Ausgabe 
29.5.1918
 
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Frankreich und die Elsässer.

Die vorwcggenommene Annexion Elsaß-Lothringens.

Tie Franzosen besitzen einige wenige Dutzend el- sässische Dörfer im Bereich des südlichsten Teils der Vogesen und nennen diese Ecke hochtrabendihr Elsaß". Aber ihr Gefühl sagt ihnen heimlich doch, daß dieses kleine Zipfelchen Elsaß nicht ansreicht, um damit viel Staat zu machen, und da ihnen die Waffen keine weiteren Besitzergreifungen der heißbegehrten elsässi- schen Erde gebracht haben, annektieren sie einstweilen Elsässer und Lothringer, soviel sie deren habhaft wer­den können. Aus allen Ecken und Enden der Welt werden diese Objekte des französischen Annextonsbe­dürfnisses krampfhaft zusammengesucht.- die russischen Kriegsgefangenenlager wurden planmäßig nach Elsaß- Lothringern durchforscht, ebensogut wie die Konzentra­tionslager der Briten.

Es ist eine bezeichnende Erscheinung dieses Systems, das man zeitgemäß einEinhamstern" von Elsässern nennen könnte, daß sich die Franzosen fast vier Jahre lang hartnäckig geweigert haben, die Abmachungen über Austauschgefangene auf die verschleppten Elsaß- Lothringer auszudehnen. Erst vor einigen Lagen ist unter dem Druck der kräftigen deutschen Gege'urnaß- regeln auch diesen Kriegsopfern der Weg geöffnet worden, zu den Ihrigen zurückzukehren. Nicht alle mehr werden freilich von dieser Möglichkeit Gebrauch machen können, da viele inzwischen die französische Nationalität angenommen haben, um so den Ge­fängnissen und Lagern zu entrinnen.

Alle diese Elsaß-Lothringer sind dazu ausersehen, die Rolle des wiedergewonnenen und deshalb glücklichen Bruders zu spielen und so gewissermaßen ein sicht­bares Stück des erlösten Elsaß zu sein, an dem sich die nationalen Wünsche Frankreichs einstweilen befriedigen können, bis das tatsächliche Werk der Befreiung des ganzen Elsaß vollzogen ist. Viele von diesen Elsässern spielen ihre Rolle herzlich schlecht, weil sie kein Wort französisch können. Sie werden mit allem Eifer not­dürftig in die Sprache desMutterlandes" einexer­ziert; am liebsten sieht man es, wenn sie eine Französin heiraten und sich noch enger mit der französischen Na­tion verknüpfen. Ist aber derwiedergewonnene el- sässische Bruder" halsstarrig und willboche" bleiben, dann kann er in einem Straflager darüber Nachdenken, wie wenig er von der gallischen Freiheit versteht. Jedenfalls zeigt dieser ganze Eifer der Franzosen, sich bereits jetzt vor der Eroberung Elsaß-Lothringens eine Paradegemeinde vonerlösten" Elsässern zu schaffen, wie sehr es ihnen darauf ankommt, sich und die ihrem Einfluß zugängliche Welt in die Einbildung zu versetzen, als sei die Wiedergewinnung des Landes eine sich täglich näher vorbereitende Gewißheit.

Die Gewinnung der Elsaß-Lothringer soll ge­wissermaßen vorauseilend die nachfolgende tatsächliche Besitzergreifung des Bodens in Szene setzen und die französische Nation und das Ausland an die fixe Idee gewöhnen, daß der Krieg nicht anders ausgehen kann als mit der abermaligen Wegnahme Elsaß-Lothrin­gens. Dieser nationalen Wahnidee opfert Frankreich einstweilen sein Blut und seinen Boden, und es wirft seine Divisionen und seine flandrischen Dörfer und Städte für England in die Bresche. Mögen das die Franzosen auch immerhin mit sich selbst abmachen; das können sie jedenfalls nicht verantworten, daß sie durch dre künstliche, mit allen raffinierten Mitteln der Lockung und Drohung erzeugte Schöpfung einer aus augenblicklich wurzellosen gefangenen Elementen Zusam­mengesuchten, fragwürdigen elsässischen Franzosenge- mernde sich an Leuten vergehen, die zurzeit nur eine beschränkte freie Willensentschließung haben.

