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.■:? 44 t*nBreite Petitzei! e, für Auswärts 36 Pfg. "Die 90 rr. rr. breite Reklame-Zeile 100 Pfennig, i v - r a ü e i l agen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt der Ueberschreirung des Zahlungs- ;iel'?.s OSO Daaej, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschrrften ohneBerbindlichleit. Druck der Gi.chcner Verls gsdruckerei, Albin Mein.
Nr. 91.
Telephon Nr. 362.
Samstag, d u 12. Oktober 1918
e l e p h o n Nr. 362.
31. Jahrg.
Neue sch^ers. Kampfs im Weste
^müjchs deuffcDe Dgesftericbtt.
wtb. Großes Hauptquartier, 7. Oft 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Nu pp recht.
In Flandern und vor Cambcai ruhiger Tag.
Heeresgruppe Boehn.
Nördlich von St. Quentin dauern die schweren Kämpfe seit Mitte September fast ununterbrochen fort. Trotz wiederholten Einsatzes frischer Verbände hat der Feind hier bisher keine nennenswerten E folge erzielen können. Auch gestern ft.-ib seine Angriffe, die sich am Vormittage nordöstlich von Le Calelet und beiderseits von Lesdins entwickelten und am NaLmittage auf breiter Front nördlich von Ct. Quentin verbrachen, gescheitert. Der Feind, der am Sommekanal zunächst aus Essigry le- Petit Loden gewann, wurde durch erfolgreiche Gegenstöße und nächtliche Unternehmungen wi'der bis auf Renaucourt zurückgedcängt.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Der Feind folgte gegen unsere neuen Stillungen an der Aisne und Sulpprs zwischen Pontavcrt und Bazaucouxt scharf nach und fließ vielfach im Angriff gegen sie vor. Kämpfe entwickelten sich bei Pontaverr, Berly au Lac, beiderseits der Straße Reims — Neufchatel und. bet Baza.icourt. Der Fcind wurde überall abgewüsen. An einz lnen Stellen halten sich kleine Abteilungen auf dem nördlichen.SüippeSufer. Mit stärkeren Kräften griff der Gegner an der Arnes unb westlich von £t Etienne an. Auch hier ’OIic n feine Angriffe in unseren Gegenstößen ohne Erfolg. Au der Schlachtfront in der Champagne trat gestern nach zehntägigen erbitterten Kämpfen Gefechtspause ein. Oeftlich von Sr. Etienne, bet Orfeull und Autry wurden Teil angriffe, an vielen Stellen der übrigen Front stärkere Eikunoungsvorstöße des F.indes ab; wiesen.
Heeresgruppe Gallwitz.
Zwischen den Argonnen und der Maas s tzte der Amerikaner seine heftigen Angriffe fort. Das Infanterieregiment Generalfeldmarschall v. H-ndenburg Nr. 147, das schon westlich der Maas in erfolgreicher Abwehr und im Angriff entscheidend dazu beirrr^g, den Durch bruch des Feindes zu verhindern, schlug euf den Höhen östlich der Air den Feind zurück. Gefreuter Kleinowski tat sich hierbei besonders hervor. Schwerpunkt der feindlichen Angriffe lag auch gestern zu beiden Seiten der von Charpently auf Nvmag^e führenden Straße. Die dort seit Tagen im Kampfe stehenden elsaß-lothein^ischcn und westfälischen Regimenter brachten den mehrfachen Ansturm. des Feindes völlig zum Scheitern. Der Amerikaner erlitt wiederum schwerste Verluste.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
abends. Oertljche Kämpfe nördlich t. Quentin und zwischen
Berlin, 7. Oft., der Scarpe. Nördlich von
Acgonnen und Maas haben sich in den Abendstunden feindliche Angriffe entwickelt. In der Champagne ruh
Tag.
wtb.
1918.
Großes Hauptquartier, 8. Okt
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Nördlich dee Scarpe griff der Engländer nach Heft. 'n. Feuerkämpf n beiderseits von Oppy an. In Neuvitru! faßte er Fuß. Im übrigen brachten ihn unsere Vorposten zum Stehen.
Heeres-gruppe Boehn. '
Nördlich von St. Quentin setzten Engländer und Franzosen ihre starken Angriffe fort. Nördlich von Mortt- vrchain fd)iu icn hannover sche und brnunschwttgische Regimenter fü ffmaligejr Ansturm des Feindes ab. Wetter südlich brach 1er Angefff^oeS Feindes in unftnn Feuer zusammen. V> i und südl.ch von Srqmhart haben posrnsche und hessische Regimenter nach Horrem Kampfe ihr- Stellungen behauptet. Le: dem Kampfe hart an decTrlloy- Höhe brachte!, schlesiiche Bataillon und Pio-.i re im Nahkamps uni durch Gcg'nstoß fctn feindlichen Ansturm zum Scheitern.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Vorfeldkämpfe an der Stilette unb r lsnc. Das
nördliche SuppcS-Ufer wurdg ln öerttchen Unter
nehmungen vom Feinde gesäubert. Am Nachmittag stieß der Gegner in TeilangAffen zwischen Bezancourt und Selles mit starken Kräften beiderseits von St. Clemont an der Arnes vor. Seine Angriffe scheiterten. Oertliche Kämpfe um St Etienne, das von uns^ genommen wurde, im Gegenangriff des Feindes aber wieder verloren gegangen ist. Im Uebrigcn beschränkte sich die Tätigkeit des Feindes in der Champagne auf Teilvorstöße und zeitweilig auftcbenden Artilleriekampf. Beiderseits der Aisne schlugen die in den letzten Kämpfen besonders bewährte 9. Landwehr- und 76. Nefirvedivifion heftige Angriffe dcs Feind s ab
Heeresgruppe Gallwitz.
Nach stärkster Feuervorbeceitung setzte der Amerikaner erneut zum Durchbruch beiderseits der Aire an. Auf dem westlichen Ufer brachte württcmbergffche Landwehr südlich von Chatel vorbreckende Angriffe zum Scheitern. Von der. Höhe nördlich von Chatel, auf der der Feind vorübergehend Fuß faßte, wurde «r'im Gegenstoß wieder geworfen. Oestlich der Alle brachen die feindlichen An- griffe bald schon in unserem Artilllrirfmer zusammen. — Gegen Abend nahm der Feind beiderseits der von ChorpkNtry auf Romagne und der von Nantillois auf Cunel führenden Straße, sowie westlich der Maas seine Angriffe wieder auf. Nach hartem Kampfe schlugen wir ihn teilweise dstrch Gegenstöße, zurück-
Der E ste Gener.alqstarLiermeister: Ludendorff.
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Ber lin, 8. Okt, abends Zwischen Eambrai uoch St. Quentin, in Uc Champagne u b an der Maas haben sich neue schwere Kämpfe entwickelt. — Südlich von Eambrai und nördlich von St. Quentin ward- der feindliche Angriff abgewieffn. In der Mitte der Schlacht- fcynt gewann er Boden. Hier standen wir am Abend inrKampfe westlich Bohain und entlang der von Bohatn auf Eambrai und St. Quentin führenden Straße. In der Champagne und an der Maas sind die Angriffe dcs Feindes gescheitert. •
wtb. Großes Hauptquartier, 9. Okt. 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Zwischen Eambrai und - t. Quentin ist die Schlacht von neuem entbrannt. Unter Einsatz gewaltiger Artillerie, mqffcn und unter Zusammenfassung von Panzerwagen und Fliegergeschwadern griff der Engländer im Verein mit Franzosen und Amerikanern unsere Front von Eambrai bis St. Quentin an. Auf dem nördlichen Angriffsflügel war der Ansturm des Feindes nach hartem Kampfe gegen Mittag westlich- der von Eambrai aus Böham führenden Straße Zehrochen. In den Abend stunden sind hier erneute Angriffe des Feindes gescheitert. Zu beiden Seiten der in der Richtung Le Chateau führenden Römerslratze gelang dem Gegner ein tieferer Einbruch in unsere Linien. Wir fingen seinen Stotz- in der Linie Walincourt—Elincourt und westlich von Bohain aus. Auf dem Südflügel des Angriffs konnte Gegner nur weniges Gelände gewinnen; die -südlich von Mont- bcehain kämps- nden Truppen schlugen alle Angriffe des Fundes in ihrer vorderen Znfanteillltelluag ab. Durch den Einbruch in der Mitte der Schlachtfront m ihrer ttüanke bedroht, mußten sie am Abend ihren Flügel an bin Wencarck von Fcesnvy Le-Grand zu.Äckn-chmrn. — In der Ebämpy'gne nahmen Franzosen und Amerikaner zwischen der Suippes und westlich der Aisne unter großen Kcaftentfattung ihre Angriffe wieder auf Auch sie erstrebten nach aufgefundenen Befehlen erneut den Durchbruch durch unsere Fcont. Nur beide..seitS von St. Etienne brach der Feind in'unsere Linien ein. Ein in den-Nqchmittagsftunden angesttzter Gegenangriff Waes den Feind hier wieder zurück. Än der übrigen Front sind die Angriffe des Feindes völlig gescheitert. Örtliche Ettibeuchsiellen wurde;: im Gegenstoß Wieder gesäuderr. Tcilongriffe an der AiEns und sehr heftige Angriffe der Att'.eitkaNec am Qstruude. des Argonnel.waldcs und im Airet.ale wurden abgewiesen. — Aus dem Qstuser der Maas griff der F-ttud zwischen Brabant , und OcncS nach starker Artillcriewirkung an. Der un Wald Consenvoye cndröcr e Gegner wue.de solott Stehen gebracht. An der übrigen Front schlugen wir ihn vor unseren 5tamstslinien ab.
Der Erste Generalquartie.meist«
von
zum
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. \ on Deutsciilands Schicksal \k Bist auch D u ein Teil,
Ludrn dorff.
was Du dem Lande tust, Du rust es Dir jum Heil! Darum zeichne die neuncel
wtb. Großes Hauptquartier, 10. Okt. 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Auf dem SchlaLtfelde zwischen Eambrai und St. Quentin nahmen wir rückwärtige Stellungen ein. Cam- fttai wurde von uns geräumt. Durch erfolgreiche, von Panzerwagen unterstützte Gegenangriffe, die uns am Abend des 8. Oktober südöstlich von Eambrai wieder in den'Besitz von S-ranvillers und der Höhen berder- s.itS von Esncs b achten, haben in erster Linie bayrische und rheinische Regimenter sowie Truppen der deutschen Jägerdivisionen die Loslösung vom Gegner wesentlich erleichtert. Im Laufe d-s gestrigen Tages ist der Feind beiderseits der Römerstruße in Rrchtung Le Chateau mit stärkeren Kräften gefolgt. Unsere Vortrupp n wehrten > ine hier in Verbindung mir Panzerwagen eingesetzte Kavallerie ab. Mit stärkeren Jnfanteeieitngrtffe» wichen sie schrittweise kämpfend in neue Stellungen aus. Am Abend stand der Feind östlich der Linie Bertry— Busiqny _ In brr, Champagne wurden feindliche T-U- angriffe beiderseits vo» St. Etienne abgewiesen. Zwischen den Argonncn und 'dem Rück'.u von Omes brach der Amerikaner am östlichen Plnas User in Verbindung mrt Franzosen erneut zu einheitlichem Angriffe vor. Am Rande der Argonncn scheiterten sie unter schweren Ver. lüsten für den G-gner. Cornay, in das der FeUrd eindrang, wurde wieder qestymmen. Douptsioß der zwischen Arre und Maas geführten Angriffe war gegen Sommeronce und Romagne gerichtet. Beide Orw bUeben nach wech,cl- vollen Kämpfen in unserer Hand Dem über Romagne und östlich davon bis Cunel vordringenden Feind warfen badische Regimenter zurück. — Auf dem, östlichen Maos- nfer schlugen wir den Feino bei und östlich von Lwry ob und nahmen Sivrh, das vorübergehend Verloren ging, wieder. Nordwestlich und östlich von Beaumont ui bei Ansturm des Gegners vor den Linien österrelch- ungarischer Jäger, und rheinischer Regimenter geschertert.
Der Erste Generalquartiermeisier: Ludendorff.
•
Berlin, 10. Okt. abends. Vor unseren neuen
Stellungen an der Schiachtfco t östlich von Eambrai in cH Oacnun und auf b.tden MaaSnfern find feindlich e Angriffe gescheitert. _
Um Stsät Müä Cmö*
* Die erste Milliarde ist brt den Zeichnungen
für die neunte KrtegSanlclhe mich den Zu- famwenftelkuugcn d-r „Köln- Ztg.- bereits überschritten. Sie beliefen sich schon btS zum vorigen ^rc,tag früh auf über 1030 Millionen Mark. Hoffentlich, geht c» ebenso gut weiter.
Unklarheiten der Umsatzstener. Die Frage,
ob Umsätze, bei denen die Licscrung vor dem 1. Aug. und die Zahlung nach dststm Zeitpunki erfolgt ist, um* satzstcuerpflichtig sind, war in den 'Mittellangen der SteuerauLkunstsstelle des Deutschen Jndustricrats für den Fall verneint worden, daß der Pflichtige die Steuern nach den, Zahlungseingängen entuajici. Reichs»
fchatzamt bat auf Befragen dieser Auffiffung nicht wr-> dersprochen t.nd das Preußische Finanzministerium hat sie uusdcücklich als zutreffend bestätigt. Auch einlge Veraniagungsbehörden nehmen bereits diesen Standpunkt ein.
Keine Annahme von Fvnchtstnckgurern.
Zur ERwinnung von Waaen stur den Lebe-iSmttte'b, insbeioader< für den Kartoff-lverkchr, loerden lM D.rtt' tionsbeziek Frankfurt Frachtstückgütcr am 10 , 11. und 13. Oktober nicht angenommen.


