Ausgabe 
31.7.1918
 
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Der englische Friedenswille.

Frie-ensverlangcn eines englischen Ministers.

Arthur Henderson, der englische Arbeiterminister, hielt eine Ansprache in Oldham, in der er eingehend ausführte, warum ein Völkerbund alle Kriegführenden sowohl wie die Neutralen umschließen müsse. Es müsse eine internationale Atmosphäre geschaffen wer­den, in der Streitigkeiten zwischen den Völkern ge­schlichtet werden könnten. Man dürfe jedoch nicht von einer Familie sprechen, ohne gleichzeitig auf Rache verzichten zu wollen. Henderson fordert Lloyd George auf, durch Vermittlung eines neutralen Komitees Ver­handlungen mit Deutschland einzuleiten. Vorbespre­chungen würden die englische Regierung nicht binden und könnten doch zu keiner Verständigung führen.

In England verstärkt sich die Friedenspartei.

In London fand eine Sitzung des radikalen Ausschusses statt, an der zahlreiche Abgeordnete liberaler Richtung und pazifistische Politiker teilnah­inen. Der Abgeordnete Lee Smith unterbreitete eine Kundgebung zur Genehmigung, die im ganzen Lande verteilt werden soll. In dieser Kundgebung, die ange­nommen wurde, heißt es: 1. Jedes künftige Frie­densangebot muß die bedingungslose Rückgabe Bel­giens enthalten, 2. die Verbündeten müssen ihre Ge­heim Verträge und ihre Verträge über Vorzugs­tarife revidieren, 3. jede Schutzzollpolitik ist zu verwerfen, da sie die Bedrohung des kommenden Völ­kerbundes bedeutet.

Uneinigkeit unter den Arbeiterministern.

Der englische Arbeiterminister John H o d g e, der beim letzten Arbeiterkongreß in London gegen die Kün­digung des Burgfriedens aufgetreten war, hat sich nun völlig von der Arbeiterpartei los ge sagt. In einer Ansprache vor einer Versammlung von Ge­werkschaftsvertretern aus der Eisen- und Stahlindu­strie stellte er die Forderung auf, daß sich die Ge­werkschaft von der parlamentarischen Arbeiterpartei loslöse, da diese im Widerspruch zu den politischen Bestrebungen der englischen Gewerkschaftler stehe. Im Wahlkreis Hodges sind wiederholt Protestversammlun­gen gegen die Haltung des Ministers abgehalten wor­den. Hodge wurde aufgefordert, sein Mandat nieder- zulegen, was er bisher abgelehnt hat.

Der Munitionsarbcitcrstreik in England.

Der Streik der englischen Munitionsarbeiter be­gann infolge Zwangsanstellungen von ausgebildeten Arbeitern durch die Regierung in den Kriegsmaterial­fabriken am Dienstag in Coventry, wo 12 000 Mann die Arbeit einstellten. Inzwischen dehnte sich der Streik auch auf Birmingham aus, so daß die Gesamtzahl der Streikenden bereits auf 150 000 Mann gestiegen ist Das Krregskabinett trägt sich mit dem Gedanken, sie an die Front zu schicken, falls sie nicht die Arbeit wieder aufnehmen. Auch in Manchester und anderen Städten wird mit dem Streik gedroht.

Die tschecho-slowakische

Gefahr wächst.

Trotzki will ihrer Her? werden.

Das Reutersche Bureau hat die amtliche Meldung erhalten, daß Japan den Vorschlag der Vereinigten Staaten, den tschecho-slowakischen Armeen in Sibi­rien beizustehen, angenommen hat.

Diese Meldung läßt erkennen, daß Amerika den weitgefaßten englischen Jnterventionsplan auf eine bloße Hilfeleistung für die Tschecho-Slowaken verkürzt und zurechtgestutzt hat. Und wenn jetzt Japan diese fast bis zur Unkenntlichkeit veränderte Formel ange­nommen und seinem politischen Programm zu eigen gemacht hat, so ist damit noch längst nicht gesagt, daß Japan eine regelrechte Intervention auf dem ost- ajiatischen Festlande durchzuführen gedenkt, wie die Engländer es sich erträumt hatten.

