Grane Gefahren.
Vornan aus der Gegenwart von M. Gontard - Schuck.
6) Nachdruck verholen.
Ob Bieberach rechtzeitig da sein würde? Er wußte, tve\dje Aufgabe ihm zufiel. Mochte er sich mit Archihald Douglas um Englands Größe streiten, wenn er nur ungestört mit Helen sprechen konnte. — Sein Vater! — Ein rm- - behagliches Gefühl beschlich ihn, wenn er an des Vaters Britenhaß dachte.
Und dennoch, es würde alles nichts helfen. Helen, die liebliche, süße Helen, was hatte sie mit Haß und Streit der Völker zu schaffen?
Wenn sie ihn liebte, so wie er sie, dann würde sie ihm gern in die deutsche Heimat folgen.
Wenn sie ihn liebte! War er dessen sicher?
Manchmal schien es ihm außer allem Zweifel. Er fühlte wie sie ihn auszeichnete. Er sah, wie ihre Augen aufleuch- teten, wenn er kam, wie Mp verräterische Röte bis hinauf an die blonden Haare stieg.
Das alles waren günstige Zeichen. Warum also hatte er noch- immer nicht gesprochen?
, War es der Gedanke an seinen Vater, der ihn immer wieder zaudern ließ? Er war unsicher, mut° und tatlos, seit diese Leidenschgft ihn so ganz beherrschte. Und doch gab es etwas in ihm, was ihn dieser Liebe nicht so recht froh werden ließ.
Was war es nur? Er beging doch kein Unrecht?
Auch Harthausens Warnung vom gestrigen Abend ging ihm durch den Kopf.
Er schüttelte mit Nachdruck den Kopf.
„Unsinn! Unrecht? Wo ist denn hier ein Unrecht? Ich muß endlich zu einem Entsch'uß kommen."
Er klingelte nach dem Kaffee und sckh dem Diener zu, wre er alles handlich und bequem für ihn zurecht stellte.
Gedankenvoll goß er sich den stark duftenden Trank in die feine, goldgeränderte Tasse.
Das Kam ins euer warf leichte zitternde Strahlen über den Teppich.
^ Spott, sein verzogener Terrier, stand mit den Vorder- vernen auf einem Sessel und beobachtete aufmerksam seinen Herrn.
Merkwürdig, was war denn das für eine Lotterwirtschaft heute früh! Er stieß einen kurzen, mahnenden Blaff aus. 'Na! Wann bekomme ich mein Sttick Zucker?
Werkheim lächelte.
«Hab' ich Dich vergessen, Kerlchen? Na warte, dafür vKlommst Du ein Stück Kuchen als Entschädigung.-
Spott wippte befriedigt mit dem Schwanzstunrmelchen.
„8si schon gut," schien er zu sagen, „das laß ich mir eher gefallen."
Werkheim fütterte Spott. vergaß aber dann seinen Kaffee. Die sorgfältig zubereiteten Schnittchen bNeben un- beachtet auf dem Teller liegen. Einen hasttgen, aufgeregten BUck warf er auf die Uhr, drückte dann auf den Knopf der Klingel und befahl dem eintretenden Diener, sein Pferd vor- sühren zu lassen.
Wenig später trabte er auf seinem Braunen dem nahen Park zu.
Er brauchte nicht lange zu warten. Kaum zweimal war er den Weg zwisck)en Park Lane und dem großen Teich ge- ritten, als er am Eingang von Nelson Square Helens kleinen Fuchs anftauchen sah.
Mit ein paar Sätzen war er an ihre Seite.
Ah. Gott sei Dank, dort kam auch schon Bieberach. —
Dre drei warteten, bis der Attache herankam, und als sie sich nach der Begrüßung in Bewegung setzten, machte es sich ganz von selbst, daß Helen und Alfred von Werkheim den beiden Herren vorallsritten.
Das Wetter hatte sich etwas geklärt. Der frische Wind blies ilmen ins Gesicht und zauberte Rosen auf He'ens zarte Wangen.
„So ein Ritt im Winter ist doch tausendmal schöner als rm Sommer, wenn die Luft voll Staub und Dunst ist."
„Sie haben recht. Nur ist man leider immer ein wenig zu bequem im Winter."
„Zn beauem? Sagen Sie ruhig zu faul. Wenigstens mir geht es so Ich glarrbe, es ist eine Ewigkeit, seit ich nicht hler war." '
Er beugte sich über den Hals seines Pferdes und sah ihr von unten her in die Augen.
„Und noch viel länger als eine Ewigkeit ist es, seit ich auf ein Alleinsein mit Ihnen warte."
