Sie VoraASiktzlmg des Friedens.
Gs wart sehr übereilt, Wollte das deutsche Volk anneh- wen. daß ihm der Friesen, den cs er^e.bnt und den es dringend braucht, schon gewiß ist. Der Nffftnstillstand ist da.
er über oen Frieden wird erst verhandelt werden müssen. ^Ind da stell: nun die Entente' eine Bedingung und fügt hin- Zll. daß sie unter keinen Umstanden mit sich Wer den Frieden reden lasten werde, wenn die Bedingung von Deutschland n.cht erfüllt wird. Mit dieser unerbittlichen Forderung der Entente besäst, sich der Volksbeauftragte Scheidemann im Vor.
? r ^ 3 U hoffen, daß schon die allernächsten
Wochen den Präliminarfrieden bringen werden, der ebenso wie der Waffenstillstand eine vorläufige Regelung bedeutet. Den endgültigen Frieden aber, der zugleich die Neuregelung anderer Geschaftsbeziehungen zu unfern bisherigen Gegnern und unsere Wledereinreihung in Weltverkehr und Weltham del. also konsolidierte Verhältnisse bringen soll, wird die En^ ^nte nur mit einem konsolidierten Deutschland abschließen. Das haben alle chre Wortführer oft und dringend genug er- riart. und drefe Erklärung ist nur eine Folgerung aus ihrer K^so lMftgen Drohung, ein terroristisch beherrschtes Deutschland imt Waffengewalt besetzen zu wollend Es kann gar <em Zweifel darüber bestehen, daß die Entente ein von einer Minderheit regiertes Deutschland nicht für verband- Mngsfahig nehmen wird. Ja, man darf vielleicht nicht ein- ma. so optimistisch wie Scheidemann sein und sagen, daß nicht einmal em Präliminarfrieden zustande kommen würde, wenn die En.ente zu befürchten hätte, daß Deutschland der Unord- nung oder gar dem Bolschewismus verfallen könnte. Schon ror e.nrgen Tagen hat Wilson es sehr nüchtern ausgesprochen, daß das neue Deutschland nur dann auf seinen Frie- oensbeistand und, was sicherlich nicht weniger wichtig ist, auf amerikanische Lebensmittelsenduugen rechnen dürfte, wenn £f in der Lage ist, die Staatsverfassung. die es sich durch die Republik gegeben hat, so aufrecht zu erhalten, daß eben wirk- uch von emer staatlichen Ordnung gesprochen werden kann. Rumnehr läßt uns Wilson solche Mahnung zum zweiten Mal durch den Obersten House zuteil werden: er werde einer revolutionären Diktatur gegenüber den gleichen Standpunkt ein» nehmen, den er der Diktatur der Hohenzollern gegenüber ein» genommen habe: der Gewalt keinen Frieden und kein Brot.
Qmrt ift esgentne^ entschieden, was das deutsche Volk zu tun y.n. Es braucht den Frieden, und es muß so schnell wie moa- nch einen Präliminarfrieden bekommen. Die Waffenstill» standsbedingungen waren hart. Die Bedingungen des Präli- minarfriedens werden, so sagen die Eingeweihten, schon eine wchentliche Erleichterung bringen; aber sie werden uns eben nur dann bekannt und zuteil werden, wenn die unbedingte Voraussetzung, die Voraussetzung, von der die Entente unter kemen Umständen abzugehen gedenkt, erfüllt ist: wenn Deutschland sich fern hält vom russischen Chaos, wenn es sich als würdig und fähig erweist, die Republik als Staat auszubauen rmd so arbeitsfähig zu erhalten, daß sie nach außen hin zugleich oerhandlungsfähig ist. Auch der amerikanische Ge» mndte in Kopenhagen hat sich in solchem Sinne ausgesprochen. Er hat den Bolschewismus als ein Gcsellschaftsunglück gekennzeichnet und erklärt, daß Amerika den Kampf geaen dieses Unheil unter allen Umständen führen werde. Will Deutschland den Frieden, so wird es solcher Voraussetzung der Entente gerecht zu werden haben.
