und Grausamkeiten gegen die Bevölkerung begehen. Voll deutscher Seite ist diesen Behauptungen sofort energisch widersprochen worden. Erfreulicherweise finden sich and) feindliche Korrespondenten, die der Wahrheit die Ehre geben.
Tie d e u t sch e Heeresleitung hat nichts unterlassen, um die leider notwendigen^Kriegsleiden für die Bevölkerung des Kampfgebietes auf das geringste Maß zu beschränken. So wurde die allgemeine Anweisung erlassen, daß zwar Vorräte aller Art, die nicht zurück- geschafsr werden können und dem Feinde von Nutzen sind, zerstört werden sollen, daß aber Häuser zu schonen sind, soweit es nicht rein inilitärische Gründe anders bedingen, und daß eine planmäßige Verwüstung verboten ist. Tie Vermeidung überflüssiger Zerstörungen ist den Truppen wiederholt allgemein eingeschärft worden. Bei der Preisgabe von Gelände sollen nur Objekte von militärischem Wert, wie Eisenbahnbrücken u. dergl zerstört werden. Nicht zerstört werden sollen Wasserleitungen, Gasanstalten und ähnliche Anlagen.
Tatsächlich haben die belgischen und französischen Städte viel weniger durch deutsche Kriegshandlungen zu leiden, als durch feindliche Artillerie und Flieger.
Gerade die Tatsache, daß alle Städte in der Nähe der vorderer' Feuerlinie von den Feinden vollständig zusammengeschossen werden, hat unsere Heeresleitung dazu bestimmt, die meistbedrohten Orte zwangsweise zu räumen. Es war dies eine Maßnahme, die im Interesse der Bevölkerung lag und sie vor der unvermeidlichen Beschießung bewahren sollte. So ist mit der Bevölkerung von T o u a i, C a m b r a i und Balenciennes verfahren worden. Ob die Bevölkerung derjenigen Städte besser fahren wird, die nunmehr nicht mehr zwangsweise geräumt werden, sondern wo es der »Bevölkerung freigestellt wird, ob sie die Stadt verlassen will, das wird sich später Herausstellen. Bei der Räumung der Ortschaften wurden auch soweit als möglich die Kunstschätze in Sicherheit gebracht, so daß sie den Besitzern nach Friedensschluß unversehrt zurückgegeben werden können. Aus den Banken wurden die Bankdepots zurückgeschafft. Sie werden bis Friedensschluß sicher aufbewahrt und sodann in die Hand ihrer rechtmäßigen Besitzer zurückgelangen.
Tie deutsche Heeresleitung hat alles getan, um das Elend der aus dem Kampfgebiet zurückflutenden Bevölkerung zu mildern.
Ti» Belgier al? Zeugen für die deutsche Kriegführung.
Ter belgische Bericht vom 18. Oktober abends enthalt folgende Angaben:
Südlich der Lys ist das Land unversehrt und stark bebaut. Tie Bewohner sind zahlreich. Indessen haben die Deutschen bet ihrem Abzug eine große Zahl von Männern von 40 Jahren mitgenommen. Touro- ing und Roubaix sind unversehrt. Tie Einwohnerzahl in Roubaix beträgt 65 000 und in Tourooing 60 000. Tie Stadtbehöroen sind in Tätigkeit und verfügen über Lebensmittel für zwei Wochen.
Hindeuburg gegen sinnlose Zerstörung.
Das Haager Blatt ,,Het Vaderland" bringt folgende Meldung:
Ein hier ausgefangenes drahtloses Telegramm besagt: An alle Heeresgruppen der West
front. Ich, verweise nochmals auf die durch mich und den Generalquartiermeister wiederholt gegebenen Befehle, daß bei der Räumung besetzten Gebietes lediglich militärische Zerstörungen ausgeführt werden dürfen, die durch die Kriegshandlungen notwendig sind. Hindenburg.
Nachdem sich nunmehr nicht mehr leugnen läßt, daß die Deutschen bei ihrem Rückzüge Städten und Dörfern sowie der Bevölkerung größtmöglichste Schonung angedeihen lassen, versucht die Entente diese Handlungsweise als Ausfluß der Furcht hinzustellen.
