Ausgabe 
7.8.1918
 
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Wir sind Herren der Lage.

Ludendorff gab im Großen Hauptquartier den Vertretern der deutschen Zeitungen ein Bild von der Lage im Westen. Dabei führte er aus:

Diesmal ist uns unser strategischer Angriffs- Plan nicht geglückt, das muß offen ausgesprochen wer­den. Er blieb auf einen taktischen Erfolg beschränkt. Der Feind wich, besonders in der Champagne, unserem Schlage aus, so mußten wir die Fortführung un­seres Angriffes aufgeben. Er hätte uns 31 t große Opfer gekostet. Bereits am 16. abends wurde die all­gemeine Angriffsoperation eingestellt. Auf solche Wech- selsälle muß man im Kriege gefaßt sein, und bei allen solchen nur von den Gesehen eines weit voraus­schauenden Handelns diktierten Maßnahmen muß uns das verständnisvolle Vertrauen der Heimat zur Seite stehen. Dem Entschluß und den Maßnahmen des fran­zösischen Oberbefehlshabers kann man die Anerken­nung nicht versagen. Wir hatten sie als richtig vor­ausgesetzt und erwartet. Dieselben Truppen, die, am ersten Schlachtmorgen durch den ungeheuren Tank­einsatz überrascht, zurückgewichen waren, kämpften schon am selben Abend wie die Löwen. Am zweiten Tage waren wir wieder v 0 l l st ä n d i g Herren der Lage. Besonderes Lob verdient die Führung der siebenten und neunten Armee. -Sie schlugen den Fochschen An­griffsplan, uns den bis zur Marne ausholenden Bogen abzuschnüren, entzwei. Der mit dem Einsatz eines großen Teiles seiner Kampfkraft gesuchte entscheidende Erfolg blieb dem Feinde versagt. Nutzlos hat er ferne Divisionen und rücksichtslos seine Hilfsvölker geopfert.

Dieses Ziel müssen wir auch fernerhin mit mög­lichst geringen eigenen Opfern zu erreichen uchen. Wir kämpfen auf französischer Erde, und so chmerzlich es wäre, im eigenen Lande auch nur ein Dorf zu opfern, wir haben feindliches Gelände genug, und was wir aufgeben, überlassen wir dem Gegner planmäßig.Ge lände gew i nn" undM ame" sind Schlagworte. Sie sind geeignet, Augenblicks­stimmungen zu erzeugen, aber nicht für den Aus­gang des Krieges von Bedeutung. Operationen werden von rein militärischen Gesetzen vorgeschrieben. Ope­rieren heißt bewegen! Den Zuwachs an Zahl, den der Feind durch amerikanische Truppen und afrikanische Hilfsvölker erhielt, unterschätzen wir nicht. Um so wichtiger ist die Einbuße, die er durch seine erfolg- solglosen Opfer erleidet. Ich hoffe, daß Sie aus meiner freimütigen Darlegung den Eindruck gewounen haben, oaß ich mit absoluter Sicherheit dem Fortgang des großen Ringens entgegensetze. Die Schlachthandlun­gen können schon in Rücksicht auf die Truppe nicht ohne Unterbrechung fortgehen, aber was wir im Auge gehabt haben, werden wir nicht fallen lassen."

Nach diesen Darlegungen des Generalquartier­meisters wurden die Pressevertreter von Hinden- burg empfangen. Sein gesundes Aussehen wider­legte von selbst die törichten Gerüchte, die man auch an der Front schon über ihn verbreitet hatte. Nach­dem er in wenigen Worten ein großzügiges Bild der Lage entworfen hatte, spendete er den Truppen Lob und rückhaltlose Anerkennung.

