Ausgabe 
11.12.1918
 
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Lokales.

* Versteigerung von MULtärpferderr Die bei

b r DcmobÜmockung btt dln TtuppiN ellcB üb-rzählkg wetd ndcn mbeitssäHiuen Pferde sollen dem Wirtschnfls- lcbm ung.säumt zugeführl w.rdn,. Tie Abgabe erfolgt im Wege der öff.ntlichen Versteigerung. Zu den Ver­steigerungen haben nur solche Personen Zutritt, die im Besitze einer Zulassungskarte sind. Es lr erd «' ausgestellt:

4 c) rote Pferdekartcn für bevorzugte Zulassung, b) w iße Pferdekurt. für nicht bevorzugte Zulassung.

Für die bevorzugte Zulassung auf rote .starten kommen nur solche Gebrancher von Pferden in Frage, welche,zu den kleinen unbemittelten Landwirten und Gewerbetreibenden zu Zählen sind und insbesondere die- jenigen unter ihnen, welche durch Verwundung im Felde in ihrer Ei werbstätigkeit beeinträchtig sind, odcx Ange­hörige, die den Ernährer der Familie aus Anlaß des Krieges verloren haben.

Die Lcrsteigerungöbedingungen werden auf den Bürge cmelstkreien aufgelegt werden.

Wer zu einte demttüchst stattfindenden Versteigerung zugelassen sein will, muß Antrag nach vorgeschricbencm Formulare stell-n. Die Formular sind unentgeltlich der den Bürgermeistereien erhältlich. Die Ausfüllung Hut durch d;n Antragsteller selbst zu erfolg.n.

* Gießen. Die Lagerkommandantur. Gießen gibt bckonrtt, daß eine größere Anzahl Kriegsgefangener hier in Deutschland verbleiben und nicht mehr nach ih.e Heimat zurückühren will. Auch für di.se Leute muß Arbeitsgelegenheit geschaffen werden.

Gießen. Beratung für entlassene Kriegsteilnehmer. In den nächsten Tagen werden bedeutende Tcuppen- nrengen zur Entlassung kommen. Die Entlassenen wer-. den Auskunft in den verschiedenen sozialen und wirt­schaftlichen Fragen nötig haben. Einer Anregung von draußen entsprechend hat der Bürger'at für Stadt und Kreis Gießen im Gewerbehaus in Gießen. Kwchstraße 16 1, eine Auskunft- und Beratungsstelle süc entlassene Kriegsteilnehmer errichtet. Außer der Beratung in allen sozialen und wirtschaftlich«!! Fragen erfolgt die Anfer­tigung der notwendigen Schriftstücke durch die Auskunft^ stelle kostenlos. U. A. sollen auch die Ratsuchenden bei der Einreichung von schriftlichen Offerten und bei Ab­fassung von Zeitungsanzeigen zur Erlangung einer Stel­lung usw. durch die Auskunftsstelle unterstützt werden; für Bedürftige können die Kosten für Porto, Zeitungsan zeigen usw. übernommen werden. Soweit die entlassenen Kriegsteilnehmer vorerst oder überhaupt keine versichec- ungspstichtige Beschäftigung aufnehmen, wird die Aus­kunft stelle bemüht 'ein, zu. verhüten, daß den Ratsuchen­den bezüglich der Kranken- und Invalidenversicherung Nachteile erwachsen. Mit der Leitung der Auskunsts. stelle wurde Berufsgenossenschaftssekretär Kirchner, Gießen betraut, der bereits über langjährige praktische Ecfahrungen aus diesem Gebiete vecsügt.

Der UeveLrr selbständiger Schuhmacher dielt am Montag toi Gastwirt Leichingor eine gulbe suchte Versammlung tb. Nach einer Begrüßun. der Erschienenen durch Schuhmachermeister CH« Weeg fand eine eingehende Besprechung d.s Lehtlingswesens statt. Hierbei wurde besonders zum Ausdruck gebracht, daß zur Heranziehung eines tüchtigen Nachwuchses für das Schuhmochergewcrbe unbedingt auch seitens des Meisters Opfer gebracht werden wüßten, damtt die Eltern schon während der Lehrz.it die Vorteile der Erler mng eines Handwerks erkenn n würden Dem Lehrvertrag sollen deshalb für die kommende Zelt folgende Richtlinie zu Grunde gelegt w.rden: 3 jährige Lehrzeit, wenn

möglich Gewährung von Kost und Logis, oder solo it dies nicht angängig, Zahlung einer Vergütung, bte im estrn Jahre 100 KL, im 2. Jahre 250 Mk, im dritten Jahre 500 Mk. bttogen soll. Im weitr.cn Verlauf der V^Handlungen hielt Berufsoenoffenschaftssekrctär H. Kirchner-Gießen ein ku-zes Referat über die für den Handwerker wichtigstcn Bestimmungen des neuen Um- satzsteuergesttzes (Eine Besprechung dieser Bestimmungen m unserer Zeitung folgt in Kürze.) In der. Aussprache wurde besonders auf die Wichtigkeit der Anlage einer geordneten Buchführung htngewiesen und darauf auf. merksam gemacht, daß die Geschäftsstelle des Octsge- wcrbevercin Girtzen die ordnungsmäßige Führung der Bücher für Handwerker übernimmt. Auch die übrigen Punkte der TagcSocdnung: Lederbeschaffung, Veröffent­lichung dcr Richtpreise, Beibehaltung der Barzahlung besonders für Reparaturen, Zusammenkunft zu Ehren der aus dem Felde zu. ückgek htten Berufskollegen, gaben Anlaß zu eingehcno.r Aussprache.

Kircftlicbe Unreigen.

Sonntag den 15. Dezember (3. Advcnt).

Gottesdienst.

In der Stadtktrche. Vormittags 9V 2 Uhr: Pfarrer Mahr. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für bi" Matthäus, und Markusgemeinde gemeinsam. Pfarrer Mahr. Abends 5 Uhr: Pros. Ehringshauß aus Bochum. Beichte und Feie: des heiligen Ab.'ndmahls für die Malus- gemeinde, wozu besonders die fonft» mtcrtc Jugend ein­st/ade n wird. Anmeldungen werd n vorher b i dem Pfa-rec dieser. Gmeinde erbeten.

In der Johanneskirche. Vormittags 9 L I 2 Uhr: Pros.ssor D. Schran. Vormittags 11 Uhr: Kinder kirche für dir Lukasgememde. Pfarrer Bechtolshetmec. Abends 5 Uhr: Pfarrer Ausftld. Beichte und Feie-: des heiligen Abendmahls für die Johanncsgcmeinde, wozu b?.sonders die konsttmierle Jugend cingeladcn wird. An­meldungen Waden vorher bei dem Pfarrer dieser Ge­meinde erbeten.

Verantwortlich: A l b i n Klein, Gießen.

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