Ausgabe 
3.1.1918
 
Einzelbild herunterladen

Nummer 2

Donnerstag, den 3. Jannar

II. Jahrgang.

Ueue Tageszeitung

v" v"°ch«n, l*»en L-.rt.a-. Siepe,mäßige SetlorenSer f aurr ans firnen".Sie Spmnftube". -e,«prei.- «er oen Soitanitaiten merieliäUrlt* Olt 2 KJ dmu mit noch »as Seitengem: fei ».« «-enter mona'lidi 85 Pi», ein'chliehlich Xtagerlobn. A-reige»: «rmw.eUe 25 P,g.. totale 20 5,g Än,eigen non auswärts netoen durch So -Nachnahme _ 1 "de". v:ri»Uun«*f-n-rieDbeta. Hchriftleitimn nnd Verla, -riedbs'1 sHe'ien». 'anauer'trage 12. ^ern ocetzer 48. Bo t, ,et-L-iro ilr. 4851. Hnt Tca«tfurt a. r.

Gin U-ifaot utrffiiltf 45 0110 Tonnen

ArtUlcrieKämpse an der itaUrrnschen Front. Die Friedensverhandinngen.

Schwedische Truppen an der Grenze Finnlands.

Der deutsche Generaistad meidet: --

W. T. K. l^ro^es DauLstquartiee. deu 2. Januar. Amtlich.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Don Dixmuide bis zur Deuls war die Artitterielätiakeit von Mittag an in einzelnen Abschnitten gesteigert. Nördl'ch und südlich von Lens lebte sie in Verbindung mit erfolgreichen weise'unserer We^'t-rbeittr'zülänken ist7^°n auchstlese

fn U=6ß3f üfi'rüide 45000 courm.

Berlin. 1 Jan. (WTB. Amtlich) Eines unserer U-Boote. Kommandant Korvettenkapitän K o p h a m e lder seine letzte Fahrt bis zu den Kap Verdischen Inseln ausdehnte und noch dorr im Hafen von Porto Grande 2 große brasilianische (ehe- mals deutsches Dampfer versenkte, ist unlängst glücklich in die Heimat zurückgekehrt. Personen und Material haben die lange Fahrt bestens überstanden und hierdurch einen neuen Beweis geliefert ebensosehr für die gute Ausbildung der Besatzung wie für die Betriebssicherheit unserer U-Boote, die nächst der Tüch­tigkeit unserer Konstrukteure auch der gewissenhaften Arbeits-

Erkundungen vorübergehend auf. Auch zwischen Arras und St. Quentin nahm das Feuer zeitweilig an Stärke zu. Die Zahl der in den letzten Tagen südlich von Marcoing gefangenen Engländer hat sich auf 500 erhöht.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Nördlich von Prosnes und beiderseits von Qrnes erhöhte Gefechtstäligkeit. Erkundungsvorstöhe führten an mehreren stellen der Front zur Gefangennahme einer Anzahl Franzosen.

Oeftlicher Kriegsschauplatz.

<> Nichts Neues.

^ Mazedonische Front.

Keine besonderen Ereignisse.

Jp" Italienische Front.

Die Feuertätigkeit war auf der Hochfläche von Asiago und im Tombagebiet zeitweilig gesteigert.

Der Erste Eeneralqnartiermeister: Ludendorff.

Aberrdl-erich-.

Berlin. 2. Jan., abends. (WTB. Amtlich.) Don den Kriegs­schauplätzen nichts Neues.

Der österreichische Gcueralstab jj ======= meldet:

Jan (WTB. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver-

Wien, 2. lautbart:

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Waffenstillstand.

Italienischer Kriegsschauplatz.

Auf der Hochfläche von Asiago. im Gebiete des Monte Tomba und an der unteren Piave entwickelten sich zeitweise Artilleriekämpfe. Am 26. 12. früh wurde unsere Besatzung aus der Dammstellung bei Zenfon ohne Verluste auf das östliche Piave-Ufer Zurückgenommen. Der Gegner, der diese Räumung erst am 31. 12 bemerkte, hielt bis zu diesem Tage die verlasse­nen Deckungen fortgesetzt unter Artillerie- und Minenwerser- feuer.

Der Chef des Generalstabes.

An

Berlin, 2. Jan.

er Itfcftfrönt.

(WTB. Nichtamtlich.) Westlich Eambrai hat sich die Beute der in den letzten Tagen südlich Marcoing ge­machten Gefangenen auf 13 Offiziere. 500 Mann und sieben Maschinengewehre erhöht. Auf diesem Schlachtfeld allein haben die Engländer bis zum 6. Dezember 20 Divisionen einsttzen müssen, die unerhört blutige Verluste erlitten. Drei englische Divisionen sollen nach übereinstimmenden Gefangenenaussagen nahezu völlig vernichtet sein Besonders schwer sind vor allem die Verluste der englischen Garde, von der Tagende im Vour. lon-Walde nutzlos ihr Leben lgssen mußten. Wenn England auch in der Heunat über Ersatztruppen verfügen mag. um diese Verluste auszugleichen, so kann sich die englische Oberste Heeres­leitung doch eine zweite Niederlage wie die von Eambrai nicht leisten, ohne die Kampfkraft der Armee aufs ernsteste zu beein­trächtigen.

