Ausgabe 
1.6.1918
 
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Dem feinde die SteuerlaD.

In schroffem Gegensatz zu England, das seine Kriegs­ausgaben nicht sowohl aus Anleihen als aus kurzfristigen Darlehen bestritt und das für die Zinsendeckung sofort durch neue Steuern sorgte, hat Deutschland sich anfangs um die Verzinsung der vom Volke aufgebrachten Mil­liarden keine sonderlichen Sorgen gemacht. Verhältnis­mäßig spät erst, wohl unter dem Eindruck des britischen Vorbildes und nach der Erkenntnis, daß der Krieg doch länger als angenommen dauern werde, sind unsere Finanz­maßgebenden zur Ausschreibung neuer Abgaben geschritten. Sehr zögernd und ohne eigentlichen festen Plan. Welche Ueberlegung hat es gekostet, ehe Herr Helfferich sich dazu entschloß, die englische Kriegsgewinnsteuer zu übernehmen und wie zaghaft ist er dabei zu Werke gegangen. Erst als Llod George den Geld-wie-Heu-Verdienern 50 v. H. und mehr ihres Profites entriß, raffte auch der deutsche Finanzmann sich zu wenigstens annähernder Kühnheit auf. Es mag wohl sein, daß zu Kriegsbeginn auch in leitenden Kreisen die Auffassung überwog, daß wir unsere Feinde rasch zu Boden werfen und dann durch eine gehörige Kriegsentschädigung alle unsere Ausgaben bei Heller und Pfennig zurückerhatten würden. Ueber diese Ansicht ließe sich reden. Muß der gwölfverband uns für die Milliarden aufkommen, deren wir zu unserer Verteidigung gegen seinen Ueberfall bedurften, so hat er natürlich auch für die Zinsen zu sorgen. Leider ist das Verlangen nach ausreichender Kriegsentschädigung eben nur kurze Zeit beliebt gewesen; Scheidemanns Meinung, daß jeder seine eigenen Lasten tragen müsse, hat unter Bethmann-Hollweg gerade in höheren Regionen zahlreiche Anhänger gefunden. Und als man soweit war, ging man mutig ans Steuer-Erfinden. Denn nun galt es natürlich, wenigtens dafür zu sorgen, daß die Verzinsung der ungeheuren Milliardenschuld klappte und die Summe nicht noch durch den Zinsrückstand erhöht wurde.

Wenn alles gut geht und das Ringen in absehbarer Zeit ein Ende nimmt, haben wir mit etwa insgesamt 150 Milliarden Kriegskosten zu rechnen, für die jährlich 7Va Milliarden Mark an Zinsen aufzubringen sind. Es ist ganz klar, daß wir, solange der Kampf dauert und die unbedingt nötige Kriegsentschädigung nicht eingetrieben worden ist, auch diese Summe verauslagen müssen. Dies geschieht in der Form von Steuern. Eben beschäftigt sich der Reichstag mit den sehr umfangreichen Vorlagen des Herrn Reichsschahsekretärs, die allerdings nur 2 1 / 2 Milli­arden Mark jährlich ergeben werden, so daß unter Einrechnung der bereits früher bewilligten Milliarden - immer noch mindestens 4 Milliarden ungedeckt bleiben. Wir dürfen an diesen ungeheuerlichen Ziffern nicht feige vorbeischleichen. Die elf neuen Steuerentwürfe belasten den Verbrauch bereits in sehr drückender Weise; sie werden ihre Wirkung auf Handel und Gewerbe empfindlich geltend machen. Aber hinter ihnen stehen noch ganz andere Anforderungen an die Steuerkrast des Bürgers, l l !% Milliarde jährlicher Mehrkosten, das bedeutet etwa 125 Mark mehr auf den Kopf der Bevölkerung, gut tausend Mark mehr für jeden steuerzahlenden Bürger! Daß wir diesen Lastenpack bis in alle Ewigkeit tragen sollen, wir, unsere Kinder und Kindeskinder, das ist eine starke Zu­mutung. Und jeder Verständige sollte gegen die seltsamen roten und rötlichen Volksfreunde aufbegehren, die das von uns verlangen.

Mit den Steuervorlagen der Regierung, den jetzigen und den noch bevorstehenden, wird das Land sich abfinden, wenn es weiß, daß sie nur für eine kurz bemessene Zeit­spanne, nur so lange gelten, als der Feind noch nicht zur Börse greift. Nachher, wenn der Friede da ist, hat er für alles, für Kapital und Zins, gerade zu stehen. Unter dieser Voraussetzung wollen wir uns auch über allerhand offensichtliche Schwächen und Ungerechtigkeiten der Steuer­entwürfe hinwegsetzen. Sie sind eben Gelegenheits­und Verlegenheits-Arbeit, nur für heut und morgen, nicht für die Dauer berechnet; da machen kleine Mängel wenig aus. Ganz anders läge die Sache, wenn Deutschland das Kreuz ein für allemal auf sich, nehmen sollte. Denn dann müßte selbstverständlich jeder Posten, jeder Satz in den Vorlagen peinlich genau, bis in's letzte Tüttelchen hinein, auf feine Bedeutung für den Mittelstand in Stadt und Land geprüft werden. Dann dürfte die Besprechuuq und Abstimmung im Reichstag nicht in einem Hui erfol­gen. Eine neue Steuer ist rasch angenommen, aber sehr schwer wieder zu beseitigen. Der kleine Mann, der letzten Endes doch die Hauptlast zu schleppen hat, wird sich reiflich zu überlegen haben, ob man ihm nicht zuviel Pflicht' ^ eme 53ertreter im Reichstage haben dieselbe

Von entscheidender Bedeutung für die Beurteilung d°rneuen Steuern ist also die Frage: Kriegsentschädigung

Die Wichtigkeit einer offenen, unumwundenen Antwort darauf sollte unseren regierenden Männern klar sein D°n >hr hängt die Entscheidung, hängt auch die zuver^ sichtlich-freudige Stimmung der Bevölkerung ab Man Hort I« nun seit einigen Wochen aus den oberen Kreisen wieder manches Wort für die Kriegsentschädigung, und nach den langen, bangen Monaten der Scheidemannschen Flaumacherei und der Rücksicht auf die armen, angeblich zahlungsunfähigen Franzosen, Engländer, Nordamerikaner usw. berührt diese Wandlung angenehm. Zu einer klipp und klaren Entscheidung, ohne Homer und Zähne, hat man sich indessen noch nicht aufschwingen können. Umso wichtiger ist es, daß das deutsche Volk rund heraus seine Meinung äußert, und deutlich zu erkennen gibt, daß es zwar willig, lebe neue Last für's Vaterland auf sich nimmt jede neue Last, die es irgend trogen kann, daß aber am Tage der großen Abrechnung die Gesamtheit dieser Lasten auf die abgebürdet werden muß, deren Tücke und Raub­gier sie uns auflud. Eine ausreichende, hohe Kriegsent­

schädigung und der ernste Wille, sie zu erlangen, ist die unvermeidliche Voraussetzung für unsere Zustimmung zu den neuen Steuern.

Der IZrieg und die ffandwcrKcrfrauen.

Die Tapferkeit unserer Truppen, die Tüchtigkeit unserer Führer, die Leistungen unseres Handwerkes, der Industrie, Technik und Wissenschaft wird sowohl bei uns im Heimatland sowie auch im Ausland aneikannt ebenso die Leistungen unserer Landwirtschaft, durch die ermöglicht wurde, durchzuhalten und die Pläne unserer Feinde, uns durch Aushungerung auf die Knie zu zwingen, vereiteln zu können. Ein recht großer Teil unserer Hand­werker und Gewerbetreibenden, mehr als die Hälfte, wurden unter die Fahne gerufen und nl hmcn persönlich an dem schweren Ringen te l; viele haben schon dem Vaterland daS Opfer ihres Lebens gebracht. Die zum Heeresdienst nicht eingerufenen Handwerker sind redlich bemüht, unter n e st recht schwierigen Verhältnissen den Betrieb foctzufuhren und sich auch dem Vaterland nützlich zu machen. In vielen Fällen mußten an Stelle der zum Heeresdienst Eingezogenen neue Kräfte in Tätigkeit treten. ES sind dieses die Handwerkerfrauen, die mit Fleiß, Ilinsrcht und Ausdauer still und bescheiden mit stark m W llen und Opfer sinn ihres verantwortlichen Amtes walten. '

^/rt dieser auf die Weiterführung des Geschäftes gerichteten Tätigkeit der Handwerkerfrauen vetzulegen ist, geht daraus hervor, daß die große Mehc< zahl der Handwerksbetriebe aus kleinen Verhältnissen entstanden ist; wenigstens mußten die meisten Hand» aus eigner Kraft sich die Mittel schaffen, um e.n Geschäft gründen zu können. Viele Meister haben als Geselle gearbeitet und gespart und sich vieles versagt, r!U Mittel zusammen zu bringen, damit

sich selbstständig zu machen. Aber auch viele Hand- Werkerfrauen, und dabei sind cS meist die Tüchtigsten, haben vor ihrer Verheiratung sich nicht gescheut, durch Arbeit und weise Sparsamkeit selbst ein kleines Vermögen zu erwerben. Die Ersparnisse des Gesellen, das Selbst­verdiente und Ersparte der zukünftigen Meisterin, dieses zusammen gaben das beste und solideste Geschäftskapital. Außer dem eigenen Vermögen steckt zumeist auch noch fremdes Kapital im Geschäft; es wächst und vermindert sich, ]e nachdem das Geschäft gut oder schlecht gehr. Das Geschäft muß die Familie ernähren, die Mittel abgeben zur Erhaltung, Erziehung, Ausbildung und Ausstattung der Kinder, es muß die Zurücklegung eines Notpfennigs ermöglichen für die Tage von Krankheit, Alter oder sonstige Notlagen.

. As nun die Männer gleich bei Ausbruch des Krieges '^ u f e Vaterland s folgen mußten, blieb ihnen u !/ ^ c l nma ! f°. dikl Zeit übrig, um noch die geschäft. ltchen Verhältnisse in Ordnung zu bringen und Anord. nungcn für die Wetterführung treffen zu können. Auch wenn in solchen Fällen das Geschäft geschlosffn werden mußte, war die Meisterin keineswegs der Geschäftssorgen und Geschäftstätigkeit enthoben, im Gegenteil, bei vielen wurde sie noch größer als wie bei denen, welche das Geschäft weiter führen konnten. Denn: ruht daS Ge­schäft, so ruht auch der Verdienst, dagegen müssen die Hypothekenzimen weiter bezahlt, die laufenden Ausgaben bestritten und die Außenstär de herein gebracht werden.

Wo aber das Geschäft trotz der Einberufung des ManneS weitergeführt werden mußte, sind die Sorgen und Beschwernisse nicht minder. Die Last, welche bisher vrn den starken Schultern des geschäftsgewandten Mannes getragen wurde, ist j tzt der minder geschästS- gewandten Frau auferlegt, von der die Erfüllung ihrer Hausfrauenpflichten nach wie vor erwartet wird.

Wohl dem Handwerker, dessen Fau schon in Feie, denszeiten eine treue Mitarbeiterin im Geschäfte war und sich um den gewerblichen Betrieb ihres Mannes gekümmelt hat. Damit war aber nur! die Möglichkeit der Weiterführung des Geschäftsbetriebes gegeben, denn nur in den allerwenigsten Handwerks- und Gewerbebe­trieben, wo der Meister einrücken und die Frau daS Geschäft fortführen mußte, waren noch Gesellen oder ältere Arbeiter vorhanden, welche der letzteren eine Stütze sein konnten, vielmehr war sie nur auf die Lehrlinge angewiesen. Dazu kommt noch die schwierige Beschaffung des benötigten Rohmaterials, die verlangte Barzahlung, die gewaltig gesteigerten Preise für das Material und vieles andere.

