Ausgabe 
17.10.1915
 
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Grund. Beide Männer bauten Häuser, die betreffs threr Bauart einander ähnlich waren, aber verschieden­artig waren die Grundstücke, auf denen sie standen. Ein Tal, lieblich anzusehcn zur Sommerszeit, schien dem einen der beiden Männer als B.uplatz recht passend zu sein. Des anderen Blick wanderte hin- tzber zu jenen hohen, schroffen Felsmassen. Sv ent­schied sich der eine dafür, im Tal zu bauen, der Kostenpunkt war nicht so hoch und die Arbeit des Ausschachtens leichter. Es lag auch bequemer, denn die schroffen Felsen waren unzugänglicher. Der andere Mann baute auf der Höhe. Kostete es auch mehr, so wohnte er dort desto sicherer.

Die beiden Häuser wurden gebaut, zu gleicher eit fing man an, aber das Haus im Tal war weit üher fertig als das andere. Die beiden Familien zogen in ihre neuen Wohnungen und waren eine Zeitlang recht glücklich. Dann erhob sich in einer Nacht ein Sturm. Das Haus im Tal wurde fort-

» erissen mitsamt seinen Bewohnern, aber unversehrt and am anderen Morgen das Haus auf dem Felsen da. Es bedarf wohl hierzu keiner längeren Erklärung. Der Mann, der sein Haus ins Tal baute, macht die Klasse von Menschen aus, denen ihr Beruf und ihre Kenntnisse genügen, aber noch niemals auf Christo, «ls dem festen Grundstein, gebaut haben. Dem Ederen Manne, der auf dem Felsen baute, su.d die Menschen zu vergleichen, die im frstcu Glauben zum HErrn stehen und Ihm in allen Dingen willig und ' fitt gehorchen. Und dem Sturme gleich, der daher­raust, sind die Versuchungen und Prüfungen, von t«nen kein Menschenleben unberührt bleibt, dazu noch her Tod und danach das Gericht Ein bloßer Be- E-znner des Glaubens hält in diesen Stürmen nicht Asnd, denn er hat doch nur Sand unter den Füßen. Furchtbar ist es, sich durch sein ganzes Leben einer falschen Hoffnung auf Erlösung hingegeben zu haben; «inst in der Ew igkeit wird's offenbar, daß unsere Hoff­nungen keinen Grund unter sich hattrv, dann aber heißt'sZu spät I" Durum:Fange beizeiten anl"

gtit Gottesgericht.

Gott ist ein heiliger und gerechter Gott, der di« Sünde nicht ungestraft läßt, dies mußte auch Karl IX., König von Frankreich, der seinen Namen in de» Geschichte durch die Greuel in der Bartholomäus- uacht 1572 zum Fluch und ewigen Schandsteck ge­macht hat, iw seinem Leben erfahren. In Pari< hatte er in jener Nacht mehr denn 5000 Hugenotte« ermorden lassen und dann die Berfolguug derselben über ganz Frankreich ausgedehnt, jo daß im ganze» über 20000 seiner Untertanen grausam umgebe acht wurden. Allein von da an fand er nirgends Ruhe mehr. Leichenhaufen, die er in seinen Träumen sah, schreckten ihn aus dem Schlafe auf, und die Geister der Ermordeten schienen sein Lager zu umgeben. Während der letzten Wochen seines Lebens zit.erte er unaufhörlich und war nicht imstande, in irgend­einer Stellung dauernd zu verweilen; Blut drang aut allen seinen Pcweu Und mahnte ihn an das unschuldig« Blut, über das er bald Rechenschaft abgebcn sollte. So ging er am 30. Mai 1574 hin an seinen Ort.

Die Totenfest-Nummer

(Nr. 4?)

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Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstr. 14 .

Jeden Sonntag l/s Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Iungsraueri- dereln; 8'/« Uhr Versammlung 4h Uhr: Christlicher Verein junger Männer. Jeden Mittwoch 8','. Uhr: Bibelstunde Jeden Freitag 8>/r Uhr: Gebetsstunde.

Sonntag, den 24. Oktober, nachmittags 8 Uhr: Äahresfest In Gießen; abends 8 Uhr: Grünberg; 26 SUtenEmfecf; 27. Frauenstunde in KteinUnden.

Bezirk Bellnhausen.

Jeden Sonntag, nachmittag? 2 Uhr: Versammlung tm VeretnshauL. ' Bezirk Alsfeld.

Sonntag, den 17. Oktober, nachmittags Maar und Lanterbach. abends Alsseld; 18,: Elsa; 18 : Schwarz; 20 : Lingelbach: 21.: Aisfeld; 22.: Kirtork, durch Br. Lotz-Kleinlinden.

Sonntag, den 8t. Oktober, nachmittags Oberbreitenbach und Storn- bors. abends Alsseld: I. November: (Eifa; 2.: Schwarz: 3.: LingeUmch; 4. Alsseld; 6. Kirtorf durch Br. Kreutzkamp-Großentinde».

Bezirk Lich.

, VereinShaus: Jeden Sonntag 12-/, Uhr: Sonntagsschule;

4 uhr: Jungfraucnverein; 8'/« Uhr abends: Versammlung. Jeden Dienstag und Freitag: Kriegsgebetsstunde.

Lich, 10. Oktober: Erntedankfest. Nidda, 17. Oktober: Gemeinschaft-- konferenz, Text: Joh. 16, 18 Schotten, 81. Oktober: Erntedankfest. Billingen 12. Oktober und 2. November. Wobnbach: 13. Oktober und 3. November. Watzenborn: 14. Oktober und 4. November. Torfgill: Id. Oktober. Langsdorf: 21. Oktober. Ettingshausen: 26. Oktober. Oberbejsingen: 27. Oktober. Burkhardsfelden 28. Oktober.

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In Niederweisel jeden Sonntagnachmirtag Sonntagsschule, 8 Uhr abends Versammlung. Jeden Donnerstag Bibelstunde. In Kirchgöns jeden Sonntagnachmittag Versammlung In Blitzbach jeden Montagabend Ver­sammlung. In Fauerbach 12 Oktober abends, 17 Oktober nachmittags, 26. Oktober Versammlung In Gambach 19. Oktober, 2. November Ver­sammlung In Münzenberg 18. Oktober, 8. November Versamililung. Sonntag, den 81. Oktober, nachmittags Erntedankfest in Niederwetsel.

Versammlungen für Frauen und Jungfrauen,

geleitet durch Schwester Anna.

Im Bezirk Alsfeld vom 3 bis 10 Oktober, Niederweisel am 17 Oktober, nachmittags 8 Ubr. abends 8 Uhr Fauerbach, am 18 Butzbach, 19. Kirchgöns, 21. Gambach, 22. Münzenberg. Bezirk Lich vom 31 Oktober bis 7. November

Anzeigen für Hie Hummern 4548 bis zum 23, Oktober Vs. Js. erbeten.