schreiben: „Warum?" Und die Antwort lautet: „Darum, damit du verstehen solltest, daß die Liebe Gottes dich sucht, daß der ewige, allmächtige, lebendige Gott bei dir gegenwärtig ist, daß Er an dein Herz klopft, damit du Ihn erkennen und verstehen solltest/' Jesus streckt nach dir die Hände. Er will dich auswecken aus dem Todesschlafe irdischer Gesinnung und Gleichgültigkeit. Du sollst die Liebe Gottes verstehen, die für dich aus den Himmeln kam, die aufs Kreuz von Golgatha ging, die für dich das Tor der Gnade öffnete. Nun ruft dir der HErr zu: „Ich bin die Tür; wenn jemand durch Mich eingeht, so wird er errettet werden." (Joh. 10, 9 ) Laß dein Gewissen aufwccken; verstehe, daß deine unvergebene Schuld dich von der Gnade Gottes scheidet und daß der Sohn Gottes auf dem Kreuze von Golgatha litt und starb, um durch Sein Opfer aus deinem Leben wegzunehmen die Last der Schuld und den Fluch der Sünde. Das Kreuz von Gol- gatha gibt allen auf ihre Fragen „Warum?" die eine Antwort, damit alle Herzen sie fassen: „Gott will nicht, daß irgendwelche verlorengehen, sondern daß alle zurBuße kommen." (2 Petri 3, 9.)
Dies also ist die göttliche Antwort auf das Fragen so vieler Herzen: Warum dieser Krieg mit seinem namenlosen Weh und seinen schier unzählbaren Opfern? Unser deutsches Volk soll aufivachen zum Schuldliewußtscin, zur Gottesfurcht, zur Lebenscrneucrung. Wenn dir das ernst ist, so öffne du selbst Herz und Gewissen der Stimme Gottes. v. V.
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Eine ernste Arage in ernster Zeit.
Unsere ernste Zeit hat ernste Fragen. Aber kann eine Frage für dich ernster sein und wichtiger als diese: „Hat Gott schon alle deine Sünden ver> geben? Hat Christi Blut auch deine Sünden hinweggetan, dich rein und weiß gemacht, daß du, wenn du heute oder morgen abgerufen wirst, ein- gehen kannst in Gottes Herrlichkeit?"
Wenn du diese Fragen noch nicht vor Gott in Ruhe und in Wahrheit mit Ja beantivorten kannst, so flehe heute noch mit dem Psalmisten zu Gott: „Sei mir gnädig, o Gott, »ach Deiner Güte! Nach der Größe Deiner Erbarmungen tilge meine Übertretungen. Wasche mich völlig von meiner Ungerechtigkeit und reinige mich von meiner Sünde! . . . Wasche mich, und ich werde weißer sein als Schnee!" (Ps. 51, 1—7.) Und wenn du diese ernsten Worte nicht nur mit deinen Lippen sprichst, wenn sie die aufrichtigen Bitten deines gebeugten und zerknirschten Herzens sind, das in Wahrheit bei Gott ernstlich Vergebung und Frieden sucht, so darfst du im j Glauben deinen Blick erheben zu Jesu Christo,
der am Kreuze für Sünder und Gottlose Sein koflbarcs Blut vergoß, welches nach der Heiligen Schrift „rein macht von a l l e r Sünde". Errichtet alsdann auch an dich das herrliche Wort: „Deine Sünden sind vergeben; dein Glaube hat dich errettet. Gehe hin in Frieden!" (Luk. 7, 48—50.)
Groß und von une ndli cher Dauer sind die gesegneten Folgen des Todes des Fürsten des Friedens. Abgesehen von der Rertung von Mil- lionen von Seelen für die ewige Herrlichkeit wird hier auf Erden aut Grund des Blutes Jesu Christi einmal das Friedensreich Jesu Christi gegründet und später gar eine neue Erde und ein neuer Himmel geschaffen werden.
Ja, die Ermordung des „Fürsten des Lebens", des „Fürsten des Friedens", des „Fürsten der Könige der Erde", ja, der Tod des HErrn Jeiu Christi, des Sohnes Gottes, hat, so furchtbar die Tatsache ist, weittragende, wunderbare ewige ge- segnete Folgen für alle, die an Ihn von Herzen glauben Sie haben die Vergebung der Sünden in Ihm gefunden, und sie sind Kinder Gottes und Miterben Christi geworden Dies alles bezeugt ihnen klar und deutlich die Heilige Schrift, das wahrhaftige, ewig gültige Wort Gottes. (Rom. 3, 25. 26.) E. D.
Zer einzige Weg.
Überall im deutschen Land steigen in dieser Kriegszeit wieder Gebete zum Himmel empor, auch viele, die es längst vergessen hatten, lernten wieder beten. Mütter, die vielleicht früher über die Bibel lachten, falten jetzt ihren Kleinen die Händchen. Auch draußen unter unseren Kriegern in den Schützen- grüben hat bei vielen das Fluchen und Spotten dem Beten längst den Platz eingeräumt. Gott sei gelobt dafür! Diese Gebete sind meist an den allmächtigen Gott gerichtet, zu dem man plötzlich wieder Vertrauen gefaßt hat, als alle anderen Stützen wankten. Man erwartet von Ihm, daß er das deutsche Volk nicht untergehen läßt, daß Er unserer gerechten Sache zum Sieg verhilft. Aber so viele dieser Gebete steigen aus schuldbeladenen Herzen auf, die me den wahren Frieden mit Gott kennen gelernt haben. Die Frommen des alten Bundes riefen zwar auch nur den allmächtigen Gott an, und sie wurden erhört, der HErr gab ihnen Sieg über ihre Feinde und errettete sie aus deren Hand. Aber ihnen hatte Gott in den Opfern ein Mittel gegeben. Ihn zu versöhnen. Diese Opfer waren nur ein Vorbild auf das eine große Opfer, das einst auf Golgatha gebracht werden sollte.
Wir im neuen Bunde haben auch ein Opferlamm, das ist Christus, für uns geopfert, ll Kor. 5, 7.) Aber wir müssen wissen, daß dies Opfer für uns gebracht ist. Wir müssen mit unserer


