Ausgabe 
25.4.1915
 
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ob er die Sünde tun will oder Gott gehorchen. Da I stehen auch jene Erfahrungen von der Gegenwart und Gnade Gottes in der Erhörung so manchen Ge- bets, in der Hilfe in so vieler Not, in Wundern und Errettungen.

Dies ist nun die Frage, ob ein Mensch Zu- flucht genommen hat zu der Gnade Gottes, die in Jesu ist. Vom Kreuze her leuchtet die rettende Liebe Gottes über alle Völker und Zeiten, um die schuldigen Sünder zu Jesu zu rufen, damit ste durch Sein teures Blut und Sein Opfer Ver- söhnung und Frieden sinden möchten.

Als Schuldige und Verlorene haben wir alle die Straße unseres Erdenwegs betreten, die Frage ist, ob wir, ehe wir diese Erde verlassen, ehe wir das Tor der Ewigkeit durchschreiten, Vergebung und Frieden mit Gott gefunden haben Der Weg dazu ist durch Gottes anbetungs­würdiges Erbarmen so leicht, so einfach gemacht, daß jedes Kind ihn gehen kann. Das Wort Gottes sagt: Denn jeder, der irgend den Namen des HErrn anrufen wird, wird errettet werden." (Röm. 10, 13., Wunderbares Wort! Wo irgend­ein Mensch aufrichtig, aus der Tiefe seines Herzens, im Bewußtsein seines verlorenen Zustandes, als ein Schuldiger, den Namen des Herrn Jesu, des Gekreuzigten, Gestorbenen und Auferstandenen, des Erhöhten und Gegenwärtigen anrufen wird, der wird errettet werden. In dem Augenblick, in welchem sich ein Mensch mit aufrichtigem Willens- entschlusse den Retterhänden Jesu anvertraut, wird die Gnade ihn ergreifen. Der HErr wartet auf diesen Augenblick. Wenn ein Mensch nach einem Leben voll Sünde und Schuld, so wie der Schächer am Kreuze, aufrichtig aus der Tiefe seines Herzens rufen würde:Herr Jesu, rette mich aus den Tiefen meiner Schuld!" so würde das unermeßliche Erbarmen Gottes dies wunderbare Wort erfüllen:Wer irgend den Namen des HErrn anrufen wird, wird errettet werden." Das Blut des Sohnes Gottes, auf dem Kreuze für Schuldige geflossen, wäscht ein solches Leben von allen Flecken der Schuld und schreibt seinen Namen als den eines Erretteten m das Buch des ewigen Lebens. Das Erbarmen Gottes öffnet ihm das Tor der Gnade und führt ihn als einen Erretteten in das himmlische Vaterhaus. v. V.

ZL

Jas Lied der Hrtösten.

Höre, was sie Offb. 5, 9. 10 singen, wir lernen daraus, wer die Sänger sind:Du bist er- würgt und hast uns Gott erkauft mit Deinem Blut aus allerlei Geschlecht und Zunge und Volk und Heiden, und hast uns zu Königen und Priestern ge- macht, und wir werden Könige sein auf Erden."

Wer sind diese? Es sind die, welche auf Erden auf Jesum vertraut, welche sich Ihm übergeben haben. Sie sind alle da als Erlöste, als teuer Er- kaufte, nämlich erkauft mit dem teuren Blut des Lammes, und sie werden herrschen mit Ihm.

Können wir uns Pauli Worte Kol. 2, 20 und Röm. 6, 8 zu eigen machen und sagen, daß wir mit Christo gestorben" sind? Wenn wir das können, so können wir auch sagen, daß wir glauben, daß wir auch mit Ihm leben werden. Kannst du wirklich von dir sagen:Christus ist mein Erlöser?" Er bietet Sich dir an. Er will dir ein viel näherer, teurerer Freund sein, als du auf Erden hast, ein Freund, der dir nähersteht als deine Brüder.

Wer Mir dienen will," so lesen wir Joh. 12, 26, der folge Mir nach; und wo Ich bin, da soll Mein Diener auch sein. Und wer Mir dienen wird, den wird Mein Vater ehren." Das ist der Weg, ins Himmelreich zu kommen: Christo dienen. Er hat es verheißen: wenn du es tätest, so solltest du bei Ihm sein.Wo Ich bin, da soll Mein Diener auch sein." Wollen wir Seine Diener sein auf Erden, so sollen wir mit Ihm Könige sein, mit Ihm herrschen im Himmel.

Wer wird uns denn Gesellschaft leisten in jenem schönen Land dort oben? Die großen Heiligen und Helden des Alten Testaments, alle Erlösten, die uns vorangegangen sind, alle, welche im Glauben an den Herrn gestorben sind von Anbeginn der Welt an, alle treuen Jünger Christi, aus allerlei Volk oder Zungen, Reiche oder Arme. Die Gesichtsfarbe, welche sie in dieser Welt getragen haben, macht nichts aus; alle, welche ihre Kleider gewaschen und sie hell ge- macht haben im Blut des Lammes, sie sind alle dort vor dem Angesicht unseres Vaters im Himmel.

Treibt uns das nicht zu dem Wunsche, auch dort zu sein? Unser Herr redete davon als von etwas außerordentlich Wichtigem. Lies Luk. 10, 20: Darin freut euch nicht, daß euch die Geister unter­tan sind. Freut euch aber, daß eure Namen im Himuiel geschrieben sind." Die siebzig Jünger waren zur Evangelisationsarbeit ausgesandt worden, je zwei und zwei. Sie waren im Land umhergezogen mit ihrer Mission von Liebe und Erbarmen und hatten das Reich Christi gepredigt, und sie hatten großen Erfolg in ihrer Arbeit gehabt. Sie kehrten mit Freuden zurück und sprachen:Herr, es sind uns auch die Teufel untertan in Deinem Namen."

Er aber sprach zu ihnen:Das ist gut, aber freut euch lieber, daß eure Namen im Himmel qe- schrieben sind."

Das ist der Hauptgegenstand der Freude. Unsere Namen sind dort geschrieben, wenn wir Sein sind. Wir dürfen nicht zufrieden damit sein, daß wir es erst erfahren, wenn wir sterben. Bekommen wir während unseres Erdenlebens keine Gewißheit darüber, so haben wir keine Aussicht, unsere Namen im Buch des Lebens zu finden, wenn wir sterben.