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Truck der Gießener VerlagSdruckcrei, Albin Klein.
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(Reuest: Nachrichten)
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fix, 68.
Telephon Nr. 362.
Mittwoch, den 7. August 1018.
Telephon Nr. 362.
31. Jahrg
Kämpfe bei WperN, Albert rmd an der ALsne und Beste ahgeschlagea.
ChKloZrs fast vermchtst; FssmZs in Bra^d gefthsssen Paris wird wieder Hsschofse-s.
20666, 13AW, 16906 u. 16WO Br.-R T. ^ zusammen 65666 Br.-M ■%, versenkt.
Ans dem amtlichen Kreishlatt.
Stellv. Generalkommando, 18. A.-K., 20. 7. 18: Verordnung über Be- und Entladungen von Eisenbahnwagen.
Stellv. Generalkommando, 18. A.-K., 24. 7. 18: Verordnung über Verkauf von Waffen und Munition.
Kreisamt Gießen, 3. 8. 18: Bestellung von Kaffee-Ersatz.
Kreisamt Gießen, 3. 8. 18: Die Obsternte 1618. Die Landesobststelle hat beschlossen, 50 Pfund für den Kopf deS Haushaltes der Verbraucher freizugeben.
Krelöauit Gießen, 2. 8. 18: Die Abdeckereiverzetchnisse für Juli sind von den Bürgermeistereien einzusenden.
Kreisamt Gießen, 31. 7.18: Tie Maßnahmen gegen die Wohnungsnot sind auch für Großen-Linden für anwendbar erklärt.
Kriegsacsellschaft für Obstkonserven und Marmeladen, 23. 7. 18: Bekanntmachung über die Herstellung und den Absatz von Dörrobst.
Hessische Landes-Gemüsestelle, 3.8.18: Der Erzeuger-HLchst-
preis für Frühzwiebeln ohne Kraut ist auf 18 Pfennig herabgesetzt.
Beute im leisten Hrlegsjahr.
Berlin, 3. August. Während der einzelnen großen Operationen rm letzten Kltc-gsjahr erbeuteten die Mittelmächte bei Ta.nopo!, Riga und OUel über 600 Ge. schütze und etw - 1000 Maschinengewehre, wcle Tausend Gefangene und unschätzbares Kriegsmaterial. In Italien waren im Lause von knapp einem Monoi neben
300.000 Gifangcnen und über 14,000' QuadratkUometpr Geländegewiun 2800 Geschütze und 3000 Maschmm- gewchre, 400 Minenwerfer, 150,000 Jnfantecicgewchre, 1 Millon Hcndgranatcn, übir. i'/ 2 Million Arttllerie- gr schosse, 52 Millionen Infanterie Patronrn und 150 Flugzeuge, sowie alles in Stellung itngcbaure rnid in Etapprnlagcrn aufgehäufte N^atcrlül zweier italienischer Armeen erbeutet. Etn Till des Ver tonnen neu zu beschaffen kostete Jtalren Milliarden. Nach brm deutschen Vormarsch im Osten Februar 1918 ergaben sich 4381 Geschütze, 9490 Maschincngt wehre, über 750,000 Gwchn,
2.867.000 Schuß ArUllnte- und über 102 Millionen Schuß Jnfanreliemunition, 2100 Lokomotiven, über
26.000 E senbahnwagcn und 63.000 sonstigen Fahrzeugen aller 1278 Kraftwagen, 1705 Feldküchen und 152 Flugzeuge als Beute. Kaum geringer war das, was der deutschen Armee bei der Westoffensive 1918 in die Hände fiel. Neben 2800 Geschützen und üaer
15.000 Maschinengewehren stehen so unübersehbare Mengen Kriegsmaterial aller Act, daß bis heute noch keine Feststellung des Gewonnenen möglich war
Zur militärifcSun Lage im Msren.
* Bern, 5. Aug. Die Einnahme von Soissors wird hier als eine nebensächliche Kriegshandlung auf- gefaßt. Man t.l der Meinung, daß die Räumung von Soissons im Plane Hindenburgs liegt, und daß die gegenwärtig an der Westfront ctnp.eleitetc Rückzugs, bcwcgung den Anstalt Zu einer neuen Bewegungs- sch lacht größerer Form bildet.
Genf, 5. Aug. Die Stadl Chalons Tue Marne hat durch 14 deutsche FUegerstnifeii und durch eine anhaltende Beschießung aus schlveren deutschen Ferngeschützen furchtbare Verheerungen erlitten. Wie der „Progrcs de Lyon" berichtet, ist in den wichtigeren Straßen kein Haus unversehrt geblieben. — Fesmes steht in Flammen.
Genf, 6 Aug. Ein Teil der Pariser Fernleitungen ist seit dem Wiederbeginn der deutschen Fcrn- beschiißur.g von neuem gestört. Der „Matin" meldet: Die Deutschen machen an der ganzen Front in ihrem Rückzüge halt. Für die nächsten Tage ist mit schweren Kämpfen zu rechnen.
Zmlüehe üeMde Qgrsvericdk.
Berlin, 2. Aug. An d>r Westküste Englands wurden durch unsere U-Boote 20 000 Bruttoregister.- tonnen versenkt.
Der Ehef des AdmiralstabS der Marine.
wtb. Gcoßes Hauptquartier, 3. Aug. 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Nupprccht.
Südwestlich von Up.in schlugen wir grst rn f üh einen starken englischen Teilangciff ab. Jur übrigen beschränkte sich die GefechtStätigkeit auf E kundungen und zeitweilig auflcbendes Ärtillerlefeuer.
feeres gruppe Deutscher Kronprinz'.
Die großen Eclolge der Armee d-s Gcmxaloberstcn v. Vvchn in der Schlacht am 1. August trugen zum vollen Gelingen der gestern durchgefüh^ten Bewegungen bei. Auf unserem alten Kampfgeläude lag bis zum frühen Morgen an einzelnen Stellen noch bis 11 Uhr vormittags AcUlleriefkuec des Feindes. Seine Infanterie und Kavallccier Abteilungen folgten nur zögernd und vo.sichng unseren langsam ausweichenden Vorfeld- truppen. Im Kleinkampf fügten wir dem Feinde b> trächtliche Verluste zu. In der Champagne machten wir bei erfolgreichen Kämpfen nordwestlich von Sonain etwa 100 Gefangene.
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Leutnant Übet errang seinen 4L, 42 und 43, Leutnant Freiherr v. Richthofen seil.cn 31. und 32, Mzefeldwebrl Thonr seinen 26. Luftfi'g.
Der Erste Gencralquaittermetstcr: Ludendorff.
Berlin, 3. August, abends. Keine Kampfhandlungen.
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Berlin, 3. August. Im Sperrgebiet westlich England sielen weitere 13,060 Bruttocegistertonnen der Tätigkeit unserer U Boote zum Opfer.
Der Chef deS Admiralstabcs der Marine.
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wtb. Großes Hauptquart ier, 4. Aug. 1918
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Nupprccht.
Während btj Nacht auflebende Artillerietätigkeit, die sich südwestlich von Upern und beiderseits der Somme zeitweilig zu großer Stärke steigerte. Beiderseits von Albert nahmen wir ohne feindliche Einwirkung unsere westlich der Ancre stehenden Posten auf das östliche Flußufec zurück. In erfolgreichen Vocfeldkäiupfen südlich vom Lucebach und südwestlich von Montdidnc machten wir Gefangene.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Kleine Kampfhandlungen. Wir stchcn an dcr Aisne (nördlich und östlich von Soissons) und an der Vcöle in Grsechtsfühlung mit dem Feinde.
Leutnant Billik errang seinen 28. Luftsieg.
Der Erste Genecalquartiermcister: Ludendorff.
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Berlin, 4. August, abends. An der Front nichts Neues.
Berlin, 4. Aug. In den Gewässern um England vernichteten unsere Unterseeboote 16 600 Bruttoccgistcr tonnen.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 5. Aug. 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Nupprccht.
An der Front zwischen Upern und südlich von Montdidier nahm die FcuertäUgkeit am Abrnd zu und blieb auch die Nacht hindurch lebhaft. In Flandern, nördlich von Albert und beiderseits tue Somme w rden Vorstöße des Feindes abgewicscn. Nördlich von -mt- didiec nahmen wir unsere auf dem Westufcr der Avre und des Dom-Baches stehenden Kompagnien ohne feind' liebe Einwirkung hinter diese Abschnitte zurück. Bei kleineren Unternehmungen südwestlich von Niontdidier machtcll wir Gefangene.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An der Besle hat die Fkucrtätigkeit zuzeuommel'. Erfolgreiche Borsildkämpfe südlich von Conds und westlich von Reims Nach Alwcbc feindlicher T.UVorstöße Wichen unsere Nachhuten stärkerem Angriff dcs Gegners auf F'smcs befeh'.sgcmäß auf das nördliche Besle Ufer aus.
Heeresgruppen Gollwitz und Herzog Alb rechts
Westlich der Mosel, in den mittleren und oberen Vogesen wurden Vorstößechcs Feindes abgewtcsen. Im Sundgau machten wir bei eigener Uoternchmung tÄc« fangenc.
VizefeldwcbU Thom errang seinen 27. Lusisteg.
Der Erste Generalquartiermeister: Lu'oendocff.
Berlin, 5. August, abends. Ocrtliche Kämpf' an der Vesle.
(s
Berlin, 5. Aug. An der Ostküste Englands und im Gebiet westlich des Kanals wurden teilweise aus stark gesicherten Geleitzügen heraus 16 000 Brutto registertomiea versenkt.
Der Chrf des Admiralstabes der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 6. Aug. 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht
Lebhafte ErkuudungStätigkeit uamentlich im Ancce- nnd Avce-Abschnitt und südlich von Montd.diec. Aar Abend vielfach auflsbcnder Fcuerkampf. Württembcrgec. erstürmten heute früh nördlich der Somme die vorderen englischen Linien beiderseits der Straße Bcaye— Corbie und brachten etwa 100 Gefangene ein.
Heeresgruppe Deutscher Kroupriuz.
Nach erfolglosen Teilvocstößen ging der Feind gestern mit stärkeren Kräften zum Angriff gegen den ^ Veslcabschmtt beiderseits von Braisne und nördlich von Jonchcry vor Aus Leinen Waldstücken auf dem Nord- ufec des Flusses, in denen ec^ sich vorübergehend fest- setztc, warfen wir ihn im Gegenstoß wieder zurück. Einige hundert Gefangene blieben hierbei in unserer Hand. Im übrigen brach der Angriff des Feindes schon vor Ereichung der Besle in unserem Actillcrie- und Maschinengewchrfeuer zusammen.
Leutnant IIDet errang seinen 44, Leutnant Voll seinen 28. Luflsieg.
Der Erste Generalquartie^meister: Ludendorff.
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Berlin, 6. August, abends. Von der Front nichts Neues.
Mi!Itäskommsnao5 gegen iiamsrettadtten.
Von amtlicher Stell: wird mitgeteilt: Die Ham sterfahrten in die Umgebung, namentlich in die Wetterau, whmen einen Umfang an, der die bedenklichsten Mißstände zur Folge hat Es bleibt nicht da^bei. daß die iu Scharen mit der Bahn ankommendcn Städter einige Pfund Kartoffeln oder andere Nahrungsmittel erwerben, die Leute gehen eigenmächtig vor und nehme : mit, was sie gerade finden. Die wenigen Aepfel werden von den Bäumen, unreife Spätkartoffeln aus dem Felde geciffkn, auch Körnerfrucht aus dcn anfgestelltcn Haufen entwen det, selbst Achten vom Halm abgerissen und so den La:edwirteq schwerer Schaden zugefügt. Dtffe für die Landbevölke.ung ganz unerträglichen und die geregelte Versorgung der Stadtbevölkerung direkt gefährdend- n Zustände machen strenge Maßnahmen notwendig. Auf den Stationen werden nunmehr militärische Kommandos aufgestellt, die augclvi fen sind, aufs särärfste gegen diesen Unfug eiuzttschreiten. Jedem, der sich nicht großen Unannehmlichkeiten und eventuell Bestrafung aussitzen will, ist deshalb anzuraten, Hamsterfahrten aufs Land zu unterlassen.


