Grane Gefahren.
Roman ans der Gegenwart von M. Gvntard - Schock.
7) 'J achdruck verloren-
Ein ■ Zug von Eigensinn legte sich um den hübschen Mund.
„Vapa hat noch immer getan, was ich gerne wollte. Und Dich, Thh will ick gern."
Ein leucktender Blick flog zu ihm hinüber.
„Helen, Süße! Soll ich Dich herüber boten?*
Seine Augen b itzten. Seine Brust hob sich.
„Versuch es!" rief sie keck. Gab dem Pferd einen leichten Schlag, schnalzte mit der Zunge und fort flog der Fuchs mit seiner leichten Viirde.
„Hallo, hopp!"
Der Braune sicß sich nicht lange nötigen. In langen, schönen Sähen folgte er dem Flüchtling.
Am kleinen See wandte Helen, ritt auf der andern Seite herunter und rief ihm von drüben ein Scherzwort zu. Gleich darauf wandt» sie sich ihrem Bruder zu.
-Ärchie, Tn Faultier, wann wirst Du zum Frühstück kommen, wenn Tu bei dieser Geschwindigkeit bleibst? Komm, wir wollen nach Hause!"
„Wenn ich nun ein Deutscher wäre, würde ich jetzt sagen: Ihr Wunsch ist mir Befehl, gnädiges Fräulein. So ^rage ich nur: Ist Dein Hunger so groß, daß Du es so eilig hast?"
,Es könnte Dir auch nichts schaden, wenn Du zuweilen etwas böslicher wärst."
„Dann müssen wir wohl unsere Auseinandersetzung auf ein andermal verschieben, Herr von Bieberach."
„Sollte mich sehr freuen, Mister Douglas. Vielleicht mal wieder einen kleinen Spazierritt!"
Er warf einen Blick auf Wcrkheim und sah, daß er das Rechte getroffen.
„Ach ja. Archie, verabrede es bald wieder. Es war wunder schön."
Ein heimlicher Blick traf Alfred von Werkheim, der ihm das B ul heiß zum Herzen strömen ließ.
Am Ausgang des Parkes, kurz vor Kuightsbridge, trennte man sich.
WSrkheim war noch einmal an Helens Seite geritten.
»Wann bekonmw ich Nachricht?" flüsterte er leiden- gastlich.
^Sobald als möglich. Vielleicht schon morgen."
Am Spätnachmittag desselben Tages saß Lady Douglas mit ihrer Schwester in ihrem Zimmer und wartete auf ihren Gatten.
Sir Edwar liebte es, wenn er nach einem an-Auf- regungen und Aerger reichen Tage nach Hause kam, seine Frau seiner wartend zu finden.
Mit beinahe aberg äubischer Regelmäßigkeit hielt dieser Mann, bei dem noch nie ein Mensch eine Aeußerung wärmeren Gefühls gesehen hatte, auf diese eine Stunde im Kreise seiner Familie.
Heute war Lady Douglas verstimmt und zerstreut. Sie sah den: Kommen ihres Gatten nickst mit derselben Ruhe entgegen wie sonst.
^ „Du hättest den Verkehr nicht io lange gestatten dürfen, Isabel," sagte Miß Hardinge, eine hagere, streng aussehende, alte Jungfer. „Ich bin grundsätzlich gegen eine Heirat außer Landes. Und nun gar diese Deutschen! Ich bin auf Edwards Antwort gespannt. Er wird wütend sein und mit i Recht!"
„Aber ich bitte Dich, Augusta. was kann ich denn dafür? Du tust ja gerade, als hätte ich die Sache begünstigt. Und abgesehen davon daß er Ausländer ist, wäre die Heirat doch durchaus wünschenswert! Gegen die Fannlie läßt sich gar nichts sagen. Guter, alter Adel, und dazu sehr begütert."
„Na, ja. aber das alles konnte Helen hier im Lande genau gut, wenn nicht noch besser haben. Es ist nun einmal nichts, wenn aus unseren Kreisen jemand ins andere Laaer übergeht. Früher oder später muß Zwiespalt entstehen."
„Ach was! Du denkst immer gleich an die leidige Politik, Augusta. Was kümmert uns Frauen diese Männersache. Helen zrpnal will gar nichts davon wissen."
Miß Hardinge zog ein überlegen spöttisches Gesicht.
