Ausgabe 
2.1.1918
 
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Der Triumph -er Kultur.

Eine NeulahrsLetrachtuvg. '' } 1

* Einem jeden moIrren Freund des Volkes mutz sich se länger je mehr die Ueberzeugrmg aufdrängen, daß wir mit all unserer Ueberkultur und falschen Wissenschaft immer mehr dem Abgrund zu jagen. Herz und Gemüt zu Pflegen, wird als etwas veraltetes, als was überflüssiges angesehen und all unser Streben gilt, den Verstand zu trainiren und dem reinen Materialismus den breitesten Raum zu gewähren Wir konnten uns nicht genug tun mit all den Errungen­schaften, deren sich der menschliche Geist rühmen konnte und schwelgten in täglich neuen Erfindungen, rühmten uns das Wasser, das Feuer und die Luft überwunden zu haben. Datz dabei das Menschentum uotge'itten und das bescheidene Maß von irdischer Glückseligkeit, das uns Menschen zuteil geworden, bis auf ''das geringste Matz eingeschränkt und der Mensch selbst zur Maschine herabgewürdigt wurde, kann nur wenigen in den Sinn. Hasten und Streben und das Jagen krach Geld war das Streben Wer: Er gräbt und schaufelt, ro lang er lebt und gräbt bis er endlich das G^rb sich gräbt, das war das Signum des modernen Menschen. Wie herr­lich weit wir es in dieser Beziehung gebracht haben, das hat -er-Weltkrieg mit all seinen Schranken geoffenbart. Ln vor- freffltcfyer Weile geben diesen Gedanken die katholisch- konservativenNeuen Zürcher Nachrichten" Ausdruck. Wir lesen in dem schweizerischen Blatte:

Und Menschenwerk, stolzes, armfeliges Menschenwerk. Welche Außerchöke batte die Menschheit erklommen und die Völker und Individuen in ihr. Die formale Vildnng war längst Gemeingut geworden. Wissenschaft und Technik schritten von Entdeckung zu Entdeckung, eine unerhörter als die andere, unerhört bis zum Gigantischen. Ter Erde schienen alle ihre Geheimnisse entrissen, dem Meere die seinen und den Lüften die ihrigen: die Elemente als Besiegte zu der Menschheit Füßen, ihre willenlosen Sklaven. Der Wohl­stand wuichs. und die Ne^ichtümer erstiegen Summen, die eines Krösus Schätze als bettlerbalt erscheinen sseßen. Der Staats- und Volksorganismus erhielt einen Ausbau, der Merkmale der Vollendung trug, und innert ihm breitete sich die private -Organisation alles versprechend aus. Gleich­zeitig brach ein neues universelles Zeitalter an. Es war nicht mehr genug am Kal>el' der Frnrke trug der Menschen Botschaft mit Bliheseile über den ganzen Erdball; Niesen- dampfer von niegeahnter Schnellückert spotteten der Begriffe von Entfernung; eine völkerrecht'iche Bindung nach der an- deren entstand, um die Bande zwischen den Völkern un- -erreißbar zu gestalten. Ein Verträgenetz war gleichsam über das ganze Vnivei-fmn geworfen.Der Trimnph der Kultur", der Trimnph der Hmnan'rtät", das war das Siegesgeschrei von einem Pol zum andern.

