Ausgabe 
29.10.1918
 
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Heeresgruppe Deulschcr Kronprinz.

Von der Oise bis zur ArSne setzte der Franzose s.iu> Angriffe fort. Beidciseits von Ortgny schlugen wir st. vor unseren Linien ab. Der (Regner, b r bei Plcinc Geld« in unsere Stellung cindrang, wurde auf bet Höhe ro d östlich d.s O tcs aufgefangrv; seine Versuche, von hier aus durch Ängr ffe in diicher Richtung unsere Fron' an der Oise zu Fall zu bringen, sind unter schw.lsten Verlusten für den Feind gescheitert. O(igny und die hen südöstlich davon wurden behauptet. Zahlreiche Pan zerwagen des Feindes wurden zerstört. Dte Batterie dck Leutnants Meyhöf r vom ReserveFeld-Artillerie N gi ment 9U. 1 und Leutnant Zuppke vom Feld Artillerie Regiment Nr. 37, sowie Leutnant Otto vom Feld Ar­tillerie Regiment 445 hatten dabei hervorragenden An­teil. Am Serre-AbschniU blieben feindliche Vorstöße aus Mortters heraus vor unseren Linien liegen. Heftige An griffe gegen den Souche-Abschnitt zwischen Froldment und Picrrcpont wurden von posensch-n und württem- bergischcn Regimentern abgew tsen. Gegen Abend .schlu­gen das Füsilier-Regiment 37, das G.enadirr Regiment 119 und das Infanterie Regiment 121 vier erneute, mit großer Kraft vorbrcchende Angriffe des Feindes zurück. Beiderseits von Siffenne blieb die feindliche Infamer!', gestern untätig. Auf den Höhen westlich der Alsne stieß ein eigener ö.'tlicher Gegenangriff gegen den Sachsen Wald mit starken Angriffe zusammen, die der Feind mit weitgestccktcn Zielen zwischen Nzy le Comte und der Aisne angesetzt hatte. Schon beim Uebecschreiten der he nordwestlich von Nizy lc Comte erlitt der Feind in unserem Feuer schwerste Verluste. Hier sowie westlich von Banogne sind die Angriffe des Gegners völlig grscheitert. In dem schluchtenreichrn und dichtb.waldeten Gelärrde westlich der AtSne daurrten erbitterte Kämpfe tagsüber an; bis zum Abend waren sie zu unseren Gunsten ent schieden. Sie fanden etwa an der Stceße Banogne Chateau Per eien und Hcrpy ihren Abschluß.

An der Aisne-Front und b i

Heeresgruppe Gallwttz beiderseits der Maas keine größeren Kampshindlungen Südöstlicher Kriegsschauplatz:

Die Bewegungen in rückwärtige L nicn verlaufen plangemäß. In erfolgreichen Abwehrkämpfen bei Kcagn jevac und Jagodina sicherten Nachhut n den Abmarsch unserer Hauptkräste.

Der Chef des Geueralstabes des Feldheeres.

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Ber lin, 27. Okt. abends. Der Tag verlief ohne größere Kampfhandlungen.

O

wtb. Großes Haup t.q u a x ti e r, 28. Okt. 1918. Westlicher Kriegs sch auplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprccht.

Keine größeren Kampfhandlungen. Südwestlich von Deinze, östlich von Avelgen und bet Artces (südlich der Schelde) wiesen wir feindliche Angriffe ab Bei Säu berung einzelner Engländernestcc bei Famars und Eagle Fontaine machten wir Gefangene.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz

Uebergaugsversuche des Feindes über den Otsekanal bei Topigny wurden vereitelt. Zwischen Oise und Serre nahmen wir in der vorletzten Rächt in dem vorsprin­genden Bogen zwischen O igvy und La Ferto stehende Truppen in die Linie westlich von Guise östlich von Grecy an der Serre zurück. D.r Feind griff gestern unsere neuen Linien südlich von Guts- an; unter Ein büße zahlreicher Panzerwagen wurde ec abgewiesen. Am Souche- Abschnitt scheiterten am frühen Morgen erneute Angriffe der Franzosen zwischen Froidmont und Pier rcponl. Westlich der Aisne fanden gestern nur örtliche Kämpfe statt. Feindliche Angriffe gegen unsere auf dem Südufer der Aisne südöstlich von Rethel und bei Rilly stehenden Truppen wurden obgewiesen. Auf den Aisne- Höhen östlich von Vouziers nahm der Artilleriekampf am Abend in Verbindung mit erfolglosen Angriffen des Gegners östlich von Chestces vorübergehend große Stärke an.

Heeresgruppe Gollwitz.

. Auf den Höhen östlich der Maas wiesen wir An­griffe der Amerikaner am Walde von Consenvoye und am Ormont-Walde ab.

Südöstlicher Kriegsschauplatz:

Die einßckiteten Bewegungen wurden planmäßig weitergesühct. Südlich von Rudnik und Trpola erfolg reiche Rachhutkämpfe. Beiderseits der Morava besteht nur geringe Gefechtsfühlung mit dem Feinde.

Der Chef des Genercllstabcs d(S FUdhectes.

* n ' 28. Okt. abends. Keine größeren Kämpfe. Ludllch der Schelde, um Ork-Kanal und am Souche Abschnitt scheiterten heftige Tcilangnffe des Gegners.

begierungrreform in Hessen.

