Aber Macdonald kam ihm zuvor Da gibt Blücher an Jork die Weisung, soviel Franzosen, wie ec glaube bewältigen zu können, über die Katzbach kommen zu lassen und sie daun mit Kolben und Bajonett in die Katzbach und Neisse zu treiben. Den Erfolg kennen wir: es war einer der glänzendsten Siege, die Blücher errungen hat, mit dem er „Schlesien vom Feinde befreit" hatte. Heute steht auf dem Schlachtfeld an der Katzbach im Schatten einer deutschen Linde ein Denkstein, auf dem wir lesen: „Gott half hier «m Kampf am 26. August 1813 dem Fürsten Blücher und seinem treuen Heere."
Ja, den Großen unter den Menschen setzen ihre Völker Denkmäler, und wir freuen uns darüber.
Aber was tat man mit dem Größten aller Großen, der je auf Erden gelebt hat? Er, der HErr der Herrlichkeit, Jesus der Sohn Gottes ist für Geld verkauft worden, und dies tat einer, der drei Jahre lang Seine göttliche Güte und Huld erfahren hatte. Wie schrecklich! Wie mancher mag da ausrufen: „Nun, so etwas hätte ich nie zu tun vermocht." Ach, urteile nicht zu schnell! Gibt es nicht manche vergängliche Dinge, die du Jesu Christo vorziehst? Bringst du nicht vielleicht lieber einen Abend in vergnügter Gesellschaft und Unterhaltung zu, als daß du dahin gehst, wo du von der Liebe des Sünder- Heilandes hören kannst? Greifst du nicht lieber nach der Zeitung als nach der Bibel? Ja, hast du nicht bisher lieber die zeitliche Ergötzung der Sünde erwählt, als daß du dich dem von der Welt verachteten und verschmähten Heilande ergeben hättest?
Für den wahren Gläubigen ist Christus der Ruheort seiner Seele für Zeit und Ewigkeit. So schreibt der Apostel Petrus: „Euch, die ihr glaubt, ist Er köstlich." Wenn die Dinge der Welt und ihre Ehre mehr Wert für dein Herz haben als Christus und Sein Wort, so wisse bestimmt, daß es nicht richtig mit dir steht. Du bist noch nicht in Übereinstimmung mit Gott, der Seine ganze Wonne in Christo sindet. „Und wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der Ihn ae- sandt hat." (Joh. 5, 23.)
So eile denn auch du zu Ihm, „welchen Gott dargestellt hat zu einem Gnadenstuhl". Wenn Er nicht hienieden schon dein Heil und kostbar für dich ist, so wird er es auch in Ewigkeit nicht sein, und du hast weder Hoffnung, noch Recht, nach deinem Tode im Himmel zu sein, wo alle Ihn, das Lamm, anbeten und in alle Ewigkeit rühmen. O. D.
Ernste Mtder.
Es sind ernste Bilder, welche der gegenwärtige große Krieg vor das Auge unseres deutschen Volkes stellt, wenn man im Geiste die weiten Gefilde über- schaut, wo an den Flüssen, auf den Hügeln, in den
Wäldern, in den Dörfern, in de» Städten die vielen Garben liegen, welche der Schnitter Tod gemäht hat, und wenn man an die Tausende unserer verwundeten Väter, Söhne und Brüder denkt, welche für ihr Vaterland und für uns, die daheim Gebliebenen, ihr Blut vergießen und ihre Schmerzen tragen. Auch ihre Leiden und die Tränen so vieler Witwen, Waisen und Mütter sind gezählt von dem heiligen und ge- rechten Richter, der mit den frevlen Anstiftern dieses Krieges abrechnen wird — mit vielen schon diesseits mit allen jenseits.
Aber ist nicht das ganze Erdenleben ein großes Schlachtfeld, auf welchem gerungen wird zwischen der rettenden Liebe Gottes und der satanischen Macht des Bösen, welche die Menschen treibt, die Gnade Gottes abzuweisen und den Fluch zu erwählen?
Der heilige Gott sah all den Jammer der Sünde, die beladenen Gewissen, die verdorbenen Leben, die zertretenen Hoffnungen, das hoffnungslose Sterben und das ewige Verderben einer Welt von schuldigen Sündern. Da brach Ihm das Herz vor Liebe und Erbarmen. Er sah, daß in diesem Menschen- geschlechte keiner war, der seinen Bruder erlösen konnte, denn alle waren Schuldige, der Erlösung Bedürftige' wie geschrieben steht: „Keineswegs vermag jemand seinen Bruder zu erlösen, nicht kann er Gott sein Lösegeld geben, denn kostbar ist die Erlösung ihrer Seele, und er muß davon abstehen für ewig." (Ps. 49, 7. 8.) Da sandte Gott einen Erlöser aus den Himmeln, Seinen eingeborenen Sohn, den HErru der Herrlichkeit, Jesus Christus. „Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an Ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben habe." (Joh. 3,16.) Der Sohn Gottes erschien, belud Sich mit der Sünde der verlorenen Menschheit, trat als der Bürge der Schuldigen in das Gericht des heiligen Gottes. Auf dem Kreuze von Golgatha wurde an Ihm, dem Heiligen, der Sünde nicht kannte, das gerechte Urteil vollzogen, damit jeder Glaubende durch das Blut der ewig gültigen Versöhnung eine vollkommene Ge- rechtigkeit und Frieden mit Gott, die Kindschaft und die Gnade fände.
Seit der HErr auf dem Kreuze das große Siegeswort gesprochen hat: „Es ist vollbracht." steht das Tor der Gnade allen Schuldigen offen. Denen, die ohne Hoffnung und ohne Frieden auf der Straße dieses Lebens der Ewigkeit eutgegengehen, ruft die Liebe Gottes zu: „Denn Ich habe kein Ge- fallen am Tode des Sterbenden, spricht der HErr Jehovah. So kehrt um und lebt!" Jesus streckt diesem Strome der verlorenen Sünder Seine durchbohrten Hände in Liebe entgegen und ruft ihnen zu: „Laßt "euch versöhnen mit Gott!"


