Leutnant d. Res. Roeth 22, Leutnant Freiherr v. Voe- ni^k 21, Leutnant Goettsch (vermißt) 20, Leutnant Büchner 20, Leutnant zur See Sachsenberg 20, Leutnant d. Res. Blume 20.
Asquith über Lcttow-Borbeck.
Die südafrikanische Zeitung ..Volkostem" veröffentlicht ein Telegramm über eine unbekannt gebliebene Rede von Asquith. In dieser Rede hat Asquith u. a. gesagt: Rur wenige Personen erkennen die Tatsache an. daß die Hartnäckigkeit des deutschen Widerstandes in Ostafrika hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß die deutschen Truppen von einem Mann von außerordentlichen strategischen und sonstigen Gaben geführt werden, von einem Mann von großer Geschicklichkeit in der Kunst, dem Gegner zu entweichen, einer Kunst, die, falls sie an richtiger Stelle und auf richtige Art durchgeführt wird, eine sehr wichtige militärische Gabe ist.
Finnland: Hclsingfors rüstet sich zum Königsempfang.
* Als Aufenthalt für den künftigen König von Finnland in Helfingfors wird der ehemalige kaiserliche Palast mit der größten Beschleunigung eingerichtet. Das bisher dort befindliche Auswärtige Amt zieht aus. Die ehemalige Schloßkapelle wird als Bibliothek des Königs eingerichtet. Der Ankauf eines Landgutes in der Nähe von Helsingsors als Residenz der königlichen Familie ist geplant.
Bölkcrfreiheit in England.
Das „Berner Tagblatt" meldet aus London: Die amtliche Statistik der Opfer des irischen Aufstandes wurde veröffentlicht. Allein im Stadtdistrikt Dublin wurden während des * Osterfestes 3 0 6 4 Personen getötet, darunter 2535 Zivilisten, 484 Soldaten und 45 Zivilisten. Ferner wurden 14 Teilnehmer an dem Aufstand füsiliert und 144 Personen ins Zuchthaus geworfen. — Einer amtlichen englischen Mitteilung zufolge sind im Jahre 1917 in Britisch-Jndien ausschließlich der sogenannten Eingeborenenstaaten 537 Männer aus politischen Gründen hinge- richtet worden.
Amerikas Vorschüsse.
Die Darlehen der Vereinigten Staaten an die Ententemächte betrugen .am 1. August: An Großbritannien 3345 Millionen Dollar, an Frankreich 1865 Mill., an Italien 760 Mill., an Rußland 325 Mill., an Belgien 154,5 Mill., an Kuba 15 Mill., an Serbien 12 Mill., an Griechenland 15,8 Mill., zusammen 6 '92 Millionen Dollar. Täglich erhalten die gesamten alliierten Nationen jetzt 10 Millionen Dollar von Amerika. Außerdem hat England seinen Alliierten bis zum 1. August 6160 Millionen Dollar geborgt.
Tie Lansdotvne-Partei gegründet.
Tie neue Lansdowne-Partei. die für die englischen Neuwahlen gegründet wurde, hielt ihre erste Versammlung in London ab. Ihr Programm lautet: 1. Verständigung. 2. Abrüstung, 3. Schiedsgerichte, 4. Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund, 5. Verzichtleistung auf den Wirtschaftskrieg. — Bisher setzt sich die Anhängerschaft Lansdownes aus Offizieren ohne Mannschaften zusammen.
Englisches Blaubuch über die deutschen Kolonien.
Durch die englische Presse geht ein Schrei des Abscheus über die in einem englischen Blaubuch dargelegte schlechte Behandlung der Eingeborenen von Südwestasrika durch die Deutschen.
Selbst wenn es England gelungen sein sollte, für Geld und gute Worte aus gefügigen Eingeborenen die gewünschten Aussagen über vorgekommene Greuel herauszuholeu, ist es erstaunlich, daß es Deutschland auf einem Gebiete anzugreifen wagt, auf dem es selbst Sünden zu verzeichnen hat, mit denen man Bände füllen kann! Wie könnten sich diejenigen, die auf den Schlachtfeldern Frankreichs Hunderttausende von zwangsweise ausgehobenen Eingeborenen als Kanonenfutter in einen ihnen unverständlichen Kampf schicken, als Richter über Eingeborenenbehandlung aufspielen! Die deutsche Antwort wird nicht aus- bleiben.
Amerikanische Flieger in der Schweiz.
Zwei am Donnerstag bei Fahh (Westfchweiz) gelandete amerikanische Flieger erklärten, sie seien am Morgen in der Gegend von St. Mihiel als Artilleriebeobachter ausgestiegen und durch Sturm nach Süden getrieben worden. Im Glauben, auf französischem Boden zu sein, landeten sie bei Fahh. Sie flogen wieder ab, wurden aber von schweizerischen Posten beschossen und erhielten mehrere Treffer, so daß sie abermals landen mußten. Die Flieger wurden interniert. Der Apparat wurde geborgen.
Italien vergißt die Gefangenen.
Ein schweizerischer Stabsarzt, der die italienischen Gefangenenlager m Deutschland besuchte, rühmt die deutsche ,,uLlvrge für die Italiener. Es sei gelungen, von der gewaltigen Armee der Kriegsgefangenen aller Nattonen ansteckende Krankheiten fernzuhalten. Sogar die Grippe je: nur unbedeutend aufgetaucht. Die Ernährung sei natürlich nicht reichlich; aber während Engländer und Franzosen von ihren Regierungen direkt stetig Sendungen erhielten, fehle es bei den Italienern völlig. Die Magazine der Franzosen und Engländer rn den Lagern seien immer gefüllt, die der Italiener völlig leer. Dabei falle es jenen nicht ein, den notleidenden Italienern etwas von ihrem Ueber- flug abzugeben, es sei denn gegen vielfach demütigende und beschämende Gegendienste. Die Folae die- les Zustandes sei, daß die Italiener in Massen von Krankheit, zumal Tuberkulose, ergriffen würden, gegen die kerne Wissenschaft etwas vermöge, wenn die Or- ganismen geschwächt sind. Der Arzt empfiehlt, die Austau)chverhandlungen mit Deutschland zu beschleu- dem nahenden Winter wären sonst die des nördlichen Klimas ungewöhnten Italiener schweren Ge- sundhettsschadrgungen ausgesetzt.
Ereignisse zur See.
Große amerikanische N-Bootbente.
Di?,..Unterseeboot-Unternehmung an der atlanti-
Me der Vereinigten Staaten nördlich von Cape m den letzten Wochen derart zugenommen,
mit ^/^kamsche Kriegspresse Ihrer Unzufrieden- ? en Abwehrmaßregeln lebhaft Ausdruck zu beginnt. Unter den letzten Opfern der deut
schen U-Boote, von denen nach übereinstimmenden Berichten mindestens zwei festgesteNt wurden, befindet sich der englische Dampfer „Penistone" (4000 To.), der schwedische Dampfer „Shdland" (3000 To.), der norwegische Frachter „Sommerstad". Dazu kommt noch das amerikanische Oelschiff „Fredric Kelloga" (7500 Tonnen). Als letztes Opfer der deutschen Unterseeboote wird der amerikanische Kohlenftachter „Doroth Barret" (2000 To.) genannt. Die Gesamtziffer der bisherigen versenkten Schiffe an der atlantischen Küste wird mit 31 angegeben.
Die amerikanische Presse hebt hervor, daß die „Sommerstad" seinerzeit in der unmittelbaren Nähe der Versenkungsstelle des amerikanischen Schlachtschiffes „San Diego" torpediert wurde. Man bezweifelt die Richtigkeit der amtlichen Feststellungen, der zufolge der Kreuzer „San Diego" von einer Mine zerstört wurde. Der Kommandant des Kreuzers Kapitän Christy gab ausdrücklich an, daß das Schiff torpediert worden sei.
Tcr U-Boottttcg noai lange nicht überwunden.
Der französische Admiral De gong tormitf in der „Information" auf eine Rede Cleme. -ns am 2. September in London hinsichtlich der Wirkungen des U-BootkrtegeS zurück und erklärt, die Ausführungen Clemenceaus müßten zum Nachdenken veranlassen. Tie Rede, deren Wortlaut in Frankreich noch nicht bekannt sei, weise auf neue peinliche Entbehrungen und neue Opfer hin. DaS Leben werde immer teurer, das sei das Ergebnis des dreieinhalbjährigen U-Vootkrieges. über den man so lange hinweggegangen, und gegen den man nur mehr oder weniger glückliche Abwehrmittel gefunden habe. Man müsse endlich den Mut zu der Erklärung finden, daß der U-Bootkrieg noch
9 ? nicht überwunden sei. Tegouy verlangt schließlich erne Seeoffensive gegen Deutschland, da man nur ,o besonders auch den Neutralen Mut machen könne, ihre Schiffe ausfahren zu lassen.
Politische Rundschau.
— Die Gesundheit des Reichskanzlers ist heute besser, als sie im Sommer war. Diese Feststellung setzt jene ins Unrecht, die behaupten, es bestehe eine Kanzlerkrisis, weil der Kanzler infolge seines Alters versage.
~ Aus Wien liegen Meldungen vor, wonach diplomatische Schritte des Grafen Burian bevorstehen, wie er sie in seiner Ansprache an die deutschen Pressevertreter angedeutet hatte. Er wünscht eine informative 2 lssprache über die Friedensmöglichkeiten.
*
* Anfang Oktober. Die sozialdemo-
kratrichen Vertreter haben in den letzten Zusammenkünften mit dem Reichskanzler und den Parteiführern die sos irtige Einberufung des Reichstages gefordert. Einstweilen steht nur fest, daß der Hauptausschuß im ersten Drittel des Oktober zusammentreten soll.
:: Prinz Aribcrt Regent von Anhalt. Nach einem in Dessau veröffentlichten Erlaß geht die Thronfolge im Herzogtum Anhalt auf den 17jährigen Prinzen Joachim Ernst, den ältesten Sohn des verstorbenen Herzogs Eduard, über. Während der Minderjährigkeit des Herzogs führt Prinz Äribert von Anhalt die Regentschaft.
:: Treihurrdert Prozent am Staate verdient? In
einem Lohnstreit gegen die Zeppelinwerke in Reutin der Lindau erklärte der als Zeuge vernommene Reichstagsabgeordnete für Konstanz, Diez, daß ein Paar Schwimmer in der Herstellung auf rund 15 000 Mark zu stehen kämen, während die Marineverwaltuna dafür 60000 Mark bezahle. Weiter wurde festgestellt, daß sich die Zeppelinwerke Reutin mit großen Landaufkäu- sen ln der Umgebung von Lindau befassen, die ledig-
Zu dem Zwecke erfolgten, die Gewinne der Ge- lellschaft nicht so augenfällig in Erscheinung treten ?^^Zen. — Wir geben diese Mitteilungen, die natürlich der Nachprüfung bedürfen, hier wieder, weil sie n der Oeffentlichkeit sicher weiter eine Rolle spielen werden.
:Verbesserungen im Postbetrieb. Nachdem bereits ^ einiger Zeit im Bereiche der Postverwaltung ein «Lachverftandigenausschuß zur Prüfung von Personalreformen in Wirksamkeit getreten ist, wird auf Anordnung des Staatssekretärs des Reichs-Postamts jetzt u ^ ^ u fr für Verbesserungen im Postbetriebe gebildet. In dem Ausschuß, der von
äU J?. elt ? u Beratungen zusammentreten wird, sind außer Mitgliedern des Reichs-Postamts höhere und mittlere Beamte sowie Unterbeamte aus allen Teilen des Reiches vertreten.
, Sozialdemokratie „gegen die Thronfpie-
verlautet, daß die Aussprache der Mehr- yeitvpartelen in der interparlamentarischen Konferenz 'Uy wesentlich gegen alles gewandt habe, was neue Verwicklungen im Osten herbeiführen könne. In gleicher Richtung bewegt sich ein scharfer Artikel des „Vorwärts", der fordert, daß die Regierung jeder Thronspielerei und jeder neuen Frontaufrichtung im Osten unbeugsamen Widerstand entgegensetze.
Der „Vorwärts" tut so, als stecke hinter dem Acurman-Ultimatum eine wichtige neue Entwicklung der Ostfrage. Er sagt:
I in der Presse schon erlvähnt worden, die mic öer Kürze wegen als die Gruppe Helferich bezeichnen wollen, mit dem phan- tastischen Plan umgeht, ganz Rußland zu ukrainisie- ren, den Bolschewikis das Schicksal der Radareaieruna zu bereiten und in Petersburg ein neues Zarar au $ u ™ c fr* en - Die verantwortlichen Stellen sind zur- zeit Gegiier dieser verrückten Idee, man kann aber nach den bisherigen Erfahrungen nie ganz sicher wissen, Wir lange diese Gegnerschaft standhält."
•jc.* wan allen wilden Gerüchten entgegnen, müßte man sich täglich darin üben. Wir vertrauen oar^us, oa^ Oie leicenoen Kreise m Deuiichlano tetne Abenteuerpolitik mitmachen.
* . 1 *
Frankreich: Malvy behalt sein Mandat.
s* Temps berichtet, werden von 44 Auöfchußmtt- glredern 23 gegen die Aberkennung der politischen Rechte MalvyS stimmen. ;
Aus aller Welt
A Auskunft über iit Amerika lebende Deutsche.
Wie vom Kriegsministerium auf eine Anftage aus den Kreisen nationalliberaler Abgeordneter mitgeteilt worden ist, ist zwischen der deutschen und der amerikanischen Regierung die Einführung von sogenannten Suchbogen vereinbart worden, die dazu dienen sollen, den deutschen sowie amerikanischen Angehörigen in kürzester Form Mitteilungen über den Aufenthalt und das Befinden bestimmter, auf freiem Fuße lebender Zivilpersonen in Deutschland wie Amerika zukommen zu lassen. Die Weiterleitung dieser Suchbogen hat die Zentralauskunftsstelle für Auswanderer, Berlin W. 35, Karlsbad 10, übernommen.
** Ein Verunglückter, der unbekannt bleiben will. Streckenarbeiter hatten am Sonnabend auf der Strecke Hahnau—Reisicht einen schwer verletzten unbekannten Mann gefunden, der ins städtische Krankenhaus gebracht wurde. Er war vollständig bei Besinnung, verweigerte aber jede Auskunft über seine Person und auch darüber, wie er auf den Bahnkörper gekommen ist. Er hat wohl den Zug verlassen wollen und ist dabei verunglückt. Man vermutet, daß man es mit einem schweren Jungen zu tun hat, denn es wurden verschiedene Einbruchswerkzeuge und über 4000 Mark Geld bei ihm gefunden. Auch der Polizei gegenüber verweigert der Unbekannte jede Angabe über seine Person und die Herkunft des Geldes.
** Ein Bubenstreich. In Koblenz hat man vermittels einer Zeitungsanzeige einer Firma einen bösen Streich gespielt. Das betreffende Blatt veröffentlicht im Brieflasten nachstehende Mitteilung: Infolge eines bedauerlichen Versehens ist am Mittwoch eine Anzeige ausgenommen worden, in der angeblich Herr I. B., Xstraße, alte Seegrasmatratzen zur Zigarettenfabrika- tion sucht. Diese Anzeige ist nicht von Herrn B. aufgegeben worden, der mit Recht vermutet, daß ihm damit ein Streich gespielt lverden sollte. Wir werden versuchen, den Urheber dieses Bubenstreiches zu ermitteln, damit er den entsprechenden Lohn erhält."
** 30 Kinder aus Castrop an Pilzen gestorben.
Im Schulhause zu Bierschlin bei Wreschen (Prov. Posen) waren unter der Aufsicht der Lehrerin Eener aus Castrop in Westfalen 43 Kinder untergebracht. Die Kinder hatten aus eigenem Antriebe Pilze gesucht und diese wurden von der für die Kolonie bestellten Köchin zubereitet. Die Köchin behauptete, sie kenne die Pilze genau. 33 Kinder aßen von dem Gericht, die übrigen lehnten es ab, da sie angaben, daß ihnen Pilze nicht schmeckten. Von den Kinder:: sind 30 gestorben. Vielfach starben die Kinder, bis zum letzten Augenblick plaudernd, ganz plötzlich.
** Wir sind doch bessere Menschen. Daß Deutschland hinsichtlich der Behandlung der feindlichen Ausländer. wie ihres Eigentums, sich vorteilhaft von den mit uns Krieg führenden Nationen auszeichnet, ist eine bekannte Tatsache. Das „Bad. Tageblatt" kann dafür erneut das Zeugnis eines russischen Staatsangehörigen und seiner Gemahlin ins Feld führen, die aus dankerfülltem Herzen ihrer Genugtuung darüber Ausdruck verleihen, in welch mustergültiger Weise sie lhr vor vier Jahren verlassenes Anwesen nach ihrer Rückkehr aus Deutschland vorgefunden haben. In dem Schreiben heißt es u. a.: „Nach mehr als vierjähriger Abwesenheit wurde es uns vergönnt, wieder nach Baden-Baden in unser liebgewonnenes Heim zurückzukehren. welches wir uns vor elf Jahren begründet hatten, um in Ruhe unseren Lebensabend darin verbringen zu können. Unbeschreiblich war daher unsere Freude, alles in tadellosem Zustande und genau so, wie wir es verlassen hatten, wiederzufinden, abgesehen von den allgemein auch bei Reichsangehörigen beschlagnahmten Gegenständen. Es ist uns ein Herzensbedürfnis, allen Staats- und Stadtbehörden, sowie Privatpersonen, denen wir solches zu verdanken haben, unseren innigsten und wärmsten Dank hierdurch öffentlich darbringen zu können für die vorsorgliche Mühewaltung um unser Anwesen, Inventar und sonstige Wahrung unserer Interessen."
** Tie entgegenkommende Eisenbahn. Der gegen 7 Uhr abends aus Stockheim nach Frankfurt abgehende letzte Personenzug wurde an einem der letzten Tage :n Stockheim und allen anderen Haltestellen derart von Kartoffelhamsterern bestürmt, daß die Wagen nur einen winzigen Bruchteil der Menge zu fassen vermochten. Um den Leuten ein Uebernachten auf den Bahnhöfen zu ersparen, fuhr der Zug zunächst alle Menschen, die nur irgendwie in die Wagen hineingepreßt werden konnten, nach Vilbel. Von hier aus kehrte er dann mit zahlreichen leeren Wagen zurück, sammelte unterwegs die zurückgebliebenen Volksmengen, nahm auf dem Heimwege m Vilbel die übrigen* Hamsterer mit und dampfte dann schließlich nach Frankfurt, wo er mit mehrstündiger Verspätuna eintraf.
**£)cffenttiifyc Rasicrstube. Im Wiesbadener städtischen Krankenhause ist vom 12. September ab am Montag, Donnerstag und Samstag nachmittag von 4 bis 5 Uhr für Bartflechtkranke Gelegenheit zum Rasieren geboten.
p ** Hirfsvcr-wcigeru, g - fahrlässige Tötung. Gegen verschiedene Personen in Frankfurt a. M., die bei dem Fliegerangriff am 12. August auf der Bocken- hetmer Landstraße Unterkunftsuchenden die Häuser nicht geöffnet haben, hat die Staatsanwaltschaft ein Verfahren eingeleitet, und zwar, soweit es sich um Verletzte oder Tote handelt, auch wegen fahrlässiger Körperverletzung und Tötung.
** Reifeprüfung eines türkischen Schülers. An der Oberrealschule II in Kassel fand eine eigenartige Reifeprüfung statt. Prüfling war der junge Türke Burhan Assaf aus Mardin (Mesopotamien). Er hat die Oberrealschule H nahezu zwei Jahre besucht. Der Unterrichtsmmrster hatte ihn zur Reifeprüfting zu- 9 ? Ia ä eT L unö an Stelle des Englischen das Türkische als Prüfungsfach genehmigt. Auf Grund der Klassen- lerstungen und der schriftlichen Prüfung wurde Bur- han Assaf von der mündlichen Prüfung befreit. Rur im Türkischen fand eine Prüfting statt, da er während der Schulzeit keine Gelegenheit zu mündlichen Lerstun- gen gehabt hatte. Rach der Prüfung in diesem Fache entließ der Vorsitzende den ju,:gen Türken mit herzlichem Glückwunsch und gab der Hofftiung Ausdruck, daß er dazu beUragen werde, das Verständnis für mwu Wefon ty drr Türkei LU köLdrrv, ^


