupps bereits in die vordersten Gräben eindrangen und eine ernstliche Verteidigung infolge der überraschenden Schnelligkeit ihres Vordringens unmöglich niachte. Im deutschen Vorbereitungsfeuer der Artillerie und Minenwerfer waren die blutigen Verluste, wie auch die Gefan­genen überein^i" ' aussagen, außerordentlich schwer. Vor allem sei die Wirkung des Minenfeuers und der Flammenwerfer verheerend gewesen.

Die Vttlijiuimiilil dk-r !Mfnfll!'!iriV$.

Die Frage, ob der Waffenstillstand über den 14. Januar hinaus dauern solle, ist heute akut geworden. Der am 15. Dezember in Brest-Litowsk abgeschlossene Waffenstillstands- Vertrag bestimmt in seinem Artikel 1:

Der Waffenstillstand beginnt am 17. 12. 1917, 12 Uhr mittags (4. Dezember 1917, 14 Uhr russisck-er Zeit) und dauert bis zum 14. Januar 1918, 12 Uhr mittags (1. Januar 1918, 14 Uhr russischer Zeit). Die vertrag­schließenden Parteien sind berechtigt, den Waffenstillstand am 21. Tage mit 7tägiger Frist zu kündigen. Erfolgt dies nicht, so dauert der Waffenstillstand automatisch weiter, bis eine der Parteien ihn mtt 7tägiger Frist kündigt."

Seit gestern, spätestens aber heute mittag, müßte also der Waffenstillstand gekündigt sein, wenn bei einer der beiden Parteien die Absicht bestände, die Feindseligkeiten am 14. Januar wieder zu eröffnen.

Hriegsbeteilignng Drostliens?

DieBaseler Nachrichten" melden ans Paris: Franzö­sische Blätter melden aus Rio de Janeiro, der brasilianische

Außenminister habe m einer Erklärung zur Versenkung des brasilianischen SchiffesTagnary" die Intervention Bra­siliens in Europa angekündigt.

Ufr tngimtt; über üfn fr>Vn.

Der Freie Ausschuß für einen deutschen Arbeiterfrieden hat an den Kaiser und an den Kronprinzen folgendes Tele­gramm gerichtet: ,

In der entscheidenden Stunde richtet der Freie Ausschuß für einen deutschen Arbeiterfrieden nnt seinen zweihundert­neunzigtausend eingeschriebenen Arbeitermitgliedern vier- zigtausend mehr als beide sozialdemokratischen Gruppen zu­sammen. an Eure Majestät die untertänigste Bitte, nicht durch den Verzichtfrieden in Brest-Litowsk die deutsche Ar­beiterschaft in Not und Elend verkommen zu lassen, sondern durch einen siegreichen Frieden aus Grund der he den- mütigen Taten von Heer und Marine die Zuknuft der deut­schen Arbeiterschaft zu sichern.

Wir wollen in Deutschland Brot und Verdienst haben und nickt gezwungen sein, auswandern zu müssen und Kul­turdünger und Lobnsklaven anderer Völker zu werden.

Darauf ging vom Kronprinzen fo'gende Antwort ein:

Das an nlich gerichtete Telegramm habe ich erhalten. Etz liegt keine Veranlassung zu den in ihm angedeuteten Besorgnissen vor. Dem Freien Ausschuß für eineu deutschen Arbeiterfrieden glaube ich vielmehr versickern zu können, daß die deutsche Reicbs'eitung die heldenmütigen Taten von Heer und Marine auch durch einen guten ehrenvollen Frie­den zu krönen wissen wird, einen Frieden, der den deutschen Arbeitern glückliche Lebensbedingnngen und freie Entfal­tung ihrer Kräfte auf deutschem Boden gewährt und erhält.

Wilhelm, Kronprinz.

lettische Neraettmig.

Straftburg, 6. Jan. (WTB. Amtlich.) Laut Mitteilung des Generalauartiermeisters werden altz Vergeltnnasmaß- regel gegen die völkerrechtswidrige Zurückhaltung der ver­schleppten E'saß Lothringer in Frankreich ab 6. Januar d I. 600 angesehene Franzosen nach Ruß'aud und in einigen Tagen 400 angesehene Französinnen nach dem Lager Holz­minden abbefördert.

(Our snr"dichnrn an Vr rp'üni^m fmnt.

Petersburg, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Meldung der Petersburger Tel.-Agentur. Die in Odessa eröffnete Konferenz der Arbeiter- und Soldateuräte der rumänischen Front nahm folgende Entschließung an: Die Versammlung der Vertreter der gesamten rumänischen Front erkennt nicht das Hauptauartier Tsck^rbatschew an imb stellt fest, daß die ukrainischen Kommissare, die die Gewa't in Händen haben, von den Rumänen unterstützt' werden, die den rus­sischen revo'ntionären Truppen feindlich gesinnt sind. Die Versammlung hält eine solche Lage für die Revolution ae- lährlich. Tie Versammlung befiehlt allen Heeresausschüssen, bis zur Ergreifung anderer Maßnahmen die Gewatt zu über, nehmen und die rumänische Front von den Gegenrevo- Intionären zu säubern, die die rumänische Front verderben. A's Protest gegen diese Entschließung reisten 80 Ukrainer, die zur Rada batten, ab. 220 sind Bolsckewiki oder Revl> lutionäre der Linken. Die Entschließung wurde mit 800 gegen 240 Stimmen angenommen. Die Armeen an der rumänischen Front sind mit ihrem ersten Ausschuß vollkom­men auf Seiten der Sowjets.

Die Friedensverlsendlttngctt.

In Brest-Litowsk.

Brest-Litowsk, 7. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Heute vormittag sind die rufsisck>en Friedensdelegierten eiuschsieb- lich Trotzki hier eingetroffen.

Die deutschen Erklärungen.

Berlin, 7. Jan. (WB.) Zu den in der Presse fort­dauernden Erörterungen, die über angeblich Unvollständig- feit der deutschen Mitteilungen über den Verlauf der Ver­handlungen in Brest-Litowsk vom 28. Dezember 1917 (die Sitzung fand tatsächlich am 27. Dezeiuber statt) berichten, erfährt dieNorddeutsäP Allgemeine ZeiUmg" von dlger Seite folgendes:/