Ausgabe 
12.12.1915
 
Einzelbild herunterladen

Auf Jabes Pelly aber hat der wunderbare Fifchzug einen unauslöschlichen Eindruck gemacht. Unter der Wirkung dieses Ereignisses brach er vor Gott zusammen. Er wurde 'in Mensch, der fortan mit ganzem Herzen dem HErrn nachfolgte.

&

Aie Kand ans Schwert das F erz emi or!

Im stillen Frieden lag da' Land,

Das Schwert stak in der'Scheide

Da lohte auf der Weltenbi and,

Der Kaiser rief zum Streite!

Er rief, bewegt vom Schmerze heiß.

Des Reiches Untertanen.

Vom frischen Jüngling bis zum Greis Eilt' alles zu den Fahnen;

Des Vaterlandes heil'gen Herd

Zu schützen galt's die Hand ans Schwert I

Vernichtung" war der Feinde Ziel.

Zu dem sie sich verschworen,

Und hätten sie's erreicht wieviel.

Ja, alles wär' verloren I

Doch macht der mächt'gen Feinde Rott'

Uns blutig auch zu schaffen:

Ein' feste Burg ist unser Gott,

Ein' gute Wehr und Waffen.

O wohl dem Land, das Ihn erkort Drum, deutsches Volk, das Herz empor I

Rur wenn des Vaterlandes Wehr In Gottes Hand wir legen,

Kann dauernd Sieg und Segen Er Auf unsre Waffen legen.

Drum laßt tobt draußen heiß die Schlacht Uns drin die Hände falten;

Harrt aus! bis alles ist vollbracht .

Und uns Jehovahs Walten Schließt auf des Friedens goldnes Tor.

Die Hand ans Schwert das Herz empor I

Oeöetsstunde.

Im Lazarett saßen etliche genesende Soldaten zusammen und erzählten sich gegenseitig ihre Kriegs- erlebmsse. Da var einer, der hatte die Schlacht bei Tannenberg abgemacht. Davon läßt '"ich vohl viel ^zählen!

Nach der Schlacht sammelte der Hauptmann, zu »essen Kompagnie dieser Landwehrmann gehörte, seine Leute um sich, -og seine Bibel aus dem Wafferrock hervor und las ihnen 'inen Abschnitt aus dem Propheten Jesaja vor. Dann fiel er ' auf die Knie und dankte Gott mit lauter Stimme für Seine Wunderhilfe bei diesem gewaltigen Sieg. Uber die bärt'gen Wangen der Landwehrleute flössen die Tränen. Dann standen sie auf und sangen zusammen: .Wir reten zum Beten oor Gott den Gerechten."

Davon erzählte der sächsische Landwe^rmanrt in dem bayrischen Lazarett. Bon dieser Gebett- versammlung nach der Schlacht bei Tannenber« kam er ruf Gebetsversammlungen überhaupt ziu sprechen.

Die anderen Soldaten lauschten verwundert Sie hatten alle noch keine Gebetsstunden mitgemacht Sie fragten hin und her.

Weißt, Kamerad," sagt einer,so eine Gebet» stunde sollten wir eigentlich auch halten nach oR dem, was wir im Kriege erlebt haben."

Da bin ich mit Freuden dabei I" erklärte kt Sachse.Aber wer soll sie halten?"

Nun, natürlich du. Fang nur gleich <rvU'

Das ließ sich der Mann nicht zweimal sagen Er las aus seiner Taschenbibel den 23. Psalm vor Dann kniete er nieder zum Gebet. Die Macht Gottes kam über diese wunderbare Gebetsversamm- lung. Alle 23 Kameraden lagen mit ihm auf den Knien und 14 erhoben ihre Stimme zum Gebet und baten Gott, ihnen auch das Glück und den Frieden zu schenken, den dieser Kamerad habe. E. M.

&

Käthe Dorn.

Versammlungs-Anzeigen.

Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, köberstr. 14.

Jeden Sonntag l*/a Uhr: Sonntagsschule: 4 Uhr: Jungfrauen- verein : 8'/« Uhr: Versammlung 4'/«Ubr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch 8'/,Uhr: Bibelstunde. Jeden Freitag 8^/s Uhr : Gebetsstunve.

Sonntag, den 12. Dezember: Altenbuseck und Wieseck: abends 8 Uhr: Grünberg: 16 ; Beuern.

Bitte zu beachten.

Der Bibelkursus wird der schweren Zeitverhültnisse wegen dieses Jahr ausfallen muffen. Wir wollen uns aber befleißigen, die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens zu halten.

Voraussichtlich wird Herr Inspektor Beiel anstatt des Bibelkurses einige Tage nachmittags Bibelstunden, abends

Anzeigen für die Nummern l4 bi

Evangelisationsversammlungen in G i e ß en halten. Näheres wird noch bekannt gegeben.

Bezirk Lich.

Lich. Vereinshaus: Jeden Sonntag 12'/« Uhr: Sonn- tagSichule; 4 llbr Jungsranenstunde; 8 Uhr abendS: Ver- sammlung. Jeden Dienstag und Freitag Kriegsgebetsstunde.

5. Dezember, nachmittags: Dorfgill; abends: Holzheim; 7. und 28. Dezember: Ettingshausen; 8. und 29 Dezember: Ofeerbeffingen; 9. und 30. Dezember: Burkhardsfelden; 14. Dezember: Villingen; 15.: Wohnbach; 16.: Watzenborn; 19. Dezember: Geiueinschaftslouserenz in Nidda, Text: Job. 1, 1518. 21.: Dorfgill; 23.: Langsdorf; 27.: JahreSfest

in Lich.

ZUM 18. Dezember ds. Js. erbeten.