Ausgabe 
30.5.1915
 
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klare Zusicherung:Wahrlich, Ich sage dir, heute wirst du mit Mir im Paradiese sein."

(Luk. 23, 43.)

Sie alle, so sagte sie sich, mußten die völlige Gewißheit ihrer Sündenvergebung haben, oder sie wären Ungläubige gewesen. Und während die Dia­konisse noch in ihrer Bibel blätterte, mußte sie sich schämen, daß sie das untrügliche Buch Gottes bis jetzt so schlecht verstanden, sowenig erforscht hatte, und eine freudige Gewißheit dessen, daß auch sie jetzt in Jesu völlige Vergebung habe, erfüllte durch Gottes Gnade ihr heilsverlaugendes Herz.

Ganz glücklich über die eben gemachte Entdeckung und im lebendigen Glauben, kehrte sie an das Lager des Sterbenden zurück, um ihm diese Beispiele zu nennen und jene klaren Stellen aus Gottes Wort vorzulesen. Während sie zu ihm sprach, hellte sich das Gesicht des Soldaten auf im Friedeu des ewigen Lichtes und Heils; denn dies war eine willkommene Antwort auf seine verborgenen Sorgen und seine Seelennot wie auf seine vielen Gebete. Er glaubte Gottes Wort und vertraute sich von ganzem Herzen Jesu Christo an,dessen Blut uns rein macht von aller Sünde". (1 Joh. 1, 7.)

In derselben Stunde kamen zwei Seelen aus der Finsternis zum Licht, die eine, um zu sterben und in Frieden in die ewige Ruhe Gottes einzugehen; die andere, um weiter hier zu leben und das Heil in Christo zu verkünden, dessen Gewißheit sie eben empfangen hatte. Und du, mein Leser?

G. B. d. F.

IsriedenserKlärung.

Im englisch-französischen Kriege hatte ein fran­zösisches Schiff eine lange Reise zum Walfischfang angetreten. Auf dem Heimwege trat Wassermangel ein, und da man gerade nahe bei einem englischen

Hasen war, wollte man diesem daselbst abhelfen. Es wurde aber befürchtet, daß man die Mannschaft dort gefangennehmen würde. Vom Ufer her wurde bedeutet, daß der Friede hergestellt sei; aber die armen Leute wollten es nicht glauben, und obgleich sie ohne jegliches Wasser waren, wagten sie nicht, den Hafen zu betreten. Endlich entschlossen sie sich doch hinzugehen und lieber Ladung und Freiheit einzubüßen als zu verdursten. Als sie das Land be- traten, stellte es sich heraus, daß es sich mit dem Frieden richtig verhielt.

Roch heute glauben viele Menschen nicht, daß der Friede mit Gott hergestellt ist. Jesus Christus hat den Frieden am Stamme des Kreuzes gemacht. Er hat den Forderungen des Gesetzes Genüge ge­leistet. Das Gesetz, das dich und mich verdammt, ist von Jesu Christo erfüllt. Wir sollen Seinen Frieden genießen, und wenn wir nur wollen, kann uns nichts daran hindern. Uns gilt die Verheißung: Du erhältst stets Frieden nach gewisser Zusage; denn man verläßt sich auf dich. Darum verlaßt euch auf den HErrn ewiglich; denn Gott der HErr ist ein Fels ewiglich." (Jes. 26, 3. 4.) Solange wir auf unser Ich warten, kommen wir nie zum Frieden. Viele Menschen halten von sich selbst mehr als von der ganzen Welt. Es heißtich",ich", ich". Stets sieht man auf sich, denkt man an sich, anstattaufzusehen auf Jesum". Der Glaube sieht nach draußen, nicht nach drinnen. Es gilt nicht, was i ch denke, fühle, getan habe, sondern was Jesus Christus ist und was Er getan hat. So laßt uns Seiner Kraft vertrauen I Nach Seiner Auferstehung sagt der HErr dreimal, als Er Seine Jünger trifft:Friede euchl" (Joh. 20, 19. 21. 26.) Es gibt einen Frieden für das Gewissen durch Sein Blut und einen Frieden für das Herz durch Seine Liebe. Moody.

Vers ammlungs-Anreigen.

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Bezirk Gießen. Stadtmission Gießen, Löberstr. 14.

^6 1I,a Kt,c: Sonntagsschule; 4 Uhr- Jungfrauen- 8 ' Uhr Versammlung 47. Uhr: Christlicher Verein junger Männer Jeden Mrttwoch, abends 8'/« Uhr: Bibelstunde.

Jeden Freilag 87- Uhr: Gebetsstnnde.

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Uhr: Versammlung. In Fauerbach am 2 » « 9 8 sn!rf ^("rrinschastsfest, 6 Juni. 3 Uhr nachmittags : Versammlung 8.. Versammlung. In Gambach: 30. Mai, nachmittags 4 Uhr- Ver-

iSlsVi tl 5, Versammlung. In Münzen^berg: 30 Mai, nachmittags V* 4 Uhr: Versammlung.

Bezirk Bellnhausen. Srri«,^b7rwasgern. nad > mltt9» 2 «he-

Versammlung tat

Bezirk ttiederweisel.

Bezirk Sellnrod.

^den Sonntags 12 Uhr: Sonntagsschule; abend« 8'/, Uhr Versammlung; jeden Abend: Gebetsstunde.

t,nrnh 80' Helpershain, Wohnfeld. Groß-Eichen u. Rupper.

8 Unter-Seibertenrod; 1 . Juni: Nidda; 2.: Kan-

stadt; 8.: Llßberg; 4.: Betzenrod.