Und dann kamder schwarze Tag", der schwärzeste der tzanzen Weltgeschichte, an dem der Weltkrieg ausbrach. Und mit ihm stürzte das ganze stolze Menschheitsgebäude zusam­men. So grausam und inhuman war noch nie ein Krieg wie dieser, in dem schon die lebendig Begrabenen, die leben­dig Verbrannten, die zu Tode Gebissenen nach Tausenden und Zehntausenden zäh'en, und nickt nur Städte und Dörfer zu Tarnenden zu Ruinen wurden, sondern die Erde ganzer Provinzen bis in ihre Eingeweide zerstört worden ist. So kulturlos war wieder kein Krieg als dieser, in dem die einen Kultirrvölker die fremden Erdteile ihrer Wildvölker, ibrer Wilden" beraubten, um sie in den Krieg gegen andere Kulturvölker zu peitschen und dabei nur das eine bedauerten, jenen nicht auch noch die Tiger, Pancker und Sch'anaen ihrer Zonen beige^ellen zu können. So frech, so teuflisch und so raffiniert sind Lüge. Verleumdung und Verhetzung noch nie über die Erde geschritten wie in diesen Jabren. so zerrissen, so gespalten, so baßgesättigt war die Menschheit auch noch nie. Das das Menschenwerk. Man komme da nicht mit der Einrede, es wäre nie dazu gekommen, wenn nicht ein halbes Dutzend Sfgatsoherbänvter. ein Dutzend Minsterpräsidenten und ein paar Dutzend Diplomaten ge- Wesen-Waren. Ja. wie war es denn vor dem Weltkriege nach und nach geworden. Hatzte er nicht eigentlich schon vorher begonnen; in der Gesellschaft, zwischen den verschiedensten Verbänden, zwischen den. Ständen und Parteien zwischen den Individuen. trotzdem w^der Staatsoberhäupter, noch Minister, noch Diplomaten hineinragten, sondern nur das moderne Getriebe und dsrsacro des letzteren.

Was ist den schließlich der ganze We tkrieg anders als die ungebeuer'iche Vergrößerung dessen, was schon vor dem Weltkrieae da war. was anders, als der zentrale, bewaffnete Sck^rchesfekt eines innerlichen und äußerlichen Verwüstungs­prozesses fc"r hundertfältig und tausendfältig schon mit allen bösen Kräften wartete, bevor die eisste Kriegserklärung im Weltkrieg, redigiert war. Der Weltkieg, der den Frieden immer noch nickt finden läßt. Mehr als vom Kriege ist seit Monaten vom Frieden die N^de. Er ist der beherrschende Gedanke geworden. Die Völker seufzen und weinen nach ihm und denken mit Schauer und Entsetz-^ an ihr Los. wenn der Friede noch nickt käme. Die Kaiser, die Köniae, die Präsidenten der Republiken und die Staatskanzler, sprechen längst und immer wieder von ihm. Die Träger der Poli­tischen Wissenschaften fiibren ihn im Munde wie noch nie seit dem unseligen t. Auaust 1914. In seinen großen Formeln sind jetzt fast alle einig. Sie lauten ähnlich beim Papst und bei Wilson, bei Graf Hertling und Asguitb. bei Czernin 7:nd Pichon. Es ist als müßte die Scheidewand jeden Tag einstürzen, die noch vom Frieden trennt. Und trotzdem fin­den sie ihn nicht. Tie Formeln hat man, aber nicht den Geist. Es ist wie ein dunkles Verhängnis, wie die Erfül­lung eines un,zeheuren tragischen Gesetzes, daß der Leidens­kelch. den Menschen tim wissentlich, meist aber unwissentlich 1,rS fme Wollen füllte, von den Menschen jetzt erbarmungS- los bis zur Neige geleert werden muß. Wieder Menschen- tun. - - w - ^ --

^ Dr. Friedrich Zange f

Nach langem Leiden ist am 26, Dezember ln der Landes, inenaustalt Lemgo Dr. Friedrich Lange verschieden, der

Gründer und langjährige erste Vundeswart des Deutschbundes. Am 10. Januar 1852 in Goslar geboren, besuchte er das Pro. gymnasium seiner Vaterstadt, dann das Gynasium seiner Vater­stadt und bezog die Universität Göttingen. 1876 wurde er Mit­arbeiter, dann Leiter desVraunschweiger Tageblatt", 1881 siedelte er als Mitarbeiter und späterer Herausgeber derTäg­lichen Rundschau" nach Berlin über. 1894 stiftete er den Deutsch­bund als Lebens- und Arbeitsgemeinschaft völkisch gerichteter Männer, der seine Gemeinden und Pflegschaften über ganz Deutschland ausgebreitet hat und gegenwärtig von Prof. Lang- hans in Cotha als Vundeswart geleitet wird. Mit Hilfe des Deutschbundes gründete Fr. Lange 1896 dieDeutsche Zeitung", die sich bis auf den heutigen Tag als wertvolles Werkzeug der nationalen Bewegung erwiesen hat. In den Anfängen der kolonialen Bewegung 188488 war Lange als Mitbegründer Deut'fch-Ostafrckas tätig gewesen, 1889 gründete er denVerein für Schulreform" und gab dieZeitschrift für die Reform der höheren Schulen" heraus. 1902 errichtete er den Nationalen Neichswahlverband, der 1905 mit dem Reichsverband gegen die Sozialdemokratie verschmolz. Während seines in Detmold ver. brachten Lebensabends widmete er sich vor allem der Förderung der nationalen Arbeiterbewegung. Mit ihm ist ein rastloser Arbeiter am Ausbau des Deutschen Reiches, ein aufrechter Kämpfer für nationalen Fortschritt, ein glänzender Meister der Feder dahingegangen. - Ehre seinem Andenken. -

