Ausgabe 
21.8.1918
 
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Sie Lage cn rer Kiftlroat

Don unferm militärischen Mitarbeiter.

Während in Flandern und an der Lys eine Art Siel- kkünaskriea mit den feit Jahren gewohnten Teilstoßen im «Danae ist, ist auf der großen Dtttte der Linie die alte Graben- front zerschlagen und ein Mittelding zwischen Dewegungs- Knd Grabenkrieg zu verzeichnen, der nicht die völlige Opera- tionsfreiheit den Heeresmassen gibt, wie sie für die erste 'Epoche des Feldzuges im Westen bezeichnend war, aber tm* imerhin doch größere Aktionen ermöglicht. Wir haoen wieder- holt darauf hingewiesen, daß in diesem Zusammenprall ge- waltigster Massen von Menschen und Geschützen die Gntschet- düng nicht durch Gewinn oder Aufgabe territorialer Gebiete erreicht wird, sondern durch jenen Wechsel von Verteidigung und Angriff, in dem die eine Partei nach dem Willen der anderen unter ungünstigen Verhältnissen angreifen und blrtten muß. germürbung also, genau wie in Rußland Dann erst die Entscheidungl Gegenüber einem solchen Prinzip befanden sich das englische und französische Heer von vornherein in einer ungünsttgerenLage als die deutschen Kräfte, da die Frühjahrsoffenstve dieses Wahres uns Platt­formen zum Angriff und zur Verteidigung eingebracht hatte, deren Verteidigung uns Kräfte sparte, deren Wegnahme für den Gegner aber zwingendes Gebot wurde. Diese Wegnahme zwang ihn zum Einsatz und zur Schwächung großer Kräfte, womit er für die Endentscheidung seine Kraft verringerte, ohne doch in günstigem Falle mehr erreich zu können, als die eine oder andere Angriffsbastien zu nehmen. Foch und Haig haben unzweifelhaft eme größere Entscheidung her- beiführen wollen. Aber sie erreichten nur bie Rückgewin- inuna eines Teiles des in diesem Jahre verlorenen Getan- des, sind also dem Endziele ferner als je. Es ist Überhaupt charakteristisch, daß alle feindlichen Offensiven unter großen Verlusten angesetzt werden mußten zur Wiedergewinnung schnell verlorenen Geländes.

Unsere Frontverlegung auf den Desle-Aisne-Abschnitt und die Zurücknahme unserer Amiensfront muß von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet werden. Ganz abgesehen von b£r Mannchastseinbuße und der Nichterfüllung seiner strate- ätschen Pläne der Zerreißung der deutschen Front haben Foch und Hcnq nicht einmal das Gelände zurückgewonnen. das sie im.Laufe dieses Jahres verloren,. Aus den Durchbruchsver- suchen, die nach dem Prinzip des Keiltreibens ai.f verhalt- Nismaßig schmaler Front angelegt waren, hat sich daher, vor allem auch durch das überlegene Manövrieren unserer Ober- sten Heeresleitung eine grcHe FronffchlE gegen umere treuen Stellungen entwickelt, bei der naturgemäß die Ver­

des Gegners in den letzten Tagen ohne Gewinn für ihn ge blieben; die Schlacht nahm immer arögeren Umfang an und die Erfolge verringerten sich, bis Gleichgewicht ein trat. So tobt der Kampf, der ursprünglich auf einer Frontbreite von 80 Kilometern sich entwickelt hatte, auf einer um das Drei' fache längeren Linie, wobei statt der anfänglich an gesetzten B9 gegnerischen Divisionen jetzt fall So in biß Schlacht hin-

eingeworfen werden mußten, ohne daß auch nur annähernd

ein solcher Erfolg erzielt werden konnte wie thn Haig am 8 und 9. August durch Überraschung errang. So kann ^etzt festgestellt werden, daß die Initiative wieder in unserer-Hand liegt und daß Angriffe des Gegners lediglich nach den not- gedrungenen Prinzip erfolgen: Der Angriff ist die beste

Verteidigung.

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Die steckengebilebene Entente-Offensive.

- TU. Alle französischen Matter geben zu daß die Oft ftnsive der Entente stecken geblieben ist. Herve^sagt in her ^Vlictoire", ^allgemein herrsche Enttäuschung. Man vergleiche die Ergebnisse der deuffchen Offensiven vmn 21. März und 27. Mai mit denen der Entente. Die Ossensive Mangins sei mit unznr^chenden

hen. Den Angriff der Armee Rawlmson hatten die Deut- scheu vor Roye aufgefangen während sie om S -uije Peronne und Ham hätte erreichen sollen. Herve spricht tie Hoffnung aus, daß die Amerikaner bessere strategische Re- lultate erzielen werden.

TU. Als Gründe für die Stockung der französischen An- artffsbewequng führt die gesamte Pariser Presse kräftig und aut organisierten Widerstand der deutsch Armeen an, über deren nächste Absicht man sich im Waemeinen beunruhigt fühlt. Das Journal schreibt: Der Feind zeigt seit 46 Stun- den wieder die alte Energie und beginnt, kräfttgen Wider- stand zu leisten. Sein zuerst unregelmäßiges Feuer hat nun einen, methodischen Feuer auf die hinteren französischen Linien Platz gemocht. Seine Flieger sind wieder sehr aktiv, feine Infanterie kämpft mit Erbitterung.

' Deutsche Verlege t in der Abwehrschlacht.

> TU. Der Berliner Mi A rbeiter der Kopenhagenor Natto- iraltiderckre meldet, daß die große Abwehrschlacht zwischen Ancre und Avre von der deutschen Obersten Heeresleitung offenbar von der gleichen Taktik geleitet wurde, die bei der Marne- und Desleävchlacht angewandt wurde. Hier wie dort habe diese Takttk die Probe bestanden, nämlich rechtzeittg hie Außenpunkte aufzuheben, die nur mit schweren Opftrn tzu halten waren. Auch in dieser neuen Angriffsschlacht zwi- sschen Ancre und Oise, durch die Foch die militärische Ent- ffcheiduna herbeizuführen versuchte, vertraute die deutsche Deeresleituna auf die Überlegenheit und den Heldenmut der jp>r unterstelUrn Truppen.

Verschwendung der englischen Menschenmaterlals.

. TU. Lord Rotermore veröffentlicht in der Zeitschrift »Sunday Pictnral^ einen Brief, worin er n. a. sagt: Keine Motion, sicherlich nicht Deutschland, geht so verschwenderisch «mit ihrem Menschenmaterial um wie Großbritannien. Frank- eich hat frlihzeittg gelernt, Menschen zu sparen. Wir al)er nb von dieser Nolrvendigkeit noch immer nicht überzeugt, ttö verwenden unsere Menschen, als ob unsere Vorräte un irschöpflich wären. Er verllmgt, ebenso wie das in Frank :eich geschehen sei, eine kriegsgerichtliche Untersuchung, ob jnicht vielleicht durch die Schuld einiger Führer Truppen in «unnötiger und unzweckmäßiger Weise verschwendet würden.

^ ' Deutsche Fliegerangriffe.

[. } TU. Det' - Pariser Matin bemerkt, daß bie deuffchen jFfteger seit 24 Stunden ihre nächtlichen Angriffe auf Bou U>gne, Nancy und Epinal wieder ausgenommen haben. Nach Andeutungen der Pariser Blätter müssen die Wirkungen per Angriffe verheerend gewesen sein.

TU. Marschall Foch ist am Mittwoch, wie der Lyoner Progres meldet, in Paris cingetroffen, wo er eine Konferenz mit Elemenceau hatte. Die Zeitungen erwähnen die Mag- f m einem anderen MchniU.

Kroilpeknz Mhelm über imsere kglsniLikrieg^

Dallptquartier ver Heeresgrnp-e Deutsche/ Krön» prinz. den>29. 6,-1918. '

gestellt, Id* fernem Welt teil deutsohe.Art verteidi gten , i0 xein Wort und keine Tat des Rankes groß.upd stylr genug.

Die innere Steife in Frankreich.

TU. Der Pariser Korrespondent des Pariser Secolo ta­riertet, daß die parlamentarische Bewegung gegen die Der- urteilung D-alvys erst richtig einsetzen werde, wenn die Frage der Einziehung von Malvys Abgeordnetenmandat in der französischen Kammer in dieser zur Erörterung gelangt. Diese Bewegung wird gemeinsam von der republikanischen Koalition, der softalisttschen Partei der Gewerkschaftsgruppe, der Liga der Menschenrechte und der Gruppe der Senatoren der Linken vorbereitet. Die republikmische Koalition ver- öffentlich ein Manifest, in dem ste erklärt, sie behalte sich vor, die Aufhebung des Urteils gegen Maloy zurückzuziehen und Dlalvy aus der Verbannung zurückzuholen.

WTB. Paris, 16. Aug. (Agence Havas.) Der Negis- rungskommissar hat dem Militärgvuverneur von Paris ein^n Bericht cingereicht, der EhariesHumbert des Einverständnisses mit dem Feinde beschuldigt. Ein Gesuch um Aufhebung der parlamentarischen Immunität wird dem Büro des Senats am 17. September, dem Tage des Wiederz sammentritts, vorgelegt werden.

Ein französisches Friedensprogramm.

bb. In einem ausführlichen Artikel nimmt ein gewisser Nenne Nicod in derHumanite" Stellung zur Friedens frage und stellt ein Friedensprogramm auf. das nach seiner Über­zeugung die Herbeiführung eines gerechten Friedens bewirken würde. Seine Grundsätze stnd folgende: Räumung aller be­setzten Gebiete, Rückgabe der Kolonien an Deittschlond. Frei­heit der Meere, Neutralisierung oder Internationoltsieruvg der Meerengen, wodurch jedem Volk die Möglichkeit gegeben wird, Zugang zum Meere zu stnden und auf allen Wasser­straßen ungehindert Handel zu treiben. Mas Elfaß-Lothrin. gen und dös irredente Italien anaeht, so können diese Fragen auf dem allgemeinen Friedenskongreß verhandelt werben. Ricod will die Anstcht aller Soldaten zum Ausdruck bringen.

Zum deutsch-englischen Gefangenenaustausch.

TU. Ziach den Bestimmungen des neuen Abkommens Über den deuffcffenglischen Gefangenenaustausch werden heute mittag 275 englisch Kriegsgefangene aus Aachen nach Holland gebracht werden. Ein Teil von ihnen wird sofort auf holländischen Schiffen nach England abtransportiert werden.

Der österrcichifch'Un^arls'f'e Heeresbericht.

WTB. Wien, 18. Aug. (Amtlich.) Wie dl« Ichten Un- ternehmungen an der venstlanischen Gebirgsfront, so führ­ten auch die Angriffe gegen Tonale filr den Feind zu einem vollen Mißerfolge. Die nördlich der Paßstraße vorgehenden italienischen Kolonnen brachen schon in unserem Abwehr- fener unter schweren Verlusten zusammen. Südlich der Straße gelang es dem Feinde nach mehrfachen vergeblichen Versuchen, einen Stützpunkt auf dem Monte Cello zu gewin­nen, der ihm aber von Sudsteirern des 26. Schützenrogiments kehr bald wieder entrissen wurde. Auch die in den einleiten­den Kämpfen auf-gegebenen Hochgebirgspoften sind zum großen Teil wieder von «ns besetzt worden. Der Feind ist in den wichtigsten Abschnitten über seine Gräben zurückgewichen. Unsere Flieger verfolgten ihn mit Maschinengewehren. In Albanien errangen unsere braven Truppen östlich des Devolitales neuerliche Vorteile.

Der Chef des Generalstabe».

Dke Kaiserzusammenkttnst.

WTB. Wien, 16. Aug. Don Kaiser Karls neuerlicher Reise ins deutsche Hauptquartier erwartet die hiesige Öffent­lichkeit wichtige Entschließungen sowohl hinsichtlich der Laue im Westen, die angesichts der die Krieasstlmmung der Feinde aufpulvernden Wirkung der jüngsten Vorgänge an der West, und Südwestfront eine kräftige Gegenwirkung erwünscht er­scheinen lasse, als auch besonders bezüglich der Entwicklung im Osten. Die Blätter vermuten, daß in dieser Hinsicht das Verhalten der Mittelmächte gegenüber den inneren Dorgän- gen in Nußland und den Verbandsversuchen, die östliche Front wieder aufzurichten, festgestellt, namentlich aber die Sicherung und Konsolidierung der östlichen Randstaaten mit Einschluß Polens besprochen und die endgültigen Formen dafür gefunden werden sollen. Es wird als ganz selbstver- stündlich betrachtet, daß diese Erörterungen abermals vom Geiste der herrlichen Bundesgemeinschaft, der die leitenden Stellen der Mittelmächte bisher immer beseelt und zu unver­gänglichen Ruhmestaten befähigt hot. erfüllt fein und zu Be­schlüssen führen werden, die den Interessen ihrer gemein, samen Verteidigung und zukünftigen Entwicklung voll gerecht werden.

TU. Über die Beratungen im deutschen Großen Haupt- quartier schreibt die offiziöse Wiener Zeitung «Zeit": Zu Be­ginn des 5. Kriegsjahres ist eine Entscheidung weder auf militärischem noch auf politischem Gebiete sichtbar. Man muß sich klar darüber sein, daß die militärische Lage von der Poli­tik nicht zu trennen ist und daß auch die Friedensftage, um die es sich letzten Endes einzig und. allein handeln kann, neuer­dings in ein entscheidendes Stadium getreten ist. Die Führer der Mittelmächte, die sich jetzt im Hauptquartier zusammen- finden, stehen, was immer sie beschließen werden, gegenwärtig vor der schwierigsten Entscheidung ^es Weltkrieges. In der Neuen Freien Presse beschäftigt sich im Zusammenhang mit den Besprechungen im Hauptquartier der militärische Mitarbeiter des Blattes mit der Frage eine» einheitlichen Oberbefehls.

Tre Lösung der polnischen graste.

TU. Obgleich itr-dj keinerlei b""':mmte Nachrichten über dle Deratnua«» vorUeoen- sann, wie da» Berliner Taaeblatt

schreibt, ein? Gknkgung ln der polnffchen Frage jetzt fe

lich sicher gelten. Die austro-polnifchr Lösung dürste end­gültig beiseite gcschoven sein. Polen wird ein selbständiges Königreich, und es ist anzunehmen, daß Erzherzog Karl Ste­phan zum König ausersehen ist.

Umwandlung der Donaumonarchie in einen Staatenbund?

TU. Wien, 16. Aug. Das Organ der tschechischen Radi­kalen will aus unterrichteten Kreisen erfahren haben, daß der Ministerpräsident Freiherr von Hussarek, gestützt durch das Vertrauen der Krone und im Einvernehmen mit Mit- gliedern des Herrenhauses und des Abgeordnetenhauses und anderen hervorragenden Persönlichkeiten aller Nationalitä­ten Österreich-Ungarns sich für die Umwandlung der Mo­narchie in einen Staatendund einsetze, der ans einem deut- )en, einem tschechischen, einem polnischen, einem südslawi- scheu Staate und den Ländern der Stephanskrone (Ungarn) bestehen soll. Im Namen dieses Bundes soll jedes Volk bie Erfüllung feiner berechtigten nationalen Forderungen fin- den. Mit oer Drirchfiihrung dieser neuen Derfassungs- und Staatsreform soll ein Ministerium betraut werden, das da» Vertrauen der Völker genießt. An seine Spitze soll ein Mann von ausgesprochener Objektivität berufen werden.

91 t Lüse ln MM.

Russischer Heeresbericht.

DTV. Moskau, 16. Aug. (P. T.-A.) Don der östlichen Tschecho-Slowaken-Front: Unsere Flottille wurde von feind­licher Kavallerie beschossen. Sturmwind und Dunkelheit. tigten den Feind, sich zurllckzuziehen. Wir machten eine Lan­dung bei Wesehtomora und drangen bis Kasynzewo vor, wy wir'Getreidevorräte vorfanden. Der Stab der Tschecho-Slo- waken befindet sich in Komilow, durch unfern Artilleriean­griff wurde er von dort verdrängt. Don der westlichen Tschecho-Slowakenfront: Ein Versuch der Weißgardisten, dir Stadt Elowijask einzunehmen, ist mißlungen. Die Stadt be- fiildet sich in unseren Händen^ Murmanbezirk: In der Richtung auf Archangelsk haben wir uns einer feindlichen etcUimg beinächtigt. In der Gegend von Oneaa wurde ein Angriff des Feindes nach Kampf eingestellt. Bezirk Woro- nesch: In der Richtung aus Poworino--Zarizyn haben unsere Truppen- die Station Poljana südöstlich von Poworino ein. genommen. In derselben Richtung südlich van der Eisen- bahnstcecke Ielna-Kraßnyi-Iar haben wir das Dorf Trostjank, besetzt. In der Richtuna Iewstratjewsk im Rayon der Am siedlungen Grekvwka und Lofizkaja ist ein Kampf zwischen Kosaken und unseren Truppen zu unseren Gunsten entschie­den worden. In der Richtung von Zarizyno-Grjasi haben wir die Station Leg besetzt. Nördliche kankastsche Front: In der Richtung Schwarzes Meer-Kuban haben wir die Stw tion Kuberle besetzt.

Arbeiter-Offizier«.

WTB. Mvskan, 16.. Aug. (PTA.) Anfang August wurden die ersttn Arbeiter entlassen, welch« die vor einigen Wlxhen in Moskau errichteten Offizierschulen besucht habeiL 1000 Arbeiter wurden dadurch Offiziere. Die Entlassung von Arbeitern mit dem Range eines Offiziers aus den Of. 'izierfchnlen in Petersburg und anderen Städten hat glerch^ 'alls begonnen.

Petersburg, 16. Aug. Die Presse meldet einen Erfolg der russischen Flotlenabtcilung über eine englische Schiffsab. teiluna an der Wagamündnng. 200 Werst von Archangelsk. Die Russen nahmen eins von den gut ausgerüsteten und be waffneten englischen Schissen weg.

Eroycude Katastiophc kür die Tschecho- Slowaken.

TU. Ein Sonderbericht der Londoner Rortclisfe-Preff, ans Wladiwostock bereitet auf eine Katastrophe vor. Es sei nicht der Fehler einzelner Alliierter, weu.n die OpecatÜmenl der Tschecho-Slowakcn nicl-t den gewünschten Erfolg zeiti-, gen. Der Bedarf der Truppen an der Westfront nmck)« eins Abgabe von Streitkräften nach einem so entfernten Kriegs- sck>au.plotz unmöglich. Der Bericht wendet sich dann vor- wurssvoll gegen die Haltung Amerikas und weist auf Ja- pans äußere'und finanzielle Abhängigkeit hin, weshalb sich Ic.pan vielleicht doch Überreden lassen werde, seine schönen Divisionen für ctrvas anderes aufzusparen. Wir können uns das japanische Rätsel ntäft erklären., heißt es weiter, der Geineinsinn verbietet uns das. Die Tfchecho-Glowoke^ hoffen, daß Amerika und Japan einen gemeinsamen Weg zu ihrer Rettung finden werden.

TU. Die Times meldet aus Wladiwostok: Dle ffchecho- slowakischen Truppen leiden unter dem Mangel an Artillerie, Munition, Schuhwerk und anderem. Dazu kommt, daß die Geaend jetzt völlig abgeschnitten ist, so daß in Wladiwostok nichts bekannt wird, was neuerlich in Sibirien vor sich geht Diejenigen, die die Derbäitnisse kennen, sind Über das Schick, (nl der' Tschecho-Slowaftn sehr beunruhigt, da die Bolsche- wiki große Anstrengungen gegen sie machen. Die Tschecho. Slowaken in Wladiwostok wollen mit aller Gewalt gegen die Bolschewiki vorrücken und ihren Landsleuten zu Hilfe eilen; ihre Kräfte aber reichen nicht aus. Die Enientetrupven in Archangelsk und im Murmangebiet sind zu schwach und zu weit entfernt, um energisch Hilfe zu bringen. Es ist daher sehr notwendig, weitere Truppen auch nach Sibirien zu sen­den. Vor allem ist erforderlich, daß die Wiierten sich zu größeren Opfern als bisher entschließen.

TU. Während die meisten Pariser Zeitungen seit einiger Zeit das Ende der Dolschewlstenherrschaft in Richland und kte glänzenden Aussichten der Unternehmungen der Alllertsn in R^ißland ankündigen.)reibt jetzt das Echo d« Paris, daß man den deutschen Einfluß in Rußland durä^au» nicht als beseitigt betrachten dürfe. Die Zeitung erklärt dann, es wäre zwecklos, zu leugnen, daß die Tschecho-Slowaken sich in Cito fahr befinden.

Lenin und Tratzkl.

TU. Die Times meldet airs Helsingfor», daß nicht nur der Petersburger Sowjet, sondern auch Lenin und Trotzk! iir Kronstadt Zuflucht gesucht hätten. Aus den Kreisen der liner russischen Botschaft wird dazu gemeldet, daß diese engs lische Meldung vollständig aus der Luft gegriffen sei. Lenin befinde sich in Moskau, -während Trotzki an der Front durch seine Reden und organisatorischen Maßnahmen die Stimuumg sehr gehoben uird bereit» eine wesenillche Besserung der Loge vewirkt habe.

London. 16. Aug. (Reuter.) Der amrrl^nisch, Gene ralkousul in Moskau übertrug dir Vertretung der am«r ko- nischen Interessen dem schwedischen Konsul. Er vernichtete sein Chiffrebuch und ersucht« um Freigeleit für sich und für andere, um nach den Vereinigten Staaten zurückzu kehren. Dies ist die erste Rachrlckt, di« da» Staatsdepartement von ihm erreichte, seitdem er an, 2. 8. um Ausilärmtg « ex sich den alliierten Konsntn atzfchitetzm lollttz,