Frieden miö JBroL
66. Zwei Mahnung-, sind, wie der Vorwärts schreibt, ln 2.Nachrichten enthalten, einmal in der, daß der englische ^ebmrral Beaty Derhandlungen mit den Delegierten der
und S.-Räte ablehnte, well diese nicht Vertreter einer anerkannten Regierung seien, und daun in der, daß die von dev Bereinigten Staaten für Deutschland in Aussicht gestellten Lebensmittelmengeu zunächst ln Rotterdam und Kopenhagen znrückgehaiten werden sollen, da die amerikanische Regier«ng abwarteu will, ob in Deutschland die von chr als notwendig angesehene Gewähr für eine freiheitliche Verfassung und ordnungsmäßige Verteilung erfüllt wird. Nachdem die deutsche Regierung erklärt hat, sie stütze sich auf da- Vertrauen einer Dolksregiernng, die nach avge- meinem, gleichem Wahlrecht gewählt fei, hat Wilson seinerzeit auf Wunsch Deutschlands die Frledensvermittlung übernommen. Die deutsche Revolution hat eine Lücke geschafft«, und daß sie durch die Bildung der A.- und S.°Rate aus- gefüllt fei, will man auf der anderen Seite nicht anerkennen. Solange eine ordentlich gewählte Volksvertretung nicht vorhanden fei, gebe es weder Frieden noch Brot. Man muß darauf gefaßt fein, daß dies von dort erklärt wird. Den Änschem erwecken, als entwickelten wir uns nur unter äußerem Zwange, dürfen wir nicht. Diese Verfassung wird vom sozialdemokratischen Programm gefordert. Die Reichs- lartung hat erklärt, daß alle Wahlen nach allgemeinem Waylrecht vorzuuehmen seien, auch die in Vorbercttung be- siudlichkn Wahlen zu einer konstituierenden Rationalver- sammlnttg. Die ungeheure Mehrheit des deutschen Volkes ist offensichtlich damit einverstanden. Das deutsch? Volk will in feiner großen Mehrheit Frieden und Brot. SM wird sich daher aus eigenem Willen die reindemokratifche freiheitliche Verfassung geben, die sie braucht, um zu jenen Gütern zu gelangen. Wollte sie nicht, so müßte sie. Aber sie wlll! Sie wird auch die allgemeinen Wahlen zur verfas» surrggebenden Versammlung des Volkes nicht LlermLßia hinauszögern wollen, weil sie weiß, daß dadurch das Frie» denswerk gefährdet wird.
damit etv.. schwere Gefährdung des denk. . Aachen, 21. Roo. Die Stadt Aachen zeigt ein bnnkbe»
ih° I lebtes Bild. Auf den einzelnen Plätzen (Marktplatz. Haupt-
scheu Wirtschaftslebens bedeuten. Hungerrevolten mit ■ ren unausbleiblichen Folgen wären zu erwarten. Außer- ! dem würden infolge Lahmlegung des Eisenbahnverkehrs die Durchführung gewisser Waffen stillstandsbedinguna.cn (z. B. Gefaugenenabtrans-port) unmöglich sein. An Eisenbahnwagen werden etwa 100 900 im besetzten Gebiet zurückgelassen werden. Die Zuführung des Restes der Wagen aus DeutschlmG stößt bei der gegenwärtigen Lage auf Schwie- rigkeiten, deren Hebung nicht abzusehen fft* — Hieraus erwiderte Marschall Fach durch folgenden Funks«ruck: »Die Frage ist nicht klar. Artikel 7 der Konvention letzt eine Frist von 31 Tagen für die Ablieferung von 5000 Lokomotiven und 150 000 Eisenbahnwagen fest. Diese Frist kann nicht geändert werden. Wir stellen anheim, mir Lieferungsstaffeln vorzuschlagen, und die völlige Lieferung in der festgesetzten Frist zu erreichen." Die deutsche Regierung macht erneut auf die unabsehbaren Folgen aufmerksam, die bei strikter Durchführung der Bestimmungen des Art. 7 der Wnffenstillstandskonvention drohen und bittet dringend, eine Milderung dieser Destimmunaen herbeiz u führen. (gez) Solf, Staatssekretär dos Auswärtigen Anries.
