auf der Straße dieses Lebens zur Ewigkeit, die einen lachend und scherzend, spielend und singend, die anderen seufzend und sich nach Befreiung sehnend. Die ersteren sind am schlimmsten dran: Solange Satans Gefangene lachen, ist keine Hoffnung für sie. Aber für die unter der elenden Knechtschaft Satans seufzenden und nach Erlösung sich sehnenden Gefangenen winkt eine Befreiung.
Jesus Christus ist der große Befreier, der den Thron der Herrlichkeit verließ, um den Menschen aus der Gewalt Satans zu befreien. Er „löst die Gefangenen", die da seufzen nach Befreiung.
Jesus ist ein mächtiger Befreier. Die stärksten Ketten, mit denen der Mensch gebunden ist, zerbricht Er.
Keine irdische Macht, weder Erziehung noch Er- Mahnung, vermögen dir Befreiung zu bringen. Nur „wen der Sohn freimacht, der ist recht frei". (Joh. 8, 36.,
Höre Jesu liebende Stimme: „Kommt her zu Mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken." O. D.
Wohin?
Wir lasen in den Berichten über die Schlacht von Tannenberg, wie Zehntausende der vom General von Hindenburg eingekreisten russischen Armee in die masurischen Sümpfe getrieben wurden; dort fanden sie unter erschütterndem Wehegeheul ihren Untergang.
Von dem Weihnachtsangriff der Engländer bei Festubert lasen wir, daß dort bei Ende des Kampfes mehr als 3000 tote Engländer das Gefechtsfeld be- deckten, zu deren Bestattung die Engländer einen Waffenstillstand erbaten und erhielten.
Als die drei englischen Panzerkreuzer an der holländischen Küste durch die Torpedos von hl 9 zum Sinken gebracht wurden, gingen mit diesen stolzen Schiffen beinahe 3000 englische Offiziere und Matrosen in ihr nasses Grab.
Das Gleiche geschah bei dem Untergang der englischen Schiffe in der Seeschlacht von Coronel an der chilenischen Küste.
Wir lasen das Ende der deutschen Kreuzerflotte bei den Falklandsinseln, wo Kontreadmiral Graf Spee mit seinen Helden vor der englischen Übermacht in die Tiefe sank, während seine Admiralsflagge stolz gehißt war. Auch hier handelte es sich um Tausende von treuen Männern. Wohin sind siegegangen? Wohl hatte Graf Spee einst gesagt, daß er, wenn er draußen auf See gegenüber englischer Übermacht mit seinem Schiffe untergehen müsse, er den einen Wunsch hege, auf dem Meeresgründe möglichst vielen Engländern zu begegnen, deren Schiffe er in den Grund gebohrt habe, ehe er selbst untergehen müsse.
Er hat dies Wort ja auch wahrgemacht durch seinen Sieg bei Coronel. Aber dies sind doch nur mensch- liche Gedanken eines tapferen Seeoffiziers, der selbst genau wußte, daß man sich, sowohl mit seinen ge- bliebenen Kameraden als mit seinen Feinden, nicht auf dem Meeresgründe, auch nicht im Grabe wieder- steht, sondern in der Ewigkeit, wo der verstorbene Mensch dem heiligen Gott begegnet.
Dies trifft zu bei allen Menschen, die aus dem Erdenleben in jenes andere Land hinübergehen, sei es auf hoher See, sei es in blutiger Schlacht, sei es daheim im Krankenzimmer oder im Krankenhause oder wo sonst. Kein einziges dieser Millionen von Menschenleben wird durch einen Zufall abgeschlossen, keins verläßt „ungcbucht" den irdischen Schauplatz, nein, alle haben ihr Blatt und Schuldkonto in jenen Büchern des Gerichts, die vor Gott geführt werden, die am Tage des Gerichts aufgeschlagen und verlesen werden vor dem großen weißen Thron des heiligen Richters. Denn also steht geschrieben: „Und ich faJ) die Toten, die Großen und die Kleinen (b. h. die Geringen), vor dem Throne stehen, und Bücher wurden aufgetan; und ein anderes Buch wurde aufgetan, welches das des Lebens ist. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken. Und das Meer gab die Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken." (Offb. 20, 12 13.)
Wunderbarer Blick in die Ewigkeit: „Ein jeden nach seinen Werken!" Dort ist Zeit, um jedes einzelne Menschenleben nach den Büchern Gottes im Lichte der vollkommenen Wahrheit vor Gott und Menschen zu offenbaren als das, was es wirklich war. Niemand bleibt verborgen, keiner kann sich verstecken, sondern es wird zur Wirklichkeit, was der HErr gesagt hatte: „Es ist aber nichts verdeckt, was nicht aufgedeckt, und verborgen, was nicht kund werden wird; deswegen, soviel ihr in der Finsternis gesprochen haben werdet, wird im Lichte gehört werden, und was ihr ins Ohr gesprochen haben werdet in den Kammern, wird auf den Dächern aus- gerufen werden." (Luk. 12, 2. 3.) Ja, es steht von Gott geschrieben: „Welcher auch das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen und die Ratschläge der Herzen offenbaren wird." (1 Kor. 4, 5.) Jeder einzelne hat es mit dem heiligen Gott zu tun und Gott mit ihm. Was die Gnade an ihm getan hat, um ihn zu suchen und zu rufen, was er dem Sohne Gottes in seinem Herzen oder mit seinen Worten und Taten geantwortet hat, der ihm die Botschaft vom Kreuze verkündigen ließ, das alles steht in den Büchern des Gerichts. Da steht auch alle jene suchende Liebe in den Führungen des Lebens, in mancher Segnung und Bewahrung, da stehen die lauten Mahnrufe des eigenen Gewissens in all jenen Augenblicken, in welchen der Mensch sich entscheidet.