„Die Zeiten ändern sich zuweilen rasch. Und-wie sich Helen einmal entwickeln wird, ist jetzt noch gar nicht vorauszusehen. Freilich Du! Wenn sie Deine Gleichmütigkeit geerbt hat, wird sie eine bequeme Frau werden. Du bist viel zu saust und nachgiebig. Gegen Deinen Gotten sowohl, als
nicht habe.'
r* "^1 mir ^ r °Ö e ' lver von uns beiden die Glück. ' y vc bin sehr froh, daß He'en nicht nach Dir arte♦
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,,vei nll ihrem weib'ichen Tmken und FUh'en weis, Helen aber ganz genau, was sie will. Das hat sie Tir vorhin ziemlich unverblümt gezeigt."
^y Isabel wurde einer Antwort enthoben, ihr Gatt" betrat das Z'mmer. „Ah. nieine Liebe, hier bei Tir ist mit
^^ 3:na frei,e ict >- mich mir diese Stunde.
~ . § Dammerstundchen in Deinem Zimmer is, für mich der llrnhepunkt, nach dein ich mich sehne. Dein Tee söhnt nach Mlt manchem Ungemach ans."
_ i a ' Edward, die Politik ist eine undankbare 33c- IcnftfttQimg. Sie zerstört auch die besten Nerven," sagte Miß Hardinge boshaft. ö
„£u hast recht wie immer, Verehrtestc. Desba'b wollen wrr sie euch auch so lange als möglich fern halten."
„Wenn Du dafür etwa Dank erwartest, so irrst Du Dich. Wir wünschen keine Rücksichtnahme und es wäre gut, wenn auch dre Frauen ihr Wörtlein im Rate der Völker mitzn- sprechen hätten."
„Nun seid ihr glücksich wieder bei dem leidigen Gespräch," klagte Lady Tonglas. „Daß ihr dock nie einen Augenbllck zusammen sein könnt, ohne euch zu zanken!"
„Zanken? Aber Isabel! Welch hartes Wort! Ich zanke mich nie." Sir Edward sagte es mit kühlem Läche'n.
„Du hast recht, Teuerster! Du zankst Dich nie. Du kannst die Leute auch ohnedies mit Deiner ste'neren Ruhe zu Tode ärgern. Ilnd ich glaube fast, das tägliche Scharmützel mit mir ist Dir ebenso Bedürfnis, wie Isabe's Tee.
Na, nun kannst Du ja auch mal versuchen, ob diese Art bei Deiner Tochter arttchlägt."
Sir Edward Douglas warf einen schnellen Blick auf seine Gattin. An ibrem verlegenen Lächeln sah er, daß etwas nickt in Ordnung tvor.
..Helen? Was ist's mit ihr?"
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Hierdurch bringe ich zur öffentlichen tzsenntnis, daß der Verlauf non Rind- und Kalbfleisch, sowie Wu st für diese Woche am
Samstag, den 5. Januar l. Is. von nachmittags 1—6 Uhr statt- findet.
Die vorstehende Verkaufszeit ist genau ein;uhalten.
Friedberg, den 3. Januar 1918. Dcc Viirgermel.ter.
_I. V.: D a m m.
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Die Ausgabe der neuen,
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erfolgt am Freitag d. 4. Januar 1918 aut Zimmer Nr. 9 des Stwx hau es in den üblichen Ge'chä'iii- nuuden qegcn Vortage der LeLeuE- mittellarte.
Es wird ausdrücklich darauf
hingewi.'sen, datz an d e ein Ta^e nur d.e ^aushaltun.zen berücksich, ligl werdest, die über sonstige Be- leuchtunzsmi.tel nrcht verfugen. Haushaltungen, welchen Gas» oder elektrische Beleuchtung zur Verfügung lleht. erhalten erst in tun folgenden Tagen die ihnen zuireheude rdrenge.
Die für Dezember gültigen Atarlen tre:en mit de n 4. . ouuat an'zer Kraft und dari der Verkauf von diesem Ta^e ab nur nollz eegcn die neuen ro,a Ka.t.n clp folgen.
Friedberg. den 2. Januar 1018.
Der Bürgermeister.
__I . V : D a m m.
Zum Schlachten
empfeh.e
rem aemahlenen spanrscheo
Pfeffer
(Rosen-Paprica)
50 Gr. S X oprica mit 100 Gr. trockcn.m iemem Salz gemi cht ersetzen 1 / i Pid. ichwa-zcn genmhr? Pfeffer. Ferner:
Fleisch-EläM
zum sterilisiren von Wurst-Fiei.ch, in vec chiedenen Grützen.
F. Hilbpeefet,
Friedberg.
Tüchtiges '”f
für 15. Januar gesucht.
Frau Prof. Bosp,
Friedberg. Leonhordstratze 22, 11.


