man keine Spione, um das feindliche Land kennen zu lernen. Alles, was wir wissen müssen, ist genau in der Bibel beschrieben, die Gottes Wort ist. Wenn du, lieber Leser, noch im Krieg mit Gott lebst, so bitte ich dich, mit Sorgfalt dieses Buch zu lesen, damit du siehst, wie das Ende des Kampfes ist, den du führst.
Dann würdest du die wichtige Entdeckung machen, daß Gott kein Feind, sondern der zarteste und treueste Freund ist, und daß Er Seine Liebe oft bewiesen hat, so daß es unmöglich ist, daran zu zweifeln, wenn man nicht gefühllos ist. Seine Liebesgaben sind unzählbar; Leben, Gesundheit, Nahrung, Kleidung, das Wetter, die Ernte, das alles sind Zeichen Seiner Liebe; aber das Wunderbarste ist doch die Gabe Seiner selbst, um uns die Bergebung der Sünden und ewiges Leben zu erwerben, welches wir verloren hatten. Das Kreuz auf Golgatha, wo der Sohn Gottes für die Sünder starb, zeigt Gottes Liebe in einer so unwiderstehlichen Weise, daß viele Männer und Frauen dort verwandelt wurden und aus Feinden Gottes Seine Kinder wurden, wie es auch geschah mit dem schrecklichen Verfolger Saulus von Tarsus, der rief, als er über das Kreuz nachgesonuen hatte: „Er hat mich geliebt und hat Sich für mich selbst dahingegeben." Danach wurde dieser Verfolger der treueste Diener dessen, den er vorher bekämpft hatte.
Hast du diese wichtige Entdeckung gemacht? Wer sie gemacht hat, der wird sehen, daß die Kraft Gottes so mächtig ist, daß es einfach kindisch, ja, lächerlich ist, ihr nur einen Augenblick zu widerstehen, und daß die elementarste Weisheit fordert, heute noch Buße zu tun und an den HErrn Jesum zu glauben, und das ist es gerade, was Er von jeder Seele verlangt.
Ktauvensllarke Keere.
Unser große Kaiser Wilhelm sprach in Russisch. Polen nach einem Feldgottesdienst zu den Soldaten: „Eine schwere Aufgabe ist uns gestellt. Es gilt, die Daseinsberechtigung Deutschlands noch einmal vor der ganzen Welt zu beweisen. Diese Aufgabe müssen und werden wir erfüllen. Keine Überschätzung des Feindes, aber auch keine Unter- schätzung unserer von Gott geschenkten Kraft! Wir Preußen sind es ja gewöhnt, gegen einen überlegenen Gegner zu kämpfen und zu siegen Dazu gehört das feste Vertrauen auf unseren großen A liierten dort oben, der unserer gerechten Sache zum Sieg verhelfen wird. Wir wissen es aus unserer Kinderzeit, und als Erwachsene haben wir cs beim Studium der Geschichte gelernt. So war es unter dem Großen Kurfürsten, so war es unter dem alten Fritz, so war es bei meinem Urgroßvater, und so ist
es auch unter mir. Wie ein bekannter Gläubiger es aussprach: »Ein Mann mit Gott ist immer ! die Majorität.." Str., Leipzig.
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Bismarcks Stellung zum Kreuz Kljrilli.
Über Bismarcks Persönlichkeit ist viel geredet und geschrieben worden, auch über über seine Stellunq zur Religion und Kirche. Daß dieser Genius der Deutschen sich aber auch zu einer entschiedenen Stel- lung zum. Kreuz Christi hindurchgeruügen hat, ist nur wenigen bekannt geworden und wird meistens totgeschwiegen. Deshalb seien hier einige weniger bekannte Bismarckworte zusammengestellt. Auf eine Frage des Prinzen Wilhelm I., was Bismarck unter „orthodox" verstehe, antwortete er: „Beispielsweisjemand, der ernstlich daran glaubt, daß Jesus Gottes Sohn ist und für uns gestorben ist als ein Opfer zur Vergebung unserer Sünden. Ich kann es im Augenblick nicht präziser fassen, aber es ist das Wesentliche der Glaubensverschiedenheit." Hock- errötend rief der Prinz: „Wer ist denn so von Gott verlassen, daß er das nicht glaubt!", worauf Bismarck erividerte: „Wenn diese Äußerung öffentlich bekannt würde, so würden Eure Königliche Hoheit selbst zu den Pietisten gezählt werden." In einem Brief an seine Frau nennt er mit Dank gegen Gott seine von Liebe erfüllte Häuslichkeit „einen stillen Hafen, dessen warme Tiefen klar und ruhig bleiben, so- lange das Kreuz sich in ihnen spiegelt, mag auch das Spiegelbild oft matt und entstellt zurückstrahlen. Gott kennt sein Zeichen doch." Ein andermal tröstet er sich über die politische Zukunft mit der ihm noch wichtigeren Sorge: „Wenn nur Gottes Erbarmen und Christi Verdienst unseren Seelen bleibt." Seinen Groll über den Götzen- dienst, der mit den Gräbern der „Märzgefallenen" getrieben wurde, zügelt er durch die Erinnerung daran, daß „Ehristus auch für diese Meuterer gestorben sei". In der Antwort auf einen brieflichen Vorhalt schreibt er: „Wollte Gott, daß ich außer dem, was der Welt bekannt wird, nicht andere Sünden auf meiner Seele hätte, für die ich nur im Vertrauen auf Christi Blut Vergebung hoffe." *
Wir freuen uns dieser klaren Zeugnisse gerade in unserer Zeit und wünschten nur, daß so mancher unserer einseitigen Bismarckschwärmer auch diese Seite Bismarcks voll und ganz anerkennte und ihm folgte. Str., Leipzig.
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pie Kreuzaufrichtung.
Die deutsche Heeresleitung bemüht sich, wie bekannt, auch in feindlichen Ländern, soweit möglich.


