Grmre Gefahren.
Non ran ans der Gegenwart vor, M. Gontard ° Schuck.
8) v achdru^ ver o.en.
..Ach, Edward, ich bin ganz außer mir!" klagte Lady Isabel. „Denke Dir, eben sagt mir Helen, daß sie sich heut niittag ver obt hat."
„Fiir gewöhnlich ist das kein Unglücksfall. Es fragt sich nur mit wem."
„Aber das ist es ja gerade. Denke Dir doch, mit die- sinn Herrn von der deutschen Botschaft, diesem Baron von Werkbeim!"
Sir Edward schwieg.
Unsicher blickte seine Frau ihn an. Sie hatte eine heftige Abwehr, einen scharfen Einspruch, sie hatte irgend etwas erwartet, unb nun schwieg er. War das ein gutes oder ein böses Zeichen?
t „Du sagst gar nichts, Edward?" fragte sie nach einigen Minuten zögernd.
„Es ist wohl das erstemal, in seinem Leben, daß ihm ctwms die Rede ver'ch'ägt," sagte seine Schwägerin spöttisch.
,.Dnrck>ans nickt, teure Augusta. Aber diese Mitteilung, die ihr mit so großem Ernst ausgenommen habt, läßt mich tnhl, sie ist für mich gar nicht der Erörterung wert. Helen ist E ein Kind und Kindern erfüllt man nicht alle törickten Wünsche. Es wäre Deine Ausgabe gewesen, Isabel, ihr das begreif ich zu machen."
Seine Frau hob lebhaft den Kopf.
„Wenn Du Dich nur nicht irrst. Edward! Es war kein Kind, das zil mir sprach. — Und dann, Edward — ich sage se'ten etwas gegen das, was Du bestinunst, aber hier bandelt es sich nicht um Deine Angelegenheiten allein. Helen ist mein Kind iind sie soll nicht Unglück, ick werden, nur um — ,tm — was ball Du überhaupt gegen Herrn von Werkheim?"
. Gar nichts! Er hat sogar alles, was wir von unserem ziikiinstiaen Schwiegersohn verlangen können. Aber er ift e« Deutscher, dieser Umstand beantwortet Demo Frage"
„Aber, Edward, das ist fa Wahnsinn! Tu tust ja gerade, als ob Deutschland am Nordpol 'äcie."
„In meinen Augen würde Deutschland nur gewinnen,
ipreck-en wir nicht mehr davon, Liebe. Und Pelen überlaß mir. Ich werde selbst mit ihr sprechen, und sie wird Vernunft annehmen."
„Wenn sie Deinen Starrsinn geerbt hat, wird es mit dem Bernunstannebmen nicht so rasch gehen." warf Miß Hardinge ein. „Uebrigens seid ihr selbst schuld an der ganzen Sache. Warum habt ihr den Verkehr solange ge- du det und warum ist Archibald immer mit diesen Deutschen zusammen?"
„Das versiebst Tu nicht, Angnsta," entgegnete Sir Edward Douglas scharf. „Du bist sehr klug, aber alles verstehst Du doch nicht. Archibalds Verkehr mit den deutschen Herren hat mit Helens sonderbaren Wünschen nicht das Nlindeste zu tun."
Helen betrat das Zimmer.
Sir Edward Dong'as stand mit dem Rücken an den Kamin gelebnt und sah ihr entgegen. Kein Scherzwort, wie er es sonst für seinen verzogenen Liebling hatte, kam überfeine Lippen.
Helen trat ans ihn zu. Sie trug ein weiches, weißes Kleid, im Gürtel hatte sie eine wunderschöne, baßrote Rose,, beftstigt. Ein zarter, feiertäglicher Hauch lag über der ganzen Erscheinung.
„Wie eine Braut," dachte der Vater unwillkürlich und die Erkenntnis dämmerte in ihm ans, daß es ihm wohl schwer fallen würde, hart zu bleiben, wie er es mußte.
„Pa?" sagte He'en fragend und trat ans ihn zu. „Pa, ich muß Dir etwas sagen. Etwas ganz —"
Sir Edward wehrte mit einer kurzen Handbewegung ab.
„Laß das! Ich weiß, was Tu sagen willst. Ich bin nicht weiter neugierig."
Helen nmrs einen fragenden Blick auf die Mutter. Die nickte bekümmert. -Da warf sie den Kopf entschlossen in den Nacken und trat näher an den Vater heran. In ihren großen, dank "n Augen laa eine einzige stumme Bitte.
„Papa, sieh mich nickt so böse an. Alter, lieber Papa. Du kannst ja Deiner Helen gar nicht ernstlich zürnen," schmeickelte sie.
„Ich bin Tic nicht böse. Kind. Aber hier hört Kinderei und Spielerei auf. Du hast Dir jedenfalls nickt ganz klar gemacht, was Tn Deinen Eltern mit Deinen sonderbaren Wünschen znmutell."