Wieviele elsässische Familien dadurch in bösen Zwiespalt und bittere Konflikte geraten, ist noch gar nicht abzusehen. Aber das kann man schon bestimmt jagen, daß den Franzosen aus dem Elsaß Flüche nachgesandt werden, wenn es einmal klar ist, daß der Bruder, der Gatte, der Sohn den Heimweg nicht mehr ftnden darf, oder daß er gar von den' Franzosen aufs j? Schlachtfeld geschleppt worden ist. Diese Behandlung * der gefangenen Elsässer und die Ausbeutung ihrer mißlichen Lage zu reinen nationalfran- zöjischen Zwecken widerspricht ebensosehr dem Völker­recht wie den Interessen der bedauernswerten Opfer der französischen Staatsraison.

Im Lager der Entente sind zwar solche Gepflogen­heiten durchaus nichts Vereinzeltes; auch die Italiener haben bekanntlich sich wenigstens zunächst einen Minister derunerlösten Erde" angeschafft, wenn sie auch mit der Gewinnung von Trient und Triest immer noch im Rückstand sind. Kann man eben in der Praris nicht annektieren, so annektiert man mindestens im Reiche der Phantasie. }

Tie Verseuchung der schwedischen Käste durch englische

Minen.

Wie Stockholmer Blätter melden, werden an der schwedischen Westküste weiterhin englische Minen in wachsender Zahl aufgesischt. So ist eine verankerte » Mine- innerhalb der schwedischen Hohettsgewässer an- Zetrofsen worden. Hierzu bemerktStockholms Tag- bürd .Die letzte amtliche Mitteilung beweist, daß eine cYv[^ em k e Macht innerhalb schwedischen Gebiets ein Minenfeld ge.egt hat, und noch dazu in einer Tiefe »on nur drei Metern, also auf eine für die Schiffahrt a u e r st g e f ä h r l i ch e Weise. Eine gröbere Verach- timg von Rechten der Neutralen, um eine von der briti­schen Admiralität kürzlich gebrauchte Wendung zu wiederholen, kann schwerlich gedacht werden, und es schciv.r uns unbedingte Pflicht der Regierung zu sein, mit gehöriger Eile Schwedens Interessen zu wahren." 0

Was Die Us&ootc beschävigen. j

Tie Londoner Daily Mail vom 21. Mai berichtet daß in den letzten neun Monaten 5397 Schiffe von zu- lanuuei' über 10 Millionen Tonnen auf englischen ^ersten ausgebessert seien. Das läßt aus die' Größe Schadens schließen, welchen die Tauchboote der seuldllchen Schiffahrt über die Zahl der versenkten Schiffe hinaus zufügen. Wie im Unterhause mehrfach verone in. liegen von Tanchboown an? ul,offene

Schiffe oft Monate lang still, c()e sie wieder verwen- dungsfahig werden.

Tie englische Mission unter Führung des Prinzen Arthur von Connaught ist auf der Reise nach Washing­ton in Atlantic City angekommen.

Berlnst eines deutschen U-Bootes.

Tie britische Admiralität teilt mit:Eines un­serer atlantischen Geleitunterseeboote berichtet nach der Rückkehr in feinen Stützpunkt: Am 11. Mai sichtete es auf der Höhe von Kap St. Vincent, während es aus einen Geleilzug wartete, ein deutsches Unterseeboot vom sogenannten Kreuzertyp und versenkte es. Ta zurzelt schwerer Seegang war, gab es keine Ueber- ledenoen. Kurz darauf wurde ein anderes feindliches Unterseeboot gesichtet, aber da es eiligst tauchte, ent- ging es dem Schicksal seines Gefährten. Angesichts der Tat,ache, daß es der erste Unterseeireuzer ijt. der zerstört worden ist, wurde beschlossen, von der üblichen Regel, die Zerstörung feindlicher Unter­seeboote nicht zu melden, abzugehen."

