Der Zwischenfall von Brest-Litowsk ist einigermaßen über- rafchcnd gekommen, zwar war man sich bewußt, daß noch manche Schwierigkeiten zu überwinden seien, denn die Gegensätze, die ein Z^jähriger Krieg geschaffen hat. lassen sich im Handumdrehen nicht Überdrücken. Man hat aber das Friedensbedürfnis de» russischen Volkes so hoch emgeschätzt, daß man die schroffe Form, in die Rußland seine Forderung gekleidet hat, nicht für möglich gehalten hätte. Wie die Dinge liegen, wird sich ein jeder, der noch nicht ganz verlernt hat. deutsch zu fühlen, ohne Rückhalt hinter die Erklärung des Reichskanzlers stellen, den Rüsten mutz es gezeigt werden, daß es nicht dem Besiegten sondern dem Sieger zukommt, Forderungen zu stellen. Die ultrarevolutionären Herrschaften sind ja vor vornherein so aufgetreten, als wenn sie nur zu befehlen hätten und es wurde ihnen zu leicht gemacht. Wir glauben nämlich nicht fehlzugehen, wenn wir einen Teil des russischen Widerslandes auf die schmähliche Haltung der linksstehenden Preste in Deutschland schieben, die durch ihr jeglicyer Würde bares Cewinsel die Russen übermütig machten und ihnen den Gedanken beibringen mußten, daß wir den Frieden um jeden Preis haben müßten. Gewiß, wir alle ersehnen den Frre- den, aber Rußland und vor allem seine durch und durch zerrüttete Negierung hat ihn noch viel mehr nötig und Rußland ist außerdem der Geschlagene. Wie weit die Würdelosigkeit geht, zeigt eine Aenßerung der Wiener „Neuen Freien Preste". die ln Oesterreich die Rolle der „Frankfurter Zeitung" spielt und die w i r zu den deutschen Blättern nicht rechnen: dieses Blatt der internationalen Hochfinanz rät der Entente, sich jetzt an den Frreoensverhandlungen zu beteiligen, es könne dann sogar ein gewisser Ersatz für Schäden in Belgien durchsetzt werden. Hoher gehts bald nimmer.' Aber von gewissen Kreisen in Österreich-Ungarn ist in letzter Zeit so viel Böses gekommen. daß wir in dieser Aeußerung mehr als eine Zeitungs- mernnng zu erkennen befürchten müssen.
Die „Frankfurter Zeitung", die zu der gegenwärtigen Nelchsregrerung sehr nahe steht, brachte gestern Abend, als von dem Zwischenfall in Brest-Litowsk noch nichts bekannt wur. einen Aufsatz, der ausnahmsweise über die Friedensfrage mr: Rußland recht vernünftige Ansichten enthält und der jetzt nach Lage der Dinge darauf schließen läßt, daß der Reichsregierung etwas geahnt hat. daß die Wege zum Frieden sich s>icht so glatt ebnen wurden. Der Schreiber dieses Aussatzes bewirft diejenigen. die für einen deutschen Frieden eintreten, nicht mit Schmutz ~ und das will bei der Frankfurter Zeitung viel heißen' — sondern geht sogar auf ihre Ansichten ein und würdigt sie Wir lesen u. w: Diejenigen, die am liebsten das ganze besetzte Gebiet den Russen wieder zur Verfügung stellten, sind natürlich am festesten überzeugt, daß sie dadurch die Russen Deutschland zu ?I e ü2 roürücn Tie glauben sogar, daß das der
sicherste Weg fei. Rußland mit Deutschland zur Grundlage einer europäische,, Konstellation gegen England und Amerika zu wachem Das ist möglich, es ist aber auch das Gegenteil mög-
I 0111 !” 1 babci oiet darauf an. ob man mit der jetzigen , russischen Regierung, als der Regierung der Zukunft sicher recy- nen kann, oder ob sie nicht eines Tages von einer anderen av- gelost werden kann, die von Joseph und seinen Brüdern nichts weiß oder nichts wissen will . . .