„Aber P-.ipa! Wie bist Du Mkt! Gibt cs einen besseren, gibt es einen vornehmeren Mann als Herrn von Werkheim?"
. „Habe ich etwas gegen ihn gesagt? Ich nehme ihm nicht das Geringste von all seinen guten Eigenschaften. Aber cr ist ein Teutfckrer. und eine Tonglas heiratet keinen Deutschen."
„Eine Douglas! Pah! Haben doch scbon Töckter aus dem könig ichen Hause nach Deutschland geheiratet!"
„Das ist etwas ganz anderes^. Ta sind Staatsange-. leaenheften maßgebend. Uebrigens — wenn Tu so gut unterrickstet bist, dann wirst Tu auch wissen, welckzes Glück diese könig ick)e Prinzessin drüben gefunden hat. Bleib Du hier 'm Lande. Die Söhne unserer ersten Familien werden sich glücklich schätzen, Helen Douglas als Gattin heimsühren zu dürfen."
Helen warf den Kops in der, Nacken. Ein zorniges Funkeln trat in ihre Augen.
„Londoner Stutzer! Ich danke!"
Sie wandte sich kurz um und fckritt nach der Türe.
„He'en!" rief der Vcker kurz, „Du bleibst hier!"
Kampfbereit sah sie sich um. Furchtlos b'ickte sie dem Vater in die strengen Angen. Ab, sie fürchtete sich nickt! Sle war nickt so ängstlich wie die Mama, die dem Vater nie zu wiedersprechen wagte.
„Papa?"
„Was soll das? Eine solche Antwort gibt man mir nicht I Londoner Stutzer! Was weißt Du davon?"
„Es ist doch so, Papa! Unsere ganzen simgen Herren können mir — können mir — jawohl, sie können mir gestohlen bleiben. Kein einziger kann mit A sred Weikheim in die Schranken treten. Ungezogen und flegelhaft sind sie alle. Niemals würde einer der deutschen Herren einer Dame fo gegcnübertreten. wie es unsere Herren tun. Ar- chiba'd nickt ausgenommen. Ich danke für sie!"
„Das wird sich finden! Kinder haben ihren Eltern zu gehorchen!"
„Aber ich bin kein Kind mehr! Und ich liebe Alfred Werlheim und ich habe ihm mein Wort gegeben."
„Dein Wort gilt nickt! Und Herrn von Werkheim stand kein Recht zu, es anznnehmen, ehe er meine Einwilligung hatte." (Fortsetzung folgt.?
vis glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen hocherfreut an
Heinrich Sänger und Fr au Emma
Offulerstellvertreter, *. ZI. Im Feld« g*b. Walther.
Friedberg-Fauerbach, den 3. Januar 1918,
Bekanntmachung.
Mainzer Handkäse
find noch vorrätig bei
M. Gerhard Schade & Füllgrade
I. G. Michel W. Madre
K. Brand (wenige).
Auf Abschnitt „8- der Broftarte wird 1 Kä.e zum Pre.se von 22 Pfennig abgegeben.
Fnedberz, den 3. Januar 1918.
G:äot. Lebensmiltel-Au<chrig.
_ _ Langsdorf.
BciramUrnach irng.
®cniiisc®WcrfeanI
i» der Woche vom 7. bis 12. Sonuat 1913.
Kleinverüanf
vormittaqs von 3—10 M,r, vor. ver alten Bahnhof- sira..e aus.
Es werden ausgegeben:
Diens ag: Weißkraut, in Mengen bis zu 25 P'd. Preis pio Pfund 11 P g.
Donnerstag: as.be Rüben, in Mengen bis zu 10 Pfd. Preis pro P und 14 Pfg. we he Rüben, in Men en bis zu 10 Pfd. Preis pro Pfund 5 P g.
Kohlraben, in Mengen bis zu 10 Pfd. Preis pro ^ .. ^ Plund 6 P.g.
<iret1az>: Not.raut, in Mengen bis zu 5 Pfd. Preis pro Pfund 20 P g.
Grotzverlranf
in Menaen von 50 und 10» P und, nur vorm ltnqs von 9 - 1» Uhr.
Monta^: gelbe Rüben, Preis pro Pfund 12 Pfg. Mittwoch: Kshlraerr. Preis pro Pfund 5 Pf^. Samstag: we.ge 2lübe.r, Preis pto Pfund 4 Psg. Fr.esberg, den 3. Januar 1918.
Städtischer Lebensm ttel-Ausschuß. _ L q tt q s d o x f.
Zum Abschluß von
Kauf-ZuäerrÄben
werden bei den Landwirten gut eingeführte Vertreter gejucht.
Zuckerfabrik Frankenlhal (Pfalz).
