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Aufwärts!
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Verlag der Bucbbandlung der Pilaermisslon Liehen.
Nr. 13.
Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nachf., G. m. b. H., Cassel.
Sonntag, den 28. März 1915.
8. Jahrg.
Wie stehst du zu dem gekreuzigten Keitand?
Millionen unter unserem deutschen Volk gehen an dem gekreuzigten Heiland vorbei als moderne Menschen, die ihre eigenen Religionestifter sind und alle göttliche Autorität vernchien.
Sind diese Millionen in Wahrheit fertig mit dieser Frage? Keineswegs!
Warum wüten sie bei geivissen Veranlassungen gegen alle, welchen das Kreuz Christi noch heilig und teuer ist? Dadurch beweisen sie offenbar, daß ihnen das Kreuz Christi immer noch ein Anstoß und ein Ärgernis >st, und daß sie alle hassen, die am Bekenntnis zum Gekreuzigten festhalten.
Was ist die tiefste Ursache dieses wunderbaren Widerspruchs? Aus der einen Seite spielt man den Religionsverächter, und auf der anderen'Seite bekämpft man die Nachfolger dessen, der als der Gekreuzigte der Mittelpunkt in Lehre und Leben aller Seiner Bekenner ist. Gott hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde gemacht am Kreuze auf Golgatha. (2 Kor. 5, 21.) So ist Jesus der Gekreuzigte der mächtigste Zeuge von Sünde und Schuld geworden. An diesem Zeugen kommt kein Mensch vorbei; will er sich nicht in Buße vor Jesu beugen und um Ver- gebung bitten, so ärgert er sich über Ihn und haßt Ihn. Die tiefste Ursache dieses Ärgers und Hasses ist Furcht. Auch der freche Unglaube bekommt den Eindruck: Dieser gekreuzigte Jesus und Seine Jünger sind immer noch ein mächtiger Anziehungs- Punkt in der Welt; sie sind eine Macht, die weder Spott noch H^ß überwinden und beseitigen kann. Aus den Jüngern des gekreuzigten Heilandes haben sich die Märtyrer aller Zeiten rekrutiert. Auf Golgatha, wo der Löwe aus dem Stamni Juda !
überwunden hat, werden die Überwinder geboren, und das Lamm, am Stamme des Kreuzes geschlachtet, wird sie zum Sieg führen. Das werden auch die Pforten der Hölle nicht verhindern können.
Hast du es an dir selbst erfahren, daß auf Golgatha Überwinder geboren werden? Bist du durch den Glauben an des Lammes Blut frei geworden von aller Furcht vor dem Haß der gottlosen Welt? Bist du am Kreuze deines Heilandes deiner Erlösung sieghaft gewiß ge- worden, so daß du mit dem Apostel ausrufen kannst: Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist? Daun hast du die Über- winderlausbahn begonnen und sollst ein Zeuge Jesu Christi sein. Wir brauchen jetzt mutige Zeugen. Wir kommen nicht vorwärts mit einem schüchteren, unklaren Bekenntnis. Der HErr bedarf Leute in dieser ernsten Zeit, die, angetan mit Kraft aus der Höhe, die Schmach der Welt auf sich nehmen und mutig in dm Riß treten. Alles wahre christliche Leben hat seine Wurzeln auf Golgatha. Schaue ich aus den, welchen Gott für mich zur Sünde gemacht hat (2 Kor. 5, 21), auf den der HErr unser aller Sünden warf sJes. 53, 6), dann sehe ich, wie überaus sündig meine Sünde ist. Habe ich die Sünde am Kreuze Jesu kennen gelernt, so kann ich, unmöglich in derselben beharren. Was Gott am Kreuze Seines Sohnes gerichtet und verdammt hat, kann und darf ich nicht mehr lieben, ich muß ihm absagen, ich muß aus einem Sündendiener ein Diener Jesu werden, der mir durch Sein Blut nicht nur Vergebung meiner Sünden und Friede mit Gott erworben hat, sondern auch die unaussprechliche Gnaöe, Ihm leben zu dürfen.
So ist und bleibt mein ganzer Christenstaud an das Kreuz des Heilandes gebunden. Verdeckt


