Ausgabe 
10.1.1915
 
Einzelbild herunterladen

♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

r

♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

Aufwärts!

Gemeinscbaftsblatt für Bessen.

r

r

Erscheirit wöchentlich einmal.

Einzelne Exemplare bestelle man bei der Post vierteljährlich.

Uerlag der Buchhandlung der Pilgermission Bietzen.

Redakteur: Stadtmissionar Herrmann-Gießen. Mitarbeiter: Pfarrer Sperber-Cassel, Pfarrer Strauß-Leipzig u. d. Prediger d. Pilgermission. Druck v. I. G. Oncken Nachf., G. m. b. H., Cassel.

Nr. 2.

Sonntag, den Iv. Januar 1915.

8. Jahrg.

Die ersten französtschen Ieldgeschühe.

Die tapferen Württemberger haben diese ersten Feldgeschütze den Franzosen abgenommen! Jetzt stehen sie in Straßburg vor dem Kaiserpalast. Die Menge drängt sich heran, sie anzustaunen und genau in Augenschein zu nehmen.Wieviel Tod und Verderben haben diese Feuerschlünde wohl gespien, ehe sie durch unsere Truppen zum Schweigen gebracht worden sind!" Das mag wohl jener Korporal denken, der sinnend auf die zweite Kanone nieder­blickt. Ja, Tod und Verderben bringen sie, aber, Gott sei cs gedankt, nur für den sterblichen Leib; unsere unsterbliche Seele kann kein Schuß verderben. Wer seine Seele dem Herrn anvertraut hat, den kann der Tod nicht töten.Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und die Seele nicht können töten, fürchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und

Seele verderben mag in die Hölle I" Furcht kennen unsere tapferen Soldaten nicht; aber diese eine Furcht, die soll und muß jeder kennen, und wehe dem, der sie nicht kennt, das ist die heilige, große Furcht um unsere unsterbliche Seele. Ja, wir sollen unsere Seligkeit schaffen mit Furcht und Zittern, wir sollen die starke Hand unseres Retters fassen, damit wir nicht verlorengehen. Gott kann und will jeden von uns erretten aus unserer Sünde, die uns von Ihm trennt. Aber man muß sich retten lassen wollen, sonst geht man verloren. Nicht Gott läßt uns verderben, nein, Er will, daß allen geholfen werde, daß alle zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Und dieseWahrheit" ist: unsere Sünde und Jesu Erlösungstat, die uns mit Gott versöhnt. Aber unser Unglaube, unsere Gleich­gültigkeit führt ins Verderben. Wer nicht nach dem