Rach allem, was man weiß, wollen die Bosschewisten nicht nur mit Deutschland, sondern mit der ganzen Welt in Frieden leb-n. und sie hoffen, das um so schneller zu erreichen, je eher die übrigen Völker des russische Beispiel nachahmen und die Herrschaft des Proletariats errichten. Diese Hoffnung wird sich nicht erfüllen, und ob die Herrschaft der Bolschewisten Bestand har. ruuß auch erst die Zukunft erweisen. Es erhellt, daß man. wenn man Frieden schließen will, den Boden der Wicklichkeitspoiitik nicht verlassen und die Möglichkeit neuer kriegerischer Konflikte dabei nicht außer Acht lassen soll. Schöne Worte und Gelöbnisse. selbst wenn sie zu Papier gebracht sind, schaffen keine Grenzsicherung, die Einverleibung von Fremdoölkcrn noch viel weniger, und Volksabstimmungen werden, ganz abgesehen oa- ron. daß der allgemeine Bildungsstand dabei eins Rolle spielt selten so unbeeinflußt vor sich gehen, daß sie gegen jede Anzwetft lung gefeit sind. Man weiß ja auch, wie Napoleon III. Kaiser geworden ist."
^ Mit diesen,^ im Grunde genommen, recht verständigen Anstalten. vereint sich aber schlecht die Haltung, den dasselbe Blakt heute nach Bekanntgabe der russischen Forderungen, einntmmr. Statt sich, wie es gestern sagte, auf den Boden der W t r k! i cy - ke tt zu stellen, fängt es schon wieder an zu weinern und um eine Verständigung zu betteln. Gewiß, es wird bei einem geg^n- sertrgen guten Willen auch jetzt noch nicht unmöglich sein, eine Verständigung zu finden, aber unter keinen Umständen dürfen die besiegten Russen als Gebieter auftreten. Die heutigen Nachrichten aus England und Rußland beweisen ja. daß die Entente wieder ihre Hände im Spiel hat und daß eine Verständigung Mischen England und den Dolschewikis nicht ausoefchlossen ist England würde ja in seiner Rot mit dem Teufel ein Bündnis schließen. Hofentlich führen diese Vorgänge die deutschen Ver- treter dazu, daß sie endlich mit aller Entschiedenheit die deutschen Interessen wahrnehmen und sich nicht von Schönrederei vnv gleisnerischen Redensarten hinters Licht führen lassen.
Die Teilnahme Polens.
. Kerlen, 3. Jan. Zu dem Wunsch der polnischen R°-
a ? * en Z rieb ™frtmbhmen teilrunehmen. wird gemeldet, daß es den Polen ermög icht werden soll, zu deu Beratungen von Sondersragen bei den Friedensverhandlungen von Fall zu Fall je nach dem Gang der Verhand- lungen Sachverständige zu schicken.
Kriegsfälle 1917.
Blicken wir auf das Krlegsjahr 1917 zurück so ergibt eln «vergleich mit den vorangegangenen Kriegsjahren, daß 1917 ganz besonders reich an wichtigen und folgenschweren Erelgnis- rsn wU cn großen Erfolgen für die Mittelmächte gewesen ist.
« - ^Ä»nen wir mit der Westfront, so steht für die Zeit bis «noe Marz die Schlacht an der Somme und der strategische »tuckLug der Deutschen von der Somme nach Osten hin tm Bor-
dergrunve. Dre spätere Zeit h«rt dargevr^ wte richtig der Enk- schluß der deutschen Heerführung gewesen ist. die Schlacht an der Somme im rechten Augenblick abzubrechen und hierdurch dem Feinde das Gesetz vorzuschreiben. Wir verbesserten auf diese Wesse unsere Stellungen, indem wir die Front um ein großes Stuck verkürzten. Kräfte sparten und viel bessere Verteidigungsstellen schufen, als sie uns die zerschossenen Gräben an der Somme gewähre» konnten. Das Freudengeschrei der Engländer und Franzosen, als wir freiwillig den Sommekampfplätzen den .nncken kehrten, war durchaus nicht begründet. Der ganze Verlauf des weiteren Kriegsjahre- im Westen hat es bewiesen. Vergebens setzten die Engländer bei Arras in einer ganzen ^eihe von Angriffen, später zusammen mit den Franzosen in Flandern, ihre höchsten Anstrengungen dazu ein, uns aus den neuen Stellungen zu verdrängen. Ueberdics gestaltete uns eln neues Kampiverfahren. die „bewegliche" Verteidigung, eine besonders witKime Führung der Verteidigung, die sich nicht mehr an die starre Behauptung bestimmter Linien band, sondern nach- gab und gewisse Abschnitte placklnäßig räumte, um dann im Gegenstoß zum Angriff zu schreien und dem Feinde den curfgege- benen Boden wieder zu entreißen. Dieses Gepräge tragen die Schlachten auf der Westfront 1917 zum Vorteil unserer Waffen und zum Schaden unserer Feinde. Die Engländer wollten in Flandern gegen die Küste bei Ostende und Zeebrügge hin durch, brechen, wo die Stützpunkte unserer Unterseeboote sich befinden. Fn sechzehn Schlachten haben sie cs versucht, ohne mehr zu erreichen. als daß sie ungeheure Verluste erlitten und auf einer ^ront von etwa 20 Kilometern höchstens eine Tiefe von 6 bis 7 Kilometern verwüsteten Geländes schrittweise erkämpfen konnten.