Ta über eines unserer westlich Gibraltar ope­rierenden U-Boote seit längerer Zeit keine Nachrichten vornegen, muß mit seinem Verlust auf die enqlischer- serts gemeldete Weise gerechnet werden.

Allerlei vom Seekrieg.

,_" Seit Beginn des U-Bootkrieges sind 79 spanische

Schiffe zu 160,000 Tonnen torpediert worden. 52 Spanier seien dabei umgekommen.

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Vom U-Bootkrieg.

Trotz Sicherung und Gcleitzügen.

(Amtlich.) Berlin, 25. Mai 1918. U-Boots- erfolge auf dem Nordsee-Kriegsschauplatz nach neuein- gegangenen Meldungen unserer U-Boote: 16 500 Bruttorcgistertonnen. Ein ticfbeladener Frachtdamp­fer von mindestens 6000 To. wurde aus starker Siche- rung, ein anderer großer, beladener Dampfer aus gesichertem Geleitzug herausgeschossen. Der Chef des Admiralstabes der Marine.

* * *

Im Irischen Kanal verselikt.

Der irische PostdampferJnniscarry" (1450 To.) wurde nach einer Reutermeldung am 24. Mai aus der Reise von Fishguard nach Cork torpediert und sank Fünf Mann der Besatzung einschließlich des Kapitäns wurden gerettet. Die übrigen 37 Mamr werden ver­mißt und slnd wahrscheinlich umgekommen. DieJn- nrscarry' ^nk sehr schnell. Einer der Ueberlebenden wurde an Bord des U-Boots genomrnen. Der Kapitän derJnnrsearry" ist ernstlich verwundet.

50 amerikanische Soldaten vermißt.

Der armierte HilfskreuzerMoldavia" (9500 To.) ist am 23. Mai früh torpediert worden und dann gesun­ken^ KHtze Menschenverluste unter der Mannschaft. Dl*L^oerML 50 amerikanische Soldaten vermißt, und es JSl Miirch«^ daß fte in einer Abteilung durch die »PlvjiÄck geÄLt worde^Qld

Zur i/alienischsn Offensive sn der Zugne Torfe

W i e n , 25. Mai. Amtlich wird verlautbart: ie Kämpfe im Zugna-Naum flauten gestern lve- sentlrch ab. Auf der Hochfläche von Asiago und an der unteren Piave scheiterten feindliche ErUlndungsvorstöße. ^n Rrva wurden durch feindliches Artilleriefeuer einige Hauser beschädigt. Ueber dreißig feindliche Flugzeuge haben Feltre mit Bomben belegt. Der Chef des Ge­neralstabes.

Lloyd George schwindelt wieder,

und zwar sehr gründlich.

Der englische Premierminister Lloyd George emp­fing in der schottischen Hauptstadt Ediuburg unter dem üblichen Zeremoniell das Ehrenbürgerrecht. Bei die­ser Gelegenheit hielt er eine Rede, .in der er mit un­glaublicher Zungenfertigkeit und eiserner Stirn gegen die brutalen Tatsachen des Krieges anging, ja, die Dinge förmlich auf den Kopf stellte. Man traut seinen Augen nicht, wenn man da liest:

Wir haben die Getreide- Ackerbaufläche um vier Millionen Acres vermehrt. Die Schiffsbau- produktion wurde 1916 verdoppelt. Die Regierung hofft, sie in diesem Jahre zu verdreifachen, wenn llicht zu vervierfachen. Die englischen Seeleute ließen nicht nach, bis sie schließlich der U -Bootpest Herr wurden. Sie haben die Nester der U-Boote angegriffeil, den Zugang zu zweien von ihnen, Ostende und Zeebrügge, verschlossen. Würde England von beit Lebensmitteln und Heizmaterialien abgeschnitten, so würde der Tratts- Port der Mannschaften und Munition nach den ver­schiedenen Kriegsschauplätzen sttr England und die

delsflotte" ist"die"^ fle ' uefen feilL Die englische Han-

Luftröhre der Armeen der Alliierten.