Im gegenwärtigen Kriege ist es an sich eine militärische Notwendigkeit, bei Rückzügen das Gelände, das man aufgibt, so gründlich wie möglich zu zerstören, denn aus allem, was man verschont, kann der Gegner- Vorteil ziehen, sei es nun Vorräte, mit deren Hilfe er sich verpflegt, Ortschaften, in denen er seine Truppen unterbringt, Wälder, die ihm Deckung bieten, oder Türme, die ihm als Ausguck dienen können. Tie Berechtigung dieses Satzes ist von der Entente selbst anerkannt, als sie die Zerstörungen der Russen bei ihrem Rückzüge im Jahre 1915 als höchste militärische Weisheit pries. Wenn die deutsche Oberste Heeresleitung von der Zerstörung von Städten und Dörfern Abstand nimmt, \o trrctbt sie dann? hinter dem Maß militärischer Zerstörung zurück, das die Entente als berechtigt anerkannt hat.
Es geschieht dies nicht aus Furcht, sondern aus Menschlichkeit, und es geschieht nicht erst seit heute, sondern war stets deutscher Grundsatz, solange der Krieg dauert.
Die Grippe-Ansteckung.
Nur direkt von Mensch zu Mensch
Mit Blitzesschnelle durch die ganze Welt! Sie hat eine so schnelle Verbreitungsfühigkeit wie keine andere Krankheit, und inan kann ihr gegeniiber gar nicht vorsichtig genug sein. Die „T r ö p f e n i n f e k- t i o n", durch die sie übertragen wird, ist nämlich nicht an sichtbare Tropfen gebunden, und man braucht nicht notgedrungen von einem Kranken in allzu aufdringlich-naher Position angesprochen zu werden, um „infiziert", angesteckt zu werden. Die Grippe wird nur von Mensch z u M e n sch übertragen, und zwar durch Tröpfcheninfektion, d. h. durch die feinen Flüssig- lkeitströpfchen, die beim Sprechen, besonders beim Niesen, Husten und Räuspern in die Luft geschleudert werden und dort verbleiben. Man kann sich daraus vorstellen, warum die Krankheit gerade in Fabriken mit Handbetrieb sich verbreitet. Man kann sich ferner ausmalen, wie vorzüglich die Ausbreitung vor sich gehen mutz in überfüllten Zügen und Straßenbahnabteilen, in Versammlungen, in Nasierstuben, beim „Schlangenstehen" und in Läden. Es nutzt nicht allein, sich beim Sprechen vom anderen so weit wie möglich entfernt zu halten, die feinen, in der gewöhnlichen Beleuchtung gar nicht sichtbaren Tröpfchen liegen in der Luft und werden von der Atniung angezogen. And da wir uns nicht ständig isolieren können, und eine Gasmaske für derlei Zwecke noch nicht erfunden ist, bleibt die Gefahr für jedermann bestehen.
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Flieaeroberleutnant Bernert, der Sohn des Rati- borer Oberbürgermeisters, Ritter des Pour le merite und anderer hoher Auszeichnungen, ist an Grippe verstorben. Er hat 28 Flugzeuge abgeschojsen.
Infolge der Grippe tritt in Breslau eine Gas- Iperre ein. Tie Maßnahme soll sich vorläufig auf 14 Tage erstrecken.
Nach Mitteilungen des Wiener Stadtphhsikus, die sich auf die Wahrnehmungen der Aerzte und Apotheker stützen, ist ein Abflauen der Grippe in Wien zu kon« statieren.
Mit Rücksicht auf die Grippe werden in Ungarns Hauptstadt Budapest sämtliche Theater, Kinos und Ver- gnügungslokale vom 21. Oktober bis 4. November geschlossen. Kaffees und Gasthäuser werden um 10 Uhr abends geschlossen.
Ten französischen Zeitungen zufolge nimmt die Grippe in ganz Frankreich außerordentlich zu. In Parts werden für die letzte Woche 700 Todesfälle an Grippe gemeldet. In Lyon wurden sämtliche Theater, Kinos und Konzertsäle geschlossen, die Bestattungsfrist für an Grippe Verstorbene wurde herabgesetzt. Leichenbegängnisse wurden untersagt. In Cler- mont-Ferrand wurden alle öffentliechn Versammlungen sowie Ansammlungen auf der Straße verboten, sämtliche Vergnügungslokale sind geschlossen.