Die Franzosen waren nich? glücklicher. Sie setzten gewaltige Mittel und die schwersten Opfer dazu ein. um sich bei St. Quentin. an der Aisne, Zwischen Caissons und Reims, bei Verdun eine Lücke in die deutschen Linien zu brechen, wo der Durchbruch erfolgen und alsdann die Befreiung Nordfrankreichs und Belgiens einsseleitet werden sollte. Alle Versuche blieben im An- fangszustand stecken, und wenn die Franzosen auch hier und dort am Damenweg und vor Verdun einige Kilometer Tiefe gewannen. so stand das Ergebnis ganz außer Verhältnis zu dem. was sie erhofft hatten.
Die letzte große englische Niederlage 1917 fand um die Wende des November und Dezember vor CamSrai statt, wo unsere Armee von der Marwitz den Engländern ihre Anfangserfolge nicht allein wieder entriß, sondern auch im Gegenstoß noch ein großes Stück der feindlichen Stellungen dazu abnahm.
Der Krieg im Osten nahm 1917 feine Wendung zum vollen Siege der Mittelmächte. Im Januar beendeten sie die Eroberung der Moldau bis an den unteren Sereth, im Februar wur- den die russischen Angriffe bei Riga abgewiefcn. Der russische Umsturz stieß im März den Zaren vom Throne und überlieferte Heer und Volt der zunehmenden Unordnung und Zerrüttung Roch einmal raffte sich im Juli das russische Heer, durch Ke- rensU geleitet, zum Angriff auf. Allein dem Anfangserfolg folgte sehr bald der Rückschlag. Bei Tarnopol. dann bei Sta- Nislau geschlagen und durchbrochen, flutete das Heer in völliger Zerrüttung auseinander. Ostgaltzien und die Bukowina wur. dem vom Druck des Feindes befreit. In der Moldau scheiterten rumänisch-russische Angriffe. Dann folgten die deutschen Vor- stoße auf Riga und gegen die Inseln des Moon-Sundes. die uns in kurzer Zeit wichtige Landesteile einbrachten. Nachdem in Rußland die Richtung der „Volschewiki" ans Ruder gekommen war. hatte die Teilnahme Rußlands am Kriege den Anfang vom Ende erreicht. Mitte Dezember trat der Waffenstillstand ern. an den sich die Friedensverhandlungen anscbließen sollten Roch liegt es in der Zukunft, zu welchen Ergebnissen sie gelangen werden. Eines aber steht schon jetzt fest, nämlich die Tatsache, daß in den Verband unserer Feinde eine breittlaffende Lücke gerissen worden- ist, die sich nicht mehr schließen wird.
Italien erlitt in, Spätherbst 1917 seine gerechte Strafe. Schulter an Schulter brachen deutsche und österreichisch-unga- rssche Heere durch die italienische Front am Jsonzo und jagten die Italiener unter einem Verlust von fast 300 000 Gefangenen und 2500 Geschützen nebst ungeheurem Kriegsgerät bis hinter den Piave zurück — eine Niederlage von geradezu überwältigender Wucht.
