kam, schlich er sich bei Si.irtji in sein Haus, um seine Kinder noch einmal zu sehen. Er hielt sich noch einige Tage verborgen, bekannte seinem Weibe alle seine Sünden und kniete kurze Zeit an dem Bette seiner lieben Kinder. O, die Erntezeit war sür den armen Mann gekommen! In der letzten Nacht, die er zu Hause weilte, schrieb er mir den ergreifendsten Brief, den ich in meinem Leben gelesen hübe.
Am anderen Morgen ging der Mann zum Gericht und klagte sich selbst seiner bösen Taten an. Er wurde wegen Betrug in acht Fällen zu neunzehn Jahren Zuchthaus verurteilt Nicht wahr, mein Freund, der Mann erntete viel mehr, als er gesät hatte?! Laß dich ivarnen. Wer Unkraut sät, der soll wissen, daß seiner eine furchtbare Ernte wartet.
„Weh' aber denen, die Unkraut sä'n,
Wenn vor dem Richter sie jämmerlich stehn!
Mensch, was du säst, bringt die Ernte ein,
Sei's ew'ges Leben, sei's ew'ge Pein."
O mein Freund, laß dich durch diese Zeilen warnen! Sei nicht gleichgültig mit deiner Aussaat. Bedenke, daß jedes Wort, jede Tat eine Folge nach sich zieht. Wie behandelst du deinen alten Baker, deine schwache Mutter? Vielleicht hast du sie gut behandelt. Und wenn du dies nicht hast, dann wisse, daß dir eine Erntezeit bevorsteht, vielleicht schon in Kürze in diesem Leben, aber ganz gewiß in der Ewigkeit. Wie oft müssen Männer und Frauen von ihren eigenen Söhnen und Töchtern erleben, was sie an ihren eigenen Eltern verfehlt haben! Wie kehrt, o, so oft, die eigene Unart in verstärktem Maße an den Kindern wieder!
„Gottes Mühlen mahlen langsam,
Mahlen aber trefflich fein;
Was durch Langmut er versäumet,
Bringt durch Schärf' er wieder ein."
. Jesus spricht: „Mit dem Maß, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen." Und zwar wird es ein volles, überflüssiges Maß sein, das uns in den Schoß gemessen wird. Wenn du denkst, du könntest Unkraut säen und Weizen ernten, dann täuschest du dich sehr. Wenn du denkst, du könntest
in deinen Lüsten leben, der Sünde dienen und zu. gleich das ewige Leben erwerben, dann bist du ein Selbstbetrüger. Denn Gott spricht: „Wer aus das F eisch sät, der wird vom Fleische Verderben ernten, wer aber ans den GM sät, der wird vom Geist das ewige Leben ernten."
Aber vielleicht wird gemand fragen: „Wenn der Mensch ernten muß, was er sät, >vo bleibt dann die Lehre von der Gnade und der Vergebung der Sünden? Starb dann nicht Jesus sür die Sünden der Welt?"
Freilich ist Christus für die Sünden der Welt gestorben, und wer an Ihn glaubt, der wird errettet werden von, ewigen Verderben. Aber das bebt doch die Wahrheit nicht auf, von der wir jetzt reden. Davids Sünden waren gewiß vergeben, und doch mußte er um dieser seiner Sünden willen Wege de- Leidens gehen. Gottes Gnade hebt seine Gerecht,g- keit nicht auf. Er handelt nicht mit uns nach unseren Sünden und vergilt uns nicht nach unserer Missetat, wenn wir bei Ihm Vergebung suchen, aber Er läßt uns sehr oft zu einem lebenslänglichen Angedenken etwas fühlen von dem, das unsere Sünde ausge- wirkt hat. Moody.
„Kommet ljer zu Mir!"
Es ist nur ein Schritt zu Jesus,
Er ist nah, Er ist nicht weit.
Warum willst du länger warten? Heute, heut' ist Gnadenzeit Horch! es klinget voll Erbarmen Seine Mahnung, Seine Bitt';
Eile hin zu Seinen Armen;
Es ist nur ein Schritt.
Es ist nur ein Schritt zu Jesus, Nur e i n Schritt ans dir heraus, Ernst heraus ans Well und Sünde. Aus des Eigenwillens Graus.
Fliehe zu des Kreuzes Fuße,
Wo dein Heiland für dich litt.
Kniee hin in Ren' und Buße,
E-s ist nur ein Schritt.
Versammlungs-Anzeigen.
^^^etzen. SlaStmifslon Gießen, Löberstr. l4. , vchirk eich.
tOTmi 1 /s Utir: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungfrauen-
' ^^ Versammlung 47-Uhr: Christlicher Verein junger Männer Jeden Mittwoch, abends 87- Uhr: Bibelstunde Jeden Freitag 8'/- Uhr: Gebe«?,stunde.
Jraiienü^i!!^' m'" t' Efto6et: Beuern und Altenbuseck, abends 8 Ufa- Frauenstunde in Grünberg, 7i9 Ufjr: Versammlung in Wieseck; 7.: Beuern.
Bezirk -cllnrod.
Sonntag, den 3. Oktober; Erntedankfest in Sellnrod.
Bezirk Lellnhottsen
Sonntag^dei^ io" Oktober "' Ern lrdanhfest ^n'Bellnhausen. ^Enhausen B.zirk lllsfeid.
Sonntag, den 26. September; Lrnledanksest in Alsfeld.
Anzeigen rin öic Hummern 4 1—44 bi
, Sich, Vereinshaus: Jeden Sonntag 12'/. Uhr: SonnlagSschuie 4 Uhr: Jungfrauenverein: 87» Uhr abends: Versammlung. Jeden Dien?!!., und Freitag: Kriegsgebetsstunde.
5 September und 3. Oktober Holzheim. 7 und 28. September Dorsgill 9. und 80. September Langsdorf 14. September und b. Oktober Etting?, hanseii. 16. September und 7. Oktober Burkhardsfelden. 2. September 1 Ui tj 3en 22. September Wolmbach. 23. September Watzenborn. 19. Sep. tember Nidda: Gemeinschastskonferenz
Versammlungen sür Frauen und Jungfrauen
durch Schwester Anna.
ei. . Sonntag, den lg. September, nachmittags Klein-Eichen. abends Groß.Eichen; Montag, den 20 : Sellnrod; Dienstag, den 21.: Wohnseld. Mittwoch, den 22 .: Höcker? es; Donnerstag, den 23.: Unterleibern,>rod Freitag, den 24. : Hetpkishain
Vom 3. bis 10. Oktober wird Schwester Anna im Bezirk Al»Nt>
dienen
s zum 25. September bs. Js. erbeten.