tfia Ausruf au die deMzen

Berlin, 31. Dezbr. (W. 53.) Zur Jahreswende 1917 veröffentlichen der Kriegsausschuß der deutschen Landwirtschaft, der Deutsche Neichsverband der land­wirtschaftlichen Genossenschaften, der Bund der Land--, wirte, die Deutsche Land airtschastsgesellscha'l und der Eeneralverband der deutschen Naiffeffengenoffeiffchaflen folgenden Au'ruf:

An die deutschen Landwirte!

Noch immer währt der Krieg. Das deutsche Volk steht in se ner schick alsschweren Stunde. Im Osten ist der Feind geschlagen. Da gilt es noch einmal alle Kraft draußen und drinnen zu aminenzusaffen. um auch im Westen den noch schlinmcren Feind völlig nieder­zuringen. Vcn diesem eisernen Willen ffnw unser Heer und unsere Marine durchdrungen Alle Männer, die draußen für die Heimat auf. der Wacht stehen, werden bis zum letzten Atemzuge ai'es dransetzen, um uns den endaü.iigen Sieg zu verschaffen. Zu dieser aewaltigen letzten Krasianstrengung ist aber nicht nur ein Durch­hallen draußen notwendig, ist nicht nur die Nercen- krast unserer kämp enden Helden er orderlick, ist nicht nur die re lose Herstellung von Munition und Granaten und Waffen unentbehrlich, sondern ebenso das Durch­halten auch im Jnnecn. Die fortge-etzle Hervorbringung von Lebensmitteln und ihre restlose Ablieferung an alle bedürfti en Volks reich draußen und drinnen find zum endgültigen Siege, zur Gewinnung eines ehren­vollen Friedens, der unserem Volke die Zukun t sichert, die dringendsten Ausga en der Heimat und insbesondere unserer Landwirte. Es hänselt sich um Sein oder Nichtsein un'eres Volkes. Wo zl wissen wir alle, in wie mühseliger und harter Arbeit die Landwirte und vor a'lem ihre.Frauen, Töckier und die noch nicht erwach­senen Söhne jetzt im Kriege der Scholle die Lebens­mittel abringen müssen. Es ist für alle Zeiten und für die kommenden Ges'glechter in die Ta ein der Geschichte eingegraben, welche großen vaterländischen Verdienste sich die Landwirtschaft in diesem blu­tigen Weltkriege erwarb. Ohne sie wäre das teu­re Va erland längst verloren. Aber es gilt jetzt das letzte herzugeben, was der Landwirt irgendwie ent­behren kann. Um den letzten entsche denden Schlag mit allem Nachdruck und ohne Erschöpfung durchzuführen, müssen die^ Menscheil und Tiere ungeschlacht in den Endlamps treten können. Wir richten deshalb an alle deutschen Lardwine die herrliche Vilte, das Vaterland nicht im Stiche zu lassen. Jeder Zentner Hafer, jeder Zentner Vrockom, jedes Pfund Butter, jedes Pfund Fett, jeder Liter Milch, die der Landwirt mehr als bisher abgibtz helfen zum Siege. Darum erwäge jeder Landwirt noch einmal, was er von feinen Vorräten a b g e b e n könnte, nicht im Wege deL Schleichhandels, der ja doch nur den Reichen allein zugutekommt, während die arme Bevölkerung darben muß, sondern an die öffentlichen Verteilungsstellen. Doppelt gibt, wer schnell gibt! Jeder Landwirt möge seine Nachbarn aufklären und sie bewegen, gleichfalls ihr S,erstem zum Endsiege über unsere Feinde, beizu­tragen.

