Ausgabe 
3.1.1915
 
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Verlag der Buchhandlung der Pllgermisslcn Siehe».

Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter - Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermiss,on. Druck v. I. G. Oncken Rachf., G. m. b. H., Cassel.

Nr. 1. Sonntag, den 3

. Januar 1915. 8. Jahrg.

Wohl dir, ^5and, des König edet ist."

Pred. 10, 17.

Im Kaiserschloß zu Berlin stehen Unteroffiziere oft auch in den Gängen und Gemächern Posten.

Es war nach der Kriegserklärung, abends spät, da sah einer dieser Posten, wie die Kaiserin am Tische saß, der Kaiser zu ihr trat, wie beide zu­sammen aus dem Bibelbuche lasen und dann nieder­knieten und gemeinsam beteten.

Wird da nicht Gottes Wort wahr werden: HErr, der König freut sich in Deiner Kraft, und Er hat große Ehre an Deiner Hilfe; Du legst Lob

und Schmuck auf Ihn . . . denn der König hofft auf den HErrn und wird durch die Güte des HErcn fest bleiben"? (Ps. 21.)

Es ist bekannt, daß die Kaiserin auch beim frühesten Aufbruch des Kaisers zur Jagd aufsteht, um mit ihrem hohen Gemahl die Losung für den Tag zu lesen und zu beten, ehe er das Schloß verläßt. Welch Vorbild für unsere Hausväter und -Mütter I Brauchen wir nicht alle täglich die innere Samm­lung vor Gott, die stete Verbindung mit Gott, den Trost- und Kraftzustrom von Gott? Ein Fürst, der seinem Volke ein so edles Vorbild von Gottesfurcht