Ausgabe 
7.3.1915
 
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sie eins, sich scheiden zu lassen. Man teilte, was man in die Ehe gebracht hatte. Da kam auch die schöne Bibel an die Reihe. Die Frau bat:Laß mir die Bibel."Nein," sprach der Mann,die Bibel gehört mir so gut wie dir." Nach einigem Hin- und Herreden wurde man einig, die Bibel zu teilen. Der Mann nahm ein großes Messer und schnitt das Alte Testament glatt von dem Neuen ab; er behielt für sich den größeren Teil, das Alte Testament, und gab der Frau die kleinere Hälfte, das Neue Testament.

So trennten sie sich. Und wie merkwürdig! Während die jungen Leute früher, als die Bibel ganz gewesen, nie darin gelesen, las jedes von ihnen in seiner halben Bibel, und das Wort Gottes ar- beitete an ihren Herzen. Nach etlichen Monaten kam die Frau zum Prediger, der ihnen die Bibel bei der Trauung geschenkt hatte, und erzählte ihm von der Trennung von ihrem Manne, von der Teilung der Bibel, und wie sie jetzt so unglücklich sei. Sie würde sich gern beugen, sagte sie, und ibren Mann um Vergebung bitten, wenn dieser nur zu ihr zurückkehren wolle.Dann möchte ich aber auch," fuhr sie fort,wieder gern eine ganze Bibel haben."

Der Prediger folgte den Worten der Frau mit sichtlichem Interesse, und nun konnte er ihr er­zählen, daß auch ihr SOiaim eine Umwandlung er­fahren habe und sich mit ihr zu versöhnen wünsche.

Das Wiedersehen zwischen Mann und Frau war ein ergreifendes. Sie verurteilten ihr ver­gangenes Leben, und beide empfingen nicht lange nacheinander Vergebung und Frieden durch Jesum Christum. Die getrennte Bibel wurde wieder zu­sammengebunden und fortan gemeinsam und mit Segen gelesen. Sonnenschein und Frieden wohnen jetzt unter ihrem Dach.

SafVi.

gilt wichtiges Biöelwort.

Gott widersteht den Hoffärtigen, aber den Demütigen gibt Er Gnade." Das gilt im Leben des einzelnen Menschen wie auch im Leben der Völker. Weil wir arme Erdenpilger von Natur so sehr zum Hochmut, zur Hoffart und Selbstüberhebung neigen, darum muß Gott, um uns vor den Folgen unserer eigenen Neigungen, Schwächen und Sünden zu be- wahren, oft die Rute scharfer Zucht benutzen. Er plagt nicht von Herzen die Menschenkinder, sondern Er schlägt sie, um sie zu bessern, Er verwundet sie, um sie zu heilen, Er erniedrigt sie, um sie zu er­höhen, ja. Er tötet sie, um sie lebendig zu machen. Der tiefste Beweggrund ernster Zucht ist bei Ihm stets eine heilige, brennende, erbarmende Liebe. Auch Seine Gerichtsoffenbarungen an der Sünderwelt tragen in dieser Gnadenzeit den Kern herzlicher Barmherzigkeit in sich. Dies zeigte sich an Israel in vergangenen Tagen. Dies lehrt uns die Ge­schichte der Völker der alten und neuen Welt, dies mird auch das Gerichteswetter des tobenden Welt- I Sieges zeigen und lehren. Noch ist Gnadenzeit. Noch suchen Menschen in der Not den Gott, der helfen kann. Noch ist die Zeit nicht, wo sie ihre Zungen zerbeißen vor Schmerzen und lästern Gott ob der Plagen, die sie treffen. Noch steht eine betende Gemeinde in der Welt und trägt die Not auf vriesterlichem Herzen. Noch fragen Zehntausende: Was muß ich tun, daß ich selig werde?" Noch freuen sich die Himmel über Sünder, die Buße tun, und noch hallen die Hütten der Gerechten wider von den Lobgesängen über die Siege, die ihnen in den Kämpfen mit dem Reiche der Finsternis be- schieden sind. Darum darf noch der gute Same des Evangeliums vom Herrn Jesu mit sichtbarem Erfolg ausgestreut werden.

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Versammlungs-Anzeigen.

Bezirk Gießen.

Stadtmisston Gießen, Löberstratze 14.

Jeden Sonntag l'l» Uhr: Sonntagsschule; 4 Uhr: Jungsrauen- »min; S'l, Uhr -Versammlung 4 '/» Uhr: Christlicher Verein junger Männer.

Jeden Mittwoch, abend? S'l» Uhr: Bibelstnnde.

Jeden Freitag S'l» Uhr: Gebetsstunde.

Sonntag den 28. Februar Nordeck und Witzrnar. abend? 8 Uhr: «rünbcrg: 2. Mär»: Altenbuseck; 8.: Kleinlinden; 7 : Beuern und Alten- tu, eck; abends 8 Uhr: Grünberg; 9.- Wieseck. N: Beuern; 14.: Nordeck und Witzin ar; abends 8 Uhr: Grünberg; IS : Altenbuseck i 17.: Klein­linden, Frauenstuude; 21: Beuern und Altenbuseck. abends 8 Uhr: Grün- terg; 28 : Wieseck. Frauenstunde; 25.: Beuern.

Bezirk Lich.

tid), Bereinshaus: Jeden Sonntag 12 3 /, Uhr- Sonnlagischule;

4 Uhr: Jungfrouenverein; 8 Uhr abends: Versammlung

Anzeigen für die Nummern 1316

Jeden Dienstag und Freitag: Kriegsgebetsfwnde. 2,Mar». Dors dH- 4^ Langsdors; 7.: Hol,heim; 9.: Ettingshausen; 10.: Oberbesstngen 11 Burkhardsselden; 16 : Villingen; 17.: Wohnbach; 18.: SBogcnboni 28 : Dorsgill; 25.: Langsdors; 30.: Ettingshausen, 31 : Oberbesstngen 1. Apnl: Burkhardsselden.

Bezirk Schotten.

28 Februar: Evangelisationsversammlungen in Schotten um 8 Uhr und abends '/»9 Uhr Vefiammlungen in Lttzberg um 3 Uhr. in Nidda abends 8 Uhr. 2. März: Nidda; 5.: Betzenrod.

7 Mär»: Versammlungen in Schotten abends >/»9 Uhr, in Betzen­rod um 8 Uhr. 9. März: Nidda; 10.: Ranstadt; 11.: Lttzberg.

14. März: Versammlung in Schotten um'/» 4 Uhr, in Nidda abend« 8 Uhr. in Ranstadt nachmittags 3 Uhr. 16.: Nidda; 19.: Betzenrod

21. März: Versammlung in Schotten abends '/»9 Uhr; n> Litzberg nachmittags 8 Uhr. 28.: Nidda; 24.: Ranstadt; 25. : Lttzberg.

bis zum 14. März ds. Js. erbeten.