Unsere Infanterie hat Ungeheures gelei­stet. Sw hat die volle Schwere des Angriffs auf ihren Schultern getragen und fühlt sich noch immer der feindlichen absolut überlegen. Auch die Artillerie hat zum Teil in der vordersten Linie mit größtem Erfolg die feindlichen Tankmassen bekämpft, Eisenbahner und Nachschubtruppen haben ihren entsagungsvollen Dienst mit sicherer Ruhe selbst unter sehr schwierigen Verhält­nissen durchgesührt. Sie haben alle Großes geleistet und dem Feinde die schwersten Verluste zugefügt. Ich aber habe die Pflicht, mit den Truppen haus­hälterisch umzugehen. Darum habe ich die Kämpfe in ein günstige res Gelände ver­legt, um den Truppen den Kampf und die Lebens­bedingungen durch bessere Zufuhr zu erleichtern. Be­richten Sie der Heimat von den Leistungen der Truppe und von unserer Zuversicht. Der Krieg ist in der Heimat wie im Felde im fünften Jahre keine Kleinig­keit. Das wissen wir alle, und nach dem Frieden sehnen wir uns alle. Aber bis dahin müssen wir durchhalten mit altpreußischer, mit deutscher Kraft, und wenn wir uns weiter so bewähren wie in diesen vier Jahren, dann werden wir es auch schaffen!"

Mit einem Gruß an die Heimat schloß der Ge­neralfeldmarschall seine kurzen ernsten Worte und er fügte lächelnd hinzu, wie gesund er sich fühle, und wie er hoffe, es auch bis zum Schluß des Weltkrie­ges zu bleiben.

Raps gegen die Fettnot.

Von Franz Stupp (Düsseldorf), M. d. N., Mitglied

der Landwirtschaftskammer der Nheinprovinz.

Unsere Hausfrauen beklagen die Fettnot mehr als die Fleischnot. Fleischnot ist hart, Fettnot uner­träglich. Was nützt der Hausfrau die ungeheure Vermehrung der Gemüseerzeugung? Was eine Voll­ernte an Kartoffeln? Was reichliche Fischanfuhr, wenn sie das Gemüse nicht fetten, die Kartoffeln nicht braten oder zu Salat anrichten, die Fische nicht backen kann? Ja einen geschenkten Hasen kochen muß? Mit Hilfe unseres Viehbestandes können wir unsere Haus­haltungen und unser Heer nicht genügend mit Fett versorgen. Selbst vor dem Kriege, als wir einen weit größeren und mit allen ausländischen Futtermitteln reichlich genährten Viehbestand hatten, bezogen wir ungeheure Mengen Butter sowie Schmalz und Oel für die Margarinefabrikation aus dem Auslande. Wohl aber können wir im Jnlande pflanzliches Fett in unbeschränkten Mengen und jedenfalls ohne Beein­trächtigung unserer Getreideerzeugung in einer für unsere Fettversorgung voll ausreichenden Menge er­zeugen.

Als sachkundige Zeugen rufe ich jene an, die sich noch der sechziger und siebziger Jahre erinnern. Aus 100 Einwohner kamen damals ungefähr die gleiche Menge an Rind- und Borstenvieh wie heute. Auslän­dische Futtermittel gab es nicht, wie sie es heute nicht gibt, desgleichen keinen amerikanischen Speck, keine sibirische Butter, keine Palmkerne aus den Tro­pen. Und doch kannte man keinen Fettmangel, ge­schweige denn Fettnot. Das aus unserem Raps er­zeugte, gut gereinigte Rüböl war schmackhaft und jvar reichlich vorhanden. Mit Rüböl wurden die Ge-

Tiiüfe gefettet, Fleisch und Fische gebraten, Kuchen ge­backen, Kopf und Kartoffelsalat angerichtet, Tunken insbesondere die beliebte Zwiebeltunke bereitet. Durch Braten wurde es gefestigt und zum Brotauf­strich verwendbar gemacht.

Um j.e Kopf unserer Bevölkerung vier Liter Rüböl zu gewinnen, müßten wir 400 000 Hektar Raps bauen. Das ist ein Sechzigstel unserer gesamten Ackerfläche. Daß dies möglich ist, wird niemand bestreiten; daß es ein leichtes ist, große wirtschaftliche Nebenvorteile bringt, Weeden viele Einsichtige bestätigen, zumal der Raps als Zwischenfrucht gebaut werden kann.

Bei richtiger Organisation könnte bei einem Ver­kaufspreis von 2,25 bis 2,50 Mark dem Landwirt ein Preis für den Raps gezahlt werden, daß zum we­nigstens diese 400 000 Hektar bestellt werden würden. Vorschläge habe ich in der Ernährungskommission und in einem in derGermania" erschienenen Aufsatze gemacht.

