Ausgabe 
7.8.1918
 
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** Erhö h u n n Mit Wirkung vom 1

der Preise für Druckarbeiten.

^ August ist eine weitere Erhöhung der

Preise sür'Drnckaibei'ien aber Art eingetreten. Die Notwendig- bier^u ergibt sich aus der abermaligen, etwa lOOprozenngeu Er­höhung der seich-, rigen Teuerungszulagen sür die Buchdruckerge- hilsen; fernermuß auch den Angeft llten der Buchdruckereieu und den Hilfsarbeitern eine emsprcchei de Erhöhung der seitherigen Teuerungszulagen bewilligt werden. Auster den Gchaltv-.und Lohnerhöhungen haben aber auch die Steigerung der greise für Materialien und Ersatzstoffe sowie der Geschäftsunkoftcn nfw. eine immer mehr zunehmende Belastung der Herstcllungvtotzen herbeigcführt. Die Ausschläge auf die Friedenspreise betragen deshalb ab 1. August bei allgemeinen Drucksachen einfacher und besserer Art (Akzidenzen), Formularen usw. 1t5Proz., ber Kata­logen, Preislisten u. dgl. 125 Proz., bei sog. Qualitätsarbeiten 165 Proz., für Aufmachungs- Broschur-, und Buchbinderarbelten 145 Proz. Vorstehende Preiserhöhungen verstehen sich nur auf Satz und Druck. Tic Papierpreise, die bekanntlich um das^.urn- und Sechsfache gestiegen sind, werden nach dem jeweiligen Stand zur Berechnung gebracht. ^

** Der überaus günstige und fruchlbaee Verlaus der den beiden ersteü Kriegs UotlrsaK-rdemierr ins Rhein Mainischen Viidoud s für Volksbildung, w.lche m Diez o. d. L. I9i6 und in Heppenheim a. b. B. 1917 fictlfou'D-.n, bn schieden war, haben dir Vctbonds leitung ermutigt, in diesim Jahre wiederum eine ahn liche Veranstaltung ins Leben zu lufcu. Die dritte Miegs VolkLokadrmle soll vom 11. bis 21. August ds. I. in Schlüchtern stottfinden. Wie auf den beiden vorige- gax,geucn Akadcmicn sollen auch in diesem Jahre eine Anzahl von Fragen der Küegswirtschaft, welche zur Z -t im Vordergrund des JntcrJses stehen, eine bewndcre Behandlung erfahren. Eine weitere Reihe von Vvrllü gcn soll der Einführung in die politische urb Wirt schriftliche Erdkunde dienen, deren Pflege im gegen­wärtigen Zeitpunkt befand- rs wichtig er scheint. Im Mitieipunkt dieser Unterweisungen strhl erne Rahe von fünf Vortäger, welche Paul Rohrbach haltert wud. Im Zusammenhang mit der Absicht des Ve. bau des, in der nächsten Zeit eine eigene deutsche Voikshochrchule tu utifirctn Glbiete zu cißffmp, wird eine weitere Rühe von Vorträgen dir Voikshochschulfrage gtwidnnt s tu. Eidlich sollen noch Vortrüge grhalun werdcn über prat tische Jugendpflege und andere VoikLbiidun.gSfi.agcu. An den Avendtn sollen wieder Mustcrlnsip cle krt-gsmäßigec Volkebe!ihrung und VolksuntcrhaUuug ptbotin Weeden, welche ber gauzcn B>röUnung zugänglich sind. In ihre; äußeren Form wird sich die Akadlmre an dos bewahrt', Beisp-ci dec srühklen Akademien anl-hn'N. Die TrU- nchmec soll.n die Tagung in möglichst vollkcmmcwr Lcbeusgkmrinschast verbringen. Die Ve.pfieguug ge schtchr in eingenec VerwUtung zr'.m ^UvslkosUllp e s, sodcrtz auch den w Niger Bemittelten die TcUnohme cimö - licht wird. Der Arbeitsplon ist im Druck erjchiend; und wird von der Geschäslsst-lle des V.rbonvcs, Jrcu isu i a. Maw, Pauleplotz 10, auf V-rlang-n kostenlos v <- soudt Er weist ewe Reihe hrivorraglndcr V k t*m und Volkkmänuer als Vrrtrogende ausi sodoß zu erwar­ten st, daß auch düs Veicnistolluug vcn d m gleichen Elsolge wie >u den Vrrjch in begleitet sein w rd.

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* Eine vareriiittdische Grdeokrfeier hatte das Großh.-Oberkonsistorium für die evangelischen Gottesdienste am vergangenen Sonntag, dem4. August, mit nachstehendem Ausschreiben angeordnel:Es wird allen Geistlichen mit ihren Gemeinden ein inneres Bedürfnis sein, am ersten Sonntag in denn uns drohenden fünften Kriegsjahre, am 4. August, im Gottesdienst dein Dank gegen Gott für die bei allerSchwere der unsauferlegten Kriegsnöten ge­waltigen Erfolge unseres tapferen Heeres und seiner Führer und dein ernsten Ausblick zu Gott, dem Herrn, beim Eintritt in ein neues Kriegsjahr Ausdruck zu ver­leihen. Je entscheidender die uns noch bevorstehenden Kämpfe sein werden, um so gewaltiger ist der Ernst, der in diesen Tagen unser ganzes deutsches Volk erfüllen sollte; vor allem gilt es, den heiligen Entschluß in allen der evangelischen Predigt zugänglichen Volkskreisen wach- Zurufen und zu stärken, sich auch in diesem neuen, Gott gebe es, letzten Abschnitten des Krieges in fester unverbrüch­licher Treue zunt Vaterland und in dem mutigen und hoffnungssreudigem Vertrauen zu dem ewigen Lenker unserer Geschicke zu bewähren.

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** Gistzrrr. D-m EKH. Kommerzienrat Ht'ichcl- heln!, der sich !d,on jo vielmals füt dm AllgnueiuJit und auch si'w -besondere Fälle s h-, verdient gemocht hat, wm de nur mi h. vr m Erosthrrzog das Komtur kreuz II. Klasse des OrdensDie; n von B r a b u it t" v.'riie hen.

* Giriere. Proi.ssor D. Spenge! wmrd.' von dir Könlgl'.cdin Ees.lljll.asi der Wisstnschaji tu Göt­tingen zu ihmu lonripondicrrr-din Milglicde g,wählt.

* Kad-Uauhrim, 3. August. Durch eine V.rfisi cung drL G-oßhrrzogiia-'.n Ministeriums wurde die Ver­ordnung über d-. Re E.uag des Flcmdenvei kehrs in Bad- Nauheim mit Wl-kurm vom 1. August aufgehoben Es b.steht somit iu Best Nauheim keine Auseruhalisbrichrän kung für die Kurgäste mehr.

Wöllstein Das hnsie-- Schöffengericht öe: u-teilte eine Vmgeiötocht.' cu-s Gau Lischofsheim zu drei Monat. Geläugnis, weil si? mit c'n m ruffi^chrn Kliegsütsünae. neu ein Verhällnis y tt

Wrlrlap, 5 Äug. Um d . Wohnungsnot zu stcu.ru, beschlossen unsere StadtveroröNtie-u, 28 Häuser zu erbauen, und zwar 27 Einfamiliengebäude und ein großes Gebäude mit 7 Wohnungen, ins,amt 35 Woh­nungen. Die Äussühruup soll ein der Hcnnannsteiner stlvße erfolgen und d-m hiesigen Spar- und Bauvrrün übertragen werden.

Verantwortlich: Albtn Klein in Gießen.

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3. Pflege der angebauten Tabak­pflanzen und Verarbeiten zu

erhält man durch Verwendung von Fleischextrakt-ErsatzOl»- scrh Ohscna" ist von der Eriatzmittelstelle Schleswig-Hol­stein unter Nr. 61 am 22. Juni 1918 zum Handel im ganzen deutschen Reich genehmigt. Man nehme alle Sorten Suppenkrauter, grüner Gemüse und grüner Gartengewächie (ie nachdem, wie die Jnbreszeit cs bietet), namentlich Salat, Kohlrabi, rote und gelbe Wurzeln, alle Sorten grüner Erbsen (mit Schale), Bohnen, alle Sorten Kohl, Rüben u. Rübenblätter, besonders Cichorien- und Zuckerrübenblättcr, sowie alle estbaren Wildgemuse. Dieselben werden mit einer Hackmaschine oder mit dem Hackmesser so fein wie möglich zerkleinert und dann eine große, sauber gewaichene, ungeschälte rohe Kartoffel ä Person, ebenfalls sein geneben, zuge­setzt und alsdann mit Salz und Wasser.' zu Feuer gebracht m einem zugedeckten Gefäß. Wenn die Suppe gar und leimig ist, ivird ä Person ca. *0-25 GrammQtiscua" zugesetzt und hat die Suppe dann einen kräf-igen Fleischgeschmack. L-oll sie nicht als Vorspeise, sondern als Mittagessen dienen, wird die Suppe etwav dicker eingekocht durch mehr Zusatz von Kartoffeln, fein gehacktem grünen Gemüse und mehr «Ohsena-Extrakt" und mehr Salz nach Geschmack. Auf diese Weise empfindet man denn Mit ag- esseii in den fleischlosen Wochen nicht das Fehlen von ^leiich, ston- deru alle Suppen erhallen durchOhsena einen kräftigen ^ler?ch- gcschmack. -Oh.ena" ist in den meisten Geschaiteli der ^ebens- mittelbranche käuflich zu folgenden Preisen:

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