(Beifall.) Wenn sie durchschnitten würde, würden die Truppen der Alliierten nicht mehr atmen können. Mieten Proolemen gegenüber befand sich die Regieruna. Zunächst mußte der Bau der Handelsflotte reoraani- srert werden. Ein Schotte löste die Aufgabe glänzend.

Dann war die Einschränkung des englischen Eigenbedarfs, die Bccnindc ung von Englands Einfuhr um Millionen Tonnen, svwie die Vermehrung der heimischen Erz-, Holz- uttd Lebensmittel-Erzeu­gung ein notwendiges Erfordernis. Ich danke bei die­ser Gelegenheit dem Patriotismus der Bauern und Grundbesitzer. Seit 1916 wurde der bestellte Boden des Vereinigten Königreiches um vier Millionen Acres vermehrt."

Jföas die Zunahme des Handelsschiffsbaues anbe- : tCi ' v ' 19 Zeige der Monat April den .Höhepunkt seit ve.rt An,auge des rücksichtslosen U-Bootkrieges in die-

1 C cn 7 fcafio U & 9 * Astert Male seit dem Februar

191 < habe die Ablieferung von Handelsschiffen in der ganzen Welt ^ die Verluste übertroffen und sich ein ^aldo zugunsten der Alliierten und Neutralen er- geden. ^er U-B ootkrie g sei noch immer eine Be- drohung, aber nicht länger eine Gefahr. (Beifall.)

wLÄt8-i ü ten -- l r enflei * e ^ en ' daß das U-Boot ^eine Aufgabe Nicht erfülle, und das erkläre die jetzige

Offensive tut Westen. Ter Feind sei zu jener Offen­sive gezwungen worden, da sie das letzte Mittel zum «lege jet. Jetzt komme das

dritte Stadium der größten Schlacht dre jemals geliefert worden sei, und für die Mensck>- hett hange mehr davon ab, als von irgendeine.' Schlacht in der Vergangenheit. Tie Deutschen svan- nen jeden Nerv an, um zuerst das Ziel zu erreichen bevor die amerikanische .Hilfe den Alliierten zur Ver­fügung stände.

Seine Stellung zum Frieden.

Weiter sagte Lloyd George: Hätte ich geglaubt, daß wir durch ein sicheres oder ehrenvolles Mittel dieses Ringen von Anfang an hätten abwenden oder Ichneller zu Ende bringen können, so würde ich mich nicht nur vor Angst krümmen, sondern auch sckuld- vedrückt fühlen. Ehrlich darf ich sagen, daß die bri- tijcyc Negierung kein Mittel vernachlässigt hat. um gu ^fahren, ob ein ehrenvoller Ausgang aus diesem Kriege, aus seinen Schrecken und Greueln vorhanden set. Im vorigen Jahre waren hier zulande und bei den Alliierten eine große Anzahl Personen der An­sicht, daß es möglich sei, ohne Sieg einen ehrenvol- len Frieden zu schließen. Ich glaube, baß es jetzt wenige solche Leute gibt, denn aus jeden Menschen mit ge­sundem Verstand hat das S ch i ck s a l R u ß l a n d s Ein­druck gemacht. Nicht etwa, weil die deutschen Staats­männer uns absichtlich zu täuschen versuchtett, sondern weil sie mißbraucht werden von den militaristischen Führern. Wenn es diesen für ihre Pläne nötig ist, sind die Staatsmänner nur Puppen. Wenn es den militaristischen Führern patzt, erhalten die Staatsmän­ner Erlaubnis, Friedensballons aufsteigen zu lassen, nämlich dann, wenn der Wind für die Alliierten gün­stig weht, um dort die Atmosphäre zu vergiften. Wir stehen dem rücksichtslosen preußischen Despotismus ge­genüber, der nur plündern und rauben will. Verträge binden ihn heute ebensowenig, wie am Tage der bel­gischen Neberwältigung. Die Deutschen beabsichtigen nicht, den Krieg zu Ende zu bringen, bevor ihr Korb so voll wie möglich ist.

