et lispelt: „An Jesum Christum denken? Der liebe Heiland I Er ist mein ganzes Heil und meine einzige Hoffnung." Für dieses Leben war er schon nicht mehr da, den Liebsten, die er hienieden besessen, war er bereits abgestorben; aber seine Seele lebte und frohlockte bei dem Gedanken an ihren Erlöser, in dessen Herrlichkeit sie nun eingehen durfte.
HlmKehr zu Jesu.
Als Saul von Tarsen auf dem Wege nach Danraskus mit Drohen und Morden schnaubte gegen die Jünger des HErrn, begegnete ihm der HErr Jesus und warf ihn zu Boden. Da galt es für Saulus sofort umzukehren und ein neues Leben zu beginnen, da hat ihm Golt nach drei Tagen den Ananias geschickt mit der Gnadenbotschaft, und da galt es für Saulus zu glauben an das Evan- gelium. Und Saulus besprach sich nicht mit Fleisch und Blut, sondern er stand auf und ließ sich taufen au den Namen des HErrn Jesu, den er bisher so furchtbar gehaßt und verfolgt hatte. So war aus einem Berfolger in drei Tagen ein Prediger Jesu Christi geworden. Vielleicht ist dies manchem zu schnell, aber es gefiel Gott also, den Saulus umzu- wandeln, daß er nach dreien Tagen den Namen Christi bekennen mußte. Wahrlich, der Apostel Paulus ist ein Beweis dafür, daß Gott in kurzer Zeit aus einem Löwen ein Lamm zu machen vermag. O mein Freund, der du diese Worte liesest, wie steht es denn mit dir? Wann soll denn die Stunde kommen, in welcher d u einmal stillstehst vor Gott, uni dich von der Obrigkeit, Macht und Gewalt der Finsternis befreien zu lassen? Bedenke, es ist dir zur Umkehr nur kurze Zeit gegeben. Die Gnadenbot- schaft erklingt heute an dein Ohr. Heute ist der Tag des Heils für dich, heute sollst du errettet werden, darum gib heute der Welt den Abschied und ergreife heute den Anker des Heils, damit du heute ein neuer Mensch werdest!
Manche fürchten sich sehr, sie würden nicht standhaft bleiben. Diese sind sehr zahlreich unter ben Neubekehrten, und sie sind zugleich sehr hoffnungsvoll. Ich freue mich jedesmal, wenn ich jemand sinde, der sich selber mißtraut. Solche muß man ermuntern, zu Gott aufzublicken und zu bedenken, daß sie es nicht sind, die Gott halten müssen, sondern daß es Gott ist, der sie zu halten verheißen hat.
Etliche meinen, sie müßten Christum halten und bewahren. Solche mögen einmal Ps. 121 aufmerk, sam lesen, wo es heißt: „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Meine Hilfe kommt von dem HErrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen; und der dich behütet, schläft nicht. Siehe, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht. Der HErr behütet dich, der HErr ist dein Schatten über
deiner rechten Hand. Daß dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Blond des Nachts. Der HErr behüte dich vor allem Übel; Er behüte deine Seele, der HErr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit."
Man hat diesen Psalm ein Wanderlied genannt. Wahrlich, es ist ein herrlicher Gesang für solche, die als Gäste und Fremdlinge auf Erden sich auf der Pilgerschaft nach der seligen Ewigkeit befinden.
Was Gott in der Vergangenheit getan hat, vermag Er auch heute noch zu tun. Er bewahrte Joseph in Ägypten, Moses vor Pharao, Daniel in Babylon; und Er befähigte den Elias in jener finstern Zeit, zu stehen vor dem gottlosen Ahab. Und ich habe mich immer darüber gefreut, daß diese Männer, die ich eben nannte, Menschen waren gleichwie wir. Gott allein ist es, der sie so groß und siegreich machte. Was uns not tut, ist aufschauen auf Jesum. Es ist realer, wahrer Glaube, wenn sich die menschliche Schwachheit lehnt aus die göttliche Macht. Unsere Schwachheit hindert uns nicht am Glauben, wohl aber unsere Kraft und unser Selbstvertrauen. Moody.
Ich weiß.
„Ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fteyche, wohnt nichts Gutes."
Rom. 7, 8.
Das ist ein sehr trauriges „Nichts". Und es hält sehr, sehr schwer, bis man dieses „Nichts" wirklich glaubt. Für gewöhnlich haben die Men- sehen so gute Meinungen von sich selber. Sie trauen sich und ihrer Tüchtigkeit wer weiß wieviel zu. Sie denken, sie brauchen nur gute Vorsätze zu fassen, dann wird schon alles gut werden. Ach, sie kennen gar nicht den verdorbenen und verkehrten Zustand ihres Herzens. Sie meinen immer, so schlimm wird es nicht sein.
In meinem Fleische wohnt nichts Gutes. So sagt Paulus. Kannst du auch so sagen?
Du gibst wohl zu, daß neben einigem Guten auch einiges Böse in deinem Herzen wohnt. Aber das steht nicht da. Du denkst auch vielleicht, neben einigem Guten wohne viel Böses in dir. Das ist schon besser, aber dem Worte des Paulus ist es auch noch nicht gemäß. Er sagt: Nichts Gu tesl
Du vergleichst dich mit anderen. Du siehst, der tut hies, und der tut das. Das würdest du nie tun! Und weil nach deiner Ansicht die anderen noch schlechter sind wie du, darum denkst du: Nichts. Gutes — nein, das ist doch nicht wahr!
Ja, wie lange dauert es, bis wir das glauben daß in uns nichts Gutes wohnt!
Da kam ein Prinz in ein Gefängnis. Er hat:e die Erlaubnis, einem der Gefangenen die Freiheit zu geben. Er sprach mit allen Gefangenen und


