Ausgabe 
3.10.1915
 
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Kommt!"

Wie oft lesen wir im Worte Gottes das Wort Kommt!" undkomm!" So hören mir:Kommt und kauft!"Kommt und seht!"Kommt alle!"

Alle diese Zurufe zeugen von der Geneigtheit und dem Verlangen Gottes, Seine abtrünnigen Menschenkinder in Seine Gegenwart zu bringen, um sie zu retten und zu segnen.

Es wird erzählt, daß die Karawanen in der Wüste,. wenn ihnen die Wasservorräte ausgegangen sind, einen Reiter auf einem Kamel vorauszuschicken pflegen. In einiger Entfernung, doch so, daß der erste Reiter in Hör- und Sehweite bleibt, folgt ein ziveiter, nach einer Weile ein dritter und wieder in gleicher Entfernung ein vierter und so weiter. Wenn nun der erste Reiter so glücklich war, Wasser zu finden, wendet er sich alsbald um und ruft seinem Hintermann mit lauter Stimme zu:Komm!" Der zweite Reiter, der den freudigen Ruf des ersten vernimmt, wendet sich auch alsbald um und ruft dem dritten zu:Komm!" Der dritte ruft es dem vierten zu, und so geht es iveiter, bis die Wüste von dem freudigen Ruf:Komm! Komm!" widerhallt.

So hallt es uns auch in den Blättern der Heiligen Schrift immer wieder neu entgegen: Kommt! Kommt!" Kommt denn!Wenn eure Sünden ivie Scharlach sind, ivie Schnee sollen sie weiß werden; wenn sie rot sind wie Karmesin, wie Wolle sollen sie werden." (Jes. 1, 18.)

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Z>ie Zeit ist ernst die Zeit ist kurz!

(Ps. 90, 12; 1 Kor. 7, 29-31; 1 Kor. 15, 58.)

Die Zeit ist ernst sie fordert ernste Leute,

Sie fordert ein entschiednes Ja und Nein;

Nicht gilt es mehr, im allgemeinen Streite Ein unentschloss'ner Kämpfer nur zu sein!

Entscheide dich! Gib dich der Welt zur Beute

Und willst du nicht, so tritt in Jesu Rcih'n:

Nur wag es, ganz dich einem hinzugeben Mit deinem Denken, Wollen. Wünschen, Streben!

Die Zeit ist ernst, da gilt es treu bekennen Die ganze, volle Wahrheit, offen, frei

Da gilt's vor aller Welt mit Namen nennen,

Was unsrer Hoffnung Grund «uf ewig sei;

Da gilt's in heil'gem Eifer zu entbrennen Für Goites Volk und Werk: sei rein und treu;

Du darfst nicht länger feig und blöde schweigen,

^ u mußt für Gott und Seine Sache zeugen I

Die Zeit ist kurz, da gilt's noch manchen retten,

Der in der Dunkelheit laut ruft nach Licht,

^.er frei sein niöchte aus der Sünde Kette».

Dem Leben. Friede, Halt und Kraft gebricht.

Uil. manchen noch ins Rettungsboot zu betten,

Der draußen untergeht o säume nicht I ^-ie Stunde naht, da wir zur Heimat gehn:

~ »' Zeit ist kurz da gilt's noch treu zu stehn I

~i ,e Zeitt kurz! Vielleicht noch Tage, Stunden, Tann ruft der HErr sein Volk zur Herrlichkeit; Und allen, ach! die noch nicht Heil gefunden, Schließt damit auch die sel'ge Gnadenzeit!

So laßt uns überströmknd sein im Werke,

Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann; Laßt stark uns sein im HErrn, in Seiner Stärke: Ein guter Streiter und ein treuer Mann!

Wunderbare Errettung.

Da zogen die Kinder Israel von dem Berge Hör auf' dem Wege gegen das Schilfmeer, daß sie um der Edomiter Land hinzögen. Und das Volk ward verdrossen ans dem Wege und redete wider Gott und wider Moses: Warum hast du uns aus Ägypten geführt, daß wir sterben in der Wüste? Denn es ist kein Brot noch Wasser hier, und unsere Seele ekelt über dieser mageren Speise. Da sandte der HErr feurige Schlangen unter das Volk; die bissen, das Volk, daß viel Volks in Israel starb. Da kamen sie zu Moses und sprachen: Wir haben gesündigt, daß wir wider den HErrn und wider dich geredet haben; bitte den HErrn, daß er die Schlangen von uns nehme. Moses bat für das Volk. Da sprach der HErr zu Moses: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist und sieht sie an, der soll leben. Da machte Moses eine eherne Schlange und richtete sie auf zum Zeichen; und wen» jemand eine Schlange biß, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben." (4 Mose 21, 49.)

Diese wunderbare Errettung der Kinder Israel ist zugleich ein klares Vorbild von der ewigen Ver- söhuung, die durch Jesu Opfertoö am Kreuze auf Golgatha geschehen ist.

_ Der HErr Jesus redet davon mit Nikodemus. Er sagt:Gleichwie Moses in der Wüste die Schlange erhöhte, also muß der Sohn des Menschen erhöht werden, auf 0aß jeder, der an Ihn glaubt, nicht verlorenge^e, sondern ewiges Leben habe!"

Wer "von den sterbenden Israeliten aufblickte zu der erhöhten Schlange, fand Vergebung und Leben. Und in noch höhere.» Maße ist dies der Fall, wenn der Sünder, welcher Frieden mit Gott sucht, in seiner Not, in Buße und Glauben hinschaut auf Jesum, den Sohn Gottes, wie Er am Kreuze Sein kostbares Blut für Sünder vergoß. Hier findet er nach Gottes Barmherzigkeit Vergebung und Frieden, ewiges Leben.

Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an Ihn glaubt, nicht verlorengehe, sondern ewiges Leben habe."

Dieses ist eine große und herrliche Botschaft Gottes an den Menschen. Wer nun in Aufrichtig, keit und mit wahrem HerzenSvcrlangen das Heil seiner Seele sucht, wer in Erkenntnis seiner Sünden