Ausgabe 
26.6.1918
 
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Aus 5 tM mA Cand.

* Znr Tageslänge. Der Sommermonat bringt uns die Höhe des Jahres, wenn am 22. Juni die Sonne auf ihrem scheinbaren Laufe durch die Tierkreis- bilder dieZwillinge- erreicht und in das Zeichen des Krebses eintritt. Durchschnittlich 16*/* Stunden währt der Tag. Die Sonne geht nach drr Sommerzeit um 4 3 /* Uhr auf und um 9 1 / 4 Uhr unter. Diese Zeitpunkte bleiben dann den ganzen Monat hindurch zimlich unv?r. ändert.

Preise für Getreide. Um der Landwirtschaft einen auskömmlichen Gewinn zu lassen, erhöhte der Bundesrat die Preise um 35 Mk. für die Tonne Weizen und Roggrn. und um 30 Mk für die Tonne Hafer und Gerste. Sie macht bri Weizen 12 Prozent, bei Roggen 13 Prozent, bei Gerste und Hafer 11 Pro­zent des bisherigen Preises aus. Die Frühdruschprämie beträgt für die Tonne Roggen, Weizen und Gerste, wenn die Ablieferung erfolgt vor dem 16 Juli 1918: 120 Mk., vor dem 1. August 1O0 Mk., vor dem 16. August 80 Mk., vor dem 1. Sept. 60 Mk., vor dem 16. September 40 Mk. vor dem 1. Okt. 20 Mk.

* Krrrtrier. Vielen Landwirten ist es noch unbe­kannt, daß zur Veräußerung von Bcuteiern die Erlaubnis des Kommunalverbandes notwendig ist und daß die Abgabe und der Erwerb von Bruteiern nur auf grund eines Bezugscheines erfolgen darf. Die Ausstellung dcS Bezugscheines erfolgt auf Antrag des Käufers kostenlos durch die Groß. Bürgermeisterei seines Wohnorts.

* KriegerkameradschaftHassta" mtfr neue Kriegervcrcine. Uebec die Jahresversammlung der KciegerkamerudschaftHassta" lesen wir folgenden Bericht: In Tarwstadt im Fürstcnsaale hielt tn der Mitgliederversammlung der KriegskameradschaftHas sia" Medizinalst Dc. Vogt einen Vortrag über die Frage der Zukunft der Vereine nach dem Kriege. Ec wies auf die Bestrebungen hin, die von verschiedenen Seiten ins Leben gerufen worden sind, um die Teil­nehmer an dem jetzigen Weltkrieg von den Knegervei, einen abzuziehen und sie zu eigenen Verbänden zusam- menzuschlteßen. Ec führte aus, das solche Neugründun gen nicht bloß überflüssig seien, sondern auch kostspielig sind, während die bestehenden Vereine bereits eine fer- uggeschlosskne Organisation mit Wohltätigkeitseincich- tungen und Vermögen darstellten, in welchem das alles schon vorhanden sei, was die geplante Neugründung zu schaffen erst beabsichtigt. Die Krtcgerverbän seien jetzt im Begriffe, den Reichskciegerdank ins Leb zu rufen, daß für alle Kliegsgeschädigten ohne Rück it darauf ob sie Mitglidec eines Vereins sind oder n-cht, die mit ihren Ansprüchen nicht unter die Nationaistlstung oder den Reichsausschuß für Kriegsbeschädigte fallen, gesorgt werden soll. Die Kriegervereine hätten allezeit sich die Unterstüzung und Förderung der notleidenden Kamera- den zur Aufgabe gemacht, und sie würden sich in dieser Bestrebung auch nicht irremachen lassen, und die kame­radschaftliche Fürsorge für alle Feldgrauen, ob Kriegs­beschädigte oder Kriegsgeschädigte, nicht aus der Hand nehmen lassen. Der Redner untc» &jettete dann der Ver­sammlung fünf Anträge, die in Uebereinstimmung sind m,t den Beschlüssen dcS Kyffhäuserbundes, die einstimmig angenommen wurden.

Main;. In Mainz fand eine Versteigerung von Weinen der großherzoglich hessischen Weinbaudomäne statt, die für Nackenheimec Rotenberg Auslese einen Ri kocd- preis erzielte. Von diesem Wein wurden 325 Liter mit 51800 Mk. gezahlt; die Flasche kostet demnach im Ein­kauf etwa 120 Mk.

Frankfurt a. M Der Gesamterlös aus der Ein richtung des Westmlnster-Hotels ergab bei einem Neu preis von 70 000Mk. 220 000 Mk., also mehr als das Dreifache des Anschaffungswectes. Die Zimmer des Hotels Schwan erbrachten bei einem durchschnittlichen Neuprcis von 2100 Mk. über 3700 bis 3800 Mk. für das Zimmer.

Limburg. Die Heuernte hat in vielen Gemar­kungen begonnenen. Der Ertrag entspricht etwa einer guten Mittelecnte. Das Getreide steht auch günstig, besonders der Roggen, dessen Blüte recht gut verlief. Zum Glück hat sich nunmehr auch der langersehnte Regen eingestellt.

Hamburg. In Altona trafversehentlich" ein Waggon mit Weizenmehl ein, der, wie sich später heraus stellte, für eine Keksfabrik außerhalb Hamburgs bestimmt war. Die weiteren Feststellungen ergaben, daß 5 Per­sonen, behilflich gewesen waren, den Waggon Weizen­mehl, der von einem Schleichhandel herrührte, zu ver­schieben. Sie wurden verhaftet.

Neue Sucher

* Karl Lamprecht, Kindheitscrinncruttgen. Mit 11 Bildern Verlag Friedrich Andreas Perthes A.-G. Gorha. Preis Mk. 3. Ten Rektoratserinnerungen, die Karl Lamprechts Namen von neuem in weiteste Kreise trugen, folgt jetzt das erste Stuck seiner- autobiographischen Aufzeichnungen, dieKindheitserinnerungen", die von den Töchtern des Verstorbenen herausgegeben werden. Zeigten die Nekroralserinnerungen Lamprecht auf der Höhe seines Schaffens, nach allen Seiten hin kämpfend und sein Arbeitsfeld erweiternd, so haben die Kindheitser-nnerungen eine andere Melodie. Tief taucht hier der große Historiker noch eimnal hinab m den Zauber seines Elternhauses, des Pfarrhauses in dem klemen Städtchen Jessen an der Elster und es ist von allerhöchstem Reiz zu lesen, wie der Mann, dessen historischer Blick später die Welt mit ihren fernsten Kulturen zu umspannen sich *mlihte, in der reichgegliederten .Kleinwelt des Elternhauses gewissermaßen unbewußt die Anlage und Richtung auf solche Tätigkeit gewann.

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