Privateigentum und Kunstschätze zu schonen. An letzteren ist besonders das kleine Belgien reich. Bei der Belagerung von Antwerpen war gelegentlich in den Zeitungen die Rede von einem Meisterwerk Rubens, das in der Kathedrale schon so viele Kunstliebhaber immer wieder zu neuer Betrachtung angezogen hat: „Die Kreuzausrichtung." Eine Anzahl Männer aus den verschiedensten Berufen, darunter solche mit herkulischen Kräften, sind bemüht, das Kreuz aufzurichten. Der aufmerksame Beschauer hat sofort den Eindruck, daß dieser Kräfteaufwand zu jener Leistung rn gar keinem Verhältnis steht. Unter der Wucht dieser Fäuste mußte das Kreuz schnell in die Höhe fahren. Liegt also ein Fehler in dem Bilde vor? Ganz und gar nicht, der Maler wollte dem Beschauer zum Bewußtsein bringen, daß das Kreuz, das der HErr trug, darum so schwer war, weil die Sünde der ganzen Welt darauf ruhte. In Sein Sterben greifen dämonische Kräfte hinein, der HErr betritt hier eine Region, in der finstere Mächte ihr Herr- ichaftsgebiet verteidigen. Er kämpft mit unsichtbaren Gewalten. Das geht freilich über unser menschliches Wissen und Erkennen weit hinaus. Unfaßbar ist, was auf Golgatha geschah, unergründlich das Ge- deimnis des Kreuzes. Aber wenn wir es auch nicht verstehen können, so können wir es doch im Glauben hinnehmen, wir können glauben, daß uns Gott so lieb hat, daß (§r Seines eingeborenen Sohnes nicht verschont hat, und, überwältigt von Gottes Liebe, zu Jesu Füßen niederstürzen und Ihn anbeten: Mein HErr und mein Gott!
Die Iiiöel.
Ob die Bibel gelobt oder geschmäht wird, sie gibt ihr Recht und ihre Forderungen nicht auf und hält, unbekümmert um Lob oder Tadel, ihren Siegeszug weiter durch alle Länder und Völker der Erde.
Und sie richtet sich auch heute noch allenthalben mit der gleichen Kraft und ebenso bestimmt wie im grauen Altertum an die Herzen und Gewissen der Mekischen, hoch und niedrig, und sie macht ihre göttliche Auto- rität überall geltend.
Auch jetzt in diesem furchtbaren Weltkriege ist die Bibel, ganz oder teilweise, das meist gelesene Buch unter allen Büchern. Groß ist die Zahl derer, die daheim oder draußen, in den Schützengräben und in Lazaretten und Gefangenenlagern, Gott durch Sein Wort zu ihren Herzen und Gewissen reden lassen. Und wie viele mögen es schon sein, denen Gott in den acht Monaten des blutigen Krieges in Seinem Worte begegnet ist, denen Er durch Jesum Christuni, Seinen Sohn, ewiges Heil und ewiges Leben, Trost und Frieden geschenkt hat!
Laß mich dich denn fragen, ob das ewige Wort Gottes auch in deinen Händen ist. Und liest du es im Bewußtsein, daß Gott hier zu dir spricht und daß für dich hier Leben oder Tod, Segen oder Fluch zu finden? Ja, durch Sein Wort begegnet dir Gott heute, am Tage des Heils, als Retter, oder einst, am Tage des Gerichts, als Richter. Und Sein Wort wird dir dann das Urteil sprechen für alle Ewigkeit.
Laß deshalb in diesen ernsten Tagen, da Gott so deutlich und so gewaltig durch den Weltkrieg zu uns redet von der Hinfälligkeit aller Menschen und von der Eitelkeit und Nichtigkeit aller Dinge, auch vor allem durch Sein ewig bleibendes Wort zu deiner Seele reden. Nimm Ihn auf und an als deinen Erlöser und HErrn, den Er dir hier in Seiner Gnade und Wahrheit vor Augen stellt: Jesum Christum, den Sohn Gottes. Dann zieht Friede ein in dein Herz und Trost und Kraft in deine Seele, und ewiges Leben ist dein gewisses Teil mit ewiger Seligkeit und Herrlichkeit.
&
Montag, den 9. August. 20-24.
Den Idealen treu.
(Aus dem Themabüchlein des Jugendbundes.)
Beständigkeit nötig. 1 Kor. 7,
Donnerstag, den 12. August. Jona 1, 1-16.
Ein Mann des Mißerfolges.
Dienstag, den 10. August. Unser Ehrgeiz. Röm. 1,13—17.
Mittwoch, den 11. August. Ein Mann des Erfolges. Dan. 1, 8-16.
Sonntag, den 15. August.
Freitag, den 13. August. Joh. 19. 1—16.
Verurteilt, aber nicht besiegt.
Sonnabend, den 14. August. Christi Ideale. Jes. 11,1—10. Sei deinen Idealen treu. Apg. 26, 12—19.
„Venn ich habe euch ruvörderst gefchrieden, welche ich auch empfangen habe, daß Cöriftus gestorben fei für untere Sünden nach der Schrift; und daß er gegraben fei, und daß er auferstanden fei am dritten Zage nach
der Schrift." i Kor. 15 , 3 . 4.