He'ens Augen wurden dunkel.
„Wir haben uns doch erst gestern gesehen."
„Gestern! Was ist gas für mich, wenn ich Sie mit hundert anderen teilen muß." I
„Hundert andere?" neckte sie. „Sie greifen hoch, Herr von Werkheim."
„Ob hundert oder einer, für mich war es dasselbe, ich hatte Sie nie allein. Kann ich vor den Ohren der halben Welt ein einziges vertrautes, ein einziges liebes Wort'zu
Ihnen sagen?
. «Nein entgegnete He zögernd und schlug die Augen weder, „nein, das wäre nicht schön. Aber jetzt sind wir allem, jetzt können Sie mir liebe Worte sagen."
„Darf ich das, Helen? Darf- ich es wirklich?"
Er warf einen Blick zurück. Bieberach verstand seine Sache gut. Der Hufsch ag der beiden Pferde war kaum noch zu hören.
^ „Helen, darf ich wirklich alles sagen, was ich sagen mochte?
Sie« nickte nur. Nach einer Weile hob sie die Wimpern und sah ihm in die Augen, die sich tief in die ihren senkten.
„Helen, süße Helen, habe ich nötig, noch ein Wort zu sagen?"
Sie bewegte verneinend den Kopf.
„Ich wußte es!" rief er glücklich. „Wenn Sie nicht verstanden, was meine Angen Ihnen sagten, dann wären alle Worte vergebens gewesen."
„Doch nicht vergebens,"- lächelte sie schelmisch und sah ihn an.
„Glauben Sie nicht, daß ich es germe höre, weng Sie mir sagen, daß —"
-Daß ich Sie liebe, Helen! Mehr liebe als mein Leben!"
„Mehr als Ihr Leben —" Sinnend wiederholte sie es.
Er warf einen Blick zurück, trieb fein Pferd an Helens Fuchs und ergriff ihre Hand, die sie ihm willig überließ.
„Willst Du mein Weib fein, He'en?"
Emen Augenblick noch sah sie ihm in die Alkgen.
„Ich will!" sagte sie dann fest.
„Ilnd wann darf ich zu Deinem Vater kommen?"
Sie erwachte ans ihrer glücklichen Versunkenheit.
„Mein Vater!"
Es war, als ab ein leichtes Erschrecken über die strah» lenden Augen flöge.
„Mein Vatttt," sagte sie noch einmal langsam.
„Fürchtest Tu. daß er mir — oder vielmehr, daß er unserer Liebe nichf günstig gesonnen sein wird?"
„Ich weiß es nicht," erwiderte sie zögernd. „Daran habe ich noch gar nicht gedacht. Ich werde zuerst mit Mama sprechen. Wir haben ja Zeit. Ich schreibe Dir, was die Mama sagt."
„Und wenn deine Eltern nichts von unserer Verbindung wissen wollen? Was dann?" *
„©, das laß meine Sorge sein."
Fortsetzung folaf.
Frieda Rau Karl Hieronimus
Verlobte
Danksagung.
Berstadt
Januar 1918
Friedberg
die vielen Bewei'e herzlicher Anteilnahme bei der Beerdigung meiner lieben Frau, u lerer guten Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Tante
8 m
Aishag der Alsrllückiipiriik.
Irtflimlcnc MilMche SdM'cr
geb. Seib
- Die Evenbahnveckehreordnung- f§ 12) ist durch das Reichs- Gr enbahn-Amr mir Geltung vom 1. ^cnuat 191S vorübergehend ,5? • Seandert worden, daß auf den Sfa iouen die Preise der rum Verlauf auittegenden Fahrkor en nicht mehr ausgehängt zu werden brauchen Wird von dem Aushange abge e c, io een die abr- kartcn-Ausgabejtellen über die Pres" “ * v ' — ‘
erteilen.
J» • v, u v v , »v . v* au kj i v Uijl-
5rege auf Verlangen Auskunft zu
sagen wir Allen unseren herzlichsten Dank. Insbesondere danken wir Herrn Pfarrer Kasten dick für dir Ichöne Grabrede, sowie Herrn Lehrer Röder und der Schuljugend für den feierlichen Gesang am Grabe.
Orbsiadt, den 31. Dezember 1917.
Die trauernden Hinterbliebenen.
Hierdurch ersuche ich. meinei Frau Margarethe Euth, weder etwas auf meinen Namen oder für' meine Rechnung zu leihen oder zu verkaufen, da ich für fe ner« lei Schulden oder etwaige Ver> Endlichkeiten meiner Frau taste.
Georg Ernlt Euth,
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