Daß für unsere Viehbestände und unsere Heeres­und Großstadtpferde die Oelkuchen abfielen, sei nur nebenbei bemerkt.

Wie bedauerlich wenig die Bedeutung der Frage für unsere Ernährung bekannt ist, zeigt sich darin, daß die Bewirtschaftung zumeist noch in der Hand des Kriegsamtes ist und nicht in der Hand des Ernäh­rungsamtes. Das Ernährungsamt würde die Sache anders anfassen und namentlich verhüten, daß das Oel in die Margarinefabriken wandert, anstatt daß es den Hausfrauen rein überlassen wird.

Allgemeine Kriegsnachrichten.

Balfour gegen die Herabsetzung der Kriegsziele.

Der englische Minister Balfour hielt im Unter­hause eine Rede über die Abrüstungsfrage. Dabei kam er zu dem Schluß, daß nur ein englischer Sieg zu­künftige Kriege verhüte:

Eine Herabsetzung unserer Kriegsziele in diesem Augenblick wäre nicht nur ein Verbrechen gegen un­seren nationalen Stolz und unseren nationalen Ehr­geiz, sondern sie wäre auch ein Verbrechen gegen jene Grundsätze eines allgemeinen Friedens, deren Ver­wirklichung alle nach einem erfolgreichen Abschluß des Krieges wünschen."

Tie Engländer schon am Onegasee.

Auf ihrem Vormarsch durch das Murmangebiet haben die Engländer den Onegasee erreicht und die Stadt gleichen Namens besetzt.

Onega liegt 200 Werst südöstlich von Kem und 150 Werst von Archangelsk. (1 Werft ist etwas mehr als 1 Kilometer.) Die Besetzung Onegaß bedeutet eineil großen Fortschritt des Vormarsches der Engländer auf Archangelsk.

Das Moskauer RegierungsblattJswestija" schreibt zu dem Ententeplan, die Räterepublik durch beu Vormarsch vom Norden, Osten und Südostell zu er­drücken:

Diesen teuflischen Plan darf man nicht sich ver­wirklichen lassen. Alle Kräfte der Republik müssen auf eine Durchbrechung dieser Kette gerich­tet sein, mit der der anglo-sranzösische Imperialis­mus unsere Freiheit zu erdrücken bestrebt ist. Es gibt keine wichtigere und weniger aufschiebbare Auf­gabe für die Räterepublik."

Tie verbleudctc amerikanische Justiz.

Tie amerikanische Presse erfährt von der Bestra­fung einer Anzahl Soldaten, die bei ihrer Einstellung erklärten, sie besäßen Verwandte im deutschen oder österreichischen Heere und könnten es deshalb nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, auf Deutsche oder Oesterreicher 511 schießen. Für diese Erklärung wurden die Leute zu zehn, fünfzehn und mehr, sogar zu zwanzig Jahren Gefängnis verurteilt. Kriegsminister'Baker erklärte ausdrücklich, daß er diese Kriegsgerichtsurteile durchaus billige. Nach Friedens­schluß könne man sie den Ländern ihrer Zuneigung zuschicken.

Bei den angekündigten Austauschverhandlungen mit Amerika werden unsere Diplomaten sich in erster Linie dieser für ihre deutsche Gesinnung leidenden Patrioten annehmen müssen.

Nachsicht mit Joch. . . .

Wie es kam, daß die Franzosen bei ihrer Offen* sive nicht siegten, lesen wir in der PariserVictoire":

Als die Deutschen im letzten Frühjahr ihre große Offensive unternahmen, hatten sie alle Vorteile für sich und eine erdrückende numerische Ueberlegenheit, einheitliche Führung, erstklassige strategische Lage, vier­jährige siegreiche Kriegserfahrung und vorzügliches Kriegsmaterial. Nach viermonatlichen Anstrengungen ist ihre Offensive vollständig zum Stillstand gekom­men. Sie haben die Initiative verloren, und es ist heute sicher, daß sie niemals siegen werden. Daraus kann man ersehen, eine wie schwierige Ausgabe die Durchführung einer siegreichen strategischen Offensive ist. Diese Erfahrung der Deutschen veranlaßt uns, viel­leicht, weniger streng mit unseren Führern ins Gericht zu gehen, wenn es ihnen nicht gelang, die Deutschen aus unserem Gebiete hinauszuwerfen, da ihnen nicht jene Vorteile zur Seite standen wie den Deutschen am 21. 3. Unsere Heimatsstrategen sollten einige Nach­sicht mit Foch und Petain haben, wenn diese nicht Ludendorff gleich mit Fußtritten bis Berlin jagten."

