Einzelbild herunterladen

lieben Toten zu betrauern. Wäre es nicht die gott­gewollte Frucht solchen Trennungsleides, wenn auch du jetzt sprächest:Herr, ich will Dir nicht länger aus dem Wege gehen!"'?

Und wenn du, lieber Leser, den Weg zu unserem Herrn schon gefunden hast, wenn du schon Sein Eigen­tum geworden bist, dann soll das Leid um den Ge- liebten, der sein Leben opferfreudig für König und Vaterland hingegeben hat, dich noch viel inniger mit Gottes Liebe verbinden.

..Gott zieht durch jeden Trennungsschmerz

Die Seinen läuternd himmelwärts.

Sie ewig zu vereinen."

I. v. Hindenburg.

Friede.

Seit dem Tage des Sündenfalles im Paradies ist Kampf und Krieg aus Erden. Die Welt gleicht einem stürmischen Meere, das bis in seine Tiefen unruhig braust.

Heute stehen viele Millionen von Männern im blutigsten und größten aller Kriege, die je auf Erden gewesen sind, unter den Waffen. Die Kanonen donnern im Osten und Westen unseres Vaterlandes, und ganz Europa könnte wohl ein Gefilde des Kampfes genannt werden. Und doch, inmitten aller dieser Kriegswirren gibt es noch Herzen, die Frieden kennen und genießen.

In diese friedelose Welt kam Jesus, der Sohn Gottes, und brachte den herrlichen Friedensqruß: Friede euch!"

Gott hatte den Menschen geschaffen nach Seinem Bilde, ohne Sünde, und vor dem Fall genoß der Mensch den Frieden mit Gott. Der Mensch ist nicht, so wie er heute ist, aus Gottes Schöpferhand hervorgegangen; er war einst nicht friedelos, nicht von Gott getrennt. Deshalb ist in jedem friede- losen Menschen ein Verlangen, ein Sehnen nach Frieden.

Durch den Sündenfall im Paradies wurden Adam und Eva die gefallenen Eltern einer gefallenen Menschheit. Nun ist das ganze Menschengeschlecht sündhaft und verderbt.

Aber wir stehen nicht nur vor Gott als ver­derbte Wesen infolge des Sündenfalls, wir selbst haben alle gesündigt und selbst vor Gott Schuld auf Schuld gehäuft.

Das Wort Gottes ruft uns zu :Alle sind ab­gewichen, alle sind untauglich geworden" (Rom. 3, 12) und:Alle haben gesündigt" (Rom. 3, 23). Daß beides wahr ist, das zeigt uns die Geschichte und bestätigt uns die eigene Erfahrung.

Gott selbst, von dem der Mensch sich doch eigenwillig getrennt und wider den er unzählige

Male in Gedanken, Worten und Werken gesündigt hat, bietet nun dem Herzen des Menschen Frieden an. Ja, Gott hat in Seiner Liebe Seines eingeborenen Sohnes nicht verschont, sondern hat Ihn für uns alle dahingegeben. (Röm. 8, 32.)

Auch du, mein Leser, hast das Evangelium von der großen Erlösung durch Jesu Opfertod schon mehr als einmal gehört. Aber jetzt betrachte diese Bot- schast mit ernsterem Nachdenken als zuvor: Gott gab Seinen Sohn für dich dahin in Tod und Gericht. Nur durch Seinen Tod konnte der Heiland der Welt deinem Herzen Frieden erwerben; denn der Mensch ist ein Übertreter und Schuldner vor Gott und muß Vergebung haben. Der Tod allein ist der Sünde Sold und Lohn. Schon jubelten die Engel bei der Geburt des Sohnes Gottes:Friede auf Erden!" aber nur durch Seinen Tod konnte Er unsere Schuld sühnen. Und Er hat es getan:Er hat Frieden gemacht durch das Blut Seines Kreuzes." (Kol. 1, 20 ) Er hat sterbend für uns eine ewige Erlösung zustande gebracht. So war es lange vorher schon geweissagt:Die Strafe lag auf Ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch Seine Wunden sind wir geheilt." (Jes. 53, 5.)

Wer nun aus allen Völkern und Sprachen seine Sündenschuld im Lichte des heiligen und gerechten Gottes erkennt und im Glauben auf Jesum blickt, der für ihn gestorben und auferstanden ist, in dessen Seele wird der Friede Gottes einkehren.

Ja, ein solcher Mensch darf dann freudig Jesum seinen Erlöser rühmen, der alle Sündenschuld am Kreuze sühnte durch Sein teures Blut und der nun als der Auferstandene, als großer Hohepriester zur Rechten Gottes ist, um sich für die Gläubigen zu verwenden. O. D.

&

Bereit sein zu steröen.

Der Tod auf dem Schlachtfelde ist für viele ein schönerer und begehrenswerterer, als wenn er durch eine heimtückische Krankheit oder einen plötz- lichen ünglücksfall herbeigeführt wird. Er ist gewiß auch ein ehrenvoller Tod: heißer Dank und Ruhm und Ehre all den tapferen Helden zu Lande und zu Wasser, die für des bedrängten Vaterlandes Schutz mit Freuden Blut und Leben opfern! Aber dennoch muß es scharf und klar ausgesprochen werden, daß auch der rühmlichste Heldentod nicht den Eingang in die ewige Herrlichkeit gewährleistet, wenn nicht der Glaube an den vorhanden ist, der gesagt hat:Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch Mich." Wäre es anders, dann bestände neben dem Weg über Golgatha noch ein anderer Weg zur Seligkeit, den es doch nach Gottes untrüglichem Wort nicht gibt. Solcher dem Lügengeist entstammenden Auffassung muß ein entschiedenes Nein entgegengesetzt werden; denn-