Am 1. Januar 1918 erlitt eine südlich Marcoing vorgehende starke englische Patrouille aufs neue schwere Verluste. Ein eng. lischer Flieger warf während des Gottesdienstes auf die Kirche von Leclnse Bomben. Auch die Stadt Quentin wurde wiederum in den Mittagstunden rücksichtslos mit schwerem Kaliber be­schaffen.

An der französischen Westfront wurden bei erfolgreichen Unternehmungen zahlreiche Franzosen angebracht. ^ , , ,

L V" v » y

ihr Teil zn den Erfolgen des U-Bootkrieges und damit zum endlichen deutschen Siege bei.

Die Cesamtbeute dieses U-Bootes besteht in der Versen, kung eines wahrscheinlich amerikanischen Zerstörers von neun Dampfern und 5 Legelschiffen mit rund 45 000 Vruttoregister- tonnen.

Unter den Ladungen der meist von Amerika nach Italien oder Frankreich bestimmten Schiffe befanden sich mindestens 10 000 Tonnen Kriegsmaterial, ferner Kaffee. Leder. Weizen. Kupfer. Stahl. Erdnüffe. Gummi in größeren Mengen. 22 Ton­nen Kupfer hat das U-Boot außerdem als wertvollen Beitrag für die deutsche Kriegswirtschaft mitgcbracht.

C. M. der Kaiser hat dem Kommandanten, der schon auf eine Reihe rühmlicher Kricgsleistungen zurücksieht, den Orden Pour le merite verliehen.

Der Chef d.'s Admiralstabs der Marine.

* n

Das Ziel wird erreicht.

Berlin, 30. Dez. (WB.) Der Kriegsausschnß der deut­schen Industrie f.elt h- ule in Berlin im Gasthof Adlon sein Johresessen ab, an dem eine graste Anzahl hervorragender j Persönlichkeiten des deutschen Wirtschaftslebens, Vertreter I l.chgsamtlicher £>flen und zah reiche Abgeordnete teil- nahmen. Beim Mahle begrüßte Landrat a. D. Rotger die Gaste unter Hinweis ans die bisherige kriegswirtschaftliche Arbeit des Kriegsansschnsses der deutschen Industrie. Kapitän z. S. Brüninghaus, Leiter der Hausbaltungsab- teilung des Reichsmarineamtes. führte in einem eiustiindigen Vortrag folgende? aus:

Die Frage des Sieges und der Niederlage ist für Eng­land eine Frage des Frachtraunies geworden. Zahllose amtliche und private Auslassungen des Feindes selbst er­wiesen einwandfrei, dast sich die Fracbtranmnot der Elttente und besonders England, zu einer Katastrophe znspitzt. Die vom Kriegseintritt der Vereinigten Staaten erhoffte Hilfe stellt sich nicht nur in militärischer Beziehung, sondern auch vor allen Dingen bezüglich des Schiffraumes immer mehr für unsere Feinde als eine große unerwartete Enttäuschung heraus. Der mit bezeichnender Großsprecherei bombastisch angekündigte amerikanische Schiffsbaiiplan erweist sich, wie englische nnd amerikanische Fach'eute in Erkenntnis der ge­fährlichen Lage offen eingestehen müssen, als praktisch nn° durchführbar. lTnfer ll-Bootkrieg nagt rast'os lmd nnanf- haltsam an dem feindlichen Schiffsraum. Die dabei von uns erlittenen Verluste sind gegenüber dem Zuwachs nnd der immer größer werdenden Leistungsfähigkeit der U-Boote gering.

Der Vortragende wies im einzelnen nach, daß im Kampfe U-Vool gegenScknftsraum das erstere Sieger bleiben muß. Ich kann mich bei dieser Veweisführnng mit Recht ans entsprechende Auslassungen des ersten Lord der Ad­miralität Sir Geddes beziehen, der unumwunden zugeben mußte, daß die Delltschen mehr U-Boote bauen, ols die Entente zu versenken imstande sei, und daß umgekehrt die deutschen U-Boote mehr Scßiffsrairm versenken, als die Entente bauen könne. Die kiirzliche groteske Behauptung L oyd Georges, daß an einem Tage des November ollekn fünf deutsche U-Boote versenkt worden wären, ist selbst in engst scheu Kreisen als faustdicke Lüge bezeichnet worden. Im Hinblick auf die auf lange Zeit hinaus gesicherte Mann- schafts- und Schiffsbereitschaft der U-Bootwaffe, itn vollen Vertrauen auf deren bewährte Besatzung sieht die gefaulte Flotte, vom Admiral herunter bis zum jüngsten Matrosen und Heizer mit einer durch nichts-zu erschütternden, in den tatsächlichen Verhältnissen begründeten Zuversicht dein neuen Jahre entgegen. Sie ist sicher, daß sie ihr mit dein Sperr- gebietökrieg gestecktes Ziel erreichen wird. Die außerordent­lich bedeutungsvollen Ausführungen des Kapitäns fanden L _wiederholt lebhafteste Zustimmung der Anwesenden. .

