Landeskinder ja fast durchgängig an bergiges Gelände gewöhnt sind, war meines Wissens einer der ersten Bundesstaaten, der die neue Truppe hinaussandte ins Feld; andere Teile wurden von Bayern ausgestellt.
Es machte im Schwabenlande großes Aufsehen, als König Wilhelm II. die neue Truppe besichtigte.
Wir sind unserem Gott viel Dank schuldig, daß in diesem gewaltigen Völkerringen unser Heer so gut ausgerüstet ist und daß manchem Mangel noch nach- träglich abgeholfen werden konnte.
Auch sind wir dankbar, daß unseren weitsichtigen Heerführern mit Freuden Gehorsam geleistet wird, daß die Mannschaften überzeugt sind, daß wir nicht zum Siegen kommen könnten, wenn jeder nach seiner eigenen Meinung kämpfen und den Feind angreisen wollte.
Doch während wir dieses schreiben, hören wir wieder Böllerschüsse und erhalten ein Sonderblatt, welches am Kopfe die Aufschrift trägt: „Warschau erobert " Wir sind dem Herrn sehr dankbar für diese Nachricht. _ Aber alle unsere Anpassungsfähigkeit in bezug auf die Gebirgsartillerie, wofür wir Gott Dank schurden, sowie alle unsere Siege im Osten uiid Westen können uns nicht Ruhe geben, die können wir nur haben durch den großen Sieg von Golgatha.
^ Aus Grund der Bezahlung oder des vollkommenen Opfers vjefii und aus Grund des klaren Zeugnisses im Herzen durch den Heiligen Geist ruft der Schreiber des Ebräerbriefes allen Gläubigen zu: „^.a wir nun, Brüder, Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum durch das Blut Jesu,
. . . jo laßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem .perlen in voller Gewißheit des Glaubens, die Herzen besprengt und also gereinigt vom bösen Gewissen!" (Ebr. 10, 19—23.)
Auf diesem Wege und auf diesem Boden allein kann dem Gewissen gereinigt werden von jeder Sundenschuld. _ Jeder andere Weg, den du betreten
‘i* und du gehst nicht in die ewige
Ruhe Gottes ein. "
v , Su erkenne denn heute, was zu deinem Friede drent^ Komme, wenn du noch nicht die Gewißhei der Vergebung deiner Sünden besitzest; ja, komm noch heute mit einem offenen Bekenntnis deine Schuld vor Gottes Angesicht und wende dich ir Glauben hin zu Jesu! „Ihm geben alle Propheten chder. der an Ihn glaubt, Vergebun m durch Seinen Namen." (App
10, 43.) Alsdann hast du Frieden mit Gott un
§£m,fh ®l abe ' " nb . b u darfst dich rühmen in de Hostnung der Herrlichkeit Gottes. (Röm. 5, 1. 2.
O. D.
Ootr für mich.
Als König David einst durch schwere Bedräng- uisse ging, von übermächtigen Feinden bedroht, sagte er: „Dieses weiß ich, daß Gott für mich ist
... auf Gott vertraue ich, ich werde mich nicht
fürchten, w a s s o l l t e der M e n s ch m i r tun?" (Ps 56, 9—11.) Glückselig der Meiisch, der das sagen kann! Glückselig das Volk, welches dessen gewiß ist l In dieser Gewißheit ist jeder unbesieglich. Er hat ja Den auf seiner Seite, welcher spricht: „Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und aus Erden." (Matth. 28, 18.) Das sagt Jesus, der Sohn Gottes. Wer Ihn zum Hirten und Freunde hat, dessen Weg kann durch manche Bedräng, nisse gehen, aber er wird nie unterliegen. Ja, Gottes Wort sagt sogar: „Wenn er fällt, wird er nicht hingestreckt iverden, denn Jehovah stützt seine Hand." (Ps 37, 24.)
Gibt es Menschen, die mit absoluter Gewißheit sagen dürfen: „Dieses weiß ich, daß Jehovah für mich ist!" ? Ja! Gott sei dafür gepriesen, das kann jedes Kind Gottes, jeder in Wahrheit bekehrte, wiedergeborene Christ sagen. Gottes Macht und Gottes Liebe ist für die Seinigen. Sie haben die schuld und Sünde ihres Lebens glaubend unter das Kreuz gebracht, so wurden sie durch das Blut von Golgatha mit Gott versöhnt. Die Gnade Gottes schenkt ihnen die Gewißheit der Vergebung aller Schuld, die Gewißheit ihrer Gotteskindschaft. Die Kinder Gottes wissen tatsächlich, daß Gott für sie ist, auch dann, wenn Er sie tiefe Wege führen muß Sie haben allezeit einen freien Zugang zur Gnade, ihre Gebete und ihre Fürbitten erreichen zu aller Zeit das Herz Gottes.
Wir blicken mit Beschämung und mit Schuld' bekenntuis auf den traurigen moralischen Verfall in unserem Volke in den letzten Jahrzehnten. Wie ist in den langen Jahren äußeren Wohlergehens Gottes- furcht, Gewissenhaftigkeit und Zucht in unserem Volke geschivunden! Millionen von Männern, Frauen und Kindern sind freche Goltesleugner geworden. Hunderttausende von Tagesblättcrn verführten durch ihren antichristlichen Geist unser Volk zur Empörung wider Gott, zur Verwerfung des Wortes Gottes.
Gott schaute darein, und in Seiner Gnade fand Er einen Balsam, eine Kur: Der große Krieg brach herein! Seitdem ist es vielen klar geworden, was die Frage bedeutet: Ist Gott mit uns? Viele Herzen fragen nach Gott, viele Menschen fangen wieder an zu beten, viele Gewissen sind wach geworden. Es geht ein Zug von heiligem Ernst durch weite Kreise unseres Volkes. Jeder weiß, daß die höchsten Opfer für das irdische Vaterland gebracht werden müssen, jeder rüstet sich, um seinen letzten Gang, wenn es Gott so will, mit festem Willen und erhobenem Haupte zu gehen. Man hört keine Worte von Furch r Vielleicht ist Bismarcks berühmtes