Darmstadt. 26. Okt. Staatsministec Dr v. Ewald gab lm Berfassungsausschnß der Zweiten Kammer fob gende Erklärung ab:

Nachdem für Preußen die Einführung des gleiche Wahlrechts ohne jede Zusatzstimme und die Einfü rung der Verhältniswahl für große Wahlkeerje a Abslchert zu betrachten ist, trägt die großheizoglich h fische Regierung kein Bedenken, h ule scton zu erkl ren daß sie die Aufhebung ds Mehr stimme rechts und die Einführung der V e e h ä l t u is w a ! für die Wahlkietje, in denen mehrere Abgeordnete wählen sind, Vorschlägen wird, wenn nach dem E

gebnis der AuSschußverhandlungerr die erforderliche Mehrh it sih hierfür finden wird. Ferner ist die Re- gi-xunu bereit, mit d«nr Ausschuß üb r lvcterg. Herde Wünsche zur A enderung des Wahlgesetzes und der Vermal l'u n g S g e st tz e zu beraten.

11 Oer die Fcage der Teilnahmcvon B c r tr a u- en sIN än c t n des Parlaments an di n Regie- r u n g Sg r sch ä ft e u äußerte sich der Staats Minister wie folg':

Rach der ntw ck'Auug d<r inncrpolitischen Verhält nisse im Reiche habe ich mich in Gemeinschaft mit meinen beiden Kolleg, n für verpflichtet grHallen, dem Großherzog über die Entwicklung und die politischen Folgen, die sich daraus für H ssen ergeben lönnrn. Bortcag zu halten. Der Großh rzog h t darauf er­klärt, daß ec sich auch seith t. schon bei Auswahl der Minister nicht aus den engeren Kreis d r SaatSb.- emten beschränkte, sich vielmehr stets bemüht habe, nur solche Männer zu b,rufen, vo:r denen ec glaub­te annehmcn zu f.n, daß sie das Vertrauen tes Volkes genießen. Der Großherzog hat sich aber im Einklang mit unseren Vorschlägen und Wünschen be reit erklärt, in Z fünft solche Berufung n nicht vor zunchmen, ohne daß durch vorheriges geeignet s Be­nehmen festgeste'llt worden ist, daß die zu Berufenden auch vom Vertrauen der paelamentarisch'.rl p r.schaf- ten getragen sind. Im Verlaufe des Vortrages Hab n wir, uni die Bahn für diese Entwicklung frei zu machen, gebeten, uns von unsir.n Aemt rn zu entbin­den. Der Großherzog hat darauf dem Rücktritt des Ministers des Innern und meinem Rücktritt mit Rücksicht auf unsre vorgerücktes Lebensalter grundsätz lich zugestimmt und sich dcn Zeitpunkt zu bestimmen vmbihalttn, zu drm dieser Rücktritt erfolgen soll; die Genehmigung des Rücktritts des im besten Mannes alter stehenden und wie kein anderer mit den Finanz v rhältnissen Hessens vertrauten Ministers der Finan­zen aber abgelchnt und dies auch mit der Annahme begründet, daß dieser dem Lande im Einvernehmen niit dcn Landständen noch längere Zeit erspeicßl'che Dienste leisten könne.

M% Stad! und Land.

Wie bekämpft man die Grippe ? Die Er­fahrung z tgt, daß bet rcchtzeitigec und richtiger Behand­lung der Grippe die schlimme Seite genommen werden kann. Die ersten Symptome si d verschieden und äußern sich meistens durch Frostgefüh', Glitde. schmerz n, Kopf­schmerzen, Mattigkeit u!w. Bei diesen Anzeichen em- Pji hlt cs sich, den Körper sofort rn starke Dürme zu bringen. Man kann dieses erreichen durch Gebrauch der Ac-tylln - Tabletten sowie durch vom Bett aus zu nehmende Kcpsdämpfe (man nimmt je eine Ha?.d voll Kamillen-. Hollunder-, Arcika, Schafgarbeblüten usw., bringt dieses in einem Topf Waff.r. in stark lochenden Zustand und atmet vom Bett aus unter übergewo f.nec Decke die würzigen, he ßen Dämpfer k ästig eine Vier­telstunde lang ein) und r.inkt alrvann eine Tasse heißen, schweißtreibenden Tee. Gut zuged.ck , muß alsdann versucht werden, stark in Schweiß zu kommen. Es kommt darauf an, diese Maßnahmen sofort beim ersten Auftreten der Krankheit zu ergreifen, da heute leidrr oft längere Zeit dahmgcht, teror ein Arzt eingreifen kann. Die Bakterien, die sich unendlich schnell ve mehren, dürf n k4ne Zeit ftndrn, den Körper zu durchseuchen und an einer Stelle (Lunge, Schleimhäute u,w.) Herde zu bilden, welche in kurzer Zeit lebensgefährlich werden können. Warm halten, dcn Körper vor jeder Zuglust schützen und Rücksälle durch nicht zu frühes Verlassen des Bettes verhüten, ist Hauptsache.

Gießen, 29. Okt. Zirkus Barum, wohl das größte Unternehmen dieser Art, ist hier eingetcoffcn, um von morgen ab mehrere Tage auf Oswalds Garten Aussehen erregende Vorstellungen Zu geben.

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