Ahne Jesum.
Viele sind unter den ernsten Erlebnissen dieses großen Krieges zu Gottesfurcht, Glauben und Gebet zurückgekehrl. Gott hat bis heute unserem Volke Sieg gegeben in Erhörung der zahllosen Gebete, die täglich um Gnade, Hilfe, Rettung zu Ihm auf- steigen. Zugleich gab Gott unserem Volke einen Anschauungsunterricht über die Schrecken des Krieges. Wenn man den Blick richtet nach den bedrohten Grenzen und vor allem nach den Gebieten in Feindesland, wo unter der Gewalt des Krieges Städte und Dörfer zerstört, die Acker verwüstet, der Wohlstand vernichtet ist, so erkennt jedermann klar, wie schnell Gottes ernste Gerichte über ein Volk hereinbrechen können. Ja, wie schnell kann alles zer- brechen, worauf die Menschen ihr Vertrauen setzten! Wie schnell kann ein lachendes Erdenglück verwandelt werden in Jammer und Tränen! Gott möge Gnade geben, daß von vielen, ach, wenn es möglich wäre, von unserem ganzen Volke, erkannt werde, was es in sich schließt, wenn die Menschen ohne Jesum und ohne Gottes Segen und Hilfe fertig werden wollen Natürlich kann jeder Mensch ohne Jesum fertig werden es fragt sich nur, was er dabei einbüßt an zeitlichem Segen, an Trost und Herzensglück und was sein Teil wird in der Ewigkeit. Diese ernste Frage ist jetzt an unser ganzes Volk, hoch und niedrig, als die wichtigste Frage gerichtet: Wollt ihr ohne Jesum fertig werden? Jedoch die Antwort wird nicht von einem ganzen Volke gegeben, etwa durch Volksabstimmung, nein, die Antwort muß von jedem einzelnen gegeben werden.
Nun laß dich fragen: Denkst auch du, du könntest ohne Jesum fertig werden?
Draußen auf dem Schlachtfelde und in den Schützengräben ist schon mancher von diesem großen Irrtum geheilt worden. Schon mancher hat da der- standen, daß der rettende Heiland wirklich bei ihm gegenwärtig ist, ivillig und bereit, ihn zu bewahren, ihm zu helfen. Wo du nun auch sein magst, daheim oder draußen in der Front — laß dich heilen von dem Irrtum deines Weges. Komm zu dem rettenden Heiland, komm unter die Segnungen Gottes. Fasse die Mahnung in dein Herz: „Laßt euch versöhnen mit Gott! Den, der Sünde nicht kannte, hat Er für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir Gottes Gerechtigkeit würden in Ihm." (2 Kor. 5, 21.) Folge diesem Gnadenruf. Wenn du ohne Jesum fertig werden willst, so wird dein Leben hier auf der Erde des Segens entbehren. Niemals wird dein Herz dies heilige Glück empfinden: Ich bin versöhnt, ich bin ein geliebtes, gesegnetes Kind Gottes! Wenn deine eilenden Tage auf Erden abgelaufen sind, wirst du die Last deiner Schuld mit hinübernehmen in lenes andere Land, wo du vor dem gerechten Richter erscheinen mußt. Dort wirst du das irdische Leben im Lichte der Ewigkeit sehen, dann wirst du erkennen.
daß du betrogen ivurdest, als du den rettenden Heiland von deiner Herzenstür abwiesest. O tue das nicht I v. V.
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ZU Jesu.
„Kommt her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, Ich will euch erquicken." Marth. 11, 28.
Der Zöllner „stand von fern"; aber seiner Gesinnung nach war er dem HErrn nahe, er war bußfertig. Viele stehen nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich dem HErrn fern. Er ruft sie zu Sich. Es ist ein großer Unterschied, bei Jesu zu sein oder viel von Ihm gehört zu haben. Ach, wie viele wissen gar manches von Ihm, aber sie sind noch nie als mühselig und beladen mit Ihm in persönliche Unterredung und Verkehr getreten. Dazu muß es kommen. Keine Seele darf dabei stehenbleiben, durch Seelsorger oder Eltern mit Jesu zu verkehren, jede muß selber kommen. Gottlob! wir dürfen alle kommen, der HErr ruft alle. Das ist das Wunder Seiner Barmherzigkeit, daß Er niemand ausschließt. Wie vieles kann aber auf dem Gewissen eines Menschen liegen, ehe es ihn eigentlich drückt. Ach, es ist traurig, wie lange man dahingehen kann in allerlei Sünde und Verirrung, ehe man zu den Mühseligen und Beladenen gehört, ehe der Heilige Geist die Sünde zur Gewissenslast machen kann und die Last dann zu Jesu treibt, um abladen zu können. Wie ein Vater dankbar ist, wenn der Sohn es über sich bringt, ihm gegenüber offen zu sein und sein Gewissen zu entlasten, so freut Sich der Heiland, wenn eine Seele mühselig und beladen zu Ihm kommt. Wie gern nimmt Er die Last ab! Was uns drücken und quälen mag, das hat Ec am Kreuze getragen; dort dürfen wir alles niederlegen, und die Erquickung, die Er schenkt, ist Sein Friede durch Vergebung der Sünden. Aber nicht nur mit der Last unserer Sündenschuld dürfen wir zu Ihm kommen, um erquickt zu werden. Wir alle bekommen ja immer wieder Lasten. In dieser argen Welt legt sich immer wieder so vieles auf Herz und Gemüt, daß wir herzlich dankbar sein wollen, an Jesu einen Freund zu haben, zu dem wir alle Sorgen und Nöte bringen dürfen. Er versteht uns; Er ist treu, und immer wieder können wir unser Herz bei Ihm stillen. E. Sch.
Zer feste Krund.
„Wer diese Meine Rede hört und tut sie, den vergleiche Ich einem klugen Manne, der sein Haus auf einen Felsen baute." Matth. 7, 24.
Auf zweierlei kommt's in diesem Leben an, den Willen Gottes tun oder nicht tun. Jene beiden Männer hörten dasselbe Wort, der eine folgte demselben und baute auf einen festen, unerschütterlichen