Zu diesen Erfolgen der Mittelmächte zu Lande schlossen sich ihre Siege zur See. Am 1. Februar erklärte das Deutsche Reich den uneingeschränkten Unterseeboot-Krieg und hat ihn mit zäher Folgerichtigkeit durchgcfiihrt. Riesige Werte an feindlichem Handelsschiffraum wurden versenkt: alle Gegenmaßregeln erwiesen sich als wirkungslos: der Unterseeboot-Krieg zehrt am Lebensmark unserer Feinde in einem Umfang, daß alle Beschönigung und alle Ausrede nicht darüber hinweghelfen kann. Rund 9 000 000 Tonnen gingen unseren Feinden tm Laufe dieses Jahres verloren ein Einbuße, die nicht mehr gut zu machen ist.
Wenn England sich rühmt. 1917 Bagdad und Jerusalem er. obert zu haben, wenn auch nach dem Heldenkampf unserer ost- afrikanischen Schutztruppe Ostafrika in die Gemalt der Engländer gefallen ist, so steht dies in gar keinem Verhältnis zu unfern Erfolgen in Europa und auf dem Meere. Hier aber wird der Endsieg entschieden werden. Mögen unsere Feinde aus die zweifelhafte amerikanische Hilfe hoffen, mögen sie mit allen an- deren Möglichkeiten rechnen, so steht für uns eines fest, worauf wir bauen: das ist die Zuversicht, daß wir. im Innern einig und nach außen unbezwingbar, den Krieg bis zu einem guten Frieden führen werden. Dafür bürgen uns die Erfolge des Jahres 1917. /
Darum mit ganzem Vertrauen in das Jahr 1918» Möge es uns weiteren Sieg und ruhmvollen Frieden geben. Auf beides hoffen wir mit berechtigtem Vertrauens
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ßtöfeter Sieg des Jahres gefeiert wuroe, nunmehr seckÄ
ft» Cnera 's u f. , eine 0ro&e Anzahl englischer Gcn^. ra^staosoffrziere crogesetzt worden.
^ Kuchanans Ablchiev.
Zürich, 4 Jan. Nach einer Meldung aus London Mf er eng ische Botschafter Buchanan wegen Krankheit Peters- ^? verlassen und ist nach London Zurückgekehrt. Auch die NÄST * mn ^Emission sind aus Peters.
Anerkennung der Bolschetviki-Regierung durch d'c Entente Haag, 4. Jan. Reuter meldet aus London: „Dai'u Chronicle und „Daily News" fordern, daß die Alliierten
MelderD'erung anerkennen. „Daily Chronic e" meldet weiter: Wie verlautet, ist cs möglich, daß die West-
ÄV" f s o erta " fä bcr ^''Handlungen zwischen f u6lQ " b , ,''"b den Zentralmächtcn die Regierung Lenins dennoch tatsächlich anerkennen werden. Demnächst wird eine ^er egung der Politik der Alliierten in demokratischem Smne abgesandt werden. Es ist möglich, das, auch der
neue russische Botschafter m London, Lilwinow anerkannt werde.
Der englische Botschafter Buchanan wird durch einen Diplomaten ersetzt werden, der mit dem Jdeengang des revolutionären Rußland übereinstimmt. Die „Times" erklärt, Biichanan habe Urlaub' erhalten, weil seine Gesundbeit er- futtert sei. Es sei unwahrscheinlich, daß jetzt bereits ein Nachfo ger ernannt werde. Wenn jedoch die Ereignisse in Petervburg es wünschenswert erscheinen ließen, die Botschaft m Petersburg aufreck)t zu erhalten, so werde sie unter Leitung eines Geschäftsträgers gestellt werden.
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dkg MMrlp tö's.
Das russische offiziöse Militärblatt „Armiai Flot" schreibt zu de- Kriegserklärung Amerikas an Oesterreich-Ungarn: Amerika hat Oesterreich-Ungarn den Krieg erklärt, in dem Augenblick, wo die russische Demokratie alle Anstrengungen macht, untz ein Ende der verbrecherischen Menschenschlächteret herbeizu-) führen, bemüht sich die amerikanische und englische Bourgeoisie^ diese blutigen Schrecken zu verlängern, nur um den Gegner derart zu zerschlnettern und zu entkräften, daß er als Konkurrent auf dem Weltmarkt ausscheidet. Denn nur darin liegt Sinn und Wesen des Widerstandes der englischen and amerikanischen Kapitalisten. Sie wissen, daß die Länder, die den Krieg führen, wirtschaftlich sehr geschwächt sind, daß sie als Konkurrenten in absehbarer Zeit nicht mehr gefährlich sein können. Sie wissen, daß sie. wenn sie den Krieg bis zur völligen Kräfterfchöpfung durchführen, auf dem Knochen besäten Leichenfelde die einzigen Sieger bleiben, weil sie ihre Kräfte geschont haben. Dann werden sie es sein die die Welt teilen. Die verführerische Perspektive der Weltausteilung steht vor den mächtigsten Vampyren des Weltkapitals der englischen und amerikanischen Bourgeoisie.
iittD dir SflbM« Finnlands.
Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" schreibt: Eine fkn. Nische Abordnung, bestehend aus dem Staatsrat Hjelt. Profef-, lor Erich und Direktor Carlo. ist hier eingetrofftn und vom! Reichskanzler in Gegenwart des Unterstaatssekretärs im Aus. wärtigen Amt Freiherrn von dem Vussche empfangen worden. Die Deputation überreichte eine Vollmacht des Präsidenten der finnischen Senats, die die Abordnung ermächtigt, bei der deut- scheu Regierung die Anerkennung der Selbständigkeit Finnlands nachzusuchen. In ihrer Adresse betonte die Deputation, daß es Finnland sehr auf die Anerkennung seitens Deutschlands ankomme, zu dem es sich durch eine starke Gemeinschaft der Kultur und der Interessen hingezogen fühle.
Der Herr Reichskanzler erwiderte auf die Ansprache des Staatsrats Hjelt, daß die deutsche Negierung und das deutsche Volk den Bestrebungen des finnländischen Volk?» lebhafte Sympathie entgegenbringe, daß aber eine Anerkennung der Selbständigkeit Finnlands durch Deutschland von einer Der- ständigung Finnlands mit der russischen Regierung abhängig sei. mit der sich Deutschland gegenwärtig in Friedensunterhandlungen befinde. Diese Verständigung sei um so leichter, als Herr Trotzki als Minister des Aeußern die russischen Vertreter in Brest-Litowsk den deutsckzen Delegierten auf eine Anfrage habe erklären lassen, daß Rußland den finnischen Wünschen voll entgegenkominen werde, wenn Finnland sich an die russische Re- gierung wenden würde.
pf e»iDche Nikdellage bei (Cnm&rai.
Berlin, 4. Jan. (WB.) Infolge der englischen Nieder- wge bet Cambrai sind, nachdem der erste englische Anfangs- erfolg auf dem dortigen Schlachtfelds voreilig in London unter, Glockengeläute und in den Reden Lloyd Georges als
Die beiden Meistertzenchler.
Bafel, 4. Jan. Nach einem Londoner ReuterberW empfing Lloyd George von Wilson folgendes Telegramm: .Hch bin sicher, die Gefühle und den festen Willen des Vol^ kes der Vereinigten Staaten wie die meinigen zum Ausdnrck zu bringen, wenn ich Ihnen und durch Ihre Vermittlun,j der englischen Regierung und der., eng!lsck>en Volke eine Botschaft der herz ichen Uebereinstimmung sende, in der ich Ihnen unseren festen Entschluß versichere, alle Männer und alle Hilfsmittel der Vereinigten Staaten unserer Aufgabe und unserer gebieterisck)en Pflicht weiter zu widmen, um für die Welt einen ehrenvollen und dauerhaften, auf die Gerech^ tigkeit und die Ehre sich stützenden Frieden zu erlangen, und! um für die großen tlnd kleinen Völker des Weltballs diä Wohltaten der Sicherheit und Freiheit in ihren Entwick^ lungsmög'ichkeiten und freundschaftlichen und fruchtbaren Beziehungen zu erreichen. Ihre eigene Botschaft im Namen des Kriegskabinetts wurde sehr gewürdigt, und Ihre freund- schaftliche Gesinnung fand in unfereni Herzen ein lebhaftes Echo,*. . , , , j


