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Erscheint wöchentlich einmal.
Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.
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Redakteur: Stadtmissionar herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermiinon. Druck v. I. G. Oncken Nachf., G. m. b. H., Erzsiel.
Nr. 51. Sonntag, den 19
Dezember 1915. 8. Jahrg.
Die
Seufzerbrülke in Venedig.
Zu den Merkwürdigkeiten Venedigs ist auch die „Seuf- zerdrücke" zu zählen. Sie führt vom Do- gcnpalaste, der einstigen Wohnung des ober- sten Herrn der Stadtbehörde, und zwar aus dem in diesem Palaste sich de- findendenRats- saale in die Gefängnisse. Alle Verbrecher und Gesetzesüber- treter mußten nach ihrer Per- urteilung bei der Abführung in die Gefängnisse diese Brücke pas-
sieren. Wie
viele Seufzer mögen wohl auf diesem Gange ausgestoßen worden sein!
Gott, der Allmächtige und Allgegenwärtige, hat sie alle gehört. Aber nur denen, die aufrichtig über ihre Sünden gegen Gott und Menschen seufzten und sie ^-eni All
wissenden bußfertig bekannten und um Vergebungsgnade flehten, haben hinter jenen dicken Mauern den Trost des er- barmungs- reichen Gottes undseineerquik- kende Gegen- ivart erfahren.
Welch ein Erbarmen, welck eine Liebe, dar Gott Gnadhat für den Verkomme - sien unter ven Verkomme ett l Wie sollte das uns aus die Knieziehen zun. heißen Drnk- gebet gegen den Allerbarme !
„Denk an den Hei- land, an Sein Zuunskommen, Wie Er die Herrlichkeit für une verlieb,
Wie Not und Ar- mul Er auf Sich genommen,
Um uns. zu bringen Krön' und Paradies.
Durch Seine Armut dürfen reich wir werden.
Durch Seine Schmerzen werden wir geheilt,
1 urch Seinen Opfertod auf dieser Erden Wird uns de« Lebens Fülle zugeteilt."


