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Aufwärts!
Gemeinscbaftsblatt für Ressen.
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Erscheint wöchentlich einmal.
Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.
Verlag üer Zucddancklung üer pjlgcrmirrlon glehen.
Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nachf., G. m. b. H., Cassel.
Nr. 34.
Sonntag, den 6. Juni 1915.
8. Jahre;
Sprung in die Hder.
B... war 1865 in einem Dorf der Mark Brandenburg geboren. Begabt und fleißig, frommen Ge- mütes, wurde er in seiner Schulzeit der Liebling des Lehrers und Predigers. Ja, er wollte den Heiland lieben und trat, als er aus der Schule gekommen war, bei mehreren Gelegenheiten mannhaft gegen die Flucher und Erzähler unzüchtiger Geschichten auf. Es war ihm ernst mit feiner Frömmigkeit. Er erlebte auch Ge- betserhörungen, z.B. als er sich zur Post gemeldet hatte. Da- mals waren 32 Bewerber; unter allen wurde B. herausge- wählt — er hatte unmittelbar vor der Auswahl den HErrn um diese Stelle ge- beten. Aber das all s hinderte doch nicht, daß er mit 19 Jahren anfing zu trinken und mit seinen Freunden die Lust der Welt z Mit 22 Jahren
noch immer gern zur Kirche, wie in seiner Knabenzeit, er wurde auch noch Gefreiter; aber seine Neigung zum Trunk trat immer mehr zu- tage und schaffte ihm manche Unannehmlichkeit. Nach seiner Dienstzeit kehrte er zur Post zurück und verheiratete sich bald. Seine junge Frau dachte, es sei nicht so schlimm, wenn der Mann öfter ange- trunken war — und doch ging es mit Riesenschritten bergab. — B. war schon mit den Ketten des Lasters gebunden. Er wußte genug aus der Bibel, um das Wort zu verstehen: „Wer Sünde tut, der ist der Sünde Knecht." Er sah klar: „Ich bin ein Trinker ge- worden; trotz aller Vorsätze muß ich immer wieder trinken." Seine Vorgesetzten im Postdienst erkann- ten, wie es stand, niachten ihm ernste Vorhaltungen; man drohte ihm mit Dienstgenießen. ,t entlaffung. Nur aus Mitleid für seine Frau und
wurde er Soldat. Er ging II sein Kind ließ man ihn in seiner Stellung, obwohl