Große Arbeiternot in Amerika.

Die amerikanischen Zeitungen von Ende Juni be­richten über einen akuten Arbeitermangel in der Rüstungsindustrie der Vereinigten Staaten. In einem amtlichen Bericht heißt es: In der amerikanischen Kriegsindustrie fehlen derzeit 400 000 gewöhnliche Ar­beiter, und die Arbeiterknappheit in der Montanindu­strie gefährdet alle anderen Industriezweige. Hin­sichtlich der geschulten Arbeiter ist die Lage beinahe ebenso ernst. Einein der größten Geschützwerke, das großkalibrige Kanonen herstellt, fehlen 2000 Maschi­nisten während die Krtegsmaterialsabriken in Con­necticut und Maryland allein 35 000 geschulte Arbeiter brauchen.

In einen! Aufruf des BrennstoffkontrollenrS Gar- field an die Kohlengrubenarbeiter vom 30. Juni heißt es: Die Kohlenförderung bleibt jetzt allwöchentlich um eine Million Tonnen hinter den Bedürfnissen zurück.

Wenn sie nicht erhöht wird', werden dringliche Kriegs­aufträge darunter leiden.

Hochgestellte Anstifter?

Ter MailänderSecolo" fordert aus Anlaß des Todesurteils gegen zwei Matrosen, die am Untergang des PanzersBenedetto Brin" die Schuld trugen, es müßten jene hochgestellten Persönlichkeiten, ausfindig gemacht werden, welche die beiden Verurteilten zu der Sprengung des Kriegsschiffes angestiftet hatten. Diese hochgestellten Persönlichkeiten sollen sich angeblich in Frankreich befinden.

Auch eine Verschwörung der Kadetten entdeckt.

Aus Petersburg wird mitgeteilt, daß der Volks­kommissar Zienowiew, eine neue Verschwörung entdeckt habe. Die Verschwörer sind nicht, wie anfänglich ver­mutet wurde, Anarchisten, auch nicht Sozialrevolutio­näre, sondern gehören der Kadettenpartei an, die mit den Mitgliedern der Schwarzen Hundert gemein­same Sache machten. Viele Mitglieder der Kadettenpar­tei wurden verhaftet.

Tie früheren russischen Minister nach Moskau gebracht.

Das Verfahren gegen Protopopoff, das sich vor dem Volkstribuual in Moskau abspielt, ruft großes Aufsehen und lebhaftes Interesse in den sich sowieso wenig mit der Politik befassenden und fast gänzlich apathischen Kreisen hervor. Man ist auf das Urteil gegen Protopopoff, den inan als den größten Feind des Volkes bezeichnet, gespannt. Allgemein ist man der Ansicht, daß er zum Tode verurteilt werden, daß aber sein fester Wille, den Frieden wiederherzustellen, ihm mildernde Umstünde bringen wird. Alle übrigen verhafteten Minister der zaristischen und der Kerens- kischen Regierung wurden von Petersburg nach Mos­kau gebracht.

Ein Attentat in Finnland.

Ter Terrorismus der Entente wurde jetzt auch nach Finnland übertragen. Ein nach Helsingfors fah­render Zug, in den! sich u. a. 20 Mitglieder des finnländischen Landtages befanden, wurde in d i e L u f t gesprengt. Man meldet viele Tote. Weitere Ein­zelheiten fehlen noch.

Alle Spitäler Petersburg für Eholerakranke geräumt.

Lins Petersburg wird gemeldet, daß dort alle Spitäler und Lazarette von anderen Kranken gänz­lich geräumt werden, um darin die Cholerakranken unterzubringen. Tie elektrischen Straßenbahnen sind verpflichtet, die Cholerakranken in die Krankenhäuser zu überführen. Unter den Erkrankten befindet sich auch Maxim Gorki. Der Metropolit von Petersburg Bur­gamin, hat Bittgottesdienste und Prozessionen ange­ordnet.

