Retter ruft, wer sich nicht im Glauben fest hält an die Hand des Retters, der kann nicht gerettet werden.
Darum ist für uns alle die wichtigste Frage: Bist du gerettet?
Angesichts der todbringenden Kanonen, die so vielen in der Schlacht ein rasches Ende brachten, da ist's an der Zeit für jeden, sich ernstlich zu fragen: Bin ich gerettet?
Für gar viele ist bald die Lebenszeit, unsere Gnadenzeit, unsere Entscheidungszeit, abgelaufen. Komm vorher noch zu voller Klarheit, ob du gerettet bist. Fasse im Glauben die ausgestreckte Hand unseres Heilandes Jesus Christus und lasse dich von Ihm retten. — „Christus, der Retter, ist da!" I. v. Hindenburg.
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Kin gesegneter Krieg.
(2 Chrom 33.)
Die ersten neun Verse unseres Kapitels zeigen uns, daß Manasse tat alles, was böse war in Gottes Augen. Er bückte sich vor allem Heer des Himmels und diente ihnen. Er tat viel Böses in den Augen Jehovahs, Ihn zu reizen. Er setzte ein Götzenbild in das Haus Gottes.
Er verführte Juda und die zu Jerusalem, mehr Böses zu tun, als die Bewohner, die Jehovah vor den Kindern Israel vertilgt hatte.
Und dieser Mann war König und Führer des Volkes Gottes. Dazu war er der Sohn des frommen Königs Hiskia. Wahrlich, die Kinder von gläubigen Eltern können weit abirren. Sein Vater hatte gewiß nicht verfehlt, seinen Sohn früh mit dem wohlgefälligen Willen Gottes bekannt zu machen und ihn in der Zucht und Ermahnung zum Herrn zu erziehen.
Aber göttliches Leben ist kein Erbgut; das zeigt uns auch die Geschichte von Manasse.
In V. 10 lesen wir, daß Gott mit Manasse und seinem Volk reden ließ, und daraus sehen wir, daß Gott die Menschen liebt trotz ihrer großen Feindschaft.
Gottes Erbarmen übersteigt alles Denken. Er will nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe. Er geht dem Sünder nach und will ihn finden. Er redet mit Manasse, Er bittet und warnt ihn. Doch der König und sein Volk merken nicht darauf. Manasse verachtete die Belehrungen seines treuen Vaters und auch die liebevollen Bemühungen Gottes.
Manasse steht nicht allein da.
Überall begegnen wir Jünglingen und Jungfrauen, Männern und Frauen, die gleiche Vorrechte als Manasse genossen haben und zu denen Gott
deutlich und klar geredet hat, welche noch bis heute auf den Wegen der Sünde dem ewigen Verderben entgegengehen. Sie verachten Gott, der unablässig bemüht ist, sie zur Buße zu leiten. Ja, sie streiten wider Ihn und üben bösen Einfluß auf andere aus.
Bei Manasse versuchte es Gott lange durch sanftes Zureden, ihn zur Umkehr zu bewegen. Doch als alles nichts hals, da hatte Gott noch andere Mittel. Jetzt kam der Krieg.
Wir hören in unserer Geschichte: „Jehovah brachte über sie den Heerobersten des Königs von Babel, und sie nahmen Manasse gefangen mit Fesseln und führten ihn nach Babel."
Ach, wie traurig ist der Weg Manasses nach Babel gewiß gewesen! Was muß sein Herz gefühlt haben in den ehernen Ketten! Ja, „der Weg des Sünders ist hart". Möchten doch alle Menschen dies erkennen!
Auch in unserem großen Krieg sehen wir, wie Gott ernste Wege mit den Menschenkindern geht, um sie von der breiten Bahn der Sünde und des Todes abzuwenden, damit sie nicht ewiglich umkommen. Alle Mittel und Wege stehen Ihm zu Gebote: Krieg, Armut, Krankheit, Schmerzen und Widerwärtigkeiten, und Er kann sie benützen, um die Menschen zur Umkehr zu bringen. Er sagt: „So viele ich liebe, überführe und züchtige ich." (Offb. 3, 19.)
Für Manasse schlug der bittere, schwere Weg zum Guten aus. Wir lesen in V. 12: „Und als er bedrängt war, flehte er Jehovah, seinen Gott, an und demütigte sich vor dem Gott seiner Väter und betete zu Ihm." Dies ist der erste und einzig richtige Weg, den der Sünder einschlagen kann, wenn er errettet werden will. Er muß sich demütigen und Gott anrufen. Zu den Füßen Gottes im Staube und im rückhaltlosen Selbstgerichte ist der Platz des Heils und Segens für den hilflosen Sünder. Gott allein, wider den der Sünder sich aufgelehnt und gefrevelt, wider dessen Liebe und Heiligkeit er so oft und lange gesündigt hat, vermag ihn aus aller Schuld zu erretten und aus allem Elend zu befreien.
Wie handelte nun Gott mit Manasse? Erhörte Er ihn? Ja, Gott ließ sich erbitten und erhörte sein Flehen.
Wie oft und wie treu wird Gott zu Manasse geredet haben; aber derselbe hatte nicht darauf ge- achtet. Nun rief Manasse, dieser gottlose Sünder, zu Ihm, und kaum dringt dessen Notschrei an sein Ohr, so erhört Er ihn schon. Nicht nur befreit Er ihn von seinen Ketten und errettet ihn von seinem Elend, Er führt ihn auch in sein Land und auf seinen Thron zurück. Er tut noch mehr als das: Er gibt sich ihm zu erkennen zum Heil und Leben.


