Ausgabe 
11.4.1915
 
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Aufwärts!

Gemeinscfraftsblaft für dessen.

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Erscheint wöchentlich einmal.

Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.

Verlag der Buchhandlung der Pilgermission Siehen.

Redakteur : Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel. Pfarrer Strauß-Leipna u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nachf., G. m. b. £>., Cassel.

Nr. 15.

Sonntag, den 11. April 1915.

8. Jahrg

Zie Insel Kelgolnnd.

Helgoland liegt ziemlich in der Mitte der Mündungen zwischen der Weser und der Elbe. Die gesamte rötliche Felsmasse bildet einen langen, schmalen Keil, dessen Spitze nach Nordwesten zeigt, wäh­rend der Rücken fast senk­recht nach Südosten abfällt.

Während aber an de» beiden langen Seitenflächen die Wände des Keiles bis ins Wasser hinabgehen, liegt vor der steilen Rückenfläche eine sichelförmig in das Meer hinauslaufende Landzunge, das sogenannteUnterland", das sich nur wenige Meter über dem Wasserspiegel er­hebt, dafür aber eine sehr geschützte Lage hat. Die Oberfläche des Keiles, das sogenannteOberland", hat eine nahezu ebene Fläche, die sich nach Westen an­steigend von 28 bis zu 53 Meter erhebt. Der ganze Flächeninhalt der Insel be­trägt etwas mehr als einen halben Quadratkilometer, die größte Länge ungefähr 1600 Meter und die größte Breite 500 Meter. Der Umfang des Ober- landes ist 3000 Meter groß und der des Unter­landes 900 Meter An der Ostseite stellt die Fels- wand eine kahle Mauer dar; die Westseite ist da­gegen durch Buchten, Felstore sowie einzeln da­stehende Pfeiler, von denen derMönch" ent­schieden der größte ist, zergliedert. Neuerdings hat man vor allen diesen Pfeilern und Vorsprüngen sehr feste, sich an ihrem Fuße anschließende Schutzmauern errichtet, die sich auch ganz vorzüglich bewähren, »ni diese Vorsprünge vor dem dauernden Nagen der

See zu bewahren. An diesen zerschellen nun die tosenden Wogen, und das oben hauptsächlich unter den Einwirkungen des Frostes abstürzende Gestein kann jetzt nicht mehr vom Wasser fortgespült werden, sondern bildet Halden, deren fernere

Zerstörung durch die sie schützenden Felsmauern unmöglich ist.

Etwa einen halben Kilometer von der Insel entfernt liegt die Badedüne. Sie ist bei Ebbezeit etwa 2000 Meter lang und 300 Meter breit.

Die Häuser der etwa 2200 ansässigen Insulaner stehen teils auf dem Unterlande, teils auf dem süd­östlichen Teile des Oberlandes. Die Verbindung zwischen Ober- und Unterland wird durch einen Fahrstuhl und durch eine 188 Stufen zählende bequeme, breite Steintreppe hergestellt. Schöne Ulmen, kräftige Bäume, sogar eineKartoffelallee" gibt es auf dem Oberlande, die aber nur recht

Helgoland aus der Vogelschau.

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