Nuv wer die große Bedeutung unseres Gewerbe- und Handwerkerstandes für das Wütschaftsleben unseres Vaterlandes und die Vielgestaltigkeit des Geschäftöbe- tciebes im Handwelk kennt, kann ermessen, was diese Frauen unter den geschilderten Verhältnissen für eine Rtesenaufgabe gelöst haben Die von ihnen vollbrachten Leistungen können gar nicht hoch genug angeschlagen werden. Darum gebührt denselben besonderer Dank utib Anerkennung. '

ÄobmiilgZliol sind mofenwngUeuerung.

* Aus juristischen Kreisen wird geschrieben: In einer im vorigen Monat in Frankfurt vom Verein für Wohnungsrcfo m und vom Mieterschutz Verein einberufenen Versammlung wird darauf hingewiesen, daß u. a. die Steigerung des Hypotheken­zinsfußes eine Ursache der höheren Mieten sei und taß daher die Hausbesitzer gegen Erhöhung der Hypothekenzinsen wirksamer als bisher geschützt werden müßten. Vielleicht darf dazu auf folgendes hinge w esen Weeden: Zu einer Zeit, als der Zinsfuß noch niedrig war, ha.te jemand uns längere Jahre fest eine erste Hypothep 4^3 Prozent gegeben. Während des Krieges

r tef die Frist, wählend deren die Kündigung ausgeschlossen U? a F' und der Gläubiger kündigte die Hypothek. Auf Antrag des Schuldners wurde diesem aber durch Beschluß des zuständigen Amtsgerichts zuerst für ein ^ahc und hinterher noch für ein Zweites Jahr Stun- düng gkwäh t. Bei den vorhergegangenen Vergleichs. Verhandlungen hatte sich der Gläubiger bereit erklärt die Hypothek dem Schuldner noch bis zum Jahre 1920 zu belassen, im Falle dieser sich verpfichte, 4'/» Proz. Z nien zu zahlen. Der Schuldner (nebenbei bemerkt ein vermögender Mann) hatte diesen Vorschlag abgelehnt so daß der Gläubiger auch heute noch nur 47 s Pro/ ginien erhält. Nun befinden wir uns im Kclegszu- Uand der eine allgemeine Teuerung der L benshaltuna herbeigefuhrt hat, die für Leute, die ganz oder teilweise von ihren Zinsen leben, durch die Erhöhung des Zins- '^öks in einem, wenn auch sehr bescheidenen Maße, aus- geglichen wird. Warum gerade dem Hypoth kengläubi- ger dieser Ausgleich vocenthalten bleiben soll, warum es gerade ihm unmöglich gemacht werden soll, wenig- stens eine mäßige Erhöh mg seiner Rente zu erreichen, erscheint unerfindlich. Schon vor dem Krieg zieht sich w:e ein roter Faden durch unsere Gesetzgebung die Pa- Schutz dem Schuldner!" Man stellt sich den m ^ als den reichen Mann, der auf seinem

Geldsäcken sitzt und den Schuldner als den armen Schluk- kcr. der vom Gläubiger ausg.beutet wird. Es gilt als unter allen Umstand'n den Schuldner zu schützen. Daß in Wahrheit die Dinge vielfach anders liegen, daß unter Umständen derGläubiger" ein kleiner Beamter ist, der sein bescheidenes Vermögen vielleicht zum größten DbU in der Hypothek angelegt hat, daran denkt man meistens nicht. Man muß sich die Frage vorlegen, ob man dem Schuldner durch die Wohltaten, mit denen ec überschüt­tet wird, auch wirklich nützt oder ob man ihm nicht vielmehr ein Danaergeschenk gibt. Rach dem Krieg wird die Nachfrage nach Kapital aller Voraussicht nach sehr viel größer und dementsprechend die Geldflüsstgkeit geringer sein als jetzt. Wahrend es heute noch verhält- nismäßig leicht ist, eine gute mit 5 Proz. verzinsliche erste Hypothek an den Mann zu bringen, ist das nach dem Kriege vielleicht nicht mehr so einfach. Als dann wird erst recht wieder der Ruf erschallen:Schutz den Hausbesitzern!"

Nun betrachte man die Sache aber auch einmal vom Standpunkt des Gläubigers. Man kann heute sein Geld in sichersten Staatspapieren zu über 5 Prozent an- legen. Wenn jemand trotzdem zu dem gleichen oder ei­nem ähnlichen Zinsfuß Geld gegen hypothekarische Si­cherheit ausleiht, so tut ec es in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle doch wohl nicht, weil er diese Anlage für sicherer hält, sondern weil er. glaubt, bestimmt dar­auf rechnen zu können, sein Geld zu einem ihm geneh­men, im voraus fest bestimmten Zeitpunkt wieder zu- rückzuerhalten, ohne einen Kursverlust befürchten zu müssen. Im Interesse der Hausbesitzer liegt es, die Gläubiger" in diesem Glauben zu erhalten.

Nun richtet sich alec doch der Zinsfuß auf dem Jmmobiltenmackt wie überall rm wesentlichen nach An­gebot und Nachfrage. Kerne Gesetzgebung kann daran etwas ändern. Wohl kann aber ein weitsichtiger Ge- setzgcbec verhüten daß Bestimmungen, die zum Schutze des Hypothekenschuldners gedacht sind, in ihrer prakti- schen Wirkung dem Schuldner schaden, weil sie auf dem Geldmärkte das Verhältnis zwischen Angebot und Nach­träge zu seinem Nachteil verschieben!

Zur Melalibescblagnalme.

Die letzten kriegswirtschaftlichen Maßnahmen auf dem Gebiet der Metallbewirtschaftung haben in der Oeffentlichkeit eine Kritik hecvorgecuf-n, die zweifelsohne geeignet ist, in der Bevölkerung einen Widerstand gegen die Durchführung der Metallmobilmachung hervorzucufen. Es spielt bei der behördlichen Metallbewirtschastung eine wesentliche Rolle, das aus unseren Metallbeständen nicht nur der Hceresbedarf, sondern auch der Bedarf der Flotte, der Eisenbahn und der Post beschafft werden muß. Die neue Verordnung bezieht sich keineswegs nur auf private Haushaltungen, durch die gleichen Maß­nahmen werden auch die bereits in öffentlicher Hand befindlichen Bestände, z. B in öffentlichen Gebäuden 7c., herangezogen. Ebenso sollen auch die Bronzedenkmäler zur Verarbeitung herangezogen werden. Voraussichtlich werden diese Denkmäler von den Pcovtnzialkonservatocen auf ihren historischen und künstlerischen Wert geprüft. Die Eisenbahn baut systematisch die Metalle aus und deckt damit ihren eigenen Bedarf. Bei den Straßen­bahnen ist dasselbe Verfahren im Gange, nur hat es sich dadurch etwas verzögert, daß nicht gleichzeitig alle Wagen aus dem Verkehr herausgezogen lverden können. Die behördlichen Ausbaukommisslonen kommen erst dann in die Häuser, wenn sie Ecsatzklinken mitbringen können, und niemand braucht für den Ersatz mehr zu bezahlen, als ec für die Messingklinken erhält. Für Messing wird 6 Mk. pro Kilo bezahlt, während' der Höchstpreis jetzt nur 1 Mk. beträgt.

Daß jetzt endlich an die Einschmelzung der Denkmäler herangegangen wird, ist zweifellos auf die in der Presse geübte Kritik der Metallbeschlagnahme zulückzuführen. Auch der Ausbau des in öffentlichen Gebäuden und in den Straßenbahnen noch massenhaft vorhandenen Messings und sonstigen Sparmetalls wird von dem Publikum mit großer Befttedigung ausge­nommen werden und ihm die Hergabe der Tür-und Fenstergriffe erleichtern.

Vas Feldheer braucht bringend heu und 5trah! Landwirte helft dem Heere!