— Die Kronprinzessin und die beiden jüngsten Prinzen sind an Grippe erkrankt.
Allgemeine Kriegsnachrichten.
„Bolksininister an die Front"!
Tie „Voss. Ztg." bringt unter dic'er Ueberschrift folgende Aufforderung zur „Politischen Aufklärung des Heeres":
In parlamentarischen Kreisen, die der Regierung nahestchen, ist eine starke Ströinung vorhanden, die in steigendem Maße darauf dringt, daß Redner aller Parteien, insbesondere aber die neuen Volksminister, Volksstaatssekretäre und Volksunterstaatssekretäre an die Westfront gehen, um dort den Truppen den lvahren Stand der inner- und außenpolitischen Dinge in aller Offenheit auseinandersetzen.
Von konservativer Seite wird diesem Vorschlag widersprochen. Parteiminister seien nicht geeignet für eine solche Aufklärungsarbeit.
Wilsons zweifacher Maßflab.
Ter ehemalige sozialistische Deputierte le Foyer schreibt in der „Verite": Deutschland sei, indem es den Frieden anbiete, unbedingt aufrichtig. Das liberale Deutschland stehe auf, triuinphiere und verlange nur, daß man erer gieren lasse. Man erleichtere ihm seine Aufgabe, indem man ihm Frieden gewähre. Wilson könne doch nicht verlangen, daß seine 14 Artikel als Ukas oder Evangelium gelten könnten. Er selbst habe sie in späteren Reden in einzelnen Punkten ermäßigt. Wenn Wilsons Antwort die allgemeine Räumung der besetzten Gebiete verlange, aus welchem Recht heraus könnte er dann einen zweifachen Maßstab anlegen und verlangen, daß die einen ihre Eroberungen raumen, die anderen aber sie behalten sollen?
Gcbietsausprüchc an Holland.
Aus dem Haag liegt eine Meldung vor, die Entente beanspruche von Holland den Verzicht auf 600 Quardratkilometer zugunsten Belgiens, nämlich auf das südliche Scheldeufer von Antwerpen bis zur See. Dafür solle Holland die Unantastbarkeit seiner Kolonien zugesichert erhalten.
Wilson nicht den Kaiser.
Der Franzose Paul Hennier schreibt in der Verite: „Wilson habe nicht die Absicht,über das
Schicksal der Hohenzollern oder irgendeiner sonstigen Dynastie zu entscheiden, aber er wolle wissen, mit wem er es zu tun habe, wolle mit keiner souveränen Dynastie verhandeln, sondern nur mit Demokraten, die ihres Schicksals Herr sind."
Wir dürfen annehmen, daß diese Auffassung richtig ist.
Homs in Syrien geräumt
Der türkische Heeresbericht teilt die kampflose Räumung der Stadt Homs mit. Von hier sind es ungefähr 150 Kilometer bis Aleppo, der nächsten größeren türkischen Stadt und der letzten Etappe von der 100 Kilometer nördlicher sich in östlicher Richtung hinziehenden Bagdadbahn.
Kundgebungen in Schlesien.
Freitag abend fand in der Aula der Universität in Breslau eine große Kundgebung der Breslauer Studentenschaft statt. Nachdem mehrere Professoren und Studenten gesprochen hatten, nahm die Versammlung die nachstehende Entschließung an, die dem Kaiser, dem Reichskanzler, dem Generalfeldmarschall von Hindenburg und General Ludendorfs unterbreitet wird:
„Getreu dein Geiste, in dem die Breslauer Universität den ersten Ruf zum Befreiungskrieg ausgehen ließ, vereinen sich heute, am Jahrestag der Schlacht von Leipzig die Lehrer und Studenten der schlesischen Hochschule im Bewußtsein der schicksalsschweren Entscheidungsstunde unseres Volkes zu der mit überwältigenden Mehrheit gefaßten Erklärung, die sie der gesamten deutschen Jugend und den deutschen Männern zurufen: „Lieber wollen wir in andauernden! Kampfe bis zuin Aeußersten jedes Opfer für Kaiser und Reich, für des Vaterlandes Unabhängigkeit und Sicherheit bringen, als feige einen Frieden eingehen, der wider unsere Ehre ist, deutsches Volk und deutsches Land schimpflich preisgibt. Nichtswürdig ist die Nation, die ncht ihr alles setzt an ihre Ehre."