Der abgeschlagene Fliegerangriff.

Unbelehrt durch ihren letzten großen Mißerfolg von Koblenz am 10. Juli, haben unsere Gegner ani 31. Juli wiederum mit starken Kräften einen Luft­angriff auf das deutsche Heimatgebiet versucht. Dies­mal wählten sie Saarbrücken zum Ziel, um in der friedlichen Stadt Frauen und Kinder durch ihre Bom­ben zu töten, wie es der haßerfüllte Sinn ihrer Völker und die zügellose Hetze ihrer Presse täglich von ihnen fordert. Mehrere Geschwader stießen saar- abwärts gegen Saarbrücken vor. Sie haben ihr Ziel nicht erreicht. Frühzeitig von dem Späherauge des deutschen Flugmeldedienstes erfaßt, wurden sie von einer kampfbereiten Staffel des deutschen Heimatluft­schuhes empfangen, die sie in rücksichtslosem Angriffs­geist sofort in einen schweren Kampf verwickelte. Kaum war dieser entbrannt, als den bisher an Zahl unter­legenen deutschen Luftkämpfern von allen Seiten wei­tere Staffeln zu Hilfe eilten. Nun entwickelte sich eine Luftschlacht, wie sie an Umfang und Heftigkeit über deutschen! Boden noch nicht stattgefunden hat. Bald wandte sich der Gegner zur Flucht und suchte in der Schnelligkeit seiner Flugzeuge die Rettung. Aber vergebens. Das Geschwader, das die Deutschen zunächst angegriffen hatte, wurde trotz zäher Gegen­wehr restlos vernichtet. Bei Saargemünd stürzten die ersten, bei Saaralben weitere feindliche Flugzeuge zu Boden. Um den dritten Teil ihres Bestandes ge­schwächt, erreichten die Trümmer der englischen Ge­schwader, immer noch von dein Feuer der deutschen Flugzeuge verfolgt, die rettende Front. Sieben Flug­zeuge hatte das feindliche Geschwader bei uns zurück­lassen müssen.

U-Boote an Amerikas Küste.

Das amerikanische Marine-Departement gibt be­kannt: Ein deutsches Unterseeboot versenkte am 27. Juli die portugiesische BarkPorto" aus Havanna 550 Meilen von der atlantischen Küste. Die aus 18 Mann bestehende Besatzung wurde von einem englischen Dampfer in einem amerikanischen Hafen gelandet. DiePorto" wurde durch eine Bombe, die in die Baumwolladung gelegt wurde, vernichtet.

Tie Zarin kommt nach Spanien.

Tie diplomatischen Schwierigkeiten bezüglich der Freilassung der Witwe und der Töchter des ermorde­ten Exzaren gelten nach Madrider Meldungen als größtenteils überwunden. Tie Hauptfragen sind, auf welchem Wege die Zarin und Töchter nach Spanien be­fördert werden sollen und lvelche Maßnahinen zur Verhinderung irgendwelcher Reisestörungen zu tref­fen sind.

Haig kann keine Truppen abgcben.

Nach einem unbedingt zuverlässigen Berichte, der auch auf die Londoner Börsenwelt einen großen Ein­druck ausübte, soll Haig erklärt haben, daß erbis auf weiteres keinen Mann entbehren könne".

Tic Zukunft vcs Baltculandcs.

Bei der Eröffnung der Livland-Estland-AuSstel- lung in Hainburg hielt Prinz Heinrich eine Rede, in der er u. a. sagte:

Der deutsche Erfolg hat uns die Baltenlande wieder näher gebracht. Wer sie kennt wie ich, dem muß das Herz höher schlagen. Das ist der positive Erfolg, den wir heute feiern können. Wir wollen lernen, was der Balte leisten und uns bringen kann. Die balti­schen Lande und mit ihnen ihre Bewohner werden nach ihrem und unserem Wunsche in jeder Weise an das Deutsche Reich an ge gliedert und mit ihm fest verknüpft werden." ^