Drucksachen aller Art
wie Brieiboqen, Briefumschläge. Rechnungen Postkarten, EMäftskarten, Eeichäftszirkulare Paketadressen, Frachtbriese. Lieferscheine. Avise Tabellen, Formulare sür Geschäfte, Behörden und Privatbedarf, in fauberster, zeitciemäszer Aussührunn bei billigster Berechnung und schnellster Lieferung.
Reue Tageszeitung LL'L-» ^2:
Hanauerftratze 12 FriedÜekg Fernsprecher 48
zk. 7SfK5m&Zm
3ni Ba!)Nljos tft.tDjjej ei le
^ritiirsTsJ
Bttr.: Das Tiihren mit stand- und
Sluhl^chlitten aui den rösch üsig. Straßen ber Stabt
petzanutmachunil
^Ich sehe mich veranlaß», die nachstehenden ge etzlichen BestlM- muneen mit dem Ansügen zur öffenlli^en Kenntnis zu bringen, daß Zumiderbandlungcn regen bec unnachsichttich zur Bestra- sunz anaezeizl werden.
Frredberg. den g. Januar 1918. Der Bürgermeister.
I. V.: D a m m.
§ r-
verLoren.--- ^—
Gegen hohe V lohn' ng abzugeben i" der Gefch.p sstelle der ..Neuen Ta'eszeilunn".
fciii pünnigen, gute rhaite.len leicluin
ItfCilliip
bis 11 Zlr. schwer. 130 1 is 131 cm lichte Sp'iiiDci.e, eoen.l. mit Culteieiiern lauft
N. K'.ce, Station Mainknr.
Wlr suchen einen fleißigen und
streb amen
MKRK
als Bürodiener.
Der Eintritt muß sofort erso'gen können. Auch Krieosbeschäri U, d e auf eine D.iucmDe und an- gen.hme AnsteUl nz Wert legen, wollen sich tnelden bei der
Akilr. Ilebttliiiid-Aiillige titl Piovlilj Dbeihlsskii
Friedücra H.
Tüchtige
ÄlststitsftlNl
gesucht.
I Zu erfragen in der Ee'chästs- stelle der „'Neuen Tageszeitung".
Ar Krsis-irieitiMÄii
HilssLiettfLureldesteNe Friedberg
sucht fofort
IW <Y
fiir das be'eßte Gebiet.
GrenRhsLz
ausgetro t: et von vorjälrrigcn Fällungen
haben ao-,u eben solange Vorrat re cht:
Buchcnfchcit- tl. Knüppel:olz per rm ab Lager Mk. 48 — Eichcnrottcnhslz per rm Mk. 4S.— ärielcrrr- oScr LärcklerrroUen'wlz per rm Mk. 4».— Tannen- ober ErchenroLlenhol.; per Ztr. Mk. 5.80 aus
ca. 20 cm geichniuen.
Gustav Schw«rrz & Löhue, ©.m.^,
KrkeSbera i. .Q.
UnsleiiH-Wacbs
frisch ciKgelroffön.
Tapctett- und Linotounihaus
«Scan
Triedberg,
Kaiserstr. 27.
Das Fahren mit stand- und ß Siuhischlitken und das Anlegen von Scweif- und Gleitbahnsn auf den abschüssig. Straßen der Stadt, sowie das Schleifen und Schlitten« sahren auf den sür den Fußgänger« verkehr bestimmkcn Teilen der Straßen, Wege und Anlagen ist un erjagt. Entnebende Schlei en sind von den Neinigun spfltchri- gen alsbald mir A che. Saild oder einem sonst geeigneten. d,e Straße nicht beschmutzendenAia'erial aus- relchend zu bestreuen oder ouszu« hauen.
S 19 .
Zuwiderhandlungen gegen die Vo chllf.en dre^. r Poli-eiveroro- nung werden nach ^ 3..6 Pos. 9 und lu des Strafgesetzbuches für das Deru che Reich m i G. ldstrafe b.s zu VO Mk. oder mit stajl bi« zu }4 Tagen be irall.
luigsr fcäsis,
in der Kon eltionsbranche gewandt lucht zum bald. Einritt S ellung« Ofserien unt.'r Nr. 8 ar die GeschäflssteUe der „Neu.» Tages- zei ung._
Znnger Kontorist
iucht zuin bold. Eintritt Stellung.
Offerten un:er Nr. M an die Gesa äflsstelle der.,Ne.u.n Lagcs- reiilm v"
Gesucht
sür meine Riiids-, Kalbs- und Schweinemctzgerei zu Ostern einen
Itiäitinfii £rliriind.
Th. Söllner. Hsfmrtzgkr,
Friedb:rz i. st.
Äljtllliiilllltll
zum sof. Eintritt gejucht.
Clemeniine Stern,
Friedberg, .llai erstr . 1. gegenüb. der Engel-Ago.h.
Ein Pferd
zu verkaufen.
Gustav Waas. Fuhrunternehmer.' Lr.edbcrg.