Auf einer Gouvernementskonferenz der Fabrik­komitees erklärte Trotzki am 24. Juli in längerer Rede u. a.:

Es liegt eine große Gefahr für uns vor. Das ist der tschecho-slowakische Aufstand. Es ist ganz klar, daß dre Tschecho-Slowaken Mietlinge der französischen und englischen Börse sind und danach streben, eine neue Ostfront zu schaffen. Wenn wir mit ihnen nicht in allernächster Zukunft fertig werden, wenn die Deut­schen nur die Möglichkeit der Schaffung dieser Front voraussehen, so können die Deutschen aus rein strate­gischen Zwecken die Kriegsoperationen aufnehmen. Wir müsten um jeden Preis dieses Hindernis von unserem Wege entfernen. Wenn wir den tschecho-slowakischen Aufstand nicht brechen, so werden wir auf größte Schwierigkeiten auf wirtschaftlichem und politischem Ge- bret stoßen. Mit der Beilegung der Tschecho-Slowaken saut auch die reiche Ernte an der Wolga in unsere Hände, und dann sind wir unbesiegbar."

Auf eine Anfrage auf derselben Versammlung be- zeichnete Trotzki das Gerücht, daß in Moskau in Zivil- klerdung deutsche Instrukteure in einer Anzahl von fast zwei Regimentern leben, als eine freche, gewissen­lose Lüge mit provokatorischen Absichten

Nach im Kriegsressort vorliegenden Meldungen werden «apanische Freiwilligen-Abteilun- gen die tschecho-slowakische Front in Samara und n " öer gegenrevolutionären Plätzen verstärken. Die ba§ Proletariat zum Kampf auf ^eben und Tod gegen die tschecho-slowakische Front

Ein Erfolg der Bolschewiki.

oenrehnfLwf Petersburger Meldung wurde die ge-

terdrückt K?°?°§ung m Ja ros law völlig un-

eine orolie^inrAk m ku Weißgardisten, alle Führer,

Laroslaw ist bei der Wiedereroberung durch die

Rote Garde in 14tägigcm Kampfe durch Artillerkefener fast vollständig zerstört worden.

Die bolschewistischeAtempause".

Die bürgerliche Presse Moskau, die seit dem 6 Juli nicht erscheinen darf, bleibt auf Verfügung der Presseabteilungbis auf weiteres bis zur Festigung und bis zum vollen Sieg der Sowjetrepublik"' ae- schlossen. *

Je strenger die russische Zensur ihres Amtes wal­tet,^ desto farbloser und inhaltsleerer werden die be­troffenen Zeitungen. Eine schwere seelische Depression atmet aus allen Artikeln der bürgerlichen Presse.

' Um so bedeutender erscheinen Tinge, die sich unter der Oberfläche abspielen. Lenins Ansicht, die Bourgeoisie j [et int wesentlichen niedergerungen, findet keine Be- s stätigung. Die bolschewikifeindliche und gegenrevolu- twnare Bewegung breitet sich aus, und die monar­chistische Note wird vernehmbar stärker. Das an Ex­tremen reiche russische Leben scheint einer Umwälzung zuzutreiben, die nicht nur eine Ablehnung des Bolsche­wismus, sondern der sozialistischen Gedanken über­haupt bedeutet.

Die bolschewistische Negierung tritt diejer Mög­lichkeit rücksichtslos entgegen und ist bestrebt, die Atempause" in der inneren Politik zu ihren Gun- ! sten mit äußerster Energie auszunutzen.

Der A-Bootkrieg verbürgt

den Endersolg.

