ft-( auf Seine Knie, bekannte Gott feine Sünden und hat tbn um Errettung seiner bungertiben Kinder, wenn ,-r selber auch Not litte, wie er es verdient habe. Wenn aber Gott ihn erhalten wolle, so gelobte er ,hm Treue bis in den Tod.
Nach diesem Gebet stand er aus und ging nach Hause. Unterwegs kam ihm der Gedanke, sich selbst das Leben nehmen zu wollen, doch überwand er diese Versuchung Zu Hause angekommen, riesen ihm seine Kinder jauchzend entgegen: „Wir haben Brot, Vater, wir haben Brotl" Der Vater konnte es anfangs gar nicht glauben. „Ja, ja," sagten die Kinder, „wir haben das Korn schon in die Mühle gesandt!"
„Soviel habt ihr, daß ihr es in die Mühle senden konntet?" rief er noch mehr erstaunt.
Da erzählten ihm die Kinder, daß sie auf ihren Knien Gott gebeten hätten, Er möchte ihnen doch nur ihren Vater wiederschicken, und wenn es sein sollte, so wollten sie lieber mit ihm Hungers sterben. Während dieses Gebets hatten sie ein Geräusch gehört, und als sie hinansgingen, sahen sie einen unbekannten Mann, der ihnen drei Scheffel Roggen gebracht und gesagt hatte: „Das laßt euch gut schmecken " Daraus entfernte er sich mit dem Karren, ohne den Wohltäter nennen zu wollen.
Der Advokat holte nun selbst etwas Mehl aus der Mühle zu einer Suppe zum Abendessen, besuchte dann den Prediger, den er bisher verfolgt hatte, bekannte ihm seine abscheuliche Handlungsweise und bat ihn herzlich um Vergebung. Die Fürbitte des Predigers für seine Bekehrung, die der Advokat erst jetzt erfuhr, rührte und beugte ihn noch mehr. Nun erzählte er die Geschichte mit den drei Scheffeln Korn, und da keiner von ihnen den Wohltäter zu erraten wußte, hielt es der Advokat für eine göttliche Führung und merkwürdige Gebetserhörung. Loblieder erschallten jetzt in seinem Hause, und er forderte all die Seinen auf, sich zum HErrn, der sie aus großer Not errettet hatte, zu bekehren.
Der Prediger, der dieser Begebenheit werter nachforschte, hörte endlich von dem Manne selbst, den Gott zur Errettung dieser Familie gebraucht hatte, daß er aus Polen Nachricht erhalten habe, es würde in ganz kurzer Zeit geiviß Getreide ankommen. Da er bis zu jener Zeit von seinem Vorrat drei Scheffel entbehren konnte, habe er Gott angerusen. ihm denjenigen zu zeigen, dem er das Korn zustellen sollte. Darauf sei er aus dem Hause gegangen, habe hin und her gedacht, bis er in einem Hause ein Geschrei von Kindern gehört, welche beteten, Gott solle ihnen doch nur ihren Vater wiedergeben, damit sie mit ihm Hungers sterben könnten. Dies ist der rechte Ort, habe er gedacht. Als er aber vernahm, daß es das Haus des gottlose» Advokaten sei, wollte er seinen Entschluß ändern, doch das Geschrei der Kinder habe ihn bewogen, sein Vorhaben auszusuhren; aber er wünschte, daß der Advokat seinen Namen nicht erfahre.
Der Kerr hilft.
Ich werfe mich in Deine Arme,
Du Vater der Barmherzigkeit,
Und flehe voll Vertrau'»: Erbarme Dich über uns zur schweren -Zeit l Laß Gnade nur für Recht.ergehn,
So bleiben wir doch aufrecht stehn!
Nicht grimmig, sondem nur mit Maßen Sind Deine Strafen eingericht't Tu wirst uns nicht vernichten lassen, Nein, Vater, nein, das tust Du nicht! Wir sollen nur durch Angst und Pein Geprüfct und gereinigt sein.
Zuletzt wird jeder sagen müssen:
Das hat Gott, unser Gott, getan. Gerecht ist Er in Seinen Schlüssen, Ihn bete dankbar alles an I Er hilft unv Er errettet gern; Lcbsinget Ihm und preist den HErrn!
Versammlungs-Anzeigen.
Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstr. 14.
Jeden Sonntag IV« Uhr: Sonntagsschule: 4 Uhr: Jung- srauenverein: 8 '/* Uhr: Versammlung: 4V 2 Uhr: Christlicher Verein junger Männer.
Jeden Mittwoch, abends 8 '/- Uhr: Bibelstunde.
Jeden Freitag 8 V 2 Uhr: Gebetsstunde.
Sonntag, den 5. Dezember: Nordeck und Wißmart abenüs d Uhr: Grunberg; 7. Dezember: Altenbuseck; 9.: Kleinlinde 1 .
Bezirk Vellnhansen.
Jeden Sonntag nachinittngs 2 Uhr: Versammlung !m Lereinshaus.
Bezirk Alsfeld.
Soniilag, den 14. 'November, nachmittags: Maar und Louterbach; abends: Alsielü; 1.1: (iiia; 16.: schwarz:
Anzeigen für die Nummern 40—52
17.: Lingelbach; 18.: Alsfeld; 19.: Kirtorf, durch Schw. Luise-Gießen.
Sonntag, den 28. November, nachmittags: Maar und Lauterbach; abends: Alsfeld; 29.: Eifa; 30.: Schwarz;
1 . Dezember: Lingelbach; 2.: Alsfeld; 3.: Kirtorf, durch Br. Keller-Bad Nauheim.
Bezirk Lich
Lich. Vereinshaus: Jeden Sonntag 12*/« Uhr: Sonntagsschule: 4 Uhr: Jungfrauenstunde; 8 Uhr abends: Ver- saminlung. Jeden Dienstag und Freitag Kriegsgebetsstunde. 9 . und 30. November: Dorfgill; 11. November und
2. Dezember: Langsdorf; 16. November: Ettingshausen; 13.: Burkhardsfeldens 23.: Villingen; 24.: Wohnbach; 25.: Watzendorn; 14.: Schotten, Erntedankfest; 21. November: Gemeinschaftskonferenz in Nidda, Text: Ebr. 10, 32—39.
bis zum 20. November ds. Js. erberen.