Nach dem Vertrag des Kapitäns stellte Kommerzienrat Fiiedrlchs .mit Genugtuung fest, daß gegenüber den krampf­haften Bemühungen englischer Staatsmänner, das Bild der durch den U-Bootkrieg geschaffenen Lage zu verzerren, heute von zuständiger Seite der wirkliche Stand der Dinge dar- gelegt worden ist. der uns zu der zuversichtlichen Ei-wartung berechtige, dem militärischen Sieg, den heute auch unsere Finde zugeben, auch den deutschen Sieg im Wirtschafts­kampfe folgen zu lassen. Besonders ist zn begrüßen, daß nunmehr auch in Deutschland amtliche Stellen die Gelegen heit dazu benutzen, dem mächtigsten Bundesgenossen unserei* Feinde, der internationalen Lüge, mit Erfolg entgegen- zutreten.

ift!MW!Wk!lch! Wichcn dein Scher nnd fiönia Ludwin.

München, 1. Jan. (WTB. Nichtamtlich.) Die Korre< spondenz Hoffmann meldet: Zwischen König Ludwig nnd dem Deutschen Kaiser hat ans Anlaß des Jahreswechsels folgender Telegrammweckcke! stattgefunden: -

Seiner Majestät dem Kaiser! ' " vr?5

Dir imb der Kaiserin bringe ich mit Marie Therese zur, Jahreswende die tief empfundenen Glück- und Segens- Wünsche dar. Wieder gehl ein Jahr härtester Kämpfe für Euer nnd unser liebes Vaterland zu Ende, erfolgreich an heldenmütiger Abwehr überwältigender Uebermacht, an sieg­reichen Vorstößen gegen unsere Feinde, an zäher Ausdauer nnd Arbeit im Innern. Gleichwohl will der Wahn, Deutsch­land nnd *eine Bundesgenossen niederringen zu können, bei unseren Hauptteinden noch nicht endgültig schwinden. Ihre Schuld ist es, wenn trotz der von uns schon vor Jahresfrist erklärten Verständigungsbereitschaft nnd trotz des Friedens­willens. der im Osten zutage tritt, das Blut- und Zer- störnngswerk seinen Fortgang nimmt. Deutschlands Fürsten nnd freie Städte, das ganze Volk werden wie bisher in Einigkeit nnd Geschlossenheit zusammensteben. bis uns das gute Recht auf Leben nnd Geltung- auf Meiterentwickstmg in ehrlicher Arbeit erstritten ist. Daß dieses glückliche Ende des großen Kampfes für Deutschland nnd seine treuen Bundesgenossen erreicht wird, ist unsere felsenfeste Zuversicht Gott gebe Dir und Deinem Hause hierzu seinen Schlitz nnd Beistand. gez. Ludwig.

Der Deutsche Kaiser antwortete hierauf:

Seiner Majestät dem König von Bayern! *-

Herzlichen Dank und wärmste Erwiderung Emv freundlichen Neuinhrwünsche von Viktoria und Mir. Wst können mit Dank zu Gott auf das verflossene Jahr zurück blicken, das uns neben he'denhafter Verteidigung unsere! Grenzen im Verein mit unseren treuen Verbündeten glänzende Siege und den Keim eines Friedens gegen Osten gebracht hat. Er wird uns auch im neuen Jahr in unserer gerechten Sache zur Seite stehen und den bösen Willen der Feinde, die noch immer an ihrem frevelhaften Vernichtungs- Vorsatz festbalten. zu brechen wissen. Mit Dir vertraue Ich fest auf unser deutsches Volk, daß es auch diese letzte uns anf- erlegte Prüfung bestehen und die Palme des Sieges in die- sem großen Kainpfe um Freiheit und Recht erringen wird. Gott schütze Dich nnd Dein treues Bayernvolk im neuetz- Jahre! gez. Wilhelm. ?

liiübfiibürg iinb fükirtorff in örrün.

Berlin, 2. Jan. (WTB. Amtlich) Generalfeldmarlchall v. Hindenburg nnd General Ludendorfs sind am heutigen Vormittag zu Besprechungen in Berlin eingetrofsen.

Berlin, 2 Jan.

(WTB. Nichtamtlich) Der türkische Finanzminister Dichavid Bei ist heute vornlittag über Wien hiereingetroffen. - ^ >

' WvX

Die Friedensverhaiidlnngeir.

LautBerliner Lokalanzeiger" hatte der Führer der deut» scheu Akarinekommission eine Unterredung mit Trotzki. Am Freitag nlittag haben die ersten Beratungen zwischen den Ber. tretern Deutschlands und des ruffischen Martnestabes über die Einzelheiten des Wasjenstillstandes aus dem Lieere stLttgefllN' hen. -- ^ " ---