Zu den sehr hosfnungsfreudigen Aeußerungen, die m der letzten Zeit in der Presse unserer Gegner über das vermeintliche Versagen des U-Boot-Krieges laut wurden, hat der Chef des deutschen Admiralstabeö Stellung genommen. Admiral v. Holtzendorff führte ln einer Unterredung u. a. aus:

Die Aufgabe unserer U-Boote ist, den für die Gegner fahrenden Schiffsraum in seiner Gesamtheit zu treffen und zu vermindern, denn von dem Vor­handensein einer genügenden Schiffsraummenge im ganzen hangt Lebens- und Kriegsfähigkeit unserer Geg­ner ab. Stellen wir dem U-Boot-Krieg Sonderaust gaben, wie die Versenkrtng amerikanischer Truppentrans­portdampfer, so beeinträchtigen wir seinen Gesamt- ersolg. Dann würde das eintreten, was wir unter allen Umständen verhindern müssen: die Neubauziffer der Gegner würde die Versenkungsziffer übersteigen.

Wenn die Zahl der gemeldeten Vernichtungen' ge­rade amerikanischer Truppentransportdampfer bisher nicht erheblich gewesen ist, so verweise ich einerseits aus dre Schwierigkeit, vom angreifenden U-Boot aus Art und Name des versenkten Schiffes festzustellen, wenn es sich nicht etwa um große Passagierdampfer von gewaltigen Abmessungen und charakterischem Aeußern, wie z. B. die in den letzten beiden Monaten vernichteten Dampfer Cowington utid Präsident Lincoln, handelt, anderseits auf jene Schwankungen, denen der Zufall überall die Erfolge der U-Boote unterwirft.

Der monatliche Durchschnitt unseres Versenkungs­ergebnisses von Januar bis einschließlich Juni 1918 betragt rund 630 000 Br.-R.-To Es wurden also monatlich im Durchschnitt rund 330 000 Br-R-To mehr versenkt als für den Verband gebaut wurden' v r c ,t.°^p?Ebfahr ist für unsere Gegner, wie olese selbst wissen, nicht beseitigt. Dieses Vertrauen stutzt sich ferner auf die Schaffenskraft aller mit- wirkenden militärischen Stellen und auf die Leistungs- sahigkeit unserer Wersten und Werkstätten mit ihrem I hochstehenden vortrefflichen Personal. Dies alles zu- ! sammen bedingt und verbürgt den Enderfolg.

Die Aeberlegenheit

der deutschen Luftwaffe.

In den verflossenen Großkampftagen haben un­sere Jagdflieger sich in großen Luftschlachten den Flug­zeugmassen der Feinde entgegengeworfen und dabei unsere Ueberlegenheit in der Luft restlos ausrecht- erhalten. Allein an der Hauptkampffront schossen sie 177 feindliche Flugzeuge ab.

22 * Juli gelang es einer Besatzung in sechs­stündigem Fluge, bis westlich Paris und seineaufwärts aufzuklären und wichtige Meldungen zurückzubringen.

Schlacht- und Jagdstaffeln zerstreuten mit M.-G.- Feuer, Bomben und Wurfminen am 16. und 17 Juli ber unserem eigenen Angriff heranmarschierende feind­liche Kolonnen und brachten Batterienester auf Stun­denlange zum Schweigen. Die Schlachtflieger bewährten sich auch rm Angriffe gegen feindliche Flugzeuge.

Gewaltig war die Tätigkeit unserer Bombenge­schwader, die Nacht für Nacht selbst bei Regen und Sturm die ihnen wohlbekannten militärischen Ziele hinter der feindlichen Front mit ihren verderbenbrin­genden Geschossen überschütteten. So wurden in der Nacht vom 18. zum 19. Juli 72 480 Kilogramm Bom­ben, in der Nacht vom 21. zum 22. Juli rund 94 000 Bomben abgeworfen. Mehrere Munitionszüge und das Munitionslager bei les Grande Loges wurden dabei vernichtet. In schneidigen Herunterstößen bis auf 10 Meter Hohe gelang es einem Flugzeuge, die Ver­bindung ChalonsEpernay durch Bombenabwurf nach­haltig zu unterbrechen.

Zahlreiche stundenlang anhaltende Brände und V l °J l0nen tn den Lagern und Etappenhauptorten des Gegners kündeten den Weg unserer Geschwader

Unsere weit vorgezogenen Fesselballone waren das Ziel der heftigsten Angriffe des Gegners. Im stärk­sten Feuer seiner weittragenden Artillerie, von feind­lichen Flugzeugen mit Bomben und Brandgeschossen angegriffen, harrten unsere Ballone unerschütterlich aus und halfen durch wertvolle Beobachtungen den Kampf auf der Erde zum Siege zu wenden.

Vom 15. bis 22. Juli verloren unsere Gegner insgesamt 239 Flugzeuge, 16 Fesselballone, außerdem 4 Fiagzeuge durch den Heimatluftschutz, wir dagegen E^Z^^zeuge und 41 Fesselballone. Damit sind die höchsten Abschußzahlen für eine Wochenfrist seit Be­ginn des Krieges erreicht. In innigem Zusammen­wirken mit sämtlichen Erdwaffen haben die deutschen Luftstreitkräfte auch in diesen schweren Schlachttagen E^ueut bewiesen, daß in ihnen BölckeS und Richthofens Geist immer wach ist und daß sie die Kraft und den Willen besitzen, in der Luft gleiche Großtaten wie ihre Kameraden auf der Erde zu vollbringen.

Das Programm Huffareks.^

5 ,..Der neue österreichische Ministerpräsident Freiherr Hussa rer stellte sich gestern tm Abqeordnetenbause mit einer Programmrede vor. An der Spitze fe"ner Au" suhrungen legte er das Bekenntnis zur Fortführung der BundnispolMk mit Teulschland ab. biseinehre? 8

q?r teöe s". In bezug auf die innerpoli-

tlschen Fragen bezeichnele ber Ministerpräsident es als seme Aufgabe, eine Atmosphäre des Vertrauens au lchaften und in Wechselwirkung damit eine zeitgemäße v Crro< m tUn ^ 5 . le Dnn ' Weiter versprach er eine stän- tf Mitwirkung des Reichsrats in Angelegenheiten ' en§ Un6 ÖCä wirtschaftlichen Wte-

rhim?» Annahme des sechsmonatigen Budgetproviso- ( «hu einer M°,orität von nur 19 Sti.n- der erste parlamentarische Erfolg des Mmi,terpra,rdenten ntcht gerade glänzend zu nennen ist.

Die meisten Wiener Blätter begrüßen mit Beiriedi- Der%rieLf®T iIIi3Un3 öe§ Budgetprovisoriums und He hprnm*hph 6Ue das Abgeordnetenhaus, wobei

einen ErL,a°u' Ba6 - Öi ^ nicht zum geringsten Teile

vräHdenten ? rfei l ei ] Erklärungen des Minister-

Präsidenten Husfarek und ferner Versicherung des r^est-

at ? Parlamente bilde. Sie betonen, daß das

mino m-wätf ?urch seine Abstimmung die .Hoff- au ^F urfte ' daß es dem neuen Ministerpräsi- ten gelingen werde, seine Zusagen zu erfüllen.

Allgemeine Kriegsnachrichten.

Deutschlands Kraft ist unerschüttcrt.

r cr /' 3bea Nazionale" (Rom) vom 20 Juli schreibt Vorghetli m einem Artikel über die militä­rische Lage:Deutschland ist seit Kriegsbeginn immer ein großartiges Beispiel staatlicher Organisation be- ft>nder^ rn militärischer Hinsicht, ein einziger Energie- Brennpunkt, von einer.l einzigen Willen beherrscht und aus dieser eisernen Einheit hat es den Schwung hergeleitet, der seit vier Jahreii seine Heere immer zum Siege führte. Dieser war nur die logische Wir­rung des zwischen der moralischen und kriegerischen Vorbereitung bestehenden Zusammenhanges. Kein ernst­liche^ Zeichen tut uns bis jetzt dar, daß dieser 8u- sammenhang bedroht sei. Deutschland ist fest und macht­voll geblieben, wie es war."

Diese Zugeständnisse könnten im Munde eines so ausgesprochenen deutschfeindlichen Hetzorgnnes wie w '; 3beQ J^ l0l V aIe '' überraschen: zweifellos verbin- M s bas Blatt aber mit seiner Offenherzigkeit die Nebenabsicht, die Wankelmütigen in den ' eigenen mit dem Hinweis auf die Entschlossenheit und niilitarische Tatkraft der Gegner zu beschämen und aufzurütteln.

Japaner an die Westfront.

bom 18. Juli veröffentlicht ^b.-.^ohsten folgende Phantasievolle Betrachtungen: Ein militärischen Eingreifen des Verbandes in Rußland erlcheint voller Gefahren und Ungewißheiten; jene,

> me denken, daß man mit 50 000 Mann Berbandstrup- I Pen das russische Volk wieder in Bewegung bringen könnte,^ vergessen zu leicht, daß Deutschland diesen mühelos 100 000 Mann, denen es dann noch einige maximalistische Regimenter angliedern würde, entqeaen- stellen konnte.

Auch bei einem japanischen Eingreifen von Sibi­rien aus wurden ungeheure materielle Schwierigkeiten zu uberwinden sein.

Aber ist denn der Landweg der einzige, der zwischen den Verbandsheeren und denen Japans end­lich iene mehr gefeierte als verwirklichteEinheit der Front ^ zu bewirken vermag? Eines schönen Tages am eine russische Division durch den Suezkanal nach Marseille. Können die japanischen Armeekorps nicht ben.selben Weg einschlagen? Er ist jedenfalls weniger gefährlich und kostspieliger als die Durchquerung Asiens uiid eines Teiles Europas mit der Eisen­bahn.

Ein sehr einfaches Mittel, den Weg abzukürzen, wäre übrigens, unseren Verbündeten im Orient die T^ül^ont^ anzuweisen, von der man dann die europä- lschen Truppen an die französische Front schaffen könnte. Vielleicht konnte man dann dort endlich kraft­voll Vorgehen und den Vierbund an seinen schwachen stellen, nämlich der Türkei und Oesterreich, treffen Möglicherweise läßt sich Serbien leichter befreien als Belgien; die Lebensader, die von Hamburg nach Mossul geht, könnte durchschnitten, die Türkei' von Berlin getrennt und Rumänien die Hand gereicht werden So würde der im Balkan geborene Krieg zu seinem Ursprung zurückkehren und darin liegt vielleicht für uns die Rettung.

Deutsche Strcikhilfc für die Ukraine.

Die Lage des ukrainischen E i s e n b a h n e r st r e i k s ist iin wesentlichen unverändert. Eisenbahnzüge außer den diirch das Militär abgefertigten verkehren noch nlcht. Don seiten der deutschen u. österreichisch-ungari­schen Behörden ist neben einem erhöhten Bahnschutz gegen etwaige Anschläge militärischer Schutz der Arbeits­willigen und militärische Hilfeleistung im Betriebs­dienste eingeLreteu. Durch diese Maßnahinen ist es nach etwa u4 tetunben gelungen, auf sämtlichen Strecketi emen wenigstens ^den dringendsten Bedürfnissen ge- i ringenden regelmäßigen Betrieb wieder herzustellen.

Päpstliche Vermittlung für Luxemburg.

Um die auf diplomatischen Wege mehrfach ver- gebens angeregte Einstellung der Fliegerangriffe der luxemburgisches Gebiet zu erwirken, wandte suh die Grotzherzogin von Luxemburg an den Papst

m J e ' um Vermittlung in dieser Angelegenheit. Der Papst sagte seine Vermittlung zu. Die Einwohner der gefährdeten Strecke erwarten das Ergebnis dieser Vermittlung mit Spannung.

Lcttows Kriegszug durch Portugiesisch-Afrika.

Aus feindlichen Pressemeldungen geht hervor, datz General v. Lettom Mitte Jilni die Gegend um Villa Esperanza in der Provinz Queltmane besetzt hat. Diese ^^vlnz^grenzt südlich an die Provinz Mozambique, die der Schauplatz der erfolglosen Einkreisungsversuche oer Monate Januar bis Juni gewesen war. Deutsche vorgeschobene Abteilungen scheinen die von dem Hafen- platz Quelunane ausgehenden Bahnlinien bedroht