V»m Felde

der Gtzre.

Ober - Dem Pionier Will Mild» dr« Hessische

Tapferkerts-Mevaille und das Eiserne Kreuz verliehen.

Melbach. Der Schütze Nob. Betz, Sohn des Landwirts Wilh. Betz, im Besitze der Hessischen Tapferkeitsmedaille, wurde mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet.

GetteMl. Schütze Richard Braun wurde bei bert Kämpfen im Westen mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille (insgezeichnet.

Ans- der

K Das Städtische Schwimmbad ist bi- aus w: Ueccs wegen Kohlcumaugel geschlossen.

Die Ausfuhr von Zucht- und Nutzvieh aus dem Großher- zogtum, sowje aus einem Kreis in einen anderen ist nach einer^

Veröffentlichung des Ministers des Innern vom 24. Dezember­einer neuen Regelung unterworfen. Hiernach haben die Vieh- handlsverbände refp. die Kreise, aus denen das Vieh ausgeführt werden soll, ihre Genehmigung zu erteilen. Im Streitfälle ist die Entscheidung des Ministeriums einzuholen.

Stammheim. (Eingesandt.) In unserer Gemeinde kam. men fortgesetzt Hafendiebstähle vor. So auch wieder einer der raffiniertesten Art beim Landwirt K. S. dahier. D'ie Diebe sollten hier den ganzen Hasenbestand von 7 Scück geplündert haben. Durch einen Ortsgerichtsmann und Polizeidmner wur­den Haussuchungen vorgenommen natürlich bei zwei auf Ur. laub weilenden Feldgrauen von den gestohlenen Hasen aber keine Spur gefunden. Auch wurde noch die Er. Gendarmerie ersucht,.mit Spürhunden die Diebe auszusuchen. Endlich ist man auf die Spur der Hasen gekommen. Die Hasen wurden von der Ehefrau des obigen Landwirts ohne Wissen ihres Man­nes heimlich einem Viehhändler von Ober-Florstadt verkauft. Hoffentlich ist damit der Sachverhalt aufgeklärt.

FC. Lambach, 30. Dez. Die hiesigen Einwohner sandten am hl. Abend an die verwundeten Soldaten im Johanniter« krankenhaus in Niederweisel 50 Kuchen, viele Gläser Eing'emach. tes, Butter, Eier, Dörrobst und einige Zentner Obst.

FC. Schotten, 30. Dez. Zn der letzten Kreistagssihung wurde der Voranschlag der Kreiskasss mit 203 465.95 Mark ge­nehmigt ebenso der Voranschlag über die Unterhaltung der Kreisstraßen mit 104 550 Mark. Der Beitritt des Kreises Schotten zur Einkaufsgesellschaft für das Eroßherzogtum Hesien m. b. H. in Mainz wurde gutgeheißen und erklärte sich der Kreistag im Prinzrp mit der Errichtung einer Sammelwasen­meisterei einverstanden.

FC. Aus dem Grcßherzogtum Hesien, 30. Dez. Der Obst­ertrag im Jahre 1017 stellte sich im Großherzogtunp auf 323 409 Doppelzentner, für die 7186 886 Mark erlöst wurden. Der 1916er Obstertrag war erheblich hinter dem Durchschnitt zurück­geblieben. dagegen aber hat der Erlös für das Obst infolge der stark gestiegenen Preise den Durchschnitt um die bedeutende Summe von 2 837 038 Mark übertrosfen.

FC. Hanau, 28. Dez. Der Landwirtschaftliche Kr^isverein beschloß eine Versuchsstation zu errichten,, in der die Reismelde zur menschlichen Ernährung und als Kraftfutter für Tiere gs züchtet werden soll.

