Ausgabe 
7.11.1915
 
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Am Schlüsse sprang der Richter aus ihn zu, faßte ihn um den Hals, weinte bitterlich und sprach: Täuschen Sie mich nich:, Sie sind der erwartete Prediger Baxter I Ich habe Sie fangen wollen, doch Sie haben mich geangen!"

Die Folge war, daß der Richter und seine Familie die Erstlir;e zum Bau einer gläubigen Gemeinde in jener Stadt wurden.

Dieser nimmt die Sünder an!

Viele Sünder sind im Laufe der wunderbaren Gnadenzeit durch das Licht des Geistes Gottes und durch das Wort des HErrn von ihrem verlorenen Zustande überzeugt worden und sind dem Beispiel des verlorenen Sohnes gefolgt. Sie sind umgekehrt und durch die wunderbare Gnade Gottes errettet worden. Sie haben die flüchtigen Freuden dieser Welt als erbärmliche Treber und ihre eigene Ge­rechtigkeit als einunflätiges Kleid" erkannt. Sic fühlten, daß sieumkommen" mußtenvor Hunger". Darum sind sie mit einem offenen Bekennntnis ihrer Schuld zu Gott geeilt, in dessen väterlichem Hause Überfluß an Brot" ist. Ja,sie machten sich auf" und fanden durch Jesum Heil und Frieden, eine offene Tür zum Vaterherzen Gottes. Welche Seligkeit wurde ihr Teil! Nun sind sie in den Stürmen des Lebens wohl geborgen, denn wie ihr großer Erretter und Hirt von ihnen bezeugt,kann niemand sie aus der Hand Seines Vaters rauben". (Joh. 10, 29.)

Lieber Leser, du mußt dasselbe tun, um­kehren, dich bergen in Gottes Vaterarmeu. Wird dein Herz angesichts - der Liebe Gottes nicht überwältigt? Treibt sie dich nicht zur Buße, zur Einkehr, zur Umkehr? Ruft sie nicht den Entschluß in deinem Herzen wach, nun auch zu diesem er­barmenden Gott deine Zuflucht zu nehmen? O säume doch nicht; du wirst erfahren, daß Gott die Liebe und daß Sein Wort wahrhaftig ist. Es will dein Wegweiser sein aus der Fremde zu dem Vaterherzen Gottes. Aber wisse auch, was der Erlöser sagt:Niemand kommt zum Vater, denn nur durch Mich." (Joh. 14, 6.) Nur Er, der am Kreuze Sein Blut vergoß, kann dich zu Gottes Herzen führen.Dieser nimmt die Sünder an." Das Blut Jesu Christi,das kostbare Blut eines Lammes ohne Fehl und Flecken", Sein Ver- söhnungswerk auf Golgatha hat die Tür geöffnet, und Gott, der Vater, kann nun, unbeschadet Seiner Gerechtigkeit und vollkommenen Heiligkeit, verlorene Söhne und Töchter annehmen und mit dem besten Kleide, dem Kleide der Gerechtigkeit, schmücken. Alsdann ist ewige Ursache da,fröhlich zu sein", denn Gottes Herz jubelt dann über dir:Dieser, mein Sohn, meine Tvchter, war tot und ist wieder

l eben d i g geworden, war verloren und ist wieder gefunden worden. Ja, geliebter Leser, es ist Freude im Himmel über einen Sünder, der Buße tut".

Kottes c£anflmnt.

Tief betrübt sah Gott in Noahs Tagen aus das abtrünnige, ganz verderbte Menschengeschlecht. Ach, Er liebt die Menschen auch als Sünder noch; nur die Sünde haßt Er und muß sie richten. Wie wäre Er sonst Gott? Ec ist nicht nur Liebe, sondern auch Licht; Er ist völlig heilig und gerecht. Wie laut und treu bezeugte Gott durch Seinen frommen Knecht Henoch, der über dreihundert Jahre mit Gott wandelte, der abgefallcnen Menschheit das kommende Gericht I Wir hören, daß Henoch weis- sagte:Siehe, der HErr kommt inmitten Seiner heiligen Tausenden, um Gericht auszuführen wider alle und völlig zu überführen alle ihre Gottlosen von allen ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie verübt haben, und von all den harten Worten, welche gottlose Sünder wider Ihn geredet haben." (Judä 14. 15.) Aber ach, das treue Zeugnis wurde nicht beachtet! Darum lesen wir:Und es reute Jehovah, daß Er den Menschen gemacht hatte auf der Erde, und es schmerzte Ihn in Sein Herz hinein." Er sprach:Plein Geist soll nicht ewiglich rechten mit dem Menschen, da er Fleisch ist . . ." Seine Tage seien 120 Jahre." O hätten doch die Menschen diese Gnadenfrist nun noch benutzt, als die Langmut Gottes harrte" und als der Bau der Arche jeden Tag gegen sie zeugte I Aber nein! Als darum auch diese Gnadenfrist und Piedigt Noahs nichts fruchtete, brach das angekündigte Ge- richt über die Welt herein.

Wie wahr ist doch das Wort:Irrt euch nicht, Gott läßt Sich nicht spotten I" (Gal. 6, 7.)

Gottes Mühlen mahlen langsam,

Mahlen aber trefflich fein;

Ob aus Langmut Er auch säumet,

Bringt mit Schärf' Er alles ein."

Wie wichtig, teurer Leser, ist darum das Wort der Mahnung:Achtet die Langmut Gottes für Errettung!"Heute, wenn Ihr Seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht!" Ob auch alle sich verhärten sollten, tue du es nicht!

Der KKrr ist dein Schild.

Zur Zeit der Kopenhagener Belagerung unter dem englischen Admiral Nelson im Jahre >807 hat sich folgende wunderbare Geschichte zugetragen, die ein Marineoffizier erlebte und also schildert: