HiMuer Bettung
Sezugspreis 60 Pfg. monatlich
vierteljährlich IMMk., vorauszahlbar, frei ins HauS. Ab geholt in unserer Expeditton oder in den Zweig- auSgabestellen vierteljährlich 1^0 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschluß früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
Expedition: §lldanlage21.
Anzeigenpreis 20 pfg.
die 44 mm breite P e titz e tl e, für AuSwärt» 30 Pfg. Die 90 mm breite R e k la m e. Z e ile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung deS Zahlung». zieleS (BO Daae), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorfchriften ohne Verbindlichkeit. Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Klei«.
Siegreich über die Marne; 13100 Gefangene.
Die Beschießung von Paris mit Ferngeschützen erneuert.
15500, 16500, 17000 u. 31090 Br.-R-T. - zusammen 80000 Br-N.T. versenkt.
Aus dem amtlichen Kreisblatt.
Der stellv. Kommandierende General des 18. A -K. Frankfurt, 13. 7.18: Beschlagnahme und Höchstpreise von Papierrundgarnabfällen.
Der stellv. Kommandierende General des 18. kl. K. Frankfurt, 13. 7. 18: Bestandserhebung von Papierrundgarnabfällen, zu der Bekanntmachung vom 20. Nov. 1916 berr. Bestands- erhedung von Natron - (Sulfat)-Zellstoff u.s.w.
Kreisamt Gießen, 13. 7. 18: Verkehr mit Frühobst. Der unmittelbare Bezug von Obst durch den Verbraucher beim Erzeuger ist verboten.
Stellv. Generalkommando 18. A.-K., 18. 6. 18: Bekanntmachung betreffend die über die Reichsgrenze mitzunehmeüüen Schriften und Drucksachen.
KreiSamt Gießen, 8. 7. 18: Bestellung von Kaffe-Erfatz in den Landgemeinden. Wer solchen wünscht, hat Bestellung bei einem Kleinhändler seines Wohnortes zu machen. Die Kleinhändler Habens die Bestellmarken bis spätestens am 25 Juli der GrohhandelSvereinigung zu Gießen, Westanlage, einzureichen.
Kreisamt Gießen, 11. 7. 18: Feldschutz. Von den Bürgermeistereien sind Ehrenfeldschützen besonders aus Hilfsdienst- pflichtigen zur Verpflichtung vorzuschlagen.
Kreisamt Gießen, 5. 7. 18: Ausdrusch von Getreide und Verwiegen der Frucht. Für die D r u s ch l i s t e ist das gleiche Formular wie im Vorjahr zu verwert- den (zu beziehen von der Druckerei Albin Klein zu Gießen, Südanlage 21.
flmllicbe deutsche Cagesbericbk.
wtb. Großes Hauptquartier, 13. Juli 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. südwestlich von Bailleul wurden mehrfache Angriffe starker englicher Abteilungen abgewiesen. Ebenso scheiterten nächtliche Vorstöße des Feindes nördlich von Albert. Heftigem Feuetkampf auf dem Westufec der Avce folgten zwischen Caste! und Mailly Teilangriffe der Franzosen, die der Feino am Nachmittage bei Mailly, am Abend in dem Kampfabschnitt nach erneuter flinkster Artillerievorbereitung wiederholte. In Caftcl und im Gehöfte Anchin setzte sich der Feind fest. Oestlich dieser Linie brachen seine Angriffe in unserem Gegenstoß zusammen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Zwischen Oise und Marne blieb die Gefechtstätigkeit rege. Erneute Vorstöß des Feindes nördlich von Long. Pont und südlich des Omcq wurden abgewirsen.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
In den mittleren Vogesen und am Hartmanns Weilerkopf lebte die Gefechtstätigkeit auf. Nordöstlich von Pont-cuMousson und im Fave-Grunde scheiterten nächtliche Vorstöße des Feindes.
Im Juni wurden an den deutschen Fronten 468 feindliche Flugzeuge, davon 92 durch unsere Flugabwehrgeschütze, und 62 Fesselballone abge sch offen. Hiervon sind 2i7 Flugzeuge in unserem Besitz; der Rest ist jenseits der gegnerischen Stellungen erkenn- bar abgestürzt. Wir haben im Kampf 153 Flugzeuge und 51 Fesselballone verloren.
Der Erste Generalquartiecmeister: Ludendorfs.
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Berlin, 13. Juli, abends. Von den Kampffronten nichts Neues.
Nach starker Artillerievorbereitung griff der Feind am Abend westlich von Chateau-Thierry an. Ec wurde blutig abgewiesen. Das nächtliche Störungsfeuer war zeitweilig lebhaft. — Bei aufklärendem Wetter stießen unsere Bombengeschwader zu nächtlichen Angriffen gegen die feindlichen Bahnanlagen an der französischen Küste zwischen Dünkirchen—Boulogne—Abbcvtlle, im Raume LillerS—St. Pol—Doullens sowie in der Gegend von Crepy eu Valois und Villers Eottercts vor.
Der Erste Generalquaitiermeister: Ludendorfs.
B e r l i n, 14. Juli, abends, nichts Neues.
Von den Kampffronten
Berlin, 13. Juli. Auf dem nördlichen ov*»v ö ~- schauplatz vernichteten unsere U Boote 18 566 Brutto- registertonnen feindlichen Handelsschiffraums. Drei von den versenkten Dampfern wurden aus stark gestchertm Gelcitzügen herausgeschossen.
Der Chef des AdmiralstabeS der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 14. Juli 1918 Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Auf dem Westufer der Avce tagsüber rege Art'llerie- tätigkett Am Abend lebte sie auch an der übrigen Front in Verbindung mit Eikundungsgesechten auf. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Oertliche Kämpfe am Walde von VillerS-CotteretS.
Berlin, 14 Juli. Im Sperrgebilt um England wurden durch die Tätigkeit unserer U Boote 16506 Bruttoregistertonnen feindlichen Handelsschiffsraums vernichtet.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 15. Juli 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Südwestlich von Ypern griff der Feind gestern früh nach starker Feuervorbereitung an und drang in geringer Breite in unser Kampfgelände ein. Beiderseits der Lys tagsüber Arttllerietättgkeit; sie lebte am Abend auch an der übrigen Front auf.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Zwischen Aisne und Marne blieb die Gesechtstätig- keit lebhaft. Oertliche Jnfanteriegesechte südlich von St. Pierce-Aigle und im Saviecesgrunde.
Leutnant Loewenhardt errang seinen 35. Lustsieg.
Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorff.
Berlin, 15 Juli, abends. Südwestlich und östlich Von Reims drangen wir in Teile der französischen Siel- langen ein.
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Berlin, 15. Juli Im Sperrgebiet des Mittel- meeres wurden durch die Tätigkeit unserer Il-Boote 4 Dampfer und 1 Segler von insgesamt 17006 Bruttoregistertonnen versenkt.
Der Chef des AdmiralstabeS der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 16. Juli 1918.
Westlicher Kriegsschauplatz:
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
In einzelnen Abschnitten lebte die Kampftätigkcit auf. Oestlich von Ayette wurde ein nächtlicher Vorstoß, östlich von Hebuterna ein stärkerer Angriff des Feindes abgcwiesen. Hier hab-n sich während der Nacht neue örtliche Kämpfe entwickelt.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Zwischen Aisne und Marne und östlich von Chateau Thierry lebhafter Artillertekampf. In kleineren Unter, nehmungen und im Vorstoß über die Marne südwestlich von Jaulgonne brachen wir in die feindlichen Linien ein und brachten Gefangene zurück. — Südwestlich und östlich von Reims sind wir gestern früh in Teile der französischen Stellungen elngedrungen. An den Vor. bereitungen für die artilleristische Kampfführung hatten VermcssungStruppen besonderen Ante». Artillerie, Minen- Werfer und GaSwerfec öffneten durch ihre vernichtende Wirkung «m Verein mit Panzerwagen und Flammenwerfern der Infanterie den Weg in den Feind.
Die Armee des Generalobersten v. Bochn hat zwischen Jaulgonne und östlich von Dormans die Marne überschritten. Pioniere setzten im Morgengrauen die Sturmtruppen über den Fluß und schufen damit die Grundlage für den Erfolg de« Tages. Infanterie erstürmte die steilen Hänge auf dem Südufer der Marne. Unter ihrem Schutz vollzog sich der Brückenschlag. In stetem Kampf durchstießen wir das zäh verteidigte Waldgelände der ersten feindlichen Stellung und warfen den Feind auf feine rückwärtigen Linien bet Conde-La-
Chapellc—CombUzy Mareutl zurück. Auch nördlich der Marne entrissen wir Franzosen und Italienern ihre erste Stellung zwischen Ardre und Marne. Wir standen am Abend im Kampf östlich der Linie Chatillon— Cuchery—Chaumizy.
Die Armeen der Generale v. Mudra und v- Einem griffen den Feind in der Champagne von Prunay (üst. lich von Reims) bis Tahure an und nahmen im Kampf mit dem sich unserem Angriff entzi Hendln Feinde dle erste französische Stellung. Südlich von Nauroy Moron- villerS stießen wir über die Höhenkette Cocnillet-Hochberg. Ketlbcrg- Oelberg durch das Trichterfeld der vor. jährigen Frühjahrsschlacht bis an dt° Römerstcaße nord. westlich von PcoSneS und in das Waldgelände I^dltch des FichtelbergeS vor. Oestlich der SuippeS entrissen wir dem Feinde daS KamPffUd der Champagneschlachten zwischen Anberlve und südöstlich von Tahure. Aus unserer Angriffsfront östlich von Reims hält der Feind feine zweite Stellung nördlich von ProSneS-Sonain- Perthes.
Trotz tiefer Wolken und böigen Windes waren die Luftstreilkcäfte tätig. In niedrigen Höhen griffen Flieger mit Bomben und Maschinengewehren in den Kampf auf der Erde ein. Sie schossen gestern über dem Schlachtfelde 31 feindliche Flugzeuge und 4 Fesselballone ob. Die Leutnants Loewenhardt und Menkhoff errangen ihren 36., Leutnant Bolle seinen 21. Lustsreg.
Die Zahl dec bisher eingebrachten Gefangenen beträgt mehr als 13000.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
In kleinen Unternehmungen in Lothringen, in den Vogesen und im Sundgau machten wie Gefangene.
Der Erste Generalquartiermcister: Ludcndorff.
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Berlin, 16. Juli, abends. An der Marnefront heftige Gegenangriffe des Feindes. — Oertliche Erfolge südwestlich von Reims. Oestlich Reims ist die Lage unverändert.
Berlin, 16. Juli. Von unseren Unterseebooten sind im westlichen Teil des Kanals 3 Dampser und 1 Segler von zusammen über 31666 Bruttoregistec- tonnen vernichtet worden, darunter befand sich der amerikanische Truppentransporter „C'.ncinnati (16339 Brt.), der aus einem großen Transpoctergeleitzug unter starker Sicherung herausgeschossen wurde.
Dec Chef des Admiralstabes der Marine.
Zur mililärifcden Lage im Welten.
Paris, 16. Juli. Die Beschießung durch das weittragende Geschütz wurde am Montag wieder ausgenommen.
Zürich, 17. Juli. Der „Cocriere della Sera" meldet aus Paris, daß am 15. Juli, nachmittags 1 / 2 5 Uhr, die neue Beschießung von Paris begonnen habe. Gegen Mitternacht wurden in der Richtung von Nord, osten her unaufhörlich dumpfe Explosionen in einer solchen Menge und Heftigkeit gehört, wie sie bisher in Paris niemals vernommen wurden.
Hur dem Reich-
* Wilhelmshöhe DieKatserinist mit Gefolge zu vierwöchigem Sommeraufenthalt hier angekommen.
Krkgswirtlcbafflicbes.
' Arsstfche» Ausfuhrverbot für Frühkartoffel«. Nachdem jetzt schon der Verkauf von Fcühkar- löffeln im Schleichhandel zu Wucherpcctsen in einem die Versorgung der hessischen Bevölkerung bedrohenden Umfang eingesetzt hat, haben die hessischen Kom> munalverbände ein Verbot dec Ausfuhr von Frühkartoffeln au« ihren Bezirken erlassen und für jeden Ankauf von Frühkartoffeln Bezugsscheinzwang eingesühct. Bei Zuwiderhandlungen verfallen selbst die kleinsten Mengen der sofortigen polizeilichen Beschlagnahme.


