Bulgarien besinnt sich.
Die letzten Meldungen aus Sofia ergeben, daß der Ministerpräsident Malinow nicht mehr Herr der Lage ist. Sein Rücktritt soll bevorstehen. Der Führer der zweiten bulgarischen Armee, General Todorow, hat sich der deutschen Obersten Heeresleitung zur Verfügung gestellt. Dieser Akt der Bündnistreue erfolgte zweifellos im Einverständnis mit dem Zaren Ferdinand, dessen treuen Festhaltens an den Abmachungen mit den Mittelmächten wir sicher sind.
Was Bulgarien zu erwarten hätte.
Die Ablehnung des Ersuchens Malinows ist die Antwort der Entente auf dessen Bitte um Waffenstillstand. Das paßt zu der Haltung, die von der Entente bisher schon zu Malinows bulgarischen Forderungen eingenommen wurde. Er hatte diese jüngst erst in der Antwort auf die Rote Burians dacgelegt. Darauf antwortete Auguste Gauvain im „Journal des Debats" vom 24. September:
„Was das Recht der Nationalitäten betrifft, so lästert Herr Malinow, wenn er sich darauf beruft. Er, seine Vorgänger und ihr koburgischer Zar haben die letzten sechs Jahre damit zugebracht, es mit Füßen zu treten. Bulgarien hält das serbische Gebiet von Risch bis zur Donau, das griechische Ostmazedonien und den Teil von Mazedonien, der Serbien sowohl 1912 als 1913 zugesprochen wurde, besetzt und erhebt Anspruch darauf, alle diese Gebiete zu behalten. Es erhebt ferner Anspruch auf die rumänische Dobrudscha (die des Jahres 1878) und auf Thrazien mit dem Bahnhof Adrianopel, wo die bulgarische Bevölkerung außerordentlich dünn gesät ist. Halten wir uns mit der Erörterung der Thesen des Herrn Malinow nicht lange auf: die Frage wird durch die Waffen geregelt werden. Die Verbandsheere in Mazedonien werden diese Aufgabe übernehmen."
Mit einem Worte: Frieden kann Bulgarien von der Entente nur haben, wenn es auf alle seine Ansprüche verzichtet.
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An der Front abgewiesen.
Der feindliche Oberbefehlshaber, General Franchet d'Espere soll nach einer unbestätigten Meldung in feinem Hauptquartier bulgarische Bevollmächtigte empfangen und ihnen geantwortet haben, er könne einen Waffenstillstand nicht gewähren. Wegen der ihm unterbreiteten Friedensvorschläge werde er sich mit seinen Regierungen in Verbindung setzen.
Das Bestreben des Feindes ist natürlich darauf gerichtet, sich ein möglichst großes Faustpfand zu sichern und der rm Zug bestndlichen Gegenaktion der Mittelmächte militärisch und damit auch politisch zuvorzukommen. Sein Ziel ist die Unterbrechung der Eisenbahnlinie Berlin—Konstantinopel, und die Entente ist naturgemäß bestrebt, dieses Ziel auch dann zu erreichen, wenn ihre Hoffnungen auf Malinow teilweise scheitern.
Tie Lage an der mazedonischen Front.
Nach dem bulgarischen Bericht steht die Armee rn der Gegend von Monastir und in der Front am Unterlauf des Wardar noch einigermaßen fest. Im Zentrum ist die Entente bis Uesküb (Veles), Jstip und Strumitza vorgekommen. Letzteres liegt schon auf alt bulgarischem Boden.
Westlich vom Ochridasee, nach Albanien hin haben die Oesterreicher die bisher bulgarischen Stellungen übernommen und die Angriffe dagegen abgeschlagen. Ueber den Anmarsch der deutschen Truppen wird vorläufig noch nicht berichtet.
Ter «errat im bulgarischen Lager.
Ein deutscher Parlamentarier, der die bulga- rfichen Verhältnisse gut kennt, äußert sich über die letzten Ereignisse:
_ bin überzeugt, daß die durch Malinows
schritt geschaffene politische Lage entweder zur Stunde schon repariert ist oder in Kürze repariert werden wird. Es war mir schon seit langem bekannt, daß der Kommandierende der Armee, bet der der feindliche Einbruch stattgefunden hat, General Lukow, mrf die ihm unterstellten Truppen zugunsten der Entente einen demoralisierenden Einfluß ständig aus- übte Lukow gehört jetzt zu den von Malinow aus- gewahlten sogenannten Parlamentären. Zar Ferdinand hält treu zum Bündnis. Er ist nicht der Mann, der den König von Bayern und den König von Sachsen trt seine Arme schließt und ihnen dabei sozusagen den Dolch in den Rücken stößt. Sein Einfluß auf die So- branje, insbesondere auf die Liberalen, die Radosla- wowisten und Stambulowisten ist stark; die Bedeutung der Liberalen in der Sobranje entspricht etwa, auch der Zahl nach, der unseres Zentrums. Malinows Ein- lUtv ist gewiß nicht zu unterschätzen. Ich glaube aber doch, daß es dem populären und starken König gelingen wird, Malinow, Lukow und Radew schnell als das Zu entlarven und an den Pranger zu stellen, was sie am Leben des bulgarischen Volkes. Militärisch wird der Schaden sicher auch schnell eingerenkt werden.
„Nicht allzu kritisch."
Im Verlauf einer Besprechung mit bei ihm erschienenen deutsch-nationalen Mitgliedern des Ausschusses der österreichischen Delegation für auswärtige Angelegenheiten erklärte Minister des Aeußern Graf Burian, daß trotz der Ereignisse in Bulgarien die Gesamtlage nicht allzu kritisch beurteilt zu werden brauche.
Aus weitere Anfragen von Delegierten betonte Graf Burian, daß Oesterreich-Ungarn in vollem Einvernehmen mit Deutschland Vorgehen werde. Das Bündnis zwischen Oesterreich-Ungarn und dem Deutschen Reiche bleibe nach wie vor fest ü n d unerschütterlich.
Amerikanische Wühlarbeit.
Eine bedeutende Rolle bei der Vorbereitung der jetzigen Ereignisse und in ihrem weiteren Verlaufe spielt der diplomatische Vertreter der Verein i g t e n S t a a t e n i n S o f i a , der dort verblieben ist. weil Bulgarien die Beziehungen mit den Bereinigten Staaten nicht abgebrochen hat. Er soll sich bei der bulgarischen Delegation befunden haben, die nach Saloniki reisen wollte, an den feindlichen Linien«! aber abgewiesen worden ist. Der amerikanische Gesandte allein soll von den feindlichen Truppen nach Saloniki durchgelassen und dort angekominen sein.
Ein starker Tamm in Serbien.
Die „Reichspost" meldet:
Tie Mittelmächte sind in der Lage, Bulgarien ausreichenden Schutz zu bieten, falls die Mittelmächte jedoch mrt dieser Bürgschaftsleistung in Sofia nicht mehr durchzudr:ngen vermögen, ist dafür gesorgt, daß auch die für die Verpflegung Oesterreich-Ungarns wertvollen Gebiete Serbiens einen starken Damm gegen den von Süden sich nähernden Feind erhalten. Die Mittelmächte. die im Osten freigewordcn sind, besitzen genügende Kräfte, um hier allen Ausgaben gerecht zu werden. Im Kriege sind Mut. kalte Entschlossenheit und Vertrauen auf die eigene gute Sache der halbe Sieg Es ist aller Anlaß vorhanden, mutig, entschlossen und vertrauensvoll zu bleiben.
Feder europäischen Lage gewachsen.
Tie „Neue Freie Presse" jagt:
Das Bündnis zwischen der Monarchie und Deutschland hat sich in den dunkelsten Tagen dieses langen Krieges bewährt. Es ist geschlossen worden, weil die leitenden Staatsmänner überzeugt waren, daß es jeder europäischen Lage gewachsen sein werde. Wir können auch jetzt annehmen, daß alle Vorkehrungen getroffen worden sind, die notwendig sind, um einen Rückschlag der bulgarischen Krise und der bulgarischen Politik auf die Lage der österreichischen Monarchie und Deutschlands in den Balkangebieten zu verhüten. Freimütig muß zugestanden werden, daß der große Ernst der Verhältnisse, die sich im Krieg entwickelt haben, durch die Vorgänge in Bulgarien noch vermehrt wurde.
Wenn Bulgarien ausschrive.
Die „Nordd. Allgem. Zeitung" erhält aus Wien die Versicherung, militärisch sei alle Vorsorge getroffen zur Aufrechterhaltung der Verbindung mit der Türkei. Ein Ausscheiden Bulgariens aus dem Bierrunde wäre jedenfalls von keiner entscheidenden Bedeutung für die Entscheidung des Krieges. Das Festhalten der Türkei am Bündnisse stehe außer jedem Zweifel.
Entschließung der
NationaMberalen.
Grundzüge für eine ParlamenLarisicrung. — Nuter- stühung der Hertlmgschen Auslandspolrtik.
Die nationalliberale Reichstagsfraktion hat sich in ihrer letzten Sitzung mit de.r politischen Lage beschäftigt und ist einmütig zu nachstehender Entschließung gelangt:
Der Ernst der Zeit erfordert die Zusammenfassung aller Kräfte und den Entschluß, möglichst weite Kreise auf einem gemeinsamen Boden zu vereinigen.
Hierfür stellt die nationalliberale Reichstagsfraktion folgende Richtlinien auf:
1. Innenpolitik.
1. Eine engere Verbindung zwischen Regierung und Volksvertretung ist herzustellen durch Eintritt weiterer Vertrauensmänner der Parteien i n die Regierung, die bereit sind, die Verantwortung für die Regierungsgeschäfte mit zu übernehmen. Zu diesem Zweck müssen die Artikel 9 Satz 2 und 21 Absatz 2 der Reichsverfassung ausgehoben werden.
2. Die Einheitlichkeit der Reichsleitung ist dadurch sicherzustellen, daß eine ständige B e t e i l i g u n g d e r Staatssekretäre an der Führung der Ge schäfte und an der Gesamtpolittk gewährleistet und durch geeignete organische Einrichtungen, insbesondere durch gemeinsame Sitzungen und Entschlußfassungen, geregelt wird. Auch zwischen der Reichsleitung und den Verantwortlichen Militärbehörden muß eine Einheitlichkeit hergestellt werden.
3. Wir verlangen eine den politischen und Wirt-
schaslitchen Anforderungen der Zeit entsprechende durchgreifende Reform des Auswärtigen Amtes und des auswärtigen Dienstes. s
4. Wir erwarten eine schleunige Regelung des preußischen Landtagswahlrechts gemäß der Regierungsvorlage.
5. Mit dem Wegfall der Kriegsnotwendigkeiten muß nach kürzester Uebergangszeit die staatliche Zwangswirtschaft ein Ende nehmen.
6. Tie Regelung der mit dem Belagerungszustand zusammenhängenden Fragen, insbesondere der Zen sur und des Versa mm lungsrecht s-hat durch ein Relchsgejetz zu erfolgen, dessen Vorlegung beim Wiederzusammentritt des Reichstags wir erwarten.
7. Tie Regelung der Staatsform von Elsaß Lothringen ist eine innerdeutsche Angelegenheit; die Entscheidung ist alsbald zu treffen.
8. In den besetzten Gebieten des Ostens soll die Militärische Verwaltung in eine Ziviloerwaltung ubergeleitet werden. Tie staatlichen Einrichtungen dieser Gebiete sind derart auszubauen, daß allen Kreisen der Bevölkerung die Beteiligung offensteht.
2 Außenpolitik.
^ . 1 -Wir erklären, in Uebereinstimmung mit der Reichsleitung und der Obersten Heeresleitung, daß wir einem Frieden mit unseren Feinden auf der Grundlage der Unversehrtheit des Reichsgebiets und der Rückgabe der deutschen Kolonien zustimmen. Die Wiederherstellung der politischen und wirtschafte lichen Unabhängigkeit Belgiens erfordert die Sicherung einer wirklichen Neutralität und die Wahrung des kulturellen und innerpolitischen Selbstbestimmungs- rechts des flämischen Volkes.
^ .Ae durch die Friedensvertrüge mit Rußland festgestellte Loslösung der östlichen Randstaaten von Rußland, die dem Willen ihrer Völker entspricht, bildet die Grundlage für ein wirtschaftliches Zusammenwirken und für die gegenseitige Sicherung dieser Staaten und des Deutschen Reiches. Eine den Wünschen beider Teile entsprechende enge politische, wirtschaftliche und militärische Verbindung des Balten^ landes und Litauens mit Deutschland ist baldigst durchzuführen. Der Weltsriedensvertrag darf diese Ergebnisse nicht gefährden.
_ treten ein für die tatkräftige Beteiligung
Deutschlands an jeder, einen dauernden Frieden fördernden zwischen st aatlichsn Vereinbarung.
Daher begrüßen wir den Gedanken der Völkerbundes, der künftige Kriege durch ständige Schiedsgerichte wwre durch gleichzeitige und gegenseitige Begrenzung der Rustungen verhüten soll.
Jeder Wirtschaftskrieg muß ausgeschlossen >in Mit einem Völkerbund ist e? ebensn unvereinbar wie irgendwelche Beschränkung der Freiheit der Schiffahrt auf dem Meere.
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Die Parteien verhandeln werter.
Erst in der nächsten Woche dürften die Verhandlungen unter den Parteien die Verständigung soweit gefördert haben, daß der Regierung ein Programm vorgelegt werden kann.
Man kann damit rechnen, daß das Zentrum bereit ist, den Sozialdemokraten in den Fragen des Artikels 9 der Reichsverfassung, der Autonomie für Effaß-Lothrrngens und des Ostfriedens entgeaenzukom men. und dem sich die Rationalliberalen in we'enl lichen Punkten anschließen. Graf Hertling wird sich entscheiden müssen, ob er auf Grund des im Kompromiß niedergelegten Willens der Mehrheitsparteieu regieren will oder nicht. Jedenfalls besteht keine Veranlassung, dem Grafen Hertling die Möglichkeit zu ent- ziehen, mit der Durchführung der P a r l a m e n t a r i - sierung sein Lebenswerk abzuschließen.
Die Sozialdemokratie zur Lage.
„Entschlossen, offen zu reden."
Das Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei, der „Vorwärts', veröffentlicht unter dem Titel , Bulgariens drohender Abfall" einen Artikel, der einen Appell an dre Volksmassen darstellt. Er entwirft zuerst ein rücksichtsloses Bild der Lage, die möglich wurde, wenn das schlimmste zum schlimmen käme. Der Vierbund ist auseinandergefallen, die Westfront entmutigt, gebrochen, der Feind dringt ins Land, die deutschen Städte gehen in Rauch auf, und vor dem einmarschierenden Feind wälzt sich das Heer der Flüchtlinge. . Das Ernährungswesen desorganisiert sich, es gibt nichts zu essen, es gibt keine Kohlen, kein Licht Wucher und Hungersnot lassen hunderttausende am ^ Straße sterben, der arbeitslose, geldlose Arbeiter strrbt jeden Tod, durch Hunger, Kugeln, Seuchen. Ver zweifelt denkt man an die Zeiten, da es noch siebe: Pfund Kartoffeln und vier Pfund Brot gab Die Regierung stürzt zum vierten-, fünften-, sechsten al, Ervrttet vergeblich den Frieden, gibt Land weg, Gold, Millmrdenwechsel, geht auf jeden Frondienst ein, nur um einen Frieden zu erhalten, der die Hölle auf Erden ist. Der Aufruf sagt dann:
„Weil uns dieses Bild niemals verließ, darum lind wir Sozialdemotraten stets für die nationale Verteidigung ekngetreten ... Es ist jetzt die Stunde gekommen, ganz offen zu reden, und wir sind entschlossen, es zu tun ... In dem allgemeinen Tohuwabohu würde sehr viel zum Teufel gehen, was wir Sozialdemokraten längst zum Teufel gewünscht haben, neben vielem Unrecht würde sich auch mancher Akt weltgeschichtlicher Gerechtigkeit vollziehen, das Aufräumen wäre gründlich. Aber wer will solchen Preis zahlen, zumal das, was er begehrt, billiger zu haben ist, wer hat das Herz, sein eigenes Volk solchem unbeschreiblichen Jammer auszusetzen, wenn er es überhaupt noch hindern kann'?! Darum, nicht um die Machthaber zu schützen, muß die Westfront festbleiben. Jeder, de: Unfern, den wir mit Sorgen draußen wissen, muf sich dessen bewußt sein, daß es jetzt auf ihn mehr ankommt als je! Jetzt handelt es sich wirklich nicht um Eroberungen, jetzt handelt es sich darum, in Ordnung und ohne unerträgliche Belastung in den Frieden zu kommen. Alle Wahrscheinlichkeit spricht auch dafür, daß esjetztnichtmehrlauge dauern kann. Die Standhaftigkeit einiger Wochen kann uns das Elend vieler Jahre ersparen!" Ter Aufruf schließt dann politisch mit der Forderung der demokratischen Regierung.
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Ter Ruf uach dem „starken Manne".
Tie Linke beharrt trotz der Versicherungen des Kanzlers, daß in Bezug auf den Belagerungszustand, in Bezug auf die Preise usw. durchgreifende Maßregeln gegen die aggressive Haltung verschiedener Generalkommandos ergriffen werden sollen, auf dem Verlangen des Rücktritts des Kanzlers. In der Presse der Linken wird behauptet, im Reichstage sei „die weitaus größte Mehrheit der Abgeordneten nicht nur davo, überzeugt, daß die g e g e n w ä r t i g e L a g e eine st ä r kere Persönlichkeit als den Grafen Hertling erfordere, sondern sie ist auch von dem völligen Mangel politischer Vorbereitung bei den gegenwärtigen Vorgängen ebenso peinlich überrascht wor'den wie vor kurzem bei der Note des Grafen Burian. Es werden in politischen Kreisen jetzt immer mehr:- Einzelheiten bekannt, die als Vorzeichen für die Wen . düng der Tinge in Bulgarien gelten und der deutscher« Regierung bekannt sein mußten, so daß dem Grasen Hertling stärkste politische Verantwortung für die jetzige Ueberraschung zugeschrieben werden muß."
Amerika und der Friede.
Wie sie sich „drüben" die Sache denken.
In den Vereinigten Staaten ist in diesem Augenblick, da die nach Frankreich transportierten „Sam- mies" sich zu erstem größeren Eingreifen in den Krieg anschicken, merkwürdig viel die Rede vom Frieden. Man glaubt, angesichts des sicher erwarteten vollen Erfolges der Zettelungen in Bulgarien usw. mit aller Bestimmtheit auf eine baldige Niederlage Deutschlands rechnen zu dürfen und fängt da schon an, seine „Friedensbedingungen" zu verbreiten.
Amerika will Tcutschland den Krieg unmöglich mache».
In Washington erklärte der wüsteste Kriegsfanatiker der Vereinigten Staaten, der Vorsitzende des Bundesausschusses für Kriegsangelegenheiten, Senator Lodge, daß die Alliierten den Deutschen ihre Bedingungen auferlegen sollen, wie das 1870 gegenüber Frankreich gemacht wurde. Deutschland muß in die Unmöglichkeit versetzt werden, einen neuer