Aehnliche vaterländische Kundgebungen fanden in mehreren oberschlesischen Städten statt.
Aus aller Welt
** Zwei Pferde ertrunken. 901? dem Ackerstück des Gemeindevorstehers Dietrich Meyer in Schwerian- gen ereignete sich ein aufsehenerregender Vorgang. Dort war man mit dem Ausladen von Rüben beschäftigt als die beiden Pferde mit dem Wagen durchgingen und in vollem Galopp in die Weser hineinrasten. wo die wertvollen Tiere ertranken. Meyer erleidet hierdurch einen erheblichen Schaden.
A Bewirtschaftung des Befeugiufter. Tie Bekannt, machung des Bundesrats über Besenginster unterstellt diese wichtige Faserpflanze der Bewirtschaftung, da bet der Knappheit an Faserrohstoffen auch diese heimische Wildpflanze in der Kriegswirtschaft nicht entbehrt werden kann. Zu diesein Zwecke wird die Nessel- anbau-G. m. b. H. ermächtigt, das Abernten der Stengel besorgen zu lassen, die geernteten Pflanzen, welche meldepslichtig sind, zu noch festzusetzenden Höchstpreisen anzukaufen und die Ausschließung den zur Fasergewinnung zugelassenen Betrieben zu übertragen, welche grundsätzlich aus den Kreisen des freien Unternehmertums herangezogen werden sotten.
A Tie Kongreßsucht und der Eisenbahnverkehr
stehen, wie die Eisenbahnverwaltung in einem Ausruf an die Bevölkerung darlegt, in enaein Zusammenhang Es muß jetzt jeder davon durchdrungen sein, daß viel, wenn nicht alles davon abhängt, daß die Eisenbahn ihre wichtigen und gewaltigen Aufgaben erfüllen kann. Es ergeht daher auch an die Veranstalter von Versammlungen und Kongressen die dringende Bitte, während des Krieges von allen für die Kriegs« und Volkswirtschaft nicht unumgänglichen nötigen Zusammenkünften, die zu einer weiteren Belastung der Eisenbahn Veranlassung geben könnten, Abstand zu nehmen.
A Zum Schutz gegen Gehclmschlachtungen beabsichtigt der Krers Minden die Einführung eines Viehkatasters. Dies Kataster wird sich auf alle Arten von Nutzvieh erstrecken und soll elne ständige Kontrolle des Landwirtes und des Biehhalters überhaupt ermöglichen. Die Kuhtaster, die die Milchergebnisse nachprüfen, haben sehr gute Ergebnisse gezeitigt.
A Tie tüchtigen deutschen Frauen. Zurzeit weist das deutsche Handwerk rund 11,000 Meisterinnen und über 28,000 geprüfte weibliche Handwerksgesellen auf. Die Mehrzahl davon sind Schneiderinnen. In Berlin besteht z. B. schon ein Verein von Buchbindermeifte- rinnen.
A Ter Postscheckvcrkehr hat auch im September erfreuliche Ergebnisse gezeitigt. Im Reichspostgebiet stieg die Zahl der Postscheckkunden um 7750 auf 237 895 am Monatseype. Auf den Konten wurden 11619 Milliarden Mark oder 72,7 o. H. des Umsatzes barloS« beglichen Das durchschnittnche Guthaben erreichte mit nahezu 840 Millionen Mark seinen bisher höchsten Stand. Am Deutschen Reiche betrug Ende September die Zahl der Postscheckkunden 275 500. Von dem Umsätze (13 326 Milliarden Mark) wurden 9616 Milliarden Mark barlos abgewickelt. Das Guthaben stellte sich lm Monatsdurchschnitt auf 962 Millionen Mark. Vordrucke zu Anträgen auf Eröffnung eines Postscheckkontos sind bei jeder Postanstalt erhältlich.
A Echter Tabak yntd immer spärlicher un»o teurer.
Tasür kommen Ersatzwaren, die nur oder fast nur aus getrockneten und nach einem besonderen Verfahren zubereiteten Bnchenblättern bestehen, in den Handel. Sofern diese Ersatzwaren ausdrücklich als Tabakersatz bezeichnet sind, ist gegen ihren Vertrieb in jetziger Zeit kaum etwas einzuwenden. Wenn aber die Vertreter solcher Tabakersatzsirmen, wie es mehrfach vorgekommen ist, den Geschäftsleuten unwahre Vorspiegelungen über den Wert und die Beschaffenheit der Waren machen, insbesondere zusichern, es handele sich um echten Tabak und auch solche Muster vorlegen, wenn ferner die Ersatzwaren auf den Packungen als» „Rauchtabak" bezeichnet werden, so ist ein solches Vorgehen nicht nur durchaus verwerflich, sondern auch strafbar. Tie durch den Vertrieb solcher Waren geschädigten Personen tun gut daran, rücksichtslos Anzeige zu erstatten.
A lieber die schlechte Beschaffenheit des Brotes
wird allgemein geklagt. Vielfach wird die fchvechte Bekömmlichkeit des Brotes, das klitschig, geradezu mit Nässe gesättigt und durchweg nicht ausgebacken sei. gerügt. Don Fachmännern wird als Ursache der Minderwertigkeit des Brotes der zu hohe Wassergehalt des Mehles angegeben, der wieder auf den Frühdrusch^ zurückzuführen sei. Das Korn habe nicht ablagern und- ausschwitzen können. Dazu sei dann noch die nasse- Witterung gekommen, so daß die schnelle Verarbeitung des KornS sich nun erst recht räche. Tie Bäcker befänden sich in einer üblen Lage, sie könnten dem Uebel- stande nur durch reichliche Zugaben von Weizenmehl abhelfen, aber Weizenmehl fehle überhaupt. Ta dieses unbekömmliche Brot der Gesundheit nicht zuträglich ist, muß eine baldige Besserung dringend verlangt werden. Es ist allerdings zuzugeben, daß der Stand unserer Versorgung die alsbaldige Heranziehung der neuen Ernte erforderlich machte. Umso mehr mußte aber auf die Vermeidung des zu erwartenden Uebel- standes Bedacht genommen werden, sei es durch enl- ftzi-echende Heranziehung der Trocknungsanstalten, sei es durch Beimischung von Weizenmehl oder durch, andere geeignete Maßnahmen. Wenn das jetzt noch geschieht, wird der Volksgesundheit ein sehr notwendiger Dienst erwiesen.
** Eine Hundertjährige infolge Unfalles gestorben. Die älteste Einwohnerin Clausthals und wohl des ganzen Overharzes, Frau Georgine Schramm, ist verunglückt und gestorben. Sre hat das 100. Lebensjahre rretcht und erfreute sich körperlicher und geistiger Frische.
** Bom Spiel in den Tod Ein betrübender Unglücksfall mit Todesfolge ereignete sich in Lauen- bnrg. Ein etwa achtjähriges Mädchen kletterte auf die Deichsel zwischen zwei m Fahrt befindlichen Lastwagen. Das Kind fiel herab und wurde vom zweiten Wagen überwagen. Es erlitt leider so schwere Verletzungen, daß nach einigen Stunden der Tod eintrat.
** Zigeuner als Mörder verhaftet. Die steckbrieflich verfolgten Zigeuner Lustenberger und Joseph Schas« freinski, der am 26. September bei Lübtheen in Mecklenburg den Gendarmeriewachtmelster Spangenberg ermordet haben, sind in dem poinmerischen Dorfe Te- terin, wo sie als Landarbeiter tätig waren, verhaftet ivorden Auf ihre Ergreifung war eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt worden.
** Sicheres Lockmittel In einem Dobrilugker Glatte zeigt ein Schuhmachermeister an, daß-er demjenigen, der ihm den Dieb seiner Rüben nachweist, ein Paar Stiefel oder Schuhe umsonst besohlen werde. Dieses recht zeitgemäße Inserat dürste seine Wirkung wohl nicht verfehlen.