Tlemeneemr Vorsitzender der Friedenskonferenz.
WTB. Das Amsterdamer Allgemeen Handelsblad meldet cms^Paris, man erwarte, daß Clemeneeau zum dauernden Dorutzenden des Friedenskongresses gewählt und Wilson ersucht werde, bestimmte Sitzungen, vermutlich vor allem die Eröffnungssitzung zu leiten.
Die Phantasierechnung des »Mattn*.
WTB. Die Pariser Zeitungen Oeuvre und Populaire lehnen die übertriebenen Forderirngen des Matin ab und erklären ironische genau gencmnnen müsse Deutschland nicht nur 340 Milliarden an Frankreich, sondern noch 2000 Milliarden an den gesamten Staatenkomplex der Entente bezahlen. Kein vernünftiger Mensch könne damit rechnen, die Forderung sei direkt in das Reich des Psychopathischen oder des Gewissenlosen zu verweisen.
WTB. Das Deutsche Dolksblatt in Wien erkennt den Entschluß der Entente an, nur mit legalen Negierungen der Mittelmächte Frieden zu schließen, erklärt es aber als unverständlich, daß die Entente unter Billigung von Wilson Was» fenstillstandsbedingunaen diktierte, welche die Rückkehr zu geordneten Verhältnissen beinahe unmöglich mochten. Dies gelte besonders hinsichtlich der Verkehrs- und Ernährungsfrage. Der deutschen Bevölkerung müsse sich immer mehr die Überzeugung aufdrängen, daß die Waffenstillstandsbedingungen in der bestimmten Absicht diktiert wurden, das deutsche Volk zu vernichten. Je mehr sich aber diese Überzeugung festige, desto drohender werde die Gefahr einer neuen bolschewistischen Welle für die deutschen Lande, die aber dann nicht noch einmal an den Linien der Entente Halt machen werde.
Noch keme Milderung der BeLingupgen.
WTB. Alle zur Zeit in der Presse anftauchenden Nachrichten über erreichte oder uns zugesagte Milderungen der Waffenstillstandsbedingnugen entsprechen nicht den Tatsachen. vielmehr ist festzustellen, daß trotz aller Vorstellunaen nnd aller bereits zutage getretenen Unzuträglichkeiten in der praktischen Dilrchführung der uns auferlegten schweren Bedingungen des Waffenstillstandes von unseren Gegnern nicht das gerrnaste Entgegenkommen betätigt worden ist. Die deutsche Waffenstillstandskommission: Staatssekretär Erz- berger.
Die bedrohliche ArrMeserurrz öer Transportmittel.
WTB Den gegnerischen Regierungen ist dirrch Vermittlung der schweizerischen und holländischen Regierung folgende Rote übernlkltelt morden: Die deutschen Bevoll- mächbigten bei der Waffenstillstandskommission in Spa übergaben am 16. 11. folgende Rote cm die gegnerischen Ver» kreier: »Im Aufträge der deutschen Regierung habe ich auf folgendes nachdrl'rcklimst Hinzuwersen: Bei Ausgabe der jerst L:-setzten Strecken werde-! die dort eingesetzten Lokomotiven übergeben. Im ganzen handelt ee sich dabei um rund 3000 Lokomotiven. Die Ausführung der übrigen etwa 2000 Lo- LoAwLwerr würde den Zusammenbruch des deutschen Eisen»
Wilsons Enropafahrt.
WTB. Rach einer Reutermeldung aus London wird Frau Wilson den Präsidenten auf seiner Reise nach Europa begleiten. Man glaubt, daß Wilson mit seiner Gemahlin außer Paris noch London besuchen wird, vielleicht auch Brüssel und Rom. Da der Präsident Anfang nächsten Monats abreist, wird er vermutlich mehrere Wochen vor Beginn der Friedenskonferenz in Paris an kommen. Man glaubt, daß er die Absicht hat, an der Konferenz in Versailles, die den Zusammenkünften der Friedensunterhändler vorangehen wird, teilzunehmen. Er wird auch den ersten Sitzilngen der eigentlichen Friedenskonferenz beiwohnen, worin die Prinzipien des Friedensvertrages in großen Zügen festgesetzt werden sollen. Bei den späteren Besprechungen der Einzelheiten des endgültigen Friedensvertrages wird er nicht mehr anwesend sein. Wahrscheinlich wird Wikson zu seiner Fahrt nach Europa amerikanische Schlachtschiffe benutzen. Außer den bereits gemeldeten amerikanisa>en Delegierten werden noch Louis de Drandeß, General Bliß und Admiral Sims genannt.
Die VertzarrdluvKeri der Marine.
DTB- Admiral Beaty hat bei ben Waffen ftillstandsver- Handlungen in Rearer als den alleinigen von der englischen Regierung anerkannten Bevollmächtigten der Marine das Ersuchen gerichtet, ihm umgehend die Liste sämtlicher bis 25. 11 . fahrbereiter U-Boote und der zu desarmierenden U-Doote zu übermitteln.
WTB. London, 21. Rom Kontreadmiral Zyrwhltt übernahm heute nach Tagesanbruch 30 Meilen von Harwich von feinem Flaggschiff aus die ersten 20 U-Doote. die ausgelie- fert wurden. Die Boote gehen mit ihren eigenen Befatzun- gen nach Harwich.
WTB. Der englische drahtlose Dienst meldet, daß die deutschen Kriegsschiffe wahrscheinlich in' dem Hafen von Seapaslow auf den Orkney-Inseln interniert werden.
Ein feindlich:- Friedensangebot niemals erfolgt.
In den Berliner Kasernen 'werden Gerüchte verbreitet, die deutsch Regierung habe im Herbst 1916 ein Friedensangebot Frankreichs abgelehnt. Demgegen- über kann nur wiederholt werden, was schon frül)er mehrmals mntlich erklärt mord-en ist, daß kainer der Foinde Deutschlands ün Weltkrieg jemals ein Friedensangebot gemacht hat.
Metz besetzt.
TU. Am Dienstag sind die französischen Truppen in Metz eingerückt und zwar die 1. und 10. Armee mit Marschatt Petain an der Spitze. Am Vorabend hatte ein Vortrupp bereits von der Stadt Besitz genommen. Alle Glocken lau- teten. Die Artillerie donnerte unablässig. 600 französische Flugzeuge überflogen die Stadt. Marschall Petain, von sei- nem Stabe umgeben, hielt auf der Esplanade vor der Statue des Marschalls Ney eine Ansprache und nahm dort das Defiles der einzelnen Heeresabteilungen ab, welss>e von Gene- ral Mangin, dem Oberbefehlshaber der 10. Armee, vorge- führt wurden.
TU. Rach einer Meldung aus Karlsruhe stockt der Verkehr über den badischen Rhein nach beiden Richtungen vollständig. Es fahren keine deutfcl)en Züge mehr von ben Stationen Dreibach. Mühlhausen und Leopoldsche über den Rhein. Von Dienstag morgen 5 Uhr ab wird der übrige ge- famte Zugverkehr zwischen dem Elsaß einerseits und der Basel-Schweiz andererseits vollständig eingestellt.
Der RLürmM vriserer TrnvpeK.
WTB. Die Franks. Ztg. nwldet aus Luremburg: Roch immer passieren große derrtsche Truppenmassen cmif dem ^'iückz,ige Luxemburg. Die Ordnung und Organisation ist an Stelle des anfüngliä-en Durcheinanders wieder herge- stcllt. Die Presse stellt fest, daß die Soldaten einen guten Eindruck machen. Donnerstag sollen die Ententetruppen dae luxemburgische Grenze besehen. Am 24, 11. treffen sie in der Stabt Luxemburg ein. Der Süden des Landes wrrb von A.nerikarwrn, der Norden von Franzose besetzt. In Longwy kanren bereits amerikanische Dorvoüen an.
bahnhos usw.) haben sich reinste Heerlager gebildet. Truppen aller Gattungen mit Gepäck und Wagen lagern hier. Es ist ein ewiges Kommen und Gehen. Die Soldaten stnd guter Dinge und werden gut ausgenommen. Diele Frauen sieht man, die den Soldaten Kaffee anbieten, wofür diese bei der Kälte sehr dankbar sind.
MTB. Nachdem schon Massen von Etappen truppen und Versprengter in den letzten Tagen Köln zu Fuß und auf der Eisenbahn passiert hatten, trafen gestern vormtttaa die Spitzen der v. und 17. Armee mit klingendem Spi« M Fuß ans dem Wege nach Osten hier ein. Die durch, ziehenden Truppen werden von der Bevölkerung mit KaH fte gestärkt und mit Zigarren und Zigaretten beichenkt. Raofahrerkolonnen eröffneten den Zug der Franktruppen, Venen lange Züge Sturmtruppen folgten. Die Truppen zeigen gute Halwng und beste Ordnung. Trotzdem herrscht besonders vor der Rheinbrücke, leben^gefLbr- "ches Gewühl. Der Berkehr stockt teilweise gänzlich. Ditz Stvoßenbahnen müssen voi-aussichtlich den Betrieb tn den nächsten Tagen einftellen. Die Stadt trägt in allen SLrvke» reichen Flaggen- und Blumenschmuck. , . »,
Feierlich empfangen t 21 ‘ dtov. Der Reichsleitvng ging m% Wishelmshobe, dem augenblicklichen Sitz der Obersten Heeresleitung, folgendes Telegrmnm vom 18. 11. zu: Das Feldheer würde es dankbar begrüßen, wenn es beim Einrückea in das u^ftb.che Grenzgebiet und später beim Einrücken in die Garnisonen feierlich empfangen würde.
linksrheinischen Gebiet ist in weiten' Kreisen die Befürchtung verbreitet, daß die feindlichen Heeresleit^m- aen die im wehrpfflchtiaen Alter stehende männliche Bevölke- keru.ng entweder als krieasaefangen oder zu Arbeitszwecken nach Belgien und nach Nordfrankreich abtühren lassen wer» den. Die Befürchtung entbehrt ieder taffächlichen Untcrlaae. denn Mschnitt 6 des Waffenstillsiondsabkommens bestimmtr In allen geräumten Gebieten ist die Forfführung von Einwohnern uni -saat. Cigentikm und Einwohner 'darf kein Schaden oder Nuchieil zugefüg^ werden. Die deutsche Waf- fenstMstandskommission: Staatsftkretär Erzberger.
Die Milltärbcstände links des Rheins.
MTB. Bezüglich-der deutschen Militärbestande links des Rheins, namentlrch soweit Lebensmittel in Frage kommen, ist folgendes bestimmt worden: Die Lebensmittel flehen in erster Linie den durchmarschierenden Truppen zur Verfügung. Ieder Soldat erhält an Lebensmitteln, soviel er tragen kann, d. h. also Derpffeauna für mehrere Tage. Im übrigen soll der Abtransport sämtlicher Militärbestänbe unter Aufbietung aller Kräfte bis zum Raumungstermin soweit irgend möglich durchgefiihrt werden. Die deutsche WaffenstillstanLakoiM Mission: Staatssekretär Erzberger.
WTB. Amsterdam, 21. Rov. Die deukschen Derwaltnpgs. behörden von Brüssel und Antwerpen stnd über Olbemzaan nach Deutschland zurückgekehrt.
AKtuW in Berlin.
TU. Ans Berlin wird gemeldet: Nachdem Grneralfelb-. marschall von Mackensen mit feinem Stabe bereits am Avend hier eingetrosfen war, stnd, wie die Dossische Zeitung ersäht nunmehr 2 weitere Züge mit dem gesamten Wirtschaftsstobe aus Bukarest kn Berlin eingetroffsn. Sie haben die sowohl in Rumänien wie in Ungarn geforderte Entwaffnung abgelehnt und ihr.: Waffen erst ans den'.schem Boden abgeliefert Unterwegs hatten fle öfter Kampfe mit Rumänen, Ungarn und Tschecho-Slowaken zu bestehen, bei denen pe jedoch an* einige Verwundete zu verzeichnen hatten.
FLr und gegen die NküsnalverlmumiMg.
WTB. In der Versammlung der ArbeiterrSte Groß- Berlins empfahl das Mitglied des Dollzugsrates Richard Dtüller, wie der Vorwärts meldet, eine Resolution, tn der es u. a. heißt: ^.In der revolutionären Organisation der A.« und S -illäte hat sich die neue Staatsgewalt verkörpert. Diese Gewalt muß gesichert und ausgedaut werden, damit die Errungenschaften der Revolution der gesamten Arbeiterklasse zugute kommen. Das Bestreben der bürgerlichen Kreise, so schnell wie möglich eine Rationalverlammlung einzuberufen, soll die Arbeiter um die Früchte der Revo- lutron bringen. Der Vollzugsrat der Arbeiter- nnb Sol- datenrate Groß-Berlins verlangt daher die Einberufung einer Delegiertenverfammlung der A.- und S-Räte Deutsch- lands. Diese hat einen Zentralrat der A.- und S.-Rätv Deutschlands zu wählen, der eine neue, den Grundsätzen der proletarischen Demokratie entsprechende Verfassung zu entwerfen hat Letztere ist «ner von ihm einzuberr,sende« konstituierenden Generalversammlung zur Deschlustfassung vorzulegen." Wciter führte Redner aus, die Konipetenz- konflikte, welche der Vollzuasrat mit der gegenwärtigen Regierung hatte, seien erledigt Der Dollzugsvat hat das Reä)t, die Negierungen des Reiches und Preußens zu nennen, und wenn sie nicht in seinem Sinne arbeiten, haß er das Recht, sie davon zu jagen. Doch hoffen wir, daß diese Notwendigkeit nicht eintreten wird. In der Debatte über die Hauptlrage. konstituierende Rotionalversamne- lung oder Cnnsctzung eines Zentrolarbeiterrateis, betonte Hermann Mütter, wir seien darin einig, daß wir die sozialistische Republik wollen, die im Rahnien der Demokratie durchgeführt werde. Hugo Haase erÄlürte es für unmöglich, baß die Errungenschaften der Revolution wieder verloren gehen könnten, denn das Proletariat habe in Deutschland die Mehrheit. Das Proletariat habe die Aufgabe, jede Regierung, auch eine sozialistische, vorwärts zu treiben. Der Schrei bürgerliä-er Kreise nach der Konstituante dürfe un» nicht betören, so schnell könne sie nicht einbcrufen werderr. Die Sozialisierung großer Betriebe sei notwercdig. Georg Leöebour sprach dafür, daß das Proletariat die Macht, die es jetzt habe, ohne Rücksicht onwende, um die fozialisÜsche Republik zu sichern. Unter der Herrsä-ast des Kapitalist mils gebe es keine Demokratie. Liebknecht trat ebenfalls oafür ein, daß alles getan werde, um die Wiederkehr de» Herrschaft des Kapitulismus zu verhindern. Rach Schluß der Debatte erklärte Ebert, er sei stets für Einigkeit ge- wesen. Im Großen und Ganzen könne er Haase zustin^
. e Resolution des Referenten sowie mehrere andere Reschutronen und Anträge wurden dem Vollzugs^ übev
WTB. Staatssekretär Dr. Preuß äußerte zu einem Ver. treter der Politischen Parlamentarischen Nachrichten über die Ratlonawerfammlung u. a.: Ich hoffe von ganzer Seele daß me Nationaloersammlung jeden deutschen Mann unt> jede deutsche Frau fest und innig on das Vaterland binden wird. Dre nationale Einigkeit Deutschlands unverbrüchlich festzu- halten und in freien und festen Formen auszugestalten, das A zur Zett das.w-chtigste Antlegen. Aür uns law es Uinm