Aus Starkcnburg. *

Aus dem Odenwald. Eine heitere Geschichte ist vor de» Feiertagen im mittleren Odenwald passiert. Dort hatte sich seit tangerer Zeit ein Hamsterer aus dem Rheinland eingenistet, der durch seine frühere Agitation als Landtagskandidat dort ziemlich bekannt war und regelmäßig Butter und sonstige sel­tene Lebensmittel zu sehr hohen Preisen einkaufie und nach seiner Heimat brachte. Wiederholte Anzeigen hatten nichts geholfen, doch war infolge erneuter Drohung, datz man sich sonst an das Min.isterium wende, die Gendarmerie bereit, die ihr gemeldete Abreise des beladenen Hamsters zu benützen, um ih» abzufasien. Vor dem Betreten des Bahnsteiges hatte man ihn erwischt, dock enttäuscht mutzte man ihn ziehen lasten, da er ab­solut nichts verdächtiges bei sich führte. Freurrdlich lächelnd reiste er ab, ttaf aber auf der nächsten Zweigstation, wo er um­steigen mutzte einen biederen Landwirt, der einen schweren Kof­fer mit sich führte, in bm die Hamsterwaren, die der eigentliche Hamsterer eingelauft hatte, glatt die Sperre passiert hatten. Man will das nächste Mal doch noch schärfer auspasien. Ander» Hamsterer sind dadurch freilich stark benachteiligt.

AuS Rheinhrssen.

FC. Avs Rhrinhesirn, 27. Dez. Die vorgenommene Samm­lung in gauz Rheinhesien von Flaschenweinen als Weihnachts­gabe für das 18. Armeekorps ergab insgesamt 34 505 Flaschen Wein und 4000 Mark Bargeld. Wenn mit den heutigen Wein­preisen- gereck)net wird, so hat die Spende einen Wert von an­nähernd 150 OOO bis 170 000 Mark.

Aus Hcsirn-Nassau.

FC. Wiesbaden, 27. Dez. Am Tags des hl. Abend hatte die Ehefrau des Hausmeisters Derichs ihre beiden zwei und vier Jahre alten Kinder eingefchlosien, um noch einige Besorgungen zu machen. Als die Mutter nach einiger Zeit nach Hause kanr, war die Wshnung mit dickem Rauch angefüllt und die beiden Kinder an Rauchvergsstung erstickt. Einiges.Bettzeug, das zu nahe am Ofen gehangen, war in Brand geraten und hatte dort Rauch verursacht.

FC. Oderlahustets, 30. Dez. Stationsvorsteher Baum von hier, der schon feit dem Eintritt Rumäniens in den Krieg osr- mitzt wird und von dort aus bereits als tot gemeldet wurde, ist am Leberr und wird voraussichtlich Dkttte Januar hier ein- treffen.

FC. Dren'ckach, 30. Dez. Am L Januar begeht Bürgermei­ster Friedrich dahier fein ?5jähriges Berufsjubiläurn. Während seiner Amtstätigkeit wurde der Neubau des Schulhauses, die Versorgung der Gemeinde mtt elektrischem Strom und dt« Wasierleitung ausgeführt.

FC. Dillenbvrg. 27. Dez. Auf dem Wege zu dem Kami« entdeckte ein Schornfteinfegermeister im Hause eines Schuh­warenhändlers 150 Paar Stiefel, alle aus guter Friedensware. Als der S^uhwarenhändler sich weigerte, dem Schornsteinfeger- meister oou seinem großenLager" Stiefel zu verkaufen, erstat­tete er Anzeige und das ganze Lager wurde beschlagmchmt.

FC. BruchkSbel, 28. Dez. Der ganze Eünsebestand wurde dem Landsturmmanu Franz Wappler in Bruchköbel gestohlen. Hierauf erließ u iu der Zeitmrg folgendes Inserat: Ich wünsch» dem Dieb guten Appettt. nur bitte ich ihn. mir für meine drei im Felde stohendm Sohne etwas Fett zukommen zu lasten, da ich selbst seit 1915 eingezogen bin und es mir schwer fallt, solche» zu erhalten. 1

FCI Aus Rastau, 30. Dez. Bor 50 Jahren! DasRastauisch» Schulblatt" erschieu am 28. Dezember 1867 zum ietztemnale un»' tet diesem Titel. Am 1. Januar 1868 erhielt es den Ramen:» Allgemeines Schulblatt für den Regierungsbezir k Wiesbaden.^

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto^ H i r s ch e l. Friedberg; für den Anzeigenteil: R. H e v n e Jiiedberg. Druck und Verlag derNeuen. Tageszeitung^ ^ ~ Friedberg V