So sprach Lloyd George.

Daß der kleine Advokat, der sich da vom Waliser Schusters-Pflegesohn zum Herrn des Britenreichs auf­geschwungen hat, eine eiserne Stirn hat, war längst bekannt. Solange er das Ruder des so schwer ge­troffenen englischen Staatsschiffes nicht preisgibt, so lange darf man auf keinen Frieden hoffen. Also kann es nicht überraschen, daß er auch hier wieder in der ntaßlosesten Weise mit der Gerissenheit eines ausgekochten Unrechts-Advokaten ein durchaus täuschett- des Bild der Lage entwirft.

Er lügt nicht direkt. ES ist wahr, daß der bebaute Grund und Boden in England erheblich vermehrt wor­den ist. Aber . . . daß diese Vermehrung so gut wie e'n Tropfen auf einen heißet: Stein ist, sollte ihm das verborgen geblieben sein? Er, der sich früher gern für einen Kenner des Wirtschaftslebens nusgab? - Und daß die Hochleistung des Schiffsbaues, mit der er die Gemüter gegenüber der U-Boot-Bedrängnis zu be­ruhigen glaubte, ein Zufallserfolg ist, der für die Dauer nicht erreicht werden kann, sollte der kluge Mann sich darüber einer Täuschung hingeben? Kaum! Er behauptet es ja auch nicht, aber er folgert kühn, aber ganz unverbindlich: U-Boote heute keine Gefahr mehr, nur noch Unbequentlichkeit. Er weiß ja: die Masse leistet sich in ihrem primitiven Denkvermögen, sobald sie scharf vott einem energischen Willen durch eine Rede geleitet tvird, die tollsten Logik-Sprünge und glaubt es gerne, was der Redner gar nicht aus­zusprechen wagt.

Lloyd George will den Krieg weiterführen. Hätte es dafür noch eines Beweises bedurft, dann hätte den der haßerfüllte Schluß seiner Rede erbracht. Sollte, so rechnete er wohl, in den Massen noch ein Stück Mißtrauen stecken gegeniiber der so rosigen Darstellung der Lage, so muß die Angst ihr Uebriges tun. Also zieht er das oft erprobte Gespenst des preußischen Militarismus auf und malt mit grellfarbenem Stift noch ein paar abschreckende Züge hinein, teuflisch ver­zerrt. für gepeinigte Gemüter von unfehlbarer Wir­kung.

So etwas wirkt in England. Dafür hat die miß­brauchte, entwürdigte Presse gesorgt. Lloyd George hat England auch fernerhin hinter sich, die Friedensfreunde dürfen sich nicht hervorwagen, und der Krieg wird weiter gehen.

Wie das errglischc Volk angelogen wird, dafür lag gerade heute ein schlagender Beleg vor. Ein amtlicher englischer Bericht verkündet:

In der Zeit vom 20. bis 22. Mai führten Teile unserer Luftstreitkräfte Bomben-Unternehmungen gegen Zeebrügge, die Mole, den Stützpunkt der Wasserflug­zeuge und die in der Nähe liegenden feindlichen Schiffe, ferner gegen Thouront und den feindlichen Flugplatz von Dt. Denis